Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

sterin

Bekanntes Mitglied
Hallo Leute!

Ich habe mir die Tage mal testweise OpenSolaris 11 in einer virtuellen Maschine installiert und bin eigentlich ganz angetan. Daher habe ich mich gefragt, wie Einige hier auf dem Board die zukünftige Entwicklung von OpenSolaris einschätzen.

Mein Einduck nach einem ersten Test: Die Installation mit Hilfe der Live-CD lief übersichtlich, unproblematisch und schnell. Auch das installierte System ist nicht nur als virtueller Server sehr recourcenschonend, sondern auch unter Gnome sehr sparsam. Zur Geschwindigkeit von pkg im Verlgleich zu apt oder yum kann ich noch nicht allzuviel sagen, da ich bisher nur ein bischen damit rumgespielt habe. Die sunspezifischen Features wie Images und Boot Environments haben bei meinem kurzen Test aber sehr problemlos funktioniert. Auch die Features des suneigenen Filesystems ZFS sind schon beeindruckend. In OpenSolaris 11 ist z. B. ein "Timeslider" als zusätziches Feature des File Managers hinzugekommen, man kann damit auf einer Zeitachse durch die Zustände eines Ordners innerhalb der z. B. automatisch jede Stunde erstellten Snapshot des Dateisystems navigieren. Was mir fehlt sind die eine oder andere handvoll Tools, die man unter Linux auf der Kommandozeile zur Verfügung hat.

Meine Frage: Vor diesem Hintergund würde es mich wie gesagt mal interessieren, was ihr OpenSolaris für eine Zukunft voraussagt. Der Start vor einem Jahr gilt ja allgemein als etwas verunglückt, aber ich finde die Entwicklung seit dem schon ziemlich ansehnlich. Die Frage, ob OpenSolaris es schaffen wird, eine vergliechbare Dynamik zu entfalten wie Linux, ist ja umstritten und wird anscheinend eher pessimistisch gesehen. Was ich so an Stimmen gelesen habe reicht meist von "Das wird nie was." bis "Es ist technisch überlegen, aber es wird trotzdem nichts." Sicher ist OpenSolaris als Basis für (javazentrierte) Web- oder Applikationserver sicher meilenweit von der Basis weg, die Linux/Apache hat, aber grundsätzliches Potential scheint mit auf den ersten Blick vorhanden. Auch als Desktopsystem - Toshiba will ja angeblich schon bald Notebooks mit OpenSolaris bringen - oder als Fileserver könnte das BS doch durchaus einer nennenswerten Zukunft entgegensehen. Was meint ihr?

gruss sterin
 

DiStefano

Bekanntes Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

ZFS ist das Zauberwort. Der Endanwender braucht ein Backupsytem, das automatisch funktioniert oder ohne viel Arbeit funktioniert. Ähnlich wie Apples TimeMachine. Sollte man die Spieler zu den Konsolen bringen, dann gibt es für die auch keinen Grund mehr, auf ein stabileres und sicheres System zu verzichten.
Für jeden Rechner dessen MSoft-System dadurch ersetzt wurde hat sich OpenSolaris schon gelohnt.
 

Belzeboter

Zombie
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Da kann ich nur von den Orginalen berichten - das ganze System ist extrem
stabil :yo Na gut, so um 2000/2001 rum gabs mal ne Reihe SUN-CPU´s in der
Ultra-5 mit Fehlern..... aber die wurden problemlos getauscht.

Was Open Solaris betrifft - wie sich das entwickelt, wird wohl ganz von der
Unterstützung der extrem vielfältigen PC-Hardware abhängen.

Unter Windows heißt es ja friß oder stirb - entweder man bekommt Treiber
oder eben nicht, da hat man Pech mit seiner Hardware (kennt jemand einen
Treiber für XP für mein Rolodex Rex in PCMCIA-Format ?? :icon_argh: )

Unter Linux hat man eine weltweite Fan- und Entwicklergemeinde, die kriegen
viel hin, zur Not mit Reverse Engeneering.

Da muß sich nun Open Solaris irgendwie einordnen..... aber eine Zukunft wird
es auf alle Fälle haben.


-Belzeboter-
 

Antitrack

Bekanntes Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Wegen ZFS: "Ferner existiert das Projekt ZFS on FUSE. [3], welches ZFS auch unter Linux nutzbar machen möchte. Am 12. September 2008 erschien ZFS on FUSE in Version 0.5.[4]" (Zitat aus Wikipedia).
Links (ebenfalls aus Wikipedia): http://www.wizy.org/wiki/ZFS_on_FUSE
 

crsLE

Bekanntes Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Ich probiere momentan mit Opensolaris (2008.11) rum und muss sagen es fühlt sich super an :-) Eigentlich wollte ich es aufgrund von ZFS nur als Server verwenden aber ich denke es wird demnächst mein Ubuntu auf dem Laptop ersetzen. Aber andere Frage:

Weiß zufällig jemand wie es mit Verschlüsselung des Dateisystems aussieht? Die ZFS Verschlüsselung ist ja noch nicht implementiert soweit ich weiß, wie siehts mit Alternativen aus? Was gibt es da für Möglichkeiten?
 

sterin

Bekanntes Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

@crsLE: Der Wikipediaartikel führt Encryption schon als implementiert und im Betastatus, was mir persönlich aber etwas arg optimistisch vorkommt. Darren Moffat, AFAIK einer der Hauptentwickler von ZFS hält die Community aber in seinem Twit (oder wie das heisst ;p) und seinem Blog auf dem Laufenden. Nebenbei scheint er selbst am Port von Trucrypt zu arbeiten, und bei eCryptfs wird AFAIK auch an ZFS Unterstützung gearbeitet. Anscheinend ist aber noch nichts verfügbar, was man gegenwärtig auf einem täglich genutzten Laptop einsetzen sollte.

Du kannst ja mal schreiben, wie sich Dein Server oder Laptop so macht, wenn Du Dich für eines von beiden für OpenSolaris oder eine andere Distri mit OpenSolaris-Kern entscheiden solltest.

/sterin
 

DrSnuggles

Xanatos
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Was mir fehlt sind die eine oder andere handvoll Tools, die man unter Linux auf der Kommandozeile zur Verfügung hat.
Ich kenn nur Solaris, kein Opensolaris aber dort ist http://www.sunfreeware.com/ recht nützlich.

