Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Bogus

Ostfriesenpinguin
Hallo ;D

Ich soll für meinen Arbeitgeber einen Server - zum testen - aufbauen. Darin soll enthalten sein.

- Firewall
- Router für das Internet nach draussen
- Backup Fileserver

Ich bin bisschen unentschlossen, welches Linux da nehmen soll ? Ist das Ubuntu Server Editon dafür geeignet ? Denn es muss auch ein wenig Userfreundlich, ja ich weiss ist problematisch, aber die Leute da haben keine blasse Ahnung von Linux und ich bin ein wenig eingerostet, was das aufsetzen von server bzw. das bedienen angeht.

Dazu kommt, das sie einen Fileserver haben, der halt probleme macht. Da dieser von einer Firma gewartet wird und wohl die Hardware nicht so gut ist, wie es sein sollte.

Erstmal will ich aber ein vernüftiges Linux finden, wo alles drin enthalten ist bzw. so einstellen kann, das die Leute es auch ohne grosses Linux wissen es bedienen könnnen.

Danke in vorraus ;D
 

DrSnuggles

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AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Cent OS oder Ubuntu Server LTS
Wenn's auch Geld kosten darf bietet sich natürlich noch SLES oder RHEL an.

Fileserver und Firewall mixt man eigentlich nicht ...

Was heißt denn bedienen bei einem Fileserver?
 

DiStefano

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AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Erstmal will ich aber ein vernüftiges Linux finden, wo alles drin enthalten ist bzw. so einstellen kann, das die Leute es auch ohne grosses Linux wissen es bedienen könnnen.

Firewall+Fileserver+Router sollten nur von Leuten bedient werden, die sich damit auskennen.
Diese Dienste sollte auch übrigens nicht auf einem Server laufen sondern getrennt sein.

Kennst du dich sehr gut aus, dann ist die Distri egal. Sonst gilt: Nimm die Distri, wo du dich am besten auskennst.
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

ok .. naja der Fileserver soll auch als backupserver dienen, ist das ratsam ?

gibts ne gute Webseite, wo ich das mit der konfig für Firewall und Router nachlesen kann ?
 

drossel

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AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

ok .. naja der Fileserver soll auch als backupserver dienen, ist das ratsam ?
Also, wenn es kein Problem ist, wenn bei nem Wasser- oder Feuerschaden ALLES betroffen ist, dann wär das schon OK... :icon_tsts:

Hint: Du gehst da auf dünnes Eis, wenn Du Dich da nicht richtig auskennst

Gruß,
drossel
 

forwarder

Toast
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Fileserver und Firewall auf einem System ist ein No-Go: Interne Daten haben auf Systemen mit direkter WAN Verbindung nichts zu suchen.

Und: Warum Linux - obendrein bei offensichtlich nicht vorhandenem Know-How?
 

tomcat

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AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Ich würde auch sagen: CentOS5 oder vielleicht Debian. Für mich stellt sich die Frage, welche Files der Fileserver
denn beinhalten soll. Sind das wichtige Firmen- oder Personendaten würde ich die Server auch physikalisch trennen.
Wenn ein Backupserver gebraucht wird, würde ich entweder Amanda oder Arkeia empfehlen. Arkeia kostet Geld, das ist
aber gut investiert.
Für Firewall und Routerkonfig gibt es jede Menge guter Seiten. Einfach googlen. ;) Bei der Firewallkonfig könnten Dir hier
sicher einige Leute Tipps und Tricks geben... Melde dich einfach, wenn Du soweit bist...

Die Administration kannst Du über Webmin machen. Das macht allerdings weiniger Spaß als auf der Konsole und Du kannst
nicht alle Einstellungen vornehmen. Ich würde immer die Konsole bevorzugen!

drossel schrieb:
Hint: Du gehst da auf dünnes Eis, wenn Du Dich da nicht richtig auskennst
würde ich so unterschreiben!!

