USV als riesige Powerbank?

gis

Themenstarter
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Hi allwissendes Forum,
Ich habe zwei Eaton 3S 850 Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) Geräte die ich im hoffentlich nicht eintreffenden Notfall als riesige Powerbank verwenden möchte. Strom soll dann der USV ausschließlich über die USB-Ports entnommen werden.
Aus diesem Grund betreibe ich meine angeschlossenen Geräte (NAS etc,..) nicht mehr USV gestützt, sondern lediglich an der Leiste mit Filterfunktion damit diese nicht die Batterie im Stromausfall leersaugen.
Da die USV zwei USB Ports, mit je 2A besitzt, ist die Idee die USV bei Bedarf als riesige Powerbank für z.B. Taschenlampe, Radio, … zu verwenden.

Jetzt meine Frage:
So eine USV ist dafür konzipiert zum Zeitpunkt eines Stromausfalls für einen kurzen Zeitraum hohe Ströme bereitzustellen. Ist so eine Batterie aber auch in der Lage über einen längeren Zeitraum geringe Ströme per USB-Port (nicht 230V) abzugeben, oder macht die da schnell schlapp?
Wie schaut es mit der Ladungserhaltung aus? Bei der Batterie handelt es sich um einen Bleiakku mit suspendiertem Elektrolyt (AGM-Technik) und sollte daher eine geringe Selbstentladung haben.
 

Utopie

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Mich würde das Gepiepe stören wenn die USV kein Strom als Input bekommt :-) Gibt auch kein Grund warum das nicht funktionieren sollte. Spätestens wenn Du ein USB Ladegerät anschließt, egal ob die nen USB Anschluss direkt hat.
 

DrSnuggles

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Ich würde vermuten, dass der 230 V Wandler die ganze Zeit läuft und der einen nicht unerheblichen Eigenverbraucht hat.

Wenn du die USV ausschaltest während du sie nicht benutzt solltest du trotzdem recht weit damit kommen.

Aber wenn du Taschenlampe und Radio länger als 2 Tage mit Strom versorgen musst hast du eh ein Problem ...
 

gis

Themenstarter
Bekanntes Mitglied
Stimmt, an den Wandler habe ich nicht gedacht - Danke
Da Lampe und Radio Akku-betrieben sind, kann die USV nach erfolgtem Laden jedoch ausgeschaltet werden.

Manche Geräte kann ich sowohl per USB, als auch per 230V-Netzteil Laden.
Bin kein Elektrotechniker, aber ich kann wohl getrost davon ausgehen dass das Laden über 230V-Netzteil (auch wenn es nicht warm wird) erheblich mehr Strom benötigt als über USB?
 

eumel_1

rüpelhafter Bierhippie
Meine persönliche Erfahrung mit Computer-USVs ist folgende:
- meist Blei-Gel-Batterien verbaut, diese haben eine deutlich geringere Energiedichte als Li-Io-Zellen.
- wenn nicht regelmäßig getestet, werkt man den Ausfall erst, wenn eine Zelle bereits dicke Backen gemacht hat und geplatzt ist.
- durch den Inselbetrieb werden die meist auf 100% Kapazität gehalten und im Ernstfall schaffen die nicht die versprochene Zeit (Stichwort: Memory-Effekt), genau aus dem Grunde wird der Shutdown im Fehlerfall auch meist auf 2 oder besser 1 Minute eingestellt, inklusive User-Notification und herunterfahren benötigt dann der komplette Vorgang nochmal 2 Minuten mehr. Und ich habe es in der Praxis öfter erlebt, dass bei Shutdown-time 2 Minuten die USV bereits vor dem kompletten Herunterfahren abgeschaltet hat.
- Einziges Mittel dagegen sind redundante USVs mit intelligenter Steuerung, sodass die eine oder die andere USV regelmäßig entleert und aufgeladen wird.

