X570 Chipsatz-Kühlung

Richard Wagner

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Das Thema wurde zuerst hier aufgegriffen: https://www.cc-community.net/threads/ihr-seid-schuld.118313 , besonders in diesem Beitrag:
X570 haben nerive laute Chipsatz-Lüfter, B550 wäre bei "leise" die bessere Wahl.
[...]
und dann hier:
[...] Bei meinem Gigabyte Aorus X570 Pro kann man das Profil für den Lüfter des Chipsatzes auf Silent stellen, dann springt der erst bei einer Temperatur ab ca. 60°C an.

Aber bei den meisten X570-Boards (und wenn man in den einschlägigen Hardwareforen mal ein bisschen quer liest vermutlich bei allen) ist das zwischen Chipsatz und Kühlkörper verwendete Wärmeleitpad die aller billigste Qualität, das Pad bei meinem Board ähnelte einem Stück Teichfolie.

Das habe ich entfernt und durch einen Klecks einer hochwertigen Wärmeleitpaste ersetzt, dass hat die Temperatur um lockere 10°C gesenkt.
De facto läuft der Chipset-Lüfter jetzt eigentlich nie.

Ich finde es allerdings beschämend, dass die Mobo-Hersteller bei einem X570-Mobo (die so ziemlich alle wesentlich teurer sind als ihre Vorgänger) 1-2 Cent an einem Wärmeleitpad sparen.

PS:
das Pad durch etwas besseres zu ersetzen macht man am besten sofort, bei den Mobos ist der Chipsatz-Kühler von hinten verschraubt und man kommt im eingebauten Zustand nicht mehr dran.
Nachdem ich mich ein wenig im welt weiten Netz umgeschaut habe, hohle das Thema mal aus seinem Versteck (Ihr seid schuld ;)) und eröffne einen neuen Threat...


In den Foren werden ja nicht nur die lauten Lüfter thematisiert, sonder auch die unsäglich hohen Drehzahlen, die man oft nicht regeln kann. Und auch wenn es eine Silent-Einstellung gibt, wo der Lüfter erst ab 60° anspringt, wäre es mir lieber, er würde mit geringer Drehzahl auch schon unter 60° laufen, damit die 60°-Marke erst später erreicht wird. Aber das ist wohl nebensächlich.

Der Bauer fragt sich, warum man die Lüfter überhaupt braucht und nicht passiv kühlt. Die angeblich so wiel höhere Leistungsaufnahme von X570 gegenüber X470 kann er nicht nachvollziehen:

PC Games Hardware hat einmal geschaut, ob man die X570 Chipsatzlüfter auch einfach abschalten könnte. Das Ergebnis ist unterschiedlich. Mal geht es gut, weil es neben dem Lüfter auch einen guten Kühler gibt, und mal (ASUS!) geht es gar nicht, weil der Kühlkörper seinem Namen nicht gerecht wird (was nach meiner Erkenntnis nicht nur für das getestete Asus-Board gilt):

Speziell bei Asus (nur dort?) gibt es mit der Abdeckung des Chipsatzkühlers bei einigen Modellen auch das Problem, daß M.2-SSDs mit eigenem Kühlkörper da nicht rein passen.

Die Lösung könnte einfach sein: passive Kühlung!

Dazu muß man sich nicht unbedingt etwas selbst bauen, wie z.B. hier - zu diesem Thema im Hardwareluxx-Forum:

Sehr gut sollen der Thermalright HR-05 SLI/IFX und der HR-55 sein:
hr.jpg



Der HR-55 ist etwas höher als der HR-05 SLI/IFX. Aber Achtung: der HR-05 IFX paßt wohl nicht, weil er der Graphikkarte im Weg stehen würde, ebenso der Noctua NC-U6

Größtes Manko dieser Kühler ist allerdings die Tatsache, daß Thermalright die Produktion schon lange eingestellt hat und es den Kühler daher nur noch gebraucht gibt, und zwar sowohl selten als meist auch teuer.
Aber wenn es die neue Mode werden sollte, Chipsätze mit minderwertigen Kühllösungen auf die Mainboards zu packen, ist das vielleicht ein neues Marktsegment für die Kühlerhersteller...

@Grainger Bist Du das?
 

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Das mit den passiven Kühlern wird also meist nicht in Frage kommen.