Gruß tomcat

PS: Da CentOS RHEL entspricht, anbei ein paar Guidelines fürs Hardening
http://www.giac.org/certified_professionals/practicals/gcux/255.php
http://www.puschitz.com/SecuringLinux.shtml
http://www.nsa.gov/ia/_files/factsheets/rhel5-pamphlet-i731.pdf
http://people.redhat.com/sgrubb/files/hardening-rhel5.pdf

http://www.cyberciti.biz/faq/linux-kernel-etcsysctl-conf-security-hardening/
http://www.eth0.us/sysctl
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Danke für die Links, auch wenn sie in englisch sind.

Wegen dem Server:

Hier läuft schon ein Server, nur damit haben die hier ziemliche Probleme. Fileserver läuft auf lInux - keine Ahnung welches - Backup wird auf einen andere Platte, die in einem anderen Pc sitzt gemacht. Als Backupprogramm nehmen sie Acronis. Das Problem ist, das vor paar Wochen umgestellt wurde von 30 Tage rythmus auf 100 bzw. 99 Tage Backup. Aber irgendwie macht er kein richtiges Backup, sondern von zeit zur Zeit lässt er was aus und macht nur teilweise ein Backup. Daher wurde nun überlegt, ob sie - ist ein gemeinützige Firma - eigenen Server aufsetzen sollen. Somit um Geld zu sparen und um die angefragten Probleme zu beseitigen.
Daher habe ich den Vorschlag gemacht mit einem Testserver, der parallel erstmal laufen soll. Um zusehen, ob das auch wirklich klappt mit dem ganzen "bedienen". Unter bedienen meine ich, wenn sie zum beispiel neue Benutzer einrichten sollen oder Rechte zu vergeben. Patches einspielen etc.
 

tomcat

Bekanntes Mitglied
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Also ohne englisch kommst Du nicht weit...
Wenn Du herausfinden möchtest, was läuft, schaue mal unter /etc. Da findest Du entweder eine Datei version oder Version.
Ansonsten mach mal ein cat /etc/*release oder ein cat /etc/*version. Damit findest Du heraus welches Linux Du hast.
Schaue Dir mal die beiden Backup-produkte an, die sind recht gut...

Hältst Du es den für eine gute Idee wenn Laien Benutzer anlegen oder Rechte vergeben?
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Nein, mein englisch reicht schon aus. Nur alle können hier nicht englisch, aber haben auch wenig oder gar nicht mit Linux zutun gehabt. Das mit den Rechten anlegen, hast schon recht, aber dafür soll ja erstmal ein Testserver laufen, um auch zu sehen ob das auch klappt, wie wir uns das vorstellen.
Ich bin da eigentlich nur ein 1€ Jobber, aber ist echt ne Abwechslung mal mit Linux in einem Büro arbeiten zu können.
 

drossel

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AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Er meint wahrscheinlich die Tatsache, dass für eine Dienstleistung, für die eine "normale" also vollbezahlte Arbeitskraft intern oder extern beschäftigt würde, ein "billiger" 1€-Jobber genutzt wird, was nicht das Ziel des 1€-Programms war.
 

DetLife

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AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Genau, ich meine, gehört zu haben, es ginge um zusätzliche Tätigkeiten für Geringqualifizierte. Das ist zweifellos nichts, was auf IT-Fachkräfte mit Spezialisierung Linux paßt, geschweige denn Beratungsbedarf im CCB erfordert.

Bogus, liefere saubere Arbeit ab und dann klag nachträglich den Lohn ein. ;)
 

forwarder

Toast
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Nen Eurojobber mit unternehmenskritischer Infrastruktur - und das ist ein Fileserver nunmal - rumfummeln lassen laesst tief blicken, in vielerlei Hinsicht. :(
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

nein, ihr missversteht die Situation hier total.

1. Die Firma besteht überwiegend aus Leuten, die befristete Verträge haben.
2. Die Firma ist eine gemeinnütziges Unternehmen, wird von der Kirche und halt von der Arge unterstützt.
3. Daher nehme ich keinem den Arbeitsplatz weg.

Nach meiner Ansicht brauchen die gar keinen Fileserver, eigentlich ein Pc, wo sie backup machen bzw. sogar einfach nur eine externe Festplatte, weil die Daten sind so minimal die da anfallen.