Ich würde diesen Gedanken vergessen und eine richtige Powerbank mit Lithium-Batterie kaufen, wenn eine 30.000mAh Powerbank nicht reicht, dann eben ein richtigen Koffer kaufen, allerdings haben die meist einen Inverter verbaut für die 230V Steckdose. Daher für nur USB-Power lieber mehrere reine Powerbanks.
Beispiel:
https://www.amazon.de/-/en/Quartz-JPB50AHB-Additional-Battery-248036/dp/B086LLVNN5 mit 50.000mAh die stärkste (die ich kenne) ohne Inverter
oder für 30Ah (das ist geläufiger):

Als Festivalgänger kann ich sagen, dass für bis zu 4 Personen Handy laden 2 Stück 30.000er Powerbanks reichen für 5 Tage, als Reserve habe ich noch meinen 24.000er Jump-Starter, der kann auch 12V für den Luftmatratzen Aufbläser.
 

Dorwyn

Bekanntes Mitglied
Einziges Mittel dagegen sind redundante USVs mit intelligenter Steuerung, sodass die eine oder die andere USV regelmäßig entleert und aufgeladen wird.

Ergänzend für den Rechenzentrenbetrieb kann man auch über ein Notstromdiesel nachdenken. Hatten wir in meiner letzten Firma. Den haben wir dann auch regelmäßig drei oder vier Mal im Jahr getestet und damit dann auch die USVen.
 

deathrow

Bekanntes Mitglied
Meine persönliche Erfahrung mit Computer-USVs ist folgende:
- meist Blei-Gel-Batterien verbaut, diese haben eine deutlich geringere Energiedichte als Li-Io-Zellen.
- wenn nicht regelmäßig getestet, werkt man den Ausfall erst, wenn eine Zelle bereits dicke Backen gemacht hat und geplatzt ist.

Nicht nur das!
BleiGel-Sammler, aus meist asiatischer Fertigung, nehmen es mehr als übel,
wenn sie (auch nur kurzzeitig, also schnell erkannt) tiefentladen werden.
Sind dann Sondermüll und nicht reaktivierbar.
Motorrad- und Campingfans tauschen diese Gel-Teile nicht ohne Grund
gegen die empfohlenen Li-Io.
 

spacemok

Bekanntes Mitglied
Einziges Mittel dagegen sind redundante USVs mit intelligenter Steuerung, sodass die eine oder die andere USV regelmäßig entleert und aufgeladen wird.

Ergänzend für den Rechenzentrenbetrieb kann man auch über ein Notstromdiesel nachdenken. Hatten wir in meiner letzten Firma. Den haben wir dann auch regelmäßig drei oder vier Mal im Jahr getestet und damit dann auch die USVen.
Die USV soll ja auch nur solange ueberbruecken bis der Diesel angesprungen ist. Was ja der eigentliche sinn ist. Deshalb privat ehr eine Kleine USV damit NAS und PC die Arbeit abspeichern und runterfahren koennen.
 

eumel_1

rüpelhafter Bierhippie
Die USV soll ja auch nur solange ueberbruecken bis der Diesel angesprungen ist.
Nope, wenn kein Notstromdiesel vorhanden ist, dient die USV nur dazu, das System geordnet herunterzufahren. Das ist in den meisten Firmen der Fall.
Eine riesige Druckmaschine beispielsweise oder andere Industrieanlagen kannst du nicht mal eben schnell mit einem Diesel betreiben.
 

Dorwyn

Bekanntes Mitglied
Naja... wie bei allem kommts auf die Größe an :icon_mrgreen:
Ich hab mal einen U-Boot Diesel als Notstromdiesel gesehen... da stand ne Halle drumherum.
 

spacemok

Bekanntes Mitglied
Die USV soll ja auch nur solange ueberbruecken bis der Diesel angesprungen ist.
Nope, wenn kein Notstromdiesel vorhanden ist, dient die USV nur dazu, das System geordnet herunterzufahren. Das ist in den meisten Firmen der Fall.
Eine riesige Druckmaschine beispielsweise oder andere Industrieanlagen kannst du nicht mal eben schnell mit einem Diesel betreiben.