Doch statt der von @Grainger empfohlen Wärmeleitpaste könnte man doch sicher auch das originale Wärmeleitpad durch ein besseres ersetzen. Weiß jemand, wie groß das sein müßte und wie dick?

Von Thermal Grizzly gibt es das Minus Pad 8. Das müßte doch gehen?!

Und wie sähe es mit der Conductonaut Folie aus? Würde die auch passen, oder wäre sie zu dünn?

.
 

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Ob der kleine Lüfter für die X570-Kühlung unangenehm laut wird, ist wohl nicht pauschl zu sagen. Eine Eigenschaft vereint sie jedoch alle: Sie könnten kaputt gehen. Und wenn das pasiert, nachdem der Boardhersteller den Support eingestllt hat (also bald), habe ich schnell die Arschkarte gezogen, besonders z.B. bei Asus, wenn das Board den Lüfter unbedingt braucht.

Ich habe deshalb mal gesucht, wo man Asus Ersatzteile bekommt. Gefunden habe ich aber nur Händler, die Ersatzteile für Fertig-PCs oder Notebooks vertreiben, aber nicht einzelne Bauteile für Mainboards.

Gibt es da überhaupt eine Chance? Kennt jemand eine Anlaufstelle?

.
 

Cosmo

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Die Kühlleistung eines Kühlers ist immer abhängig von 1. dem Material, aus dem der Kühlkörper gefertigt ist, 2. der Rippenfläche, die der Kühlkörper zur Verfügung stellt, 3. dem Luftdurchsatz, den der verwendete Ventilator zur Verfügung stellt.

Wie wir aus den Videos oben erfahren können, verbraucht der X570 Chipsatz ca. 11-14W. Das ist nicht viel, das ist eigentlich Pillepalle, aber es ist doch so viel, dass man sich Gedanken machen sollte, wie man das leise wegkühlen kann.

Wenn ich so einen Rechner hätte, würde ich die ultraflachen, nichtsnutzigen Aluplatten mit eine paar angedeuteten Rippchen und einem superzornigen Ventilatörchen erst einmal abmachen. Danach würde ich zusehen, welchen "besser verrippten" Kühlkörper man da draufsetzen kann, ohne dass andere Elemente im Rechner (z.B. Grafikkarte) allzusehr gestört werden. Hierbei kann man darauf achten, vielleicht einen Kühlkörper an Land zu ziehen, der in die Bohrungen passt, die der Motherboard-Hersteller, zur Verfügung stellt. Wenn nicht: egal, denn man kann auf einem Mainboard alles schwierigkeitslos dauerhaft mit dem 2-Komponentenkleber "Stabilit-Express" befestigen. Man kann mit Stabilit-Express auch den Kühler "asymmetrisch" aufsetzen, falls topografische Verhältnisse im Rechner dies erzwingen.

Also, sowas:

1594558964428.png


(einfach so gefunden bei der Recherche für dieses Posting in 10 Sekunden, also ohne besondere Expertise, nur als Beispiel)

Den Ventilator würde ich auf jeden Fall ersetzen durch ein kugelgelagertes Exemplar, sie es z.B. der Hersteller Sunon anbietet. Auf einen Tipp eines Mitboardies baue ich immer solche Lüfter ein in solchen Lebenslagen. Ich habe solche Lüfter in zwei Servern drinnen, mit denen ich einen Raid-Controller kühle, läuft seit 4 Jahren 24/7/365, ohne Ermüdungserscheinungen.

Also:

1. Original Schrott-Kühler abmachen, nebst der blödsinnigen Wärmeleitpads aus "Teichfolie" (Wortschöpfung bei @Grainger)

2. einen gut verrippten Kühler von eBay oder aus anderem Computerzubehör-Handel draufsetzen mit Arctic- MX4 Wärmeleitpaste, evtl. mit Stabilit-Express auf dem Mainboard befestigen, wenn Bohrungen nicht passen wollen, dann darauf einen Sunon-Kugellager-Lüfter. Das Stabilit-Express aushärten lassen, indem man einen Beschwerungsdruck von oben einwirken lässt. Bastelgeschick erforderlich. Auch Lüfter auf Kühlern kann man damit befestigen übrigens.