Die Frage, ob OpenSolaris es schaffen wird, eine vergliechbare Dynamik zu entfalten wie Linux, ist ja umstritten und wird anscheinend eher pessimistisch gesehen.
Die Zielgruppe ist viel kleiner. Linux gibt's auf für alle möglichen Geräte vom Mobiltelefon, Notebook bis zum Server. Solaris ist nur was für Server.

Auch als Desktopsystem - Toshiba will ja angeblich schon bald Notebooks mit OpenSolaris bringen -
ROTFL

oder als Fileserver könnte das BS doch durchaus einer nennenswerten Zukunft entgegensehen. Was meint ihr?
Als Fileserver finde ich Solaris sehr gut.
ZFS hat da riesige Vorteile.
 

sterin

Bekanntes Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

]Die Zielgruppe ist viel kleiner. Linux gibt's auf für alle möglichen Geräte vom Mobiltelefon, Notebook bis zum Server. Solaris ist nur was für Server.
Danke für Deine Ansicht zu der Sache! - Stimmt, da stammt es her und da liegen die historischen Qualitäten, aber ich finde es hat sich in den letzen vier Jahren auch sehr viel getan bei OpenSolaris. Man kann schon interessiert fragen, wo es hingeht.

Offensichtlich ist z. B., dass Sun neben Serversinstallationen auch versucht Developer anzusprechen, die auf OS für OS entwickeln bzw. für einen Web-/Javastack, der auf OS läuft.

Wie ernst es Sun daürber hinaus mit einem Desktop meint, finde ich nicht ganz uninteressant zu fragen. Du scheinst ja der Meinung zu sein, dass nicht besonders oder dass der Fall hoffnungslos ist, allerdings ist OpenSolaris 2008.11 als Desktop definitiv kein blosses Hacker-OS, da steckt schon Arbeit drin, und das ist bis auf ein paar Eckchen schon sehr sauber und patent eingerichtet. Das Timeslider-Feature macht auch nur oberhalb von Thin Clients Sinn, dann ist da die Kooperation mit Toshiba, Open Office - zugegebenermaßen alles mit reichlich Fragezeichen, aber IMHO wahrscheinlich schon mehr als "ROTFL". crsLE schein es ja auch für benutzbar zu halten.

Ein anderes Thema ist ja das Verhältnis zu Linux. Das Web ist ja voll von enthusiastischen "Gebt uns Ubuntu mit ZFS"-Blogeinträgen, mit dem Antworten sind beide Seiten ziemlich vorsichtig, wie es scheint. Wobei ich mich mit solchen Lizenzangelegenheiten aber auch kein bisschen auskenne.

Was die Kommandozeile angeht fehlen mir da eigenltich nur ein paar ganz einfache Standart-GNU-Tools, die leicht nachzuinstallieren sind, habe mich trotzdem mal auf pkg.sunfreeware.com umgesehen, danke!
 

DrSnuggles

Xanatos
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

@sterin:

Solaris kann nicht auf dem Desktop punkten weil es nicht genügend Treiber für die Hardware geben wird.
Da wird nie das USB-Skypetelefon, der Billigscanner vom Geizmarkt oder die Kaffeerösterwebcam laufen.
 

Belzeboter

Zombie
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

@Doc: na, nun sei mal nicht so ;)
Schlimmer als bei unserem geliebten Frickel-OS (XP) kanns auch nicht werden.
Beispiele ? Gern:

- Parallelportscanner ab in die Tonne - no XP-Treiber
- Hauppauge-TV-Karte: geht nicht, selbst nach pers. Unterhaltung mit den
Spezies von denen (ist wohl zu alt, die Karte)
- Wacom-Grafiktablett: Installation nicht fertiggeworden, noch mal anfangen,
dann gings :icon_knock: Unter LinuxMint läuft das Ding, ohne daß ich überhaupt
was machen muß (Überraschung :yo )
- Mein Rolodex Rex (Organiser im PCMCIA-Format): wer mir da nen Teiber besorgt,
dem gebe ich einen aus (nein, der w2k-Treiber geht nicht)
- Webcam: war wohl nix. Eine Von Logitech gekauft - geht. Softwareupdate gemacht
(was ich sonst kaum mache): schwerer Fehler.....
u.s.w.

Wird schon noch werden mit Solaris :icon_mrgreen:


-Belzeboter-
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

WAcom Grafiktablett geht nicht ? ich hab auch eins, USB und funzt wunderbar unter XP ;D
 

Belzeboter

Zombie
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Doch es geht schon unter XP. Aber die Installation war abartig: ist irgendwann
halt stehengeblieben und hat nicht gezuckt. Ich habe dann nach nem Neustart
als Treiber die CD angegeben und dann ging es dann..... Sollen die das doch ins
Handbuch schreiben, so wie es drin stand ging es nicht ordnungsgemäß.
... wenn ich schon mal Handbuch lese.... :icon_mrgreen:

Unter Linux habe ich mich erst gar nicht getraut, was damit zu machen, aber
dann mal den Stift in die Hand genommen - huch, geht ja :yo :icon_mrgreen:
Ohne daß überhaupt irgendwas abgefragt wurde :) Na ja, Wacom ist ja auch
ne ordentliche Marke.


-Belzeboter-
 

Yoda

Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

@crsLE:
.....
Du kannst ja mal schreiben, wie sich Dein Server oder Laptop so macht, wenn Du Dich für eines von beiden für OpenSolaris oder eine andere Distri mit OpenSolaris-Kern entscheiden solltest.

/sterin
Hi sterin,
Du wolltest doch einen Einsatzbericht aus erster Hand:
Ich hab mein Laptop von Gentoo auf OpenSolaris 5.11
und meinen Server von FreeBSD aus Solaris 10 umgestellt.

Also, nach dem einlegen der CD und zwei mal "deustch"-sagen, dann noch etwas warten, hat mich OpenSolaris nach dem Passwort meines WLANs gefragt (WPA-1 geht, wie unter Linux und FreeBSD, nur schon out of the Box) und schon war ich im Internet.
Als Oberfläche hat man Gnome (finde ich gut, da ich seit 8 Jahren nur Gnome und IceWm verwende), das mit den Tastenkombinationen, sowie den Farben von Windows-XP vorgeconft ist ... sehr angenehm.
Man kann jetzt Firefox, Thunderbird, Openoffice und und ... verwenden,
oder gleich auf die Platte installieren (was ich tat).

