Verschlüsselung soll in der EU verboten werden

Elektrospeedy

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Gerade diesen Beitrag bei Heise gelesen, daß die Verschlüsselung angeblich wegen der Terrorgefahr verboten werden soll. Heißt das im Umkehrschluß, wenn mein Onlinebankkonto geknackt wird, weil dann nicht mehr verschlüsselt, daß mir der Schaden schnell und unkompliziert ersetzt wird? Wer hat diesen Bürokraten ins Hi.. geschi...n?
 

dr_tommi

alter Oldie
Es geht in erster Linie um Mails und Messenger.
Darum geht es hier auch.

 
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adhome

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Es geht um neue EU Gesetze, die nicht mal durchs Parlament müssen. Sprich nicht mal von Gewählten Personen abgenickt wird, sondern rein aus der Lobbyseite durchgeboxt wird im Eiltempo.
 

dr_tommi

alter Oldie
Dann sollte man wohl eher Dienste nutzen, die nicht den EU-Gesetzen unterliegen.
Wir können ja eine Abstimmung starten ob wir dann lieber chinesische oder russische Dienste nutzen wollen. ;)
 

Elektrospeedy

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Ist aber auch irgendwie, als wollte man durch den Dienstewechsel den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Den Geheimdiensten wäre ja am liebsten, jeder würde nur solche Passwörter, wie 123456 oder Passwort u.s.w. nutzen, damit die nicht immer in der Rolle Hasen sind, der Igel aber schon am nächsten Ziel wartet.
 

Dorwyn

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Ich hatte den Beitrag so verstanden dass es gar nicht darum geht Verschlüsselung zu verbieten sondern dass Hersteller dazu verpflichtet werden sollen Hintertüren in ihre Software einzubauen damit die große mächtige EU (und jeder der die Hintertür sonst noch findet) jederzeit spionieren kann. Kommt dann gleich noch mit der Verordnung dass Geheimdienst dafür nicht mal einen richterlichen Beschluss brauchen.
 

Spaceboy1963

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Das Post- und Fernmeldegeheimnis ist immer schon eingeschränkt gewesen - richterliche Verfügungen und übereifrige Beamte, aber auch kriminelle Elemente haben es schon immer ausgehebelt. Es war ja auch zu einfach - ein Briefumschlag ist ja nur ein moralische Hindernis. Die Entwicklung der Technik gab den Kommunizierenden neue Möglichkeiten - eine sichere Verschlüsselung konnte die illegalen Datendiebe aufhalten, aber sperrte auch die gesetzlich erlaubten und aus bestimmten Anlässen gebotenen Mitleser aus. Wie immer zeigt sich hier der Konflikt zwischen Privatsphäre und Sicherheitsbedürfnis. Ich lese auch nicht heraus das die Verschlüsselung verboten werden soll, lediglich ein Hintertürchen soll für Befugte zu öffnen sein. Die Erfahrung sagt, das dort, wo eine Möglichkeit ist, es auch Menschen gibt die diese nutzen. Da meiner Meinung nach die größten Hacker-Kapazitäten beim organisierten Verbrechen liegen ist es nur eine Frage der Zeit wann diese Türen von Unbefugten (privat oder staatlich) benutzt werden. Mit anderen Worten: Es werden nicht die Briefumschläge verboten, es werden nur noch Briefumschläge mit Reißverschluss legal sein...
 

Dorwyn

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Das eigentlich "lustige" an der Sache finde ich dass man Hersteller dazu verdonnern will zwingend Hintertüren einzubauen. Das bedeutet doch für die Hackergemeinde dass es auf alle Fälle was zu finden gibt. Selbst wenn wir kriminelle Energie mal außen vor lassen weckt das doch bei dem ein oder anderen den Spieltrieb. Das ist doch wie mit diesen Metallknobeldingern: Man weiß dass es geht und man will das verdammt nochmal lösen :D
 

Spaceboy1963

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Wohl eher nur noch durchsichtige Umschläge gestattet sein.
Eher nicht. Durchsichtige Umschläge würden jedem ohne jeden zusätzlichen Aufwand ihr Geheimnis preisgeben. Der Verfasser würde daher - so wie bei Postkarten - deutlich vorsichtiger mit den Inhalten umgehen. Ein mit Schloss verschlossener Reißverschluss würde Sicherheit suggerieren. Da man mit gewissem Aufwand den Umschlag unbemerkt öffnen und wieder verschießen könnte ist dies meiner Meinung nach um Längen gefährlicher - der Absender wiegt sich in falscher Sicherheit...
 

dr_tommi

alter Oldie
Gibt bereits eine Initiative dagegen, bitte hier

http://chng.it/5JLpmBZV

unterschreiben und danach die Bestätigungsmail anklicken!
Erledigt, aber nach der Mailbestätigung tauchte eine Frage auf.
Welchem Zweck dient der Spendenaufruf?

Können Sie 2 € beisteuern, um diese Petition auf die Agenda zu setzen?​

Muss man jetzt Geld sammeln damit EU-Gesetze nicht beschlossen bzw. solche Petitionen überhaupt beachtet werden?
 

Freeldr77

La gaffe
Erledigt, aber nach der Mailbestätigung tauchte eine Frage auf.
Welchem Zweck dient der Spendenaufruf?

Muss man jetzt Geld sammeln damit EU-Gesetze nicht beschlossen bzw. solche Petitionen überhaupt beachtet werden?