1594562046005.png


3. Diesen Lüfter entweder mit permanent-Strom 12V, oder mit 7V-Adapter, oder mit 5V-Adapter betreiben, oder, falls die Drehzahl immer noch nicht passt, mit Dioden, oder hintereinander geschalteten Dioden 2W (jede Diode schluckt etwa 1,4V) korrekt einbremsen, damit man ihn nicht mehr hört. Forget Mainboard-Steuerung!

Das ist alles keine neue wirre Idee von mir, ich mache das seit 20 Jahren so, wenn in einem Rechner etwas zu heiß wird. Klingt schräg, klappt aber.
 
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GiveThatLink

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Alles unter 80mm sind notorische Krachmacher nach kurzer Zeit, weil Lagerschaden. Besser ist immer ein Gesamtkonzept und Airflow. Asus wird sich sicherlich was beim Design gedacht haben. Problematisch sind auch die Lüfter im Flow mit dem hinteren Ausgang, das ist meistens an den VRM vorbei und dann sterben die sang- und klanglos den Hitzetod, nebst Elkos. Halbleiter halt.

Diesen Lüfter entweder mit permanent-Strom 12V, oder mit 7V-Adapter, oder mit 5V-Adapter betreiben, oder, falls die Drehzahl immer noch nicht passt, mit Dioden, oder hintereinander geschalteten Dioden 2W (jede Diode schluckt etwa 1,4V)
Das mit 1,4 Volt ist aber jetzt geraten, oder? Die normalen 1N... machen maximal 0.6 Volt. Oder meinst du Z-Dioden? Weil die mehr Sinn ergeben. Allerdings Dreck gegen jeden LM317/350 mit ner Batterie 3-pin Pfostenleisten. Und da kann man dann auch noch Z-Dioden einbringen, alles nicht größer als ne Schachtel Streichhölzer inkl 4p-Molex.
 

GiveThatLink

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Schade, es ist nicht ersichtlich, welchen Teil du während meiner Antwort geändert hast. Naja, du hast auf Lagertyp Vapo mit V verlinkt, erst im PDF steht, dass es auch mit B wie Ball gibt.
HA40201V4

Allerdings bezweifele ich, dass die bei 7 oder 5 Vole die erforderliche Luftleistung bringen, wenn die bei 12V nur 9.4m³/h haben, währned 92mm bei ~100m³/h und die 120mm bei ~200m³/h. Selbst wenn die 10cm weit weg sind und auf 5 Volt laufen, schaufeln die mehr Luft vorbei als der piselige Sunon. (pabst ist da auch nicht besser).

Deswegen sprach ich oben auch von einem Konzept - wenn man das richtig anfängt, braucht es nur zwei Lüfter - einen vorn und einen hinten und einen ausgerichteten Lufstrom durchs Gehäuse.

Die Anleitung mit dem selbstgefrästen basiert ja auch auf sowas, der wird passiv von irgendwas mitgekühlt. Und auch Heatpipes über den VRM wie Asus oder MSI das teilweise gebaut haben, die Wärme wird dort hingeleitet, wo sie besser abführbar ist. Mein (einer von denen) alter ist so ein Bastelprojekt "komm, noch nen Lüfter, passt schon" Und das Ergebnis wurde nicht besser, erst als ich komplett neu angefangen habe. Ich muss dazu sagen, dass ich mir bei den Lüftungsbauern mit ihren Schächten was abgeschaut habe, warum das eine oder andere Blech im Kanal hängt. Und man sollte wissen, dass ein Bigtower erhebliche Vorteile hat, man sollte sich schon einig sein, wieviel Hardware man irgendwann einbauen will. Im Artikel wurde was von einer SSD mit Kühlrippen geschrieben. Gab es früher nicht, ergo egal.

Ich habe nichts gegen deine Lösung, nur ist das aus meiner Sicht echt suboptimal, den Rechner mit Kleinstlüftern zu verbauen. Sorry, 1990 mit 60mm CPU-Lüfter ist vorbei :p
 

Grainger

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Bei den meisten X570-Mobos befindet sich der Chipsatz (und dessen Kühler + Lüfter) leider genau da, wo er von jeder halbwegs leistungsfähigen Graka überdeckt wird.

Und da bleibt auch nicht viel Platz zwischen Chipsatz und Graka, ein etwas dickerer alternativer Kühler (mit Lüfter) passt da nicht dazwischen.

Ich habe in meiner Bastelkiste noch einen der von @Richard Wagner verlinkten Thermalright-Kühler liegen, da passt auch ein 80 mm Lüfter (von denen ich noch ein paar Slim-Varianten habe) drauf.