Jetzt der Pferdefuß:
Allerdings sollte man es sich gut überlegen ob man sich die anderen Repositorys einträgt, denn (ich konnte es nicht glauben und habe es 4 mal neu installiert), nach einem Update ist Python kaputt (PKG-Managemen braucht Python) und nach einer Installation von mPlayer, ffmpeg und einigen anderen Programmen kann man das PKG-Managemen wieder nicht gebrauchen...

Aus dem Grund habe ich auf meinem Server Solaris 10 installiert, denn ich wollte unbedingt ZFS auf meinem Server, undzwar sofort. Unter FreeBSD ist das ja noch nicht stabil und NFS4 ist ja auch nur auf Solaris vollständig implementiert, da gibt es auch keine wirkliche Alternative.
Leider funktioniert in Solaris 10 der OpenSolaris-WLAN-Treiber für meinen WLAN-Chip im Laptop nicht zuverlässig, aber auf dem Server bleibt sonst kein Wunsch offen.
Etwas blöde ist nur, das es ein Paketbasiertes OS ist, so das man sich mit den eincompilierten Optionen des Paketmanagers abfinden muss (ich bin von FreeBSD und Gentoo etwas verwöhnt). So habe ich eine recht lange Zeit gebraucht um das Mailsystem (Postfix+Dovecoc+Sieve+SSL-Verschlüsselung) so hinzubekommen wie ich es wollte.

Besonders Positiv, die Netzwerkgeschwindigkeit war "out of the Box" flotter.
Wenn man sich erstmal mit dem Handbuch auseinander gesetzt hat,
und sich an die ganzen Dingen, die bei Solaris anders sind als bei FreeBSD, gewöhnt hat, will man es nicht mehr missen.

Der Umstieg von Linux auf FreeBSD war im Jahre 2000 ja schon ein großer Fortschritt,
und der Umstieg auf Solaris ist jetzt ein weiterer Meilenstein im Leben meines Servers,
den ich garantiert nicht Rückgängig machen werde.

Zudem habe ich gerade die ZFS-FUSE unter Gentoo-Linux (mein Desktop-OS) getestet und so kann ich dann auch ohne Probleme meine USB-Platte auf beiden Systemen lesen und schreiben.
In Zukunft kann ich mir auch vorstellen, auf meinem Desktop OpenSolaris zu fahren... natürlich erst, wenn die Bugs behoben sind.

Gruß
Yoda
 

sterin

Bekanntes Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Hallo Meister Yoda!

Danke, dass die Zeit Du Dir extra nimmst unsere kleine AlternativOS-Ecke hier zu bereichern mit Deinen Erfahrungen! :p

Was mich interessieren würde ist, was das für Pakete waren, die Dir die Phythonumgebung incl. pkg zerschossen haben und das gleich mehrfach. Es ist ja was anderes, ob was Standartmäßiges broken ist und trotzdem 10 Tage so online bleibt, oder irgend ein Paket mit Maintainer = 100% der Zielgruppe Mätzchen macht, das im kleinen Kreis für irgendwelche ausgefallenen Spezialspirenzchen zusammengebacken wird. Wie waren denn die Reaktionen in der Community, wenn das was Standartmäßiges broken war? Was musstest Du nach einem Update neu installieren? Eigentlich erstellen doch alle Paket-Tools in der Standartkonfiguration automatisch Snapshots, so dass man da auf der sicheren Seite sein sollte?

/sterin
 

Yoda

Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Also zum Problem selbst kann ich Dir nicht viel sagen, da ich nach der 4. Installation erstmal Solaris 10 mit Erfolg getestet habe. OpenSolaris verwende ich nur in der Grundinstallation von der CD auf meinem Laptop, da mein Laptop nur als Schnurloses Teminal innerhalb der Wohnung verwendet wird.

Für OpenSolaris kenne ich nur zwei "externe" Repositorys:
- www.blastwave.org
- www.sunfreeware.com
www.sunfreeware.com hat aber auch Solaris 8, 9 und 10 - Pakete. Leider hapert es sehr an der Vielfalt! Das Repository hat eigentlich keine Pakete die man nach der Grundinstallation sucht, ist also "überflüssig".

Das Blastwave-Repo ist schon wesentlich umfangreicher und die Probleme habe ich auch nur mit Paketen aus diesem Repo gehabt.

Für Solaris 10 verwende ich das Repo "www.opencsw.org" und damit gibt es keine Probleme auf Solaris 10. Leider bieten die keine Pakete für OpenSolaris an, und ob sie trotzdem auf OpenSolaris laufen, habe ich nie probiert.

Ich habe (neben Einführungen und etwas Doku) nur einmal im Internet Rat suchen müssen, und zwar als ein CSW-Paket in seinen Abhängigkeiten ein paar SUNW-Pakete hatte. Das kann man aus der Fehlermeldung nur schwer herrauslesen, denn da steht nur das diese oder jene lib benötigt wird. In welchem Paket die stekt, steht nicht da. Dann muss man erstmal die erforderlichen SUNW-Pakete von der DVD/CD nachinstallieren.
Da musste ich mal auf die Erfahrungen der Community zurückgreifen, habe dann aber relativ schnell eine Antwort gefunden.
Nörgeln könnte man noch über die wenigen Treiber in Solaris. Um in meinem LAN wieder 1000Mbit zu fahren musste ich mir extra eine Karte mit Marvel-Chip kaufen, aber nicht mit irgendeinem... davon hatte ich schon drei, nein es durfte nur einer aus einer recht kleinen Auswahl sein!

In der Handhabung ist OpenSolaris schon leicht an Linux angelehnt. Die eingefleischten Solaris-Leute befürchten dadurch eine "Rückwärtsentwicklung" von Solaris, da alle Entwicklungsschritte von Solaris ihren Sinn hatten. Nachdem ich jetzt schon über zwei Monate fast täglich an meinem Solaris rumschraube, kann ich mir vorstellen, das die "alten" Solaris-Leute vielleicht doch noch Recht bekommen werden...

