Spam Filter Prog für Linux Mailserver

mshiva

Selbstversorger
moin,

wir haben hier einen linux server mit einer recht alten suse version drauf (tut sein dienst, warum also ändern) und da das spam problem langsam aber sicher allen hier ziemlich auf die nüsse geht, folgende fragen:

1. welches prog setze ich ein?
folgendes ist dabei zu beachten: ich hab ganz, ganz wenig ahnung von linux und will mir da nix bei abschießen. soll also einfach zu installieren und zu administrieren sein. (gibt es sowas überhaupt *GGG)

2. wo laufen die rausgefilterten mails hin?
der auf einigen clients eingesetzte spampal schiebt die z.b. in einen extra ordner lokal, das würde bei dem mailserver nicht gehen, der steht im server raum und bietet keine, bzw. nur schlechte möglichkeit auf ihn remote zuzugreifen (ssh oder sowas wird nur für notfälle aktiviert)

3. wie funzt die aktualisiserung bei dem vorgeschlagenen programm zu punkt 1. ?
holt sich das proggie da irgendwelche spam blocking lists aus dem netz oder muss da was manuell angestossen werden?

vielleicht kann der ein oder andere mal ein paar tips dazu geben, ich wäre sehr dankbar :yo
 

Xanatos

Bekanntes Mitglied
Ich halte Spamfilter für eine schlechte Lösung.

Ich würde für ne Firmendomain z.B. das Skript von http://www.spamgourmet.com/ nutzen.
Jeder Kunde erhält seine eigene Emailadresse mit Whitelisteeintrag für Ihn.

Gruß Xanatos
 

Ravenheart

Bekanntes Mitglied
www.spamassassin.org
Imho ein recht guter Spamfilter und auch nicht allzuschwer zu konfigurieren.

@Xanatos: Warum ist ein Spamfilter eine schlechte Lösung? Wenn der erstmal richtig läuft, dann hat man doch keinen Ärger mehr. Und für Kunden kann man i.d.R. ja auch einen Whitlisteintrag machen, damit die nicht versehentlich in den Spamordner rutschen.
Würde mich jetzt mal interessieren.
 

Xanatos

Bekanntes Mitglied
Ein Spamfilter ist herumdoktoren an den Symptomen.

Wenn man nicht gleich löscht, hat man auch keinerlei Komfortgewinn, weil man halt doch immer nachssehen muss.

Gruß Xanatos
 

mshiva

Selbstversorger
@Xanatos
also für mich ist auch ein Spamfilter, der die Mails in einen Ordner verschiebt schon ein Komfortgewinn, denn ich muss meine richtigen Mails nicht mehr selbst von den "falschen" trennen (wenn der Filter funzt :) ). bei dem bereits erwähnten, lokal installierten SpamPal überflieg ich dann nur nochmal schnell den angelegten Spam Ordner, markier den ganzen Mist und schick ihn ins Nirvana

@Ravenheart
hmmm...SpamAssassin hatte ich schonmal als Tip erhalten, sollte mal getestet werden. Danke für den Tip :)
 

Reinilein

Nullinger
Spamfilter wie spamassassin "filtern" nicht, sie kennzeichnen nur eMails, die sie als Spam erkennen.

Damit Deine Mails in einem "Spam - Ordner" landen, brauchst Du also noch einen mechanismus, der die gekennzeichneten Mails verschiebt. Outlook kann das mit seinen regeln allerdings sehr gut.