Aber um zu testen ob diese Kühler passen müsste ich das Mobo ausbauen, dazu habe ich momentan keine Lust.
Vielleicht, wenn ich mal wieder Langeweile habe und gleichzeitig in Bastellaune bin, dass kann aber noch etwas dauern.
 

bavariantommy

Universaldilletant
Um das Thema mal ein wenig zu relativieren: Ich hab gestern knapp zwei Stunden mit meinem neuen Rechner (siehe "ihr seid schuld") gezockt - Komponenten, abgesehen vom CPU-Kühler, out of the box. Mehr als ein wirklich nicht störendes leises Rauschen war nie zu hören. Im Normalbetrieb hört man vom Rechner eigentlich gar nix.
Wenn gewünscht kann ich das gerne mal per Video dokumentieren.
Edit: Möglicherweise liegt das auch am Frozr-Kühlkörper-Design, den MSI verbaut, möglicherweise ist das auch nur PR-Bla ;)
Um die hohen Anforderungen der neuen AMD CPUs und des AMD X570 Chips zu erfüllen, ist eine hervorragende Kühlung neuralgischer Bauteile zwingend erforderlich. MSI hat dazu das neue Frozr Kühlkörper-Design entwickelt. Neben dem Kühlkörper umfasst das Kühlkonzept einen leisen Lüfter mit Doppelkugellager und MSI Propeller Blade Technik, der dank Zero Frozr-Technologie die Umdrehungsgeschwindigkeit automatisch, je nach Temperatur des Chipsatzes, anpasst. Mit garantierten 50.000 Betriebsstunden der Lüftertechnik steht auch einem 24/7 Betrieb nichts entgegen.
Quelle: https://de.msi.com/news/detail/912ac8d7c7126069ec3a8d21b8bde572
 
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Grainger

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… der dank Zero Frozr-Technologie die Umdrehungsgeschwindigkeit automatisch, je nach Temperatur des Chipsatzes, anpasst.
Das ist doch nix anderes wie eine temperaturabhängige PWM-Steuerung des Lüfters. ;)
 

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Ich habe hier leider eines der ersten X570-Boards, wo über dem Chipsatz kaum Platz bleibt für einen Kühler. Der Thermalright könnte passen, und der braucht dann möglicherweise auch keinen Lüfter. Die Tests von Der Bauer und PC Games Hardware haben ja gezeigt, daß die Hersteller mächtig übertreiben, was die Hitzeentwicklung anbelangt, und daß man den Lüfter sogar abschalten kann, wenn der Kühler gut ist. Dummerweise habe ich nicht nur eines der ersten X570-Board, sondern auch noch eines von Asus mit Alibi-Kühler auf dem Chipsatz, so daß dort tatsächlich der Mini-Lüfter die Hauptarbeit machen muß. Da stelle ich mir halt auch die Frage nach der Langlebigkeit.

Ein guter Luftstrom ist noch eines der anderen Probleme. Wenn ich unten rein blase und oben absauge, geht's nicht zwangsläufig über den Prozessor und die Spannungswandler, weil zwischen unten und oben die Graphikkarte den Kamin zu macht. Da strömt die Luft an der Oberkannte der Graphikkarte vorbei. Ein Top-Down-Blower auf dem Proßessor holt dann wieder etwas davon runter (und bläst gut erwärmte Luft auf die Spannungswandler). Ein Toweskühler bläst im Zweifelsfalle über die Spannungswandler hinweg, was für diese durchauf von Vorteil sein kann:

Wenn man Pech hat, geht die Warme Luft aber auch in die Falle auf der Rückseite. Es muß ja heute alles schick aussehen, weswegen die Boards dieses Dach über I/O-Panel und Spannungswandler haben, wo sich die warme Luft stauen kann.

Was immer schwer sein wird, ist vorherzusagen, wo es welche Verwirbelungen gibt.

2. einen gut verrippten Kühler von eBay oder aus anderem Computerzubehör-Handel draufsetzen mit Arctic- MX4 Wärmeleitpaste, evtl. mit Stabilit-Express auf dem Mainboard befestigen
Dann krieg ich das aber auch nie wieder runter...
Aber danke für den Tip mit Stabilit-Express. Wer weiß, wann man's mal braucht.