Das zu Klärung :D Wer es genauer wissen will, PM an mich ;D
 

fersengeld

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AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

1. Die Firma besteht überwiegend aus Leuten, die befristete Verträge haben.
2. Die Firma ist eine gemeinnütziges Unternehmen, wird von der Kirche und halt von der Arge unterstützt.
3. Daher nehme ich keinem den Arbeitsplatz weg.
Über Letzteres kann man streiten. Zumindest läßt eine "1€-Job-Server-Pflege" jede Verantwortlichkeit missen, u.a. was Datenschutzbelange angeht. Das ist so sehr Grütze seitens des Trägers, wie 1€-Jobs ein wirtschaftspolitisches Verbrechen sind.
 

drossel

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AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Kosten-Nutzen-Relation: Kauf eine ext. 1TB-Platte und lass regelmäßig ein automatisiertes Backup laufen...
Gruß,
drossel
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

@fersengeld: klar kann man sich darüber streiten, aber das ist ja nicht hier das OT vom ccb.

Bitte ab jetzt nur noch zum Thema posten, danke. Sorry, das ich das Thema hier so ausgebreitet habe ;D
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Also zum Server nochmal, ihr sagt ja das Fileserver und Firewall nicht ginge, heisst das im gleichen System oder kann man zum beispiel zwei Pladden einbauen per Raid verbinden, den firewall und Router auf der einen und den Fileserver auf der anderen Pladde. Backup würde dann auf ne externen Pladde laufen lassen.

Wäre das ne Möglichkeit ?
 

tomcat

Bekanntes Mitglied
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Hi Bogus,

es geht darum das man nicht auf einem System beide Funktionalitäten vereinen sollte. Deine Firewall ist ja
direkt mit dem Internet verbunden, wenn jetzt durch eine Sicherheitslücke dein System kompromitiert würde,
hätte derjenige auch gleich noch die Datensicherung, deren Daten sicher für den ein oder anderen
interessant sein könnten.

Dann schon eher ein System mit 2 virtuellen Maschinen und der Firewall das externe Interface zuordnen....

Gruß tomcat
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Ok das mit der VM wäre ne Idee, aber wäre auch wieder ne Kostefrage oder kann man Virtualbox dafür auch benutzen ?
 

DiStefano

Bekanntes Mitglied
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Könnte man.
Sollte man? Nö.
Deinen Fragen nach würde ich dich jetzt auch nicht für einen Profi halten.
Daher würde ich mal raten so viel wie möglich zu trennen. Die Wahrscheinlichkeit das System an die Wand zu fahren klingt sehr hoch. Und dann ist alles futsch.
Sind die Anforderungen wirklich so hoch oder würde für Firewall+Router nicht auch was kleines (wie z.B. ne Fritzbox) reichen?
 

tomcat

Bekanntes Mitglied
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Ich würde den kostenlosen VMWare Server nehmen. Ich weiß nicht inweit Virtualbox seine
VMs gleich beim Systemstart hochfahren kann, sonst wäre es auch ne Lösung.
Aber auch eine VM ist nur eine Softwaretrennung. Die beste Wahl wären 2 physikalisch getrennte Server.
Du musst bei der Konfiguration der Maschinen sehr aufpassen.


Achte bei dem VMWare-Server bitte auf die Lizensierung. Ich weiß nicht inweit der für nonProfit Organisationen
kostenlos ist.

Ansonsten siehe: http://www.heise.de/kiosk/archiv/ct/09/17/154

Die Idee von DiStefano mit der Fritzbox ist ne gute!

mfg tomcat
 

sterin

Bekanntes Mitglied
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Dafür kann man auch kostenlose Software benutzen, die Frage ist bloss, ob der Laden, den Du beschrieben hast, mit einer derart komplexen Konfiguration überhaupt gut bedient ist. Wenn dort das Personal häufig rotiert, Du selbst irgendwann vielleicht woanders bist, wer soll dann das Gerät warten? Lohnt sich das überaupt für so einen Laden, statt etwas mehr für Hardware und idiotensichere und supportete Software auszugehen, nach Dir jemanden vorzuhalten, der sich über die verwendete Virtualisierungssoftware auf dem Laufenden hält, über das BS, die Firewall- und Routingsoftware, der vor den Updates checkt, ob hinterher Anpassungen nötig sein könnten, der die Logfinles des Backupskriptes checken kann, genau so die Hardware?