Gruß
Meister Yoda


P.S.:
Ja, SnapShots werden erstellt, nur damit lassen sich die gewünschten Pakete auch nicht installieren! ;-)


Edit:
CSW war früher mal Bestandteil von Blastwave, dann haben sich die beiden Betreiber aber gestritten.
Der eine wollte die ganzen alten Pakete für Solaris 10 und älter rausschmeißen, der andere
wollte aber auch Pakete für alle Solarisversionen anbieten, für die man bei SUN Support kaufen kann.
Das eskalierte dann soweit, das Blastwave wegen diesem Streit sogar mal abgeschaltet wurde
(von dem jetzigen alleinigen Betreiber), daraufhin zog der andere auf einen anderen Server um und nannte
die Seite dann: "www.opencsw.org"

Und jetzt bekommt man für alle Solaris-Versionen, die auch von SUN supportet werden auf opencsw.org
OSS und für OpenSolaris gibs die OSS bei Blastwave.

Ich bin ja begeistert von der Aufmachung von OpenSolaris, aber noch wichtiger ist mir, das mein OS
stabiel wie ein Panzer läuft. ;-)
 

Yoda

Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Sagt mal, müßte man für diesen Thread nicht eine eigene Untergruppe "Solaris" im Bereich "Alternative OS" aufmachen?

Meiner Meinung nach schon.
 

chaospir8

★★★★★-Oldie
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Ìch lese hier interessiert mit, aber wegen einem Thread ein eigenes Unterforum?
 

Yoda

Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Ìch lese hier interessiert mit, aber wegen einem Thread ein eigenes Unterforum?
Wer weiß, so sieht es für nichtmitglieder so aus, als wenn es hier nur um Windows, Linux und Mac geht....
Aber nicht auch um BSD (die ja zugegeben in "bsdforen.de haptsächlich sind)
und auch nicht um Solaris, die allerdings jetzt noch nicht so stark auf ein Forum konzentriert sind.

Wo bleibt die "Aufbruchsstimmung"? Zum Thema BSD kann ich es verstehen, die haben schon ihre eingefahrenen Gleise aber die "neuen" Solarisleute noch nicht und das werden täglich mehr.

War aber nur so ne Idee...

Gruß
Yoda
 

fersengeld

Bekanntes Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Da wäre es sinnvoller dieses Forum in "*nix" umzubenennen. Hier ist doch relativ tote Hose. Wg. dieses einen Threads ein Solaris-Forum aufmachen zu wollen, ist sinnfrei.


Ich stimme, was Solaris auf dem Desktop angeht, DrSnuggles vollkommen zu - es ist eine Sonderfall und wird es aller Wahrscheinlichkeit nach bleiben.

In größerem Zusammenhang gesehen, frage ich mich schon eine Weile, wann die ersten Nachrichten über eine Reduzierung der Anzahl Mitarbeiter oder eine vollständige Einstellung der Arbeit speziell an dem einen oder anderen der vielen OpenSource-Projekte, die mittlerweile unter Sun's Dach gebündelt sind, eintreffen. Sun hat "eingekauft", in der Hoffnung, sich wirtschaftlich positionieren zu können. Finanziell geht es Sun nicht gut. Stellt sich die Frage, ab wann der Rotstift gezückt wird und wen es trifft. Längerfristig halte ich auch Solaris nicht für sakrosankt. Die Marktmacht von Linux ist erdrückend und Sun hat nicht die Marktposition und schon gar nicht die vollen Taschen einer IBM...
 

sterin

Bekanntes Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

@fersengeld:

Ich denke auch, dass die Ecke hier im Moment zu klein ist, als das man weiter unterteilen könnte oder sollte.

Zur Frage, wie die Zukunft von OpenSolaris aussieht: Hier den Vergleich mit Linux heranzuziehen ist naheliegend und legitm, hinkt IMHV aber wenn man nur den Istzustand gegenüberstellt. Opensolaris ist einfach viel jünger, Linux läuft auch erst seit kurzem auf ausgefallener Hardware.
Mir scheint es, als sei Solaris erst an dem Punkt, an dem sich entscheiden wird, ob sich so etwas wie eine Community bildet, die Entwickler anzieht, die auch ohne Anstellung bei Sun Code oder Codepflege beisteurn. Da ist die kritische Masse - bis auch Unternehmen X<>Sun so jemanden anstellt oder bezahlt - bei sowas Komplexem wie einem OS natürlich größer als bei einem eigenen Modul für Apache. Wenn man sich anschaut, was Sun im OSS-Bereich alles eingekauft hat - wie Du schon sagst ein ziemlicher Haufen - dann sieht das ja erstmal sehr überzeugt aus, aber auch so breit, das man sich fragt, was davon langfristig erfolgreich sein könnte und ob es wirklich den erwünschten "Synergieeffekt" zur Popularisierung von Solaris bringt.
Aber ob dann wirklich Solaris ganz zu Disposition stünde? Ich habe praktisch keinen Einblick in diese Gehaltsklasse IT, könnte mir aber vorstellen, dass z. B. ein paar gute Backup-Appliances auf Basis von OpenSolaris wesentlich mehr Sun-Hardware "verkaufen" als z. B. OpenOffice.
 

Yoda

Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Da wäre es sinnvoller dieses Forum in "*nix" umzubenennen. Hier ist doch relativ tote Hose.
möglich ...

Ich stimme, was Solaris auf dem Desktop angeht, DrSnuggles vollkommen zu - es ist eine Sonderfall und wird es aller Wahrscheinlichkeit nach bleiben.