Das ist doch nix anderes wie eine temperaturabhängige PWM-Steuerung des Lüfters. ;)
Man muß es halt schön-reden und immer wieder betonen, wie wichtig das für X570 ist. Man könnte auch einfach eine gescheite Kühlung auf den Chipsatz bauen. Daß es geht, hat ja Gigabyte gezeigt. Und ich kann mir nicht vorstellen, daß eine gute passive Kühlung teurer ist als diese Lüfterkonstruktionen.
 

Cosmo

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@Grainger schrieb:

Bei den meisten X570-Mobos befindet sich der Chipsatz (und dessen Kühler + Lüfter) leider genau da, wo er von jeder halbwegs leistungsfähigen Graka überdeckt wird.

Und da bleibt auch nicht viel Platz zwischen Chipsatz und Graka, ein etwas dickerer alternativer Kühler (mit Lüfter) passt da nicht dazwischen.

Ich habe in meiner Bastelkiste noch einen der von @Richard Wagner verlinkten Thermalright-Kühler liegen, da passt auch ein 80 mm Lüfter (von denen ich noch ein paar Slim-Varianten habe) drauf.
... oder vielleicht der hier:


1594589438217.png


auf einem der Produktfotos sieht man, dass flexibles Montagematerial dabei ist. Vielleicht kriegt man den an der Graka vorbeigefriemelt.

@Richard Wagner:

Dann krieg ich das aber auch nie wieder runter...
Aber danke für den Tip mit Stabilit-Express. Wer weiß, wann man's mal braucht.
Doch, kriegt man wieder ab. Kann man mit dem Schraubenzieher "drunterhebeln", wenn man punktförmig geklebt hat.
 
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Richard Wagner

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@Cosmo

Nein, das paßt nicht! Wenn etwas paßt, dann die Dinger von Thermalright, HR-05 SLI/IFX oder HR-55. Sieh Dir mal das Foto in #1 an. Die Kühlrippen stehen da seitlich.
 

Grainger

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@Cosma

Wie @Richard Wagner schon schrieb:
Bei den Thermalright-Kühlern laufen die Pipes ein kleines Stück parallel zum Mobo und gehen erst dann nach oben, da ist quasi ein rechter Winkel drin.

Je nach Mobo könnten die dann ober- oder unterhalb an der Graka vorbei gehen. Rein nach Augenmaß würde es bei meinem Mobo nach oben vorbei wohl nicht reichen und unten könnte es wegen dem dicken Morpheus II knapp werden. Theoretisch könnte man den Kühler vielleicht auch so montieren, dass er quasi hinter der Graka steht, aber dafür ist meine Graka zu lang und wahrscheinlich würde er dann auch mit den SATA-Anschlüssen Probleme machen.

Es wird auf jeden Fall in jede Richtung knapp, könnte aber bei einigen Mobos und in Abhängigkeit von der jeweiligen Graka vielleicht funktionieren.
 

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Aus dem gleichen Grund, warum der KKmoon Kühler nicht paßt, passen auch der Thermalright HR-05 IFX und derr Noctua NC-U6 nicht, weil denen die Graphikkarte im Weg wären (siehe #1).
Wenn sich also jemand ein solches altes Schätzchen angeln will, achtet darauf.
 

Grainger

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Vielleicht erleben wir ja eine Renaissance solcher alternativer Kühler, da vermutlich auch die nächste Chipsatz-Generation von Intel wieder einen Lüfter haben wird (Begründung ist genau die gleiche wie bei AMD - PCI 4.0 wird bei Vollauslastung angeblich zu warm für eine (billige) passive Kühlung).
Und wenn die MoBo-Designer den Chipsatz ähnlich platzieren wie bei den AMD-Mobos wird man da dann genau die gleichen Probleme haben.

Wenn die Nachfrage vorhanden ist wird Thermalright (oder irgendein chinesischer Hersteller) die vielleicht neu auflegen.
Momentan bekommt an die nur noch gebraucht (oder hat - so wie ich - noch einen in der Bastelkiste liegen).
 

Richard Wagner

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Ich konnte einen "neuen" Thermalright HR-05 SLI ergattern, habe ihn aber bisher nur ausgepackt und weiß noch nicht, ob er paßt. Es ist eine Klammer dabei, die vermutlich nicht bassen wird und drei Halte-Schienen un unterschiedlichen Längen. Für letztere gibt es zwei "Push-Pins", die man durch die Löcher im Mainboard drücken soll.

