UMTS-Abschaltung - Was bedeutet das genau?

Nummer Eins

Bekanntes Mitglied
https://www.pcwelt.de/news/UMTS-Abs...ermin-das-muessen-Kunden-wissen-10807219.html

Da ist von SIM-Karten die Rede, die kein LTE können und für die es Ersatz geben soll. Dann kann man seinen UMTS-Tarif weiter nutzen, wird aber auch nicht schneller.

Doch was ist mit den Geräten, in denen ich die SIM-Karte verwende, z.B. Navigationsgeräte oder Mobilfunksticks. Die können oft auch kein LTE, egal, welcher Tarif und egal ob die SIM-Karte das könnte.

Können diese Geräte weiter verwendet werden? Zukünftig dann halt im LTE-Netz, aber weiter nur mit UMTS Geschwindigkeit?
 

dr_tommi

alter Oldie
Mir ist neu dass die Nutzung von 3G, 4G oder 5G von der SIM-Karte abhängt. Ich war immer davon ausgegangen dass die Nutzung durch die Gerätehardware und den genutzten Tarif bestimmt wurde. Ein reiner SIM-Karten-Tausch versetzt noch kein Gerät in die Lage nun plötzlich auch 4G oder 5G zu können.
Nur wenn der Tarif bzw. der Anbieter kein 4G beinhaltete, das Gerät an sich aber 4G könnte, kommt man mit einem Kartentausch bzw. Tarifwechsel weiter.
2G, 3G und 4G benutzen ja unterschiedliche Frequenzbereiche, und wenn die Hardware das nicht kann, dann ist Ende.
Dem GSM-Mobilfunkstandard sind in Deutschland die Frequenzbereiche von 890 bis 915 MHz und von 935 bis 960 MHz (GSM 900) sowie von 1.710 bis 1.785 und von 1.805 bis 1.880 MHz (GSM 1800) zugeordnet. Der UMTS-Standard nutzt die Frequenzen von 1.920 bis 1.980 MHz sowie von 2.110 bis 2.170 MHz. Für den LTE-Standard wurden von der Bundesnetzagentur ursprünglich Frequenzen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz vergeben.

Wenn ein Gerät kein 4G kann, sondern nur bis 3G ausgelegt ist, dann kann Vodafone auch nichts dagegen tun. Die anderen Mobilfunkbetreiber, die später abschalten übrigens auch nicht.
Wenn also ein NAVI mit einer SIM-Karte bisher nur über 3G Daten empfangen hat, dann wird es da nach der Abschaltung dieses nur noch mit 2G, also maximal mit EDGE tun. Und das kann dauern, bis da die Daten angekommen sind.
Das 1992 eingeführte D-Netz ist die zweite Generation, auch 2G genannt. Der Verbindungsaufbau erfolgte erstmals digital und nicht mehr analog. Neben Telefonaten waren damit erstmals auch Datenübertragungen möglich. In jeder Mobilfunkgeneration seit 2G gibt es einen oder mehrere Mobilfunkstandards, also die Technik, mit der die Daten im Netz übertragen werden.
Zu 2G gehören die nacheinander entwickelten Standards GSM (1992), GPRS (2001) und EDGE (2006). Während mit GSM eine Bandbreite von bis zu 14,4 Kbit/s erreicht wurde, stieg sie bei GPRS auf 55 Kbit/s. Der Grund: Mehrere GSM-Kanäle wurden gebündelt, so wurde die schnellere Vermittlung im Paket möglich.
Der Standard EDGE ist die Weiterentwicklung von GSM. Dank eines neuen Verfahrens erreichten Nutzer theoretisch Bandbreiten von bis zu 220 Kbit/s. EDGE gilt als deutlich stabiler als GSM und GPRS, zum Beispiel bei Downloads.
220 Kbit/s als Maximalgeschwindigkeit ist nicht sehr viel. Allerdings für kurze Infos bzw. kleine Datenmengen könnte das reichen.

4G kam 2010, wenn also jemand ein Gerät nutzt dass nicht bzw. noch nicht 4G kann, dann sollte man nach 10 Jahren doch mal über einen Hardwaretausch nachdenken.
Nichts hält ewig.
 