In größerem Zusammenhang gesehen, frage ich mich schon eine Weile, wann die ersten Nachrichten über eine Reduzierung der Anzahl Mitarbeiter oder eine vollständige Einstellung der Arbeit speziell an dem einen oder anderen der vielen OpenSource-Projekte, die mittlerweile unter Sun's Dach gebündelt sind, eintreffen. Sun hat "eingekauft", in der Hoffnung, sich wirtschaftlich positionieren zu können. Finanziell geht es Sun nicht gut. Stellt sich die Frage, ab wann der Rotstift gezückt wird und wen es trifft. Längerfristig halte ich auch Solaris nicht für sakrosankt. Die Marktmacht von Linux ist erdrückend und Sun hat nicht die Marktposition und schon gar nicht die vollen Taschen einer IBM...
das würde ich nicht so sagen;
SUN macht es jetzt mit Solaris in der gleichen Form wie RedHat es mit seinem OS schon vor einiger Zeit gemacht hat.... siehe Fedora.
Das es funktioniert sieht man ja an RedHat und Fedora. Dazu kommt, das SUN auf diesem Gebiet kein Anfänger ist, denn sie haben schon vor längerem die CPU-Entwicklung in gleicher Weise geöffnet, ja ich hatte auch gestaund als ich das auf Wikipedia las. Und bei der Sparc-CPU hat es ja auch funktioniert. Zudem gibt SUN sich wesentlich mehr Mühe die Community-Entwicker zu unterstützen (hab ich jedenfalls den Eindruck) als RedHat es seiner Zeit tat. Bei RedHat und Fedora gab es ja so ein paar Geschichten, bevor RedHat das Fedora-Zeug komplett in Community-Hand gelegt hat (seit es nicht mehr "Fedora-Core", sondern "Fedora" heißt ist es erst komplett in Community-Hand).



Die Masse kümmert sich nicht sonderlich um die Quallität unter der Haube, in diesem Punkt war BSD schon immer Linux vorraus und trotzdem hat BSD bis jetzt überlebt. SUN hat in diesen Punkten auch gegenüber von BSD noch so einiges vorraus und zusätzlich bemüht SUN sich sehr, sein OS Desktop-tauglich zu machen, also in die Bereiche von Linux vorzustoßen, was bei BSD ja immer schon recht stiefmütterlich behandelt wurde (deshalb habe ich meine Desktops nach 5 Jahren auch von FreeBSD auf Gentoo umgestellt)....
So wie ich das sehe ist es erst der Anfang einer wunderbaren Geschichte. ;-)

In meinen Augen (und da stimmen mir sicherlich noch mehr zu) ist noch alles offen, aber die Richtung und die Vorraussetzungen sind schonmal recht gut.

Gruß
Yoda
 

DrSnuggles

Xanatos
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

@Yoda:

Ich glaube nicht daran, daß wenn man viel Hardware unterstützt (wie es für den Desktop notwendig ist) noch eine hohe Qualität bzw. Stabilität halten kann.
Sobald man eine Menge Treiber mit Ring0-Rechten hat leidet die Stabilität.

Ich kotz gerade bei Mainstream-Hardware wie ATI-Grakas unter Windows. Mit ner alten Nvidia 7300 war Vista rock solid. Mit ner ATI 4550 hab ich 1-2 Bluescreens pro Woche.
 

fersengeld

Bekanntes Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Opensolaris ist einfach viel jünger, [...
Solaris ist viel älter. Die Offenlegung ist deutlich zu spät erfolgt. Vor einigen Jahren hätte ich Sun mit einem solchen Schritt gute Chancen eingeräumt, heute nicht mehr.

...] Linux läuft auch erst seit kurzem auf usgefallener Hardware.
Das kann ich in doppelter Hinsicht nicht so stehen lassen. Einerseits lief Linux schon "immer" auf ausgefallener Hardware, zum anderen gibt es auch heute noch genug Treiber, der Qualität mäßig oder gar mangelhaft ist. Nun ist die Frage, was man unter ausgefallener Hardware versteht, aber Sun wird allein deswegen kaum - und das ist essentiell, da die Nischen kleiner werden - im Massenmarkt Fuß fassen, weil direkte Konkurrenten (Dell, HP, Intel, IBM) kein Interesse an einer (breiten) Unterstützung von Solaris auf ihrer Hardware haben. Es ist nicht die "Community", die entsprechende Treiber schreibt, sondern zu einem großen Teil Mitglieder derselben, die bei den jeweiligen Herstellern angestellt oder werkvertraglich gebunden sind. Dazu kommt noch die CDDL, bzw. deren Unverträglichkeit mit der GPL, die eine Distribution von portierten Linux-Treibern verhindert und durch die implizite Anerkennung des Software-Patent-Zirkus einen Teil der freien Entwickler abschreckt.


Wenn man sich anschaut, was Sun im OSS-Bereich alles eingekauft hat - wie Du schon sagst ein ziemlicher Haufen - dann sieht das ja erstmal sehr überzeugt aus, aber auch so breit, das man sich fragt, was davon langfristig erfolgreich sein könnte und ob es wirklich den erwünschten "Synergieeffekt" zur Popularisierung von Solaris bringt.
Größere Firmen kaufen einen Haufen kleine Firmen zur Risikostreuung oder evtl. zum Aufhübschen für eine Übernahme oder einen Zusammenschluß. Später wird das, was nicht funktioniert (d.h. keinen Markt findet, nach einer gewissen Zeit nicht genug Gewinn abwirft, im Unternehmen verkümmert, nicht zu einer geänderten Ausrichtung paßt), platt gemacht oder wieder abgeworfen. Großartige Synergieeffekte zur Popularisierung von Solaris sehe ich nicht; Vielleicht VirtualBox und möglicherweise die überteuerte Übernahme von MySQL AB - und ob das lohnenswert war, halte ich für höchst zweifelhaft. Auch zahlt sich Popularität nicht zwangsläufig finanziell aus; Sun ist schließlich kein Superstar, der auf Werbeverträge hoffen kann, sondern muß Produkte mit einem attraktivem Preis-/Leistungsverhältnis bieten.
 

Yoda

Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

@Yoda:

Ich glaube nicht daran, daß wenn man viel Hardware unterstützt (wie es für den Desktop notwendig ist) noch eine hohe Qualität bzw. Stabilität halten kann.
Sobald man eine Menge Treiber mit Ring0-Rechten hat leidet die Stabilität.

Ich kotz gerade bei Mainstream-Hardware wie ATI-Grakas unter Windows. Mit ner alten Nvidia 7300 war Vista rock solid. Mit ner ATI 4550 hab ich 1-2 Bluescreens pro Woche.
Naja, ich will mir da kein festes Urteil erlauben. Immerhin ist das alles nur eine Frage des Aufwandes. Und Windows, als Bananensoftwarelieferant ist ja nun wirklich keine Referenz um in einem Vergleich angeführt zu werden.
 

DrSnuggles

Xanatos
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

@Yoda:

Bei Solaris muss Sun alle Treiber selbst entwickeln wenn Stabilität oberste Priorität hat. Das schrenkt die Menge der Treiber natürlich ein.
 