Frage - Vorausgesetzt, eine der Schienen hat die richtige Länge, und die Löcher den richtigen Durchmesser: Einmal reingedrückt und eingerastet, kann man das dann auch wieder lösen, oder sind die Push-Pins dann kaputt?

@Grainger (oder jemand anderer, der so einen Kühler hat):
Kannst Du Dir die Pins bitte mal anschauen und Deine Meinung dazu äußern? Du hast mit diesen Hardwaredingen mehr Erfahrung als ich...
 

Grainger

Team (Mod)
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@Grainger (oder jemand anderer, der so einen Kühler hat):
Kannst Du Dir die Pins bitte mal anschauen und Deine Meinung dazu äußern? Du hast mit diesen Hardwaredingen mehr Erfahrung als ich...
Die Pushpins haben einen Durchmesser von 2,70 mm und sind einfachster Bauart.
Wenn man die wieder entfernen will muss man die von unten mit einer Spitzzange etwas zusammen drücken, damit man sie wieder aus den Löchern heraus ziehen kann.
Das klappt sicher nicht unbegrenzt oft bis die hin sind.

Grobmotoriker darf man dabei aber nicht sein. ;)
 

Grainger

Team (Mod)
Mitarbeiter
Ich bin beim Suchen in meinem Hardware-Fundus auf einen originalverpackten
Thermalright HR-11
gestoßen, der noch nie verbaut war.

Das ist eigentlich ein Kühler, der zur Montage auf der Rückseite einer Grafikkarte gedacht war und die Abwärme der GPU zusätzlich von unten abführen sollte.
Von der Bauart her ähnelt er dem HR-05, die herausgeführten Heatpipes sind aber länger.

Ich glaube, der ließe sich auch sehr gut als Chipsatzkühler zweckentfremden.

Die Montageplatte weist jeweils 4 Bohrungen für 3 verschiedene Lochabstände aus (also insgesamt 12 Bohrungen) und ließe sich imho leicht um weitere Bohrungen ergänzen, der Kühler soll verschraubt werden (keine Pushen Pins).

Es passt auch ein 92 mm Lüfter drauf.
 
Zuletzt bearbeitet:

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Dem Thermalright HR-05 SLI liegen vier Kabelbinder bei und zwei Anleitungen, was man damit machen kann. Die eine Anleitung zeigt, wie man mit den Kabelbindern einen Lüfter auf dem Kühler befestigen kann.

Aber was soll das?
Manual.png
 

GiveThatLink

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Steht doch unter Punkt 4, was die Kabelbinder bewirken sollen, nicht gelesen? Von halten steht da nichts, wie du meinst.
 

CForce

latent subversives Element
Große Kühlkörper mit Stabilit auf BGA-Chips aufkleben - mir kringeln sich die Fußnägel!
Dann sollte sich aber niemand wundern, wenn der Chip samt Kühler irgendwann unten im Gehäuse liegt.
- falls es ihn nicht vorher einfach zerrissen hat.
BGAs verkraften bestenfalls gleichmäßigen Druck, auf keinen Fall Zug- oder Biegemomente.
Und ein unflexibler Kleber führt aufgrund unterschiedlicher Wärmeausdehnung zu hoher mechanischer Belastung des Die.

Tut euch selber den Gefallen, lasst die Kühlung so wie der Hersteller das vorgesehen hat oder macht es richtig!

Gruß
CForce
 

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Gelesen habe ich das, aber verstanden nicht. Auch nach Deinem Hinweis noch nicht.

Was ich sehe, ist, daß die Kabelbinder um die Ecken des Kühlkörpers gebunden werden, aber ich verstehe nicht, wozu das gut sein soll, ohne einen Lüfter daran zu befestigen, einfach nur die Kabelbinder wertlos machen? Man kriegt sie ja nicht mehr ab, ohne sie kaputt zu machen. Was habe ich davon.

Dann steht da noch was von Kurzschluß, aber was haben die Enden der Plastik-Strippen damit zu tun?

