Spannungswerte zwecks Fehlersuche aufzeichnen

Hellfire

Team (Mod)
Mitarbeiter
Hallo,

ich habe hier einen Fall bei dem ich den Verdacht habe, dass sporadisch auftretende black screens und Neustarts mit dem Netzteil und abfallenden Spannungswerten zu tun haben. Gibt es ein Programm, dass diese Werte in einer Art und Weise aufzeichnet, sodass man bei einem plötzlichen Crash Rückschlüsse auf diesen Fehler finden könnte? Oder geht das zu schnell?
 

CForce

latent subversives Element
Spannungen aufzeichnen/überwachen kann eigentlich jede Software von jedem halbwegs modernen Messgerät.
Selbst Multimeter der 40€ Klasse haben heute einen Datenanschluss - mittlerweile sogar USB....
Wenn es jedoch um wirklich kurzzeitige Einbrüche geht, dann braucht man ein Speicheroszilloskop...
Gibt's in digitaler Form am PC auch schon für bezahlbares Geld.

Gruß
CForce
 

Hellfire

Team (Mod)
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Hallo,

ich dachte in meiner Blauäugigkeit natürlich an ein Windowsprogramm, das mir vielleicht bei der Fehlersuche helfen könnte. ;)

Ich glaube, ich gehe anders vor und baue ein anderes, neues Netzteil ein und versuche darüber den Fehler auszuschließen. Ein externes Messgerät ist mir zuviel Aufwand.
 

GiveThatLink

Bekanntes Mitglied
Auch black screens erzeugen dumps -> c:\windows\minidump\, mindestens einen Eintrag im Zuverlässigkeitsverlauf. Von daher sind die erst mal wichtig.
 

Hellfire

Team (Mod)
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Hallo,

Auch black screens erzeugen dumps -> c:\windows\minidump\, mindestens einen Eintrag im Zuverlässigkeitsverlauf. Von daher sind die erst mal wichtig.
Da ist lediglich ein einziger Eintrag eines einsamen BSOD von vor einem Monat, der sehr wahrscheinlich nichts mit dem aktuellen Problem zu tun hat. :(
 

Rubb

Rover
Mein "Tip"

https://www.winprivacy.de/

Bei "Tweaks" dann das Häkchen "Ausführlichen Fehlercode bei auftretendem Bluescreen anzeigen...." setzen, das funzt auch bei "Reiferen" OSs.

Es gibt auch weitere Einstell-Möglichkeiten :yo .... einfach mal "checken" :p
 

Hellfire

Team (Mod)
Mitarbeiter
Hallo,

es ist ja kein Bluescreen, sondern ein Totalcrash: Mal friert alles ein und der Rechner muss neu gestartet werden, manchmal ist er sofort weg und die Grafikkartenlüfter drehen hoch, mal startet er einfach wieder neu. Es tritt ausnahmslos bei hoher Systemlast auf und ich komme aufs Netzteil, weil es zwei Rechner betrifft, bei denen die in Frage kommenden Bauteile (CPU, Board, RAM, Grafikkarte, PSU) zufälligerweise identisch und gleich alt, das OS und die Software aber verschieden sind.
 

octopussy

Aufsichtsratsvorsitzender
HWinfo soll das können, möglicherweise aber in der kostenpflichtigen Variante.

Entscheiden wir uns beim Programmstart für die Sensoren, erhalten wir eine sehr detaillierte und lange Liste an aktuell ausgelesenen Werten. Spannungen, Taktraten, Temperaturen, Auslastungen zu Prozessor, Speicher, Grafikkarte. Einzelheiten zu den Laufwerken, der Netzwerkverbindung und vieles mehr. Das alles könnt ihr auch selbstverständlich protokollieren lassen, auch lässt sich mit diesen Werten der RivaTuner Statistics Server füttern und ein On Screen Display mithilfe der Daten von HWiNFO erstellen.
https://www.gamestar.de/artikel/die...ten-spannung-und-vieles-mehr-aus,3328582.html
 

Dorwyn

Bekanntes Mitglied
Mainboards bzw. Software die zum Mainboard dazugeliefert wird kann das unter Umständen auch. Bei MSI meine ich eine Option für Logs bei den Spannungswerten gesehen zu haben.
 

CForce

latent subversives Element
Programme welche die Spannungswerte der Mainboardsensoren auslesen gibt's freilich auch - wird nur bei einem Bluescreen vermutlich nicht mehr helfen.
Außerdem können die natürlich nur die Spannungen am Mainboard auslesen und nicht die direkt am Netzteil - sollte sich herausstellen, dass z.B. die Spannung für Rams oder CPU schwankt, dann weiß man immer noch nicht, ob es die Step-Down Regler am Board sind oder das Netzteil selbst.

Netzteil Tauschen ist die einfachere Methode - wenn man denn eins zur Hand hat.
Selbst eine Spannungsüberwachung des Netzteils mit dem Speicheroszi ist nicht immer aussagekräftig, bei einem Absturz ändert sich CPU-Auslastung, Taktung, Grafik etc. und damit die Stromaufnahme schlagartig.
Ein gewisses Einschwingen der Regelung des Netzteils ist dann völlig normal - man weiß also ggf. immer noch nicht, ob die Spannungsschwankung Ursache für oder Folge des Absturzes ist.

Gruß
CForce
 

Hellfire

Team (Mod)
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Hallo,

es war wohl wirklich das Netzteil. Aida zeigte mir bei dem alten bei der 12V Schiene unter Volllast Schwankungen von 11,7 bis 11,4V an - 12 V hat das gar nicht mehr erreicht. Das neue Netzteil liefert laut Aida konstant 12,288V ohne jegliche Schwankungen unter Last.
 

Hellfire

Team (Mod)
Mitarbeiter
Hallo,

nach ein paar Tagen mit dem neuen Netzteil hatte ich gestern und heute wieder zwei Crashs unter Volllast. Aida zeigt mir heute minimale Schwankungen auf der 12V-Schiene an, der Wert wechselt immer zwischen 12,288 und 12,192. Sind diese minimalen Sprünge noch normal?
 

GiveThatLink

Bekanntes Mitglied
Gewisse Toleranzen sind erlaubt und nicht schädlich
https://www.google.com/search?q=pc netzteil toleranzen spannung
zB https://de.wikibooks.org/wiki/Computerhardware:_Netzteil:_Spannungen

Je kleiner umso besser, 11.4 halte ich bedenklich. Interssant wird es erst bei 5 und 3.3 Volt, die sollte recht stabil sein, weil die direkt auf CPU, Speicher und co wirken, auch wenn da weitere Wandler vorstehen.

Gibt es einen Crash-Dump dazu oder Einträge im Zuverlässigkeitsverlauf?
Wie alte ist dein Brot (Board) eigentlich= Gibt es aufgeblähte Kondensatoren? Vor allem im Bereich Graphikkarte/PCIe-Slot?
Falls ja, haut es die Hardware im Peak so weg.

Im Prinzip müsstest du die Komponenten alle tauschen, angefangen mit der Grafikkarte und dann Motherboard. Ausleihen.
 

Hellfire

Team (Mod)
Mitarbeiter
Hallo,

es gibt leider keinen crash dump, ich finde keinen Hinweis in den logs. Das Board ist ein Maximus Hero VIII und vier Jahre alt, Kondensatoren sehen normal aus, Grafikkarte ist ein halbes Jahr alt (Vega 56), Problem trat bereits bei der vorherigen Karte auf. 5 und 3,3 V sehen recht stabil aus, die schwanken überhaupt nicht.
 
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