Yoda

Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

@Yoda:

Bei Solaris muss Sun alle Treiber selbst entwickeln wenn Stabilität oberste Priorität hat. Das schrenkt die Menge der Treiber natürlich ein.
Wenn es nur um die Lizens geht, dann nicht. Es gibt ja nicht nur Linuxtreiber!
BSD hat auch recht viele Treiber und die von NetBSD sind sogar recht gut zu portieren und FreeBSD hat auch fast soviele wie Linux.

Gruß
Yoda
 

DrSnuggles

Xanatos
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

s/schrenkt/schränkt

Nein, ich meine nicht die Lizenz sondern die Qualität des Codes.
Ich bin zwar kein Experte für Free und NetBSD aber wie die Treiberqualität so wie bei Linux ist, dann gute Nacht.
Wobei nicht WHQL-zertifizierte Treiber unter Windows auch oft sehr schlecht sind und selbst WHQL-zertifizierte nicht immer ganz sauber sind.
 

Yoda

Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Zur Ergänzung meiner Ausführungen in Bezug auf meine Erfahrungen mit [Open]Solaris
habe ich gerade noch etwas zum Betrieb im Emulator bemerkt.

VirtualBox:
----------
Solaris und OpenSolaris laufen hier im 32-Bit-Modus mit und ohne GUI.

QEmu:
------
Solaris 10 läuft hier im 32-Bit-Modus mit und ohne GUI.
OpenSolaris 2008/05 läuft hier im 32- und 64-Bit-Modus, die GUI startet zwar aber die Installation bricht immer ab.
OpenSolaris 2008/11 läuft hier im 32-Bit-Modus mit und ohne GUI.

Gerade habe ich die Installation von OpenSolaris 2008/11 in QEmu angeschmissen, er ist bei 18%. Ich bin guter Hoffnungen. ;-)

Gruß
Yoda
 

Yoda

Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Mich würde mal interessieren ob noch jemand Repositorys für Solaris 10 bzw. OpenSolaris ausfindig gemacht hat.

Ich habe durch Zufall noch eines Gefunden:
(Pakete für OpenSolaris und Solaris 10)
http://www.lifewithsolaris.jp/

Und da vermute ich.... es gibt bestimmt noch mehr.... ;-)


Das wäre nicht schlecht, denn leider ist bei http://opencsw.org/ der CUPS scheinbar so alt, das er meinen USB-Drucker nicht erkennt. Das Problem trat erst jetzt auf, da ich vorher einen Parallelportdrucker hatte.


Gruß
Yoda
 

Yoda

Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

s/schrenkt/schränkt

Nein, ich meine nicht die Lizenz sondern die Qualität des Codes.
Ich bin zwar kein Experte für Free und NetBSD aber wie die Treiberqualität so wie bei Linux ist, dann gute Nacht.
Wobei nicht WHQL-zertifizierte Treiber unter Windows auch oft sehr schlecht sind und selbst WHQL-zertifizierte nicht immer ganz sauber sind.
Bei mir wurde das letzte Windows im Jahre 2000 abgeschaltet, deshalb bin ich nicht auf dem Laufenden.
Von 2000 bis 2005 habe ich ausschließlich FreeBSD benutzt, da gibt es vielleicht nicht ganz so viele Treiber wie bei Linux und die kommen dann auch noch mindestens 6 Monate später als die Linuxtreiber aber dafür funktionieren sie auch! NetBSD ist da noch eine Nummer strenger, deren Leitspruch ist:
"Nur weil etwas funktioniert, heißt es noch lange nicht, das es auch richtig programmiert wurde. Wir machen es richtig!".

Die OpenBSD-Entwickler behauptet, das sie das sicherste OS entwickeln. In der Praxis findest man in NetBSD aber weniger Sicherheitslücken als in OpenBSD!!!
Soviel zur BSD-Code-Qualität.
Die spielt wirklich in einer anderen Liga als Linux, aber das ist ja bewußt so gewollt! Linuz hat selbst gesagt, er will keine perfekte Qualität, ihm reicht es, wenn es gut genug ist und man dafür alles hat. Das ist ihm wichtiger wie nur einen Teil zu haben der perfekt ist.

NetBSD konnte bei mir FreeBSD nicht verdrängen (obwohl ich es drei mal versucht habe), weil ich mich einfach nicht mit dem Prinzip von deren Paketmanagement anfreunden kann. Aber sonst ist es das am besten durchdachte BSD, aus Administratorsicht.



Gerade habe ich auf meinem Laptop OpenSolaris 2008/11 installiert.
Demnächst werde ich es mir mal genauer unter die Lupe nehmen.
Auf den ersten Blick macht es schonmal den Eindruck als wenn ein paar leichte Bugs behoben wurde....
Vielleicht pack ich mir doch noch OpenSolaris an Stelle von Solaris 10 auf meinen Server. ;-)
Allerdings ist Solaris 10 im Moment das stabielste freie OS, nur die Software ist mir dafür etwas zu alt...


Gruß
Yoda
 

Tank

Bekanntes Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

blöde frage zu opensolaris - ich hatte es das "closed OS" vor Jahren im Einsatz mal, war mir aber alles zuviel "Gefrickel" und im Vergleich zu *BSD kompliziert...ist die Situation
jetzt besser? Hatte diesen "schwulen" pinken CDE Desktop seinerzeit...und - wie sieht es
mit Updates aus bei der OpenSource Version?
 

Yoda

Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

blöde frage zu opensolaris - ich hatte es das "closed OS" vor Jahren im Einsatz mal, war mir aber alles zuviel "Gefrickel" und im Vergleich zu *BSD kompliziert...ist die Situation jetzt besser?
Hatte diesen "schwulen" pinken CDE Desktop seinerzeit...
OpenSolaris ist OpenSource, Solaris ist ClosedSource (aber frei in der Nutzung, Lizenzbedingungen sogar in deutsch!).
Also Solaris ist erstmal schon ganz anders als *BSD (ich bin auch ein BSD-Fan) aber wenn man erstmal den Dreh raus hat ist es genauso einfach, vielleicht sogar noch einfacher. ABER es ist ANDERS!!! Man muss neue Sachen lernen! Die Doku ist aber recht gut bei SUN, man sollte auch die MAN-Pages mit installieren!