Edit: Da hat CForce dazwischen gefunkt. Mein Beitrag bezieht sich auf @GiveThatLink
 

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Ich füge hier mal noch den anderen Teil der Anleitung ein, wo gezeigt wird, wie man mit den Kabelbindern einen Lüfter befestigen kann. Das verstehe ich:
HR05-SLI Manual _ 03.png
 

Mr. Big

old geezer
Die Kabelbinder dienen eben dazu den Lüfter an dem Kühlkörper zu befestigen, so geht das ja auch aus Abbildung 2 und 3 hervor.
Dass man die Enden nicht überstehen lässt ist doch klar, eventuell drücken die Enden auf irgendeine anderes Kabel oder sonst was Leitendes welches dann einen Kurzschluss auslösen könnte.

edit: Danke für den Hinweis in #28 !
Die gebildeten Schlingen der Kabelbinder sollen als Abstandshalte des Kühlkörpers dienen.
 
Zuletzt bearbeitet:

GiveThatLink

Bekanntes Mitglied
Ernsthaft jetzt? Dann lass es dir von DeepL oder Google übersetzen, was "prevent contact from other electrical components" heisst. Also wieder nicht Punkt 4 gelesen, oder nicht verstanden. Aber weil ich kein Arsch bin - es bedeutet soviel wie: die Plastikteile verhindern Kurzschluss durch Abstand.

:icon_tsts:
 

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Also jetzt fühle ich mich mehr als nur verarscht!!!

Im binde die Dinger um den Kühlkörper, nicht, um irgend etwas damit zu befestigen, sondern um einen Kurzschluß zu verhindern????

Ich weiß jetzt wirklich nicht, wer der blödere von uns ist!
 

Mr. Big

old geezer
m binde die Dinger um den Kühlkörper, nicht, um irgend etwas damit zu befestigen, sondern um einen Kurzschluß zu verhindern????
Doch, du befestigst mit den Kabelbindern den Lüfter an dem Kühler und bildest gleichzeitig mit den überstehenden Enden der Kabelbinder jeweils eine Schlaufe. Diese Schlaufen sollen verhindern dass der Lüfter eventuell irgendwo im inneren des Rechners Kontakt mit leitenden Stellen bekommt.

Code:
1.
Führen Sie die Kabelbinder durch die vier Ecken des Lüfters (Bild 1 A/B/C/D) und dann durch den Kühlkörper von der ersten Reihe des HR-05 (2A/B) und der fünften Reihe von unten (2C/D)
 

GiveThatLink

Bekanntes Mitglied
Ich weiß jetzt wirklich nicht, wer der blödere von uns ist!
Deine Eigenwahrnehmung kann ich dir nicht vorsagen :D
Was die Konstruktion angeht, ist das nicht blöd gedacht, allerdings bezweifele ich die Dauerhaftigkeit.

Weisse Kabelbinder verlieren noch schneller ihren Weichmacher als schwarze, schwarze sind schwarz, weil UV-beständiger. Bei der vorherrschenden Wärme im Case reichen auch dauerhaft 40 Grad, um die Dinger an ihre Grenzen zu bringen, die verbiegen sich früher oder später, wenn die irgendwo auf Last stehen. Und stabil, naja, das werden wohl diese "Zahnstocher" sein, 2mm breit. Dann besser den Rat von oben umsetzen und richtig befestigen, ggf auch per Lochband und Schraube (ins Kühlblech) irgendwo im Gehäuse.
 

Grainger

Team (Mod)
Mitarbeiter
Ich hatte auf meinem HR-05 (als er auf einem anderen MoBo noch im Einsatz war) vier von diesen Silikon-Anti-Vibration-Lüfterbefestigungen zwischen den Kühlrippen durchgefummelt (einfach mit etwas Silikonspray glitschig gemacht, so weit wie möglich durch geschoben und den Rest dann von der anderen Seite mit einer kleinen Zange und mit etwas Gefühl durch gezogen).

Da hatte ich dann zusätzlich einen 80 mm Lüfter in der Slim-Version (war imho 10 mm tief) mit den Silikon-Teilen befestigt.
Das hat tadellos gehalten und wegen irgendwelcher elektrischen Kontakte habe ich mir keine Sorgen gemacht, da war mehr als genug Abstand.
 

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Also ich versuch's nochmal. Vielleicht habt Ihr ja andere Bilder als ich. Oder Ihr habt etwas gesehen, was ich übersehen habe, oder auch umgekehrt. Irgendwie reden wir hier jedenfalls aneinander vorbei!