Spamfilter sind übrigends wirklich keine Lösung des Spamproblems. Genauso wie Virenscanner keine Lösung des Virenproblems darstellen :-)

Aber Virenscanner sind quasi ein Muss für einen Mailserver, genauso wie ein Spamfilter ein Muss für einen Mailserver ist. Und eine ordentliche Konfiguration des Mailservers ist erst recht ein Muss (geschlossenes Relay, ordentlicher MX - Eintrag, Verschlüsselung in allen Richtungen etc..)
 

p h a n t

Bekanntes Mitglied
Reinilein schrieb:
Spamfilter sind übrigends wirklich keine Lösung des Spamproblems.
Spamfilter wären eine Lösung des Spamproblems, wenn sie denn auch in jedes Mailprogramm implementiert würden. Eine Klassifizierung und Filterung im Mailprogramm selbst sind aus folgenden Gründen vorzuziehen:

- Schon eine einzige fälschlicherweise als Spam erkannte und durch einen Spamfilter des Mailservers gelöschte Mail ist inakzeptabel. Lokale Spamfilter filtern den Spam zwar, löschen ihn aber nicht. Dafür ist der Nutzer zuständig. Der Nutzer kann immer noch auf als Spam markierte Mails zugreifen und sie im Zweifelsfall auf sogenannte "false positives" durchsuchen. Zudem sind in Deutschland meines Wissens Maildienste verpflichtet, jede Mail zuzustellen. Ein Löschen ohne ausdrücklichen Wunsch des Nutzers ist, so glaube ich zumindest, unzulässig.

- Spammer verdienen nicht allein durch das Versenden von Spammails - sie sind darauf angewiesen, daß Leute tatsächlich auf ihre Angebote eingehen. Bekommen die Mailnutzer den Spam nur noch sehr selten bis gar nicht mehr zu Gesicht, können sie nicht auf die Werbeangebote antworten. Das Spamgeschäft wäre letztlich unrentabel. Ein Geschäftsmodell, das kein Geld mehr bringt, verschwindet.

Nun sind in erster Linie die Entwickler von Mailprogrammen gefragt, zuverlässige und vor allem leicht zu handhabende Spamfilter zu implementieren. Sie müssen dabei das Rad nicht neu erfinden, sondern können auf bestehende und ausgereifte Spamfilterprogramme wie z.B. bogofilter (Linux) oder bsfilter (Windows) zurückgreifen. Deren Einbindung ist kein großer Aufwand.
 

Xanatos

Bekanntes Mitglied
@phant:

Spamfilter haben nix im Mailprogramm zu suchen.
Schon eine einzige fälschlicherweise als Spam erkannte und durch einen Spamfilter des Mailservers gelöschte Mail ist inakzeptabel.
Und zwar genau aus dem Grund. Ein Spamfilter ist nur sinnvoll wenn er gleich löscht. Jeden Tag 100erte von Mails durchzuschauen ist irgendwie sinnlos, da ist man kein Stück schneller als wenn man die ENTF-Taste nimmt und die Gefahr für nen False-positiv ist noch viel größer.

Wenn schon denn schon muss der Spam erkannt erwerden bevor der Server die Mail endgültig angekommen hat (sprich vor dem Ende des DATA).

Gruß Xanatos
 

Staumelder

Bekanntes Mitglied
Xanatos schrieb:
Ein Spamfilter ist nur sinnvoll wenn er gleich löscht.
Das kann nur ein Mensch zuverlässig erledigen und auch nur dann wenn er über hinreichend Hintergrundwissen für den Einzelfall verfügt. Insofern gibt es zum Spamfilter überhaupt keine Alternative.
 

Xanatos

Bekanntes Mitglied
@Staumelder:

Deshalb schrieb ich schon, daß man a) keinen Spam filtert sondern Spam vermeidet und b) die Mail gleich nicht annimmt anstelle von annehmen und löschen.

Gruß Xanatos
 

p h a n t

Bekanntes Mitglied
@Xanatos
Du hast das Prinzip nicht verstanden bzw. ich habe mich nicht verständlich ausgedrückt.

Spamfilter innerhalb eines Mailprogramms filtern Spammails und verschieben sie z.B. in einen Ordner SPAM. Der Nutzer selbst muß dabei nichts weiter tun als seine Mails zu empfangen, seine Inbox bleibt sauber, er kriegt den Spam nicht zu Gesicht, wenn er nicht will. Bayesche Spamfilter erreichen mittlerweile eine Erkennungsrate von bis zu 99% - bei einer verschwindend geringen Fehlerrate nahezu im Promillebereich. Sie garantieren dabei jedoch, daß keine einzige Mail verloren geht. Sinkt die Zuverlässigkeit eines Bayeschen Spamfilters, läßt er sich ganz einfach mit den frischen Spammails und den sauberen Mails erneut trainieren.