Ist sowas von den Features her überhaupt nötig, was muss die Firewall der Router denn können, was ein besserer Baumarktrouter mit NAT und rudimentärer Firewall nicht kann? Dann noch einen simpel gestricken Fileserver?

[edit]DiStefano war schneller...[/edit]
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

nein, es geht zuerst erstmal das ganze als Test laufen zulassen.

Die Firma hier hat einen Fileserver, nur der das wartet ist eine von einer externen Firma und das kostet erstmal Geld. Dazu komm noch, das es seit über Monate hinweg gab. Der Kerl hat nicht gemerkt das es an der Hardware lag und nicht an der Software und als er es gemerkt hat, hat er die defekte Pladde nicht ausgetauscht, sondern einfach in eine anderen PC eingebaut.

Zu meinen Wissen, ich bin keine Experte, hab ich nicht behauptet. Bin aber Server wohl vertraut, nur mit dem Unterschied, das es eine längere Zeit her ist.

Das mit einem Hardware Router aller Fritzbox habe ich auch schon gedacht, wäre vielleicht die einfachste Lösung.

Wie gesagt, es soll erstmal nur ein Testlauf statt finden.
 

DetLife

Bekanntes Mitglied
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Natürlich kann man Firewall, Router und Fileserver auf einer Kiste vereinen. VMs braucht man dafür nicht, denn KVMs wie Linux KVM, VMware und VirtualBox sind kein Sicherheits-, sondern ein Komfortfeature. Man muß nur wissen, was man tut, vor allem wie man mit Diensten, Interfaces und SELinux/MAC (das ist ein Sicherheitsfeature) umgeht.

Klar ist, daß sich hinterher niemand um Updates und Wartung kümmern wird, womit das Projekt von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Natürlich kann man mit dem Kauf eines Fertigrouters/NAS dieses Allerweltsszenario problemlos lösen, dafür kann die »Firma« aber keine 500 EUR pro Monat vom Staat kassieren. :icon_lol:
 

HardwareHarry

MitGlied
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

just my 2 cent:

Also zunächst hängt die erforderliche Lösung von der Wichtigkeit und Brisanz der Daten ab !!!

Solange das möglichst ohne viel Folgekosten und Wartung ablaufen soll und die Sicherheit anscheinend sowieso nur ungefähr bachtet wird, das Personal ständig rotiert, keine ordentliche Doku da ist, usw wäre mein Vorschlag

1. Hardwarerouter inkl. Firewall (z.B. Fritzbox) oder ne DD-WRT Lösung die nach außen hin dicht gemacht wird und WLAn abgeschaltet.
2. Fertig-NAS-Lösung mit Server-Festplatten für den 24/7 Betrieb, je nach Bedarf mit einem RAID.
3. Backup auf anderen PC per cronjob und rsync bzw. unter Windows per Robocopy.

(Eventuel 4.: Noch ne günstige Baumarkt-Firewall vor dem NAS, dass nur bestimmte (interne) IPs auf das NAS lässt

Es ist zwar billiger nen PC da hinzustellen und Linux zu nehmen, dauerhafter -weil wartungsfreundlicher- dürfte aber das andere sein.

Server, Firewall und Router "gehen" auf jeden Fall auf einem PC, nur aus Sicherheitsgründen soll man das NIE machen. Das sollte obiges "No-Go" bedeuten. Wer irgendwie auf den Router=Firewall draufkommt, hat in dem Fall nämlich ganz schnell zugriff auf alle Daten. Wenn dort datenschutzrechtlich relevantes Material drauf ist, würde dir das ein (in diesem Fall nicht vorhandener) Datenschutzbeauftragter um die Ohren hauen. Insbesondere wenn niemand das Linux auf dem aktuellen Stand hält und die Sicherheitslücken patcht wonach es bei deiner Beschreibung ja aussieht.