Ich habe verstanden, daß die Kabelbinder dazu benutzt werden können, einen Lüfter auf dem Kühlkörper zu befestigen. Das ist in der einen Anleitung (in #26) berschrieben, in Wort und Bild. Ob es nun sinnvoll und/oder auf Dauer haltbar ist, dazu (weiße) Kabelbinder zu verwenden, sei mal dahingestellt. Das ist hier nicht das Thema, um das es mir geht.

Es sind zwei andere Punkte, über die ich mich wundere. Und inzwischen wundere ich mich auch über Euch, daß Ihr das nicht erkennt.

Der erste Punkt: Kabelbinder, sind aus Plastik. Dieses Plastik ist nicht elektrisch leitend! Deshalb ist es unmöglich, damit versehentlich einen Kurzschluß auszulösen! Selbst mit den Kabelbindern von Thermalright wird das nicht möglich sein. Daher sind die Hinweise in den beiden Anleitungen jeweils unter Punkt 4 in meinen Augen unsinnig!

Was aber sehr wohl möglich ist, wenn man einen Lüfter auf dem Kühlkörper befestigt und dabei, der Anleitung folgend, die Kabelbinderender durch die Kühlrippen steckt, wäre, daß sie auf der anderen Seite zwischen die Rotorblätter des Lüfters geraten. Lang genug sind sie, das habe ich ausprobiert.

Viel mehr als über die abwegige Warnung vor dem Kuzschluß habe ich mich aber ganz allgemein über das gewundert, was in der anderen Anleitung (in #22) gezeigt wird. Da werden die Kabelbinder nämlich einfach um den Kühlkörper gewickelt und zugezogen. Da wird nicht mit den Kabelbindern etwas an den Kühlkörper befestigt, sondern einfach nur die Kabelbinder am Kühlkörper. Und weil die Kabelbinder nicht wiederverwendbar sind, kann ich damit dann auch nachträglich keinen Lüfter mehr befestigen. Oder könnt Ihr mir erklären, wie das gehen sollte?

Was also ist der Sinn dieser Anleitung aus #22? Warum sollte ich das machen???

Ich habe nicht erwartet, daß Ihr eine plausible Erklärung dafür habt, sondern hatte angenommen, Ihr würdet Euch einfach mit mir wundern. Aber vielleicht unterschtze ich Euch, und Ihr könnt dem ganzen doch einen Sinn entnehmen...
 

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Weisse Kabelbinder verlieren noch schneller ihren Weichmacher als schwarze, schwarze sind schwarz, weil UV-beständiger. Bei der vorherrschenden Wärme im Case reichen auch dauerhaft 40 Grad, um die Dinger an ihre Grenzen zu bringen,
vier von diesen Silikon-Anti-Vibration-Lüfterbefestigungen zwischen den Kühlrippen durchgefummelt (einfach mit etwas Silikonspray glitschig gemacht,
Danke für die Hinweise!
 

Grainger

Team (Mod)
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Je nach Aufbau des MoBo, Graka, usw. könnte der Kühler unter Umständen schon sehr nahe z.B. an die Rückseite der Graka kommen.
Bei meiner derzeitigen Graka wäre das egal, weil die eine Backplate hat, die alle Kontakte, Lötpunkte, usw. auf der Graka abdeckt, ich hatte aber auch schon Karten mit "nackter" Rückseite.

Wenn der Kühler dann Kontakt hat, könnte das durchaus Kurzschlüsse auslösen.

Die etwas seltsam anmutenden hervorstehenden Schlaufen der Kabelbinder sollen als Abstandshalter dienen und gewährleisten, dass kein Kontakt mit elektrisch leitfähigen Komponenten irgendeiner Karte zustande kommen kann.

Ich hatte eine ähnliche Situation mal bei einem RAM-Kühler und der Rückseite einer Graka ohne Backplate, da betrug der Abstand zwischen beiden nur 2-3 mm.
Das war mir dann doch zu unsicher und ich habe auf die RAM-Kühler einfach kleine selbstklebende Pads aus transparenten Silikon drauf gemacht, die sind nahezu unsichtbar und haben ebenfalls verhindert, dass ein physischer Kontakt zustande kommen konnte.

Genau so würde ich das auch beim HR-05 machen, wenn mir der Abstand zwischen Kühler und irgendeiner anderen Komponente zu klein vorkommen würde.
 
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