Mails unwiederbringlich vom Mailserver löschen zu lassen, halte ich für sehr gefährlich. Das Risikor, daß dabei eine wichtige Mail fälschlicherweise verloren gehen könnte, ist einfach zu groß.
 

Staumelder

Bekanntes Mitglied
Xanatos schrieb:
@Staumelder:

Deshalb schrieb ich schon, daß man a) keinen Spam filtert sondern Spam vermeidet und b) die Mail gleich nicht annimmt anstelle von annehmen und löschen.

Gruß Xanatos
zu a) - Spam kann ich schlecht vermeiden... ;p
zu b) - abgesehen vom erzeugten Traffic (und dem mehr als zweifelhaften Nutzen eine "nicht-Erreichbarkeit" vorzugaukeln) ist es wohl egal ob ich Spam annehme und (ungesehen) lösche oder gar nicht erst annehme. Privat vielleicht noch vertretbar ist automatisiertes löschen geschäftlich nicht akzeptabel da (noch) viel zu unsicher.
 

Xanatos

Bekanntes Mitglied
@phant:
Du hast nicht verstanden.

Man hat keinen Komfortgewinn wenn der Spam zwar verschoben aber nicht gelöscht wird, weil man ihn sich trotzdem ansehen muss.

Außerdem soll der Spam auf dem Server nicht gelöscht werden sondern garnicht erst angenommen werden.
Die Spamerkennung muß während des SMTP-Dialogs stattfinden und in Echtzeit die Mail abgelehnt werden.
schau mal in den Dialog mit dem Mailserver
http://www.msexchangefaq.de/internet/smtp3.htm
der Mailserver darf nicht mit
250 Requested mail action okay, completed
auf den "." antworten
sondern z.B. mit 554 (siehe http://www.faqs.org/rfcs/rfc821.html)

Gruß Xanatos
http://www.faqs.org/rfcs/rfc821.html
 

p h a n t

Bekanntes Mitglied
Die Spamerkennung muß während des SMTP-Dialogs stattfinden und in Echtzeit die Mail abgelehnt werden.
Ja. Schön, nett und toll. Eine Frage dazu habe ich:

Wie? Wie soll der SMTP-Server mit den momentan zur Verfügung stehenden Mitteln überprüfen können, ob die Mail, die verschickt werden soll, Spam ist oder nicht?

Derzeit ist das, was du vorschlägst, schlichtweg unmöglich.
 

Xanatos

Bekanntes Mitglied
Staumelder schrieb:
zu a) - Spam kann ich schlecht vermeiden... ;p
Natürlich.
kundeX@meinefirma.example.com
Nicht mit Firmenaccounts in Newsgroups posten (bzw. nur mit dafür ausgewählten), Firmenaccounts nicht Privat verwenden, ...

Staumelder schrieb:
zu b) - abgesehen vom erzeugten Traffic (und dem mehr als zweifelhaften Nutzen eine "nicht-Erreichbarkeit" vorzugaukeln) ist es wohl egal ob ich Spam annehme und (ungesehen) lösche oder gar nicht erst annehme.
Ich weiß jetzt nicht wo du mehr Traffic siehst. Und es ist ein Riesenunterschied ob man löscht oder nicht annimmt.
Beim löschen von nem False Positive merkt der arme Absender nichts davon, beim ablehnen kriegt er ne Meldung warum die Mail nicht angenommen wurde und er kann was dagegen unternehmen.

Staumelder schrieb:
Privat vielleicht noch vertretbar ist automatisiertes löschen geschäftlich nicht akzeptabel da (noch) viel zu unsicher.
Man soll ja auch nicht löschen, sondern nicht annehmen.