? ich versteh dich nicht, was hab ich denn anderes gesagt? 😕 Ich bin jetzt davon ausgegegangen das einer oder mehrere Notstromdiesel vorhanden sind und bis die angelaufen sind dauerts es ne Zeitlang, solange muessen die USV Anlagen ueberbruecken. Wenn kein Notstromdiesel vorhanden ist, Arbeit Speichern und runterfahren


gibt es auch kleiner :icon_mrgreen:
 

eumel_1

rüpelhafter Bierhippie
? ich versteh dich nicht, was hab ich denn anderes gesagt? 😕
Die Firmen, die einen (oder mehrere) Diesel haben, haben meist auch eine zentrale Notstromanlage, da braucht es keine kleine (300 - 600W) oder große (hab schon 1,2kW für Server verbaut) USV.
Also nochmal: eine Back USV dient nicht zum erhalt der Funktion bis ein Diesel angelaufen ist, sondern bis der PC (oder Server) heruntergefahren ist.

Zur Erinnerung: der TS sprach von Eaton 850, wer die hat, hat keinen Diesel in Reserve.

Und die redundanten USVs für 2 Server hatte ich in einer kleinen mittelständischen Firma in den Niederlanden eingebaut, da gab es auch kein Diesel, sondern nur 2 Server, einer primär und einer sekundär, daran 2 USVs mit je 1,2kW und diese wurden zyklisch entladen (glaube 1 x im Monat) und an jeder USV waren beide Server verbunden, denn diese waren immer beide in Betrieb.
 
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spacemok

Bekanntes Mitglied
? ich versteh dich nicht, was hab ich denn anderes gesagt? 😕
Die Firmen, die einen (oder mehrere) Diesel haben, haben meist auch eine zentrale Notstromanlage, da braucht es keine kleine (300 - 600W) oder große (hab schon 1,2kW für Server verbaut) USV.
Also nochmal: eine Back USV dient nicht zum erhalt der Funktion bis ein Diesel angelaufen ist, sondern bis der PC (oder Server) heruntergefahren ist.

Da liegst du aber falsch oder die Fehlt dir Fehlt die Erfahrung, nehmen wir das Krankenhaus in dem ich mal gearbeitet habe 2 Dieselgeneratoren, mehrere 50KW USV mit Backup, sowie mehrere Kleinere USV 1KW oder weniger, weil da irgendein Gereat steht, aber keinen Zugang zuer zentralen Notstromversorgung hat bzw noch nicht gelegt wurde. Je groesser eine Firma wird, wirst du mit ner Zeit festellen das die kleinen USV als Insel Loesung gefragt sind.
Desweiteren ist Generator Vorhanden laeuft dieser ja nicht sofort an, ist wie beim Auto, er muss erstmal starten da ist eine USV Schneller.

1,2KW hab ich bei mir im Keller stehen, das sind noch die kleinen
 

eumel_1

rüpelhafter Bierhippie
Ich habe 1,8kVA im Keller stehen, würde aber nicht auf die Idee kommen, die zum Handyladen missbrauchen zu wollen. Genug Schwanzvergleich?

BTT: es ging darum, eine USV als Handyladegerät im Notfall zu benutzen! Du hast den Diesel ins Gespräch gebracht, den keiner hier selber @home hat oder haben will, besonders nicht der TS.
 

spacemok

Bekanntes Mitglied
Ich habe 1,8kVA im Keller stehen, würde aber nicht auf die Idee kommen, die zum Handyladen missbrauchen zu wollen. Genug Schwanzvergleich?

BTT: es ging darum, eine USV als Handyladegerät im Notfall zu benutzen! Du hast den Diesel ins Gespräch gebracht, den keiner hier selber @home hat oder haben will, besonders nicht der TS.

Ich glaube wir reden einander Vorbei, die Frage wurde ja hinreichend beantwortet und die Diskussion hat sich weiter entwickelt, daher hab ich es nochmal ergaenzt das eine USV nur zum Arbeit abspeichern und runterfahren da ist oder bis der Generator anspringt. :)
 
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