OpenSolaris ist da schon sehr an Linux angenähert, hier kann man einige Linux-Erfahrungen anwenden. Aber auch das ist kein Linux, es ist eher ein Mischling aus Solaris und Linux!
Hier werden die Unterschiede sehr schön dargestellt:
http://wiki.genunix.org/wiki/index.php/Solaris_10_to_OpenSolaris

Das CDE ist mittlerweile weder bei Solaris noch bei OpenSolaris Default, bei OpenSolaris gibt es das nichtmal. Beide haben einen Gnome-Like-Desktop.
Bei OpenSolaris ist es ein echtes Gnome, nur so umkonfiguriert, das es sich anfühlt wie WindowsXP, bei Solaris ist es es ein modifiziertes Gnome, das irgendwie mit Java verheiratet wurde und dadurch schöner aussieht und langsamer ist.
Aber ich verwende Solaris nur auf dem Server. Auf dem Desktop ist Gentoo noch eine bessere Wahl (das kann auch ZFS-Pools nutzen).

und - wie sieht es mit Updates aus bei der OpenSource Version?
Wenn bei Dir das "www.blastwave.org"-Repository funktioniert (scheinbar will es nur bei mir nicht), dann solltest Du kaum noch offene Wünsche haben.


EDIT:
====
Irgendwie scheint das "www.blastwave.org"-Repository (http://blastwave.network.com/csw/unstable/i386/) nicht mehr aktuallisiert zu werden. Hier ist z.B. der CUPS immer noch in der Version 1.2.7, im neuen "www.opencsw.org"-Repository (ftp://ftp.ibiblio.org/pub/packages/solaris/opencsw/unstable/i386) dagegen ist der CUPS schon in der Version 1.3.9 zu haben....

Ausserdem habe ich bei einer Suche noch das "www.openpkg.org" gefunden, das ist ein Cross-Plattform-PKG-Management und Multiplattform-Repository für FreeBSD, Linux und Solaris.
Es soll aber auch mit anderen Uni*en verwendet werden können:
- FreeBSD
- NetBSD
- Sun Solaris
- Debian GNU/Linux
- Fedora Core
- RedHat Enterprise Linux
- Novell SUSE Linux
- Gentoo Linux
- Mandriva Linux
- IBM AIX
- HP HP/UX
- MacOS X

Coole Sache, bin ich gerade beim testen....

Gruß
Yoda



EDIT2:
leider kann openpkg nicht wirklich mit den *_proxy-Umgebungsvariablen umgehen, obwohl es laut einem Foreneintrag vom Autor seit Feb. 2008 gehen soll....
So komme ich nicht weiter.

Jetzt habe ich mir mal "http://www.sunfreeware.com/" angesehen, das ist ein (das erste) Repository für Solaris, von dem man Free Software beziehen kann.
Positiv: Die Software ist aktuell!
Negativ: Es fehlen dort ein paar wichtige Extras; z.B. ist für Dovecot kein Sieve ausgewiesen!
(http://www.sunfreeware.com/programlistsparc10.html#dovecot)
... das ist zwar ganz großer Misst aber eben besser als nix..... wenn es funktioniert. Leider funktionieret das Repositorys OpenCSW, seit es aktuallisiert wurde, nicht mehr richtig. Das Verhalten sieht so aus, wie das was man unter Linux die "RPM-Hölle" nennt... :-(
Ich hab es drei oder vier mal auf verschiedenen Kisten versucht.
Also, diese "FreeSoftware-Lieferungen" gefallen mir unter Solaris/OpenSolaris überhauptnicht, das läuft alles nicht wirklich rund.

Gruß
Yoda
 

Yoda

Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Problem mit dem CSW-Repository gelöst!

--------------------------------------------------------------------------------
Problembeschreibung + Problemlösung

Das Tool "pkg-get" wird von den Repository-Betreibern von www.sunfreeware.com
und www.opencsw.org empfohlen. Da www.opencsw.org als einziges die von mir
ersehnte Sieve-Unterstützung im Dovecot einkompiliert haben, verwende ich
natürlich auch das von denen beforzugte Tool...

Leider kommt seit diesem Jahr (seit es bei denen neue Pakete gibt), immerwieder
diese Fehlermeldung bei der Installation von Paketen:
Code:
....
Error: dependancy common (CSWcommon) not up to date
....
Die Ratschläge von dem Tool selbst bringen keine Verbesserung, nach zwei Tagen
googeln habe ich einen Foreneintrag mit einem Vorschlag gefunden, der geholfen
hat: "Versuch doch mal das empfohlene Tool von Blastwave."

Die Parameter sind weitestgehend gleich also hab ich es mal ausprobiert.... und
es hat funktioniert.

Aber Achtung!
"pkgutil" hat die Default-Seite von Blastwave im Perl-Script hard-gecodet!
Und weil das mischen von verschiedenen Repositorys nicht gesund ist sollte man
seine neue Default-Seite auch im Script hard-coden. Sonst kann es passieren,
wenn die Wunschseite nicht erreichbar ist, das die Pakete einfach von Blastwave
gesaugt werden:

Code:
[I]
vi /opt/csw/etc/pkgutil.conf
        ....
        mirror=http://csw.informatik.uni-erlangen.de/csw/unstable
        ....

vi /opt/csw/bin/pkgutil
        ....
        my @mirror = ("http://csw.informatik.uni-erlangen.de/csw/unstable");
        ....
[/I]
Als ich mir das ganze einmal näher ansah, bin ich zur Überzeugung gekommen,
das pkg-get in der Version 3.8.4 sehr gut funktioniert aber in der Version 4.0.1
einfach Buggy ist.

--------------------------------------------------------------------------------

Code:
[U]Hier nochmal die Repositotys, die ich kenne:[/U]


[url]www.sunfreeware.com[/url]
        Ist das wohl älteste FreeSoftware-Repository für Solaris
        aber nicht das umfangreichste.


[url]www.blastwave.org[/url]
        Ein sehr bekanntes und sehr umfangreiches FreeSoftware-Repository
        für OpenSolaris und dem aktuellen Solaris.


[url]www.opencsw.org[/url]
        Spaltete sich Ende 2008 von [url]www.blastwave.org[/url] ab, besitzt einen
        ähnlichen Umfang, scheint aber etwas aktueller zu sein und legt den
        Schwerpunkt auf alle von SUN supporteten Solaris-Versionen.
        Positiv ist auch, das es das einzige Solaris-Repository ist, in dem
        sich ein Dovecot mit Sieve-Unterstützung findet.