Gruß Xanatos
 

Lumumba Man

Bekanntes Mitglied
Xanatos schrieb:
kundeX@meinefirma.example.com
Nicht mit Firmenaccounts in Newsgroups posten (bzw. nur mit dafür ausgewählten), Firmenaccounts nicht Privat verwenden, ...
Unter anderem deshalb ist Deine Idee nicht praxisgerecht. Du mußt davon ausgehen, daß alle Mitarbeiter, alle Geschäftspartner, alle Kunden sich genauso verhalten, keiner einen Fehler macht und absolut sicher sein, Dir nie einen Wurm einzufangen - auch nicht von Innen. Ständige Emailadressenwechselei kannst Du Dir im Geschäftsverkehr auch nicht leisten, ganz zu schweigen davon, wie das auf mit der Materie unbedarfte Leute, von denen Du Dir Aufträge erhoffst, wirkt.

Am Ende hilft wahrscheinlich nur ein Mix aus Gesetzen, spf, Spamfilter und evtl. irgendeiner Idee, die noch nicht ausgebrütet ist.


Gruß,
Lu
 

Xanatos

Bekanntes Mitglied
p h a n t schrieb:
Wie? Wie soll der SMTP-Server mit den momentan zur Verfügung stehenden Mitteln überprüfen können, ob die Mail, die verschickt werden soll, Spam ist oder nicht?
Der Spamerkenner muss nur in den Mailserver integriert sein.
bzw. in Echtzeit dem Spamfilter vorwerfen und auf ein Ergebnis warten.
Ist ähnlich wie Realtimeblacklists.

p h a n t schrieb:
Derzeit ist das, was du vorschlägst, schlichtweg unmöglich.
Bestimmt nicht.

Gruß Xanatos
 

Xanatos

Bekanntes Mitglied
Lumumba Man schrieb:
Unter anderem deshalb ist Deine Idee nicht praxisgerecht. Du mußt davon ausgehen, daß alle Mitarbeiter, alle Geschäftspartner, alle Kunden sich genauso verhalten, keiner einen Fehler macht und absolut sicher sein, Dir nie einen Wurm einzufangen - auch nicht von Innen.
Ich will Spam vermeiden, aber nicht 100% davor geschützt sein.

Lumumba Man schrieb:
Ständige Emailadressenwechselei kannst Du Dir im Geschäftsverkehr auch nicht leisten, ganz zu schweigen davon, wie das auf mit der Materie unbedarfte Leute, von denen Du Dir Aufträge erhoffst, wirkt.
Wenn ibm mein Geschäftspartner ist die Adresse ibm@meinedomain.example.com rauszugeben und auf @ibm zu filtern ist nicht so schwer.

Lumumba Man schrieb:
Am Ende hilft wahrscheinlich nur ein Mix aus Gesetzen, spf, Spamfilter und evtl. irgendeiner Idee, die noch nicht ausgebrütet ist.
Gesetze werden's nicht bringen. SPF ist perfekt weil man dann immer die Quelle kennt.

Gruß Xanatos
 

Lumumba Man

Bekanntes Mitglied
Xanatos schrieb:
Wenn ibm mein Geschäftspartner ist die Adresse ibm@meinedomain.example.com rauszugeben und auf @ibm zu filtern ist nicht so schwer.
Wenn beim Geschäftspartner IBM ein Wurm mit Backdoor einschlägt, ibm@meinedomain.example.com rausfischt und zusammen mit foo.bar@ibm.com an den beauftragenden Spammer zurückliefert, kann dieser seine Verschickungsmaschinerie entsprechend einstellen. Damit auch was durchkommt wird halt ausreichend variiert. Natürlich fängst Du den Allerweltsspam damit ab.

Lumumba Man schrieb:
Gesetze werden's nicht bringen. SPF ist perfekt weil man dann immer die Quelle kennt.
Nur bis die Umstellung soweit erfolgt ist, daß man den Rest ignorieren kann, kann eine kleine Ewigkeit vergehen.


Gruß,
Lu
 

Xanatos

Bekanntes Mitglied
Lumumba Man schrieb:
Nur bis die Umstellung soweit erfolgt ist, daß man den Rest ignorieren kann, kann eine kleine Ewigkeit vergehen.
Leider war.
Ich leiste überall wo ich kann Überzeugungsarbeit.