Change.org ist eine NGO. Diese muss halt finanziert werden wie andere NGOs auch.
Der deutsche Ableger ist als Verein organisiert und wie andere Vereine auch auf Beiträge angewiesen. Change.org wurde (wie anderen eigentlich gemeinnützigen Vereinen) die offizielle Gemeinnützigkeit aberkannt, so dass die steuerlichen Vorteile weggefallen sind.
Ist traurig, dass man Geld in die Hand nehmen muss, um Recht durchzusetzen, aber das ist doch bei allen Rechtsstreitigkeiten so.
 
Zuletzt bearbeitet:

dr_tommi

alter Oldie
Change.org ist eine NGO. Diese muss halt finanziert werden wie andere NGOs auch.
Der deutsche Ableger ist als Verein organisiert und wie andere Vereine auch auf Beiträge angewiesen.
Wenn das so dastehen würde, hätte ich nicht gefragt.

Für mich ist es ein Unterschied ob da steht "Spende um die Petition auf die Agenda zu setzen" oder ob da steht "Spende um uns zu unterstützen".
"Geld" in Verbindung mit "Agenda" und EU wirft kein gutes Licht auf die Demokratie.
Dass einzelne Menschen bestechlich sind hat man ja schon gehört, aber das ganze EU-Parlament ist dann doch eine andere Hausnummer.
Wie sagt man so schön:
"Geld- und Sachspenden werden immer gern entgegen genommen und wir stehen jedem ernstgemeinten Bestechungsversuch aufgeschlossen gegenüber." ;)
 

eumel_1

Der Reisende
Mail kommt wohl nur, wenn die die Mailadresse noch nicht kennen.
Ich bekam auch keine Mail, aber jemand, der sicher noch nie eine Petition bei change.org unterzeichnet hat bekam eine mail um seine Mailadresse zu bestätigen.
Verzeiht meinen Unsinn, ich ging irgendwie automatisch davon aus, dass eine Bestätigungsmail kommt.
 

speck76

Bekanntes Mitglied
Der lange Arm der EU reicht nicht bis nach Finnland. Bevorzuge nämlich schon seit Urzeiten Bestcrypt - erst Container Encryption, dann Volume Encryption. Muss ja nicht jeder / jede mitlesen können, was ich alles so mache.
 

vinyl

♫ ♪ ♫ ♪ ♪
anhand dieses möchtegernlehrers lassen sich recht gut die ergebnisse der letzten PISA-studien nachvollziehen. :icon_mrgreen:

o tempora, o mores ...
 

Dorwyn

Bekanntes Mitglied
Ich habe letztes Jahr sehr intensiv mit Finnen gearbeitet als die meinen ehemaligen Arbeitnehmer Arbeitgeber übernommen haben... vom DSGVO hatten die auch noch nichts gehört bzw. vermutet dass das für sie nicht zutrifft :D
Die Keule hat dann doch recht hart voll in die Fresse getroffen :D
 
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hosit

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Niemand hat die Absicht Verschlüsselung zu verbieten.

Ich frage mich gerade, ob man zu diesem Thema nicht einer Verschwörungstheorie aufgesessen ist. ;-)
 

dr_tommi

alter Oldie
Niemand hat die Absicht Verschlüsselung zu verbieten.

Ich frage mich gerade, ob man zu diesem Thema nicht einer Verschwörungstheorie aufgesessen ist. ;-)
Dass es nicht um das Verbot an sich sondern eher um die Tatsache, dass innerhalb der EU ein Generalschlüssel hinterlegt werden soll, der im schlimmsten Fall nicht nur den Strafverfolgungsbehörden auf richterliche Anordnung zur Verfügung steht, geht ist doch klar.
Aber wenn ein Generalschlüssel existiert, wäre keine Verschlüsselung mehr sicher.
Mal ganz abgesehen davon dass neue Verfahren entwickelt werden müssten, die das ermöglichen.
 

speck76

Bekanntes Mitglied
Dir ist schon klar, dass Finnland Vollmitglied der Europäischen Union ist?

Einfach mal Hirn einschalten, statt Sprüche kloppen könnte dir helfen!

Natürlich ist mir klar, dass Finnland zur EU gehört. Schon sehr interessant, wie die "Sozial Media Konsumenten" im Schnellschuss meinen Kommentar missverstehen. Zur Klarstellung: Finnland ist eher auf der Intergouvernementalismus-Schiene (Erhalt der nationalstaatlichen Souveränität), statt auf der Föderalismus-Schiene (Vereinigte Staaten von Europa mit einer zentralen Regierung und einheitlichen Regelungen bei allen Politikfeldern, z. B. Wirtschafts- und Steuerpolitik) positioniert. Mit anderen Worten: Ich habe meine Zweifel, ob die Umsetzung des Verschlüsselungsverbots überhaupt erfolgen wird. Zur Erinnerung: Die geplante EU-Vorratsdatenspeicherung hat vor Gericht nicht bestanden. Ob sie trotzdem bei einigen Providern stattfindet im vorauseilendem Gehorsam, sei dahingestellt. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Bei Bestcrypt - darum ging es hier - bin ich mir aber sicher, dass ein Verrat ausgeschlossen ist (auch wenn es keine open source software ist). Dafür ist die bisherige Reputation von Bestcrypt viel zu hoch von Verschlüsselungsexperten wie Bruce Schneier eingeschätzt worden und deshalb ein Dorn im Auge der Überwachungsmaschinerie.
 
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