Virtualbox "geht" ebenfalls, nur im produktiven Umfeld sollte man das imho nicht einsetzen. Zudem erhöht das die Sicherheit nicht wirklich sondern soll eigentlich der schnellen Austauschbarkeit und Skalierbarkeit der Hardware sowie dem besseren Management dienen.

Wenn du dennoch sowas bauen sollst, würde ich auf die Sicherheitsrisiken sowie das BDSG hinweisen. Den Grundsatz der Trenung von Daten und Router/Firewall hochhalten und den Chef dafür unterschreiben lassen. Sonst bist Du der Dumme wenns mal hochgeht und dann doch brisante Daten irgendwo landen.


Wenn in der Firma aber wirklich personenbezogene Daten mit womöglich empfindlichen Zusatzinfos liegen (z.B. liste armer Familien, Harzt4 Empfänger, Chronisch Kranke wie betreute HIV/AIDS kranke, etc..) dann würde ich einen PC auf dem alles liegen soll kategorisch ablehnen.


Ich kenne leider genug Firmen in denen auf Teufel kom raus gespart wird, insbesondere bei der Sicherheit muss man als der fachlich Zuständige dagegenhalten und sich gegebenenfalls die schriftlichen Einwände vom Chef abzeichnen lassen. Erst in dem Moment kapiert er nämlich, dass er dafür verantwortlich ist und kein anderer, dem er die Schuld dann geben kann.
 

DetLife

Bekanntes Mitglied
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Server, Firewall und Router "gehen" auf jeden Fall auf einem PC, nur aus Sicherheitsgründen soll man das NIE machen. Das sollte obiges "No-Go" bedeuten. Wer irgendwie auf den Router=Firewall draufkommt, hat in dem Fall nämlich ganz schnell zugriff auf alle Daten.
Es ist völlig egal, ob die Daten auf diesem Rechner liegen oder woanders. Wer erfolgreich in einen Router eingebrochen ist, kommt in der Regel an alles im LAN heran. Wer diesen Fall einplant, braucht mindestens zwei Firewalls mit einer DMZ dazwischen, sonst iss das bloß Getue fürs gute Gewissen.

Wenn dort datenschutzrechtlich relevantes Material drauf ist, würde dir das ein (in diesem Fall nicht vorhandener) Datenschutzbeauftragter um die Ohren hauen. Insbesondere wenn niemand das Linux auf dem aktuellen Stand hält und die Sicherheitslücken patcht wonach es bei deiner Beschreibung ja aussieht.
:icon_lol: In der Armutsindustrie interessiert sich kein Mensch für irgendwelche Gesetze.

Wenn du dennoch sowas bauen sollst, würde ich auf die Sicherheitsrisiken sowie das BDSG hinweisen. Den Grundsatz der Trenung von Daten und Router/Firewall hochhalten und den Chef dafür unterschreiben lassen. Sonst bist Du der Dumme wenns mal hochgeht und dann doch brisante Daten irgendwo landen.
Da braucht er sich keine Sorgen machen. Er ist nicht qualifiziert und damit auch nicht haftbar zu machen. Zudem: nackter Mann, Tasche.

Du verwechselst das jetzt mit einer normalen bezahlten Beschäftigung, die ein ausgebildeter Spezialist ausübt, und der natürlich dafür geradesteht, daß er das auch kann, was er in seiner Bewerbung angegeben hat.

Wenn in der Firma aber wirklich personenbezogene Daten mit womöglich empfindlichen Zusatzinfos liegen (z.B. liste armer Familien, Harzt4 Empfänger, Chronisch Kranke wie betreute HIV/AIDS kranke, etc..) dann würde ich einen PC auf dem alles liegen soll kategorisch ablehnen.
In der Position, irgend etwas abzulehnen, ist Bogus nicht, dann hagelt es nämlich Sanktionen.

Ich kenne leider genug Firmen in denen auf Teufel kom raus gespart wird, insbesondere bei der Sicherheit muss man als der fachlich Zuständige dagegenhalten
Bogus ist nicht fachlich zuständig und trägt als Ein-Euro-Jobber auch keine Verantwortung. That's it. Verantwortung ist nämlich an Bezahlung gekoppelt. Den Euro gibt es für Mehraufwand an Verpflegung und Fahrtkosten zur »Arbeitsgelegenheit«.