Nummer Eins

Bekanntes Mitglied
Auch ich war bisher der Meinung, daß das nichts mit der SIM-Karte zu tun hat, sondern mit dem Gerät und bem Tarif. Beide müssen LTE können, bzw. zulassen. Deswegen wunderte ich mich auch über das, was in dem Artikel steht.

Zum Beispiel die teuren Discover-Pro-Navigationsgeräte, die VW noch bis Herbst 2016 in Neufahrzeuge eingebaut hat, können kein 4G! (bei den aktuellen Geräten weiß ich es nicht) Aber das ist natürlich nicht schuld der Mobilfunkanbieter.
 

dr_tommi

alter Oldie
Das nagelneue Navi in meinem Caddy (EZ 11/2019) kann weder 2G noch 3G oder 4G, dass kann nur TMC :D
Da ist gar keine SIM-Karte drin. ;)
Und selbst das reicht für ein paar Infos zur Verkehrslage aus.
Die 220KBits/s vom EDGE sollten dafür auch reichen, Updates macht man damit ja nicht.
 

GiveThatLink

Bekanntes Mitglied
Meine alte SIM-Karte kann kein 4G, allenfalls 3G=UMTS. EDGE, UMTMS und evtl HSDPA/HSUPA (=3G+) sollen weg, alles nur noch LTE ab 4G. Das ist aber bekannt, dass die das bald abschalten wollen. Meine Penny-Karte kann deswegen inzwischen auch LTE, war sonst nur zubuchbar.
https://www.pcwelt.de/news/UMTS-Abs...nde-2021-surfen-viele-langsamer-10798181.html
Allerdings habe ich letzte Tage ein "Update" für meine SIM-Karte erhalten von der Telekom (ich hab zwei) und das hatte ich in den letzten Jahren noch nie. Kann sein, dass das für bzw gegen 3G ist. Allerdings braucht jenes Telefon nur erreichbar zu sein, kein Web benötigt.
Zahlreiche Kunden der Discounter surfen heute weiterhin mit HSDPA oder HSPA.
https://www.4g.de/news/freenet-abschaltung-3g-11626/
Das stimmt eben so nicht mehr, viele dürfen seit geraumer Zeit auch LTE (so wie ich).
 

adhome

Bekanntes Mitglied
Mein Congstar Prepaid hat noch immer kein LTE. Nur als Aufpreis. Hoffe mal die ändern das.

Im Grunde bedeutet das für mich, dass man immer seltener überhaupt Datenverbindung bekommt. Dafür muss man aber auch nur 3 EUR im Monat zahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:

ibinsfei

Team (Technik) - BOFH
Mitarbeiter
Ob 3G, 4G oder nur Edge, das ist rein vom Tarif abhängig und hat mit Karte nichts zu tun. Ich hatte mal einen 3G-Tarif und konnte deswegen nur mit 3g surfen und - was schlimmer war - nur über 3G-Masten telefonieren. Als es mir endlich gelang den Tarif auf 4G upzugraden, musste ich keine neue Karte verwenden, es ist immer noch die gleiche Karte im Endgerät. Ob 3G, 4G etc verwendet wird, hängt rein von den Fähigkeiten des Endgeräts und dem gebuchten Tarif ab (wie tommi schon geschrieben hat).
 

GGG

Aktives Mitglied
Richtig alte Karten können kein USIM. Mit denen geht maximal 3G aber eben kein 4G.

Der Artikel ist soweit korrekt. Eine neue SIM hilft dann natürlich nicht, wenn das Gerät kein 4G unterstützt.
 

Elektrospeedy

Bekanntes Mitglied
Kurz vor Ultimo hatte ich mir vor wenigen Jahren noch eine T-Mobile web’n’walk Dayflat geholt (war eigentlich mit UMTS beworben), wegen 1GByte/24h Datenvolumen. Ich nutze die im Jahr so 6x über ein Wochenende oder auch mal eine Woche unterwegs. Jetzt hatte ich die Sim-Karte in einen LTE-fähigen Surfstick gesteckt und siehe da, 4G wird unterstützt. Wenn in der eingewählten Funkzelle nicht viel los war, konnte ich sogar bis 25MBit/s saugen. Für 4,95/24h kann ich bei diesem Prepaidtarif nicht meckern, zumal die 24h ab Einwahl gerechnet werden und nicht pro Kalendertag.
 
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