[url]www.lifewithsolaris.jp[/url]
        Ein OpenSolaris-Repository in dem man Multimediasoftware findet, die
        man unter Linux meistens dabei hat aber unter Solaris oft sucht.


[url]www.openpkg.org[/url]
        Ein Unix-Repository, welches recht aktuell zu sein scheint.
        Der Schwepunkt liegt hier auf Plattformunabhängigkeit, Hilfe bekommt
        man für Solaris, FreeBSD und Linux (Fedora, CentOS, RedHat, SUSE).
        Es kann aber von wesentlich mehr Betriebssystemen genutzt werden.
        Um in den Genuss aller dort liegender Pakete zu kommen, muss man
        sich dort einen Free-Account einrichten.

Gruß
Yoda
 

Yoda

Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Mir fällt ja gerade ein, dass es da noch das Projekt von NetBSD gibt: "pkgsrc"

Code:
[B]pkgsrc[/B]
        Wenn man mit der Aktuallität oder den Make-Optionen der erhältlichen
        Pakete nicht zufrieden ist, kann man sich hiermit seine eigenen bauen.
        Es sollten hier auch einige Software verfühgbar sein, die sich nicht in
        den bekannten Repositorys findet.
Code:
[B]Doku:
[URL="http://www.netbsd.org/docs/pkgsrc/"]http://www.netbsd.org/docs/pkgsrc/[/URL][/B]
        Genau das richtige, für jeden der selber kaut
        und keine vorgekaute Pakete will.

        Man kann sich aber auch hiermit eigene Pakete bauen, die sich dann
        auf dem Laptop oder der privaten Rechnerfarm im Keller installieren
        lassen.

[B]FTP:
[URL="ftp://ftp.netbsd.org/pub/pkgsrc/"]ftp://ftp.netbsd.org/pub/pkgsrc/[/URL][/B]

[B]CURRENT (täglich aktuell):
[URL="ftp://ftp.netbsd.org/pub/pkgsrc/current/pkgsrc.tar.bz2"]ftp://ftp.netbsd.org/pub/pkgsrc/current/pkgsrc.tar.bz2[/URL]
[/B]
[B]STABLE (quartalsweise / 4x im Jahr):
[URL="ftp://ftp.netbsd.org/pub/pkgsrc/pkgsrc-2008Q4/pkgsrc.tar.bz2"]ftp://ftp.netbsd.org/pub/pkgsrc/pkgsrc-2008Q4/pkgsrc.tar.bz2[/URL][/B]
 

fersengeld

Bekanntes Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

IBM will Sun: Gespräche über Übernahme (heise.de) - sehr spannend, was daraus werden könnte. "Verschmelzung" von AIX und Solaris, eine eventuelle Freigabe - zumindest in Teilen - unter der GPL!? Da lag ich mit "Aufhübschen für eine Übernahme" wohl nicht ganz so verkehrt. Vielleicht das Beste, was Sun passieren konnte, wenn auch die Konzentration an Marktmacht der Gesamtsituation nicht unbedingt förderlich ist.
 

sterin

Bekanntes Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

Ich hänge es mal hier mit dran: OpenSolaris 2009.6 ist verfügbar

What's new: Link
Download: Link

Für den Desktop-luser scheint eher wenig dazugekommen zu sein, auf jeden Fall deutet die Erwähnung des Projekt-Hamster-Applets und die "Neuankündigung" des schon in der letzten Version enthaltenen Timesliders (trotzdem ein cooles Feature) nicht unbedingt darauf hin, dass man hier aus dem Vollen schöpfen konnte. Der Feinschliff war ja eingentlich bei 2008.11 schon ganz beachtlich, vielleicht hat sich hier noch was getan. In den Bereichen network stack und Virtualisierung hat Sun seinem Open Source OS dagegen scheinbar durchaus einige Neuigkeiten spendiert.

Ich werde es nachher oder morgen mal angucken, schon da mein VirtualBox die VM seines Schwesterproduktes seit dem vorletzten Update aussperrt.
 

Bronco

Bekanntes Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

2010 07 12 OGB Agenda
Der Anfang vom (OpenSolaris-)Ende ?
http://wiki.genunix.org:8080/wiki/index.php/2010_07_12_OGB_Agenda

Ich bin zwar kein OpenSolaris Nutzer aber irgendwie mag ich die Firma Orakle nicht.
Wogegen ich von der Sun nur gegenteiliges behaupten kann.

Ist zwar Offtopic aber muss ich mal loswerden.
Vor vielen Jahrhunderten habe ich mal so eine Sun Maschine zu Gesicht bekommen 5 1/4 Zoll Laufwerk das warf nach dem lesen die Disketten automatisch aus.Und Zog sie auch automatisch ein.Zwei Tage Später hatte ich einen Z80 Computer.


mfg
Bronco
 

chaospir8

★★★★★-Oldie
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

"Oracle beerdigt OpenSolaris"



Die Open-Source-Entwickler des Betriebssystems bekommen keinen Zugriff mehr auf aktuelle Entwicklerversionen. Oracle will nur noch mit ausgesuchten Technologiepartnern zusammenarbeiten. Alle Anstrengungen sollen auf Solaris 11 konzentriert werden.
Quelle: http://www.zdnet.de/news/wirtschaft...igt_opensolaris_story-39001020-41536326-1.htm

Ja, so ist es. kein "sympathisches" Unternehmen mehr. Gleiche / ähnliche Liga wie MS, SAP etc.
 

sterin

Bekanntes Mitglied
AW: Wohin führt der Weg von OpenSolaris?

SUN mag ein sympathisches Unternehmen gewesen sein, aber sie sind auch mit dafür verantwortlich, dass OpenSolaris nie so recht abgehoben hat und z. B. zu Kooperationen geführt hat, die es Oracle jetzt unmöglich machen würden, das Projekt so stillos vor der Tür verhungern zu lassen und dann so heimlich wie möglich zu entsorgen. Kommunkationsexperten bei der Arbeit. Change Management vom Feinsten. :( Mal sehen, was sie mit den Rechten an Java machen werden, vielleicht eine neue SCO-Story ;)
 
Oben Unten