Das was Bogus da machen muß, verstößt eh gegen geltende Gesetze, aber dafür sind diejenigen verantwortlich, die das anordnen.
 

tomcat

Bekanntes Mitglied
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Es geht hier um etwas anderes: Wenn Du auf einem Server mehrere Services installierst erhöhst Du
die Codebasis, den Administrativen Aufwand und damit auch die Verwundbarkeit eines Systems.
Eine mehrstufige Firewall nimmt man, wenn das System sowohl aus dem Inet als auch aus dem internen Netz
erreichbar sein soll, oder Du mehrere Systeme hast, die eingeschränkt kommunizieren sollen...

Hier mit dem BDSG oder den LDSG zu argumentieren ist etwas weit her geholt. Dann kannst Du auch gleich
mit der Keule Sicherheits- und Notfallmanagement drohen. Wenn die Firma das Restriskio trägt, ist erstmal alles in Butter.
Dafür haftet aber sowieso der Geschäftsführer.

Gegen welches Gesetz verstößt es gleich??

Gruß tomcat
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Das was Bogus da machen muß, verstößt eh gegen geltende Gesetze, aber dafür sind diejenigen verantwortlich, die das anordnen.

Gegen welche Gesetze werden denn dann gebrochen ?

Ich glaube wir reden aneinander vorbei, ist auch letzlich egal. Einer sagt dies, der andere meint das ;D

Ich weiss, ihr wollt helfen und dafür schon mal ein grosses Danke Schön ;D
 

DetLife

Bekanntes Mitglied
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

gegen welches gesetz verstößt es gleich??
SGB, sofern Bogus an Produktivsystemen herumschraubt.

Bogus, Du mußt nichts wissen und auch keine Angst vor Gesetzen haben. Betrachte das ganze als Spielerei, mach was Du denkst und was Du kannst. Die Kiste wird, wenn Deine 6 Monate rum sind, eh wieder plattgebügelt. Wenn Dir aufgetragen wird, eine sicherheitstechnisch schwachsinnige IT-Anlage zu installieren, dann tu genau das. Du bist gar nicht qualifiziert, um es besser zu wissen. Am Ende wird trotz aller Boardhilfe eh nur eine Katastrophe herauskommen, oder fachlich gesagt "Pfusch". Dafür kannst Du aber nichts und daraus kann Dir auch niemand einen Strick drehen.

Vor allem aber versuch nicht mit angelesenem Boardwissen bei Deinen Leuten herumzuprotzen, denn das kann wirklich nach hinten losgehen. Sei stets ehrlich, was Deine Fähigkeiten angeht und gut ist.
 

sterin

Bekanntes Mitglied
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

Ich glaube wir reden aneinander vorbei, ist auch letzlich egal. Einer sagt dies, der andere meint das ;D
Es weiß ja auch keiner, wie wichtig/unwiederbringlich die Daten und die Integrität des Netzwerks sind, das an die FW und den Router angeschlossen werden soll und was das Projekt überhaupt für einen Maßstab hat. Aus Mitleid für die User/Mitadmins/potentiell Geschädigte bei Verlust nicht zu komplex zu bauen habe ich übrigens als Tenor aber bei fast allen rausgehört. Selbst wenn es einfach eine Gelegenheit für Dich ist, ein bisschen zu basteln, hätte ich doch den Ehrgeiz, auch eine spätere Anwendbarkeit im Auge zu behalten.
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Welches Linux für einen fileserver im Büro ?

.... hätte ich doch den Ehrgeiz, auch eine spätere Anwendbarkeit im Auge zu behalten.

Klar habe ich den Ehrgeiz, aber zuerst soll halt ne Testumgebung laufen. Wenn es nur aufs basteln hinauslaufen sollte, wäre es auch nicht so schlimm. So kriege ich halt ein wenig Praxis, wenn auch unter nicht ganz grossen produktiver Umgebung.
 
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