Gruß Xanatos
 

mshiva

Selbstversorger
um es mal wieder auf den punkt, bzw. meinen anwendungsfall zu bringen (die diskussion um vermeidbarkeit und sonstiges ist nicht unbedingt ein thema, das für mich von interesse ist. ich hab den fall zu lösen, das die user möglichst wenig von dem dreck auf die rechner kriegen und nix anderes):

ein spamfilter, der mir den spam in einen ordner verschiebt, wo ich dann einmal alle 2 tage drüber fliege, den kram markiere und die ENTF-Taste drücke, wäre für mich völlig ausreichend. damit hab ich erreicht, das die user mehr zeit zum arbeiten haben und eventuell zukünftig kommende sachen wie unbekannte würmer und viren, die dann "möglicherweise" vom spamfilter schon als "nicht seriöse" mail eingestuft werden, nicht mehr beim benutzer auf dem rechner auflaufen. und dafür brauch ich ein gutes programm, basta :D

trotzallem vielen dank für die engagierte diskussion vor allem an xanatos, ich würde mir natürlich auch wünschen die mailserver würden den spam schon direkt rausfiltern und ich bin auch überzeugt, das das machbar sein müsste :yo
 

p h a n t

Bekanntes Mitglied
Xanatos schrieb:
p h a n t schrieb:
Wie? Wie soll der SMTP-Server mit den momentan zur Verfügung stehenden Mitteln überprüfen können, ob die Mail, die verschickt werden soll, Spam ist oder nicht?
Der Spamerkenner muss nur in den Mailserver integriert sein.
bzw. in Echtzeit dem Spamfilter vorwerfen und auf ein Ergebnis warten.
An welche Art "Spamerkenner" denkst du dabei?
 

ibinsfei

Team (Technik) - BOFH
Mitarbeiter
wir setzen spamassassin ein und sind damit zufreiden. Auch wenn Xanatos alle Spam's lieber gleich löschen will, finde ich es O.K., wenn man VOR der Löschung (Mails in Folder umleiten und dann selbst löschen) auf 'false positives' prüfen kann. Besser ich lösche, als das 'false positives' automatisch gelöscht werden.

ibinsfei
 

Xanatos

Bekanntes Mitglied
@ibinsfei:

NEIN ich will die Mail nicht löschen!
Ich will sie nicht annehmen, ist das denn so schwer zu verstehen.
Und deshalb muss auch nicht ich die false positives durchschauen sondern der Absender kriegt mitgeteilt, daß die Mail nicht angekommen ist (mailer daemon)

sendmail und postfix können "bequem" einen Spamfilter einbinden.

Gruß Xanatos
 

Steve iNC.

Mitglied
Mit Spamassassin klappt das wunderbar, und durch procmail werden die klassifizierten Spammails in einen extra definierten Ordner verschoben, der kann für jeden zugänglich gemacht werden zum Nachschauen nach evtl. wichtigen Mails, funktioniert eigentlich wunderbar, nur die Betreffzeilen der Spams muß man pflegen (siehe z.B. rechtsradikale Mails der letzten Wochen).
Grüße
Steve iNC.
 

p h a n t

Bekanntes Mitglied
Xanatos schrieb:
Und deshalb muss auch nicht ich die false positives durchschauen sondern der Absender kriegt mitgeteilt, daß die Mail nicht angekommen ist (mailer daemon)
Juhu, man darf auf nettes Bouncing gespannt sein. Was willst du denn in die Mails reinschreiben? Was, wenn ein Mailserver gekapert wurde, der Absender gefälscht ist, SPAM mit meiner Adresse verschickt wird? Darf man sich statt SPAM nun Nachrichten der mailer-daemons durchlesen und prüfen, ob sich eine Hinweis auf ein "false positive" tatsächlich auf eine von mir versendete Mail bezieht? Wo ist da der Mehrwert?

Was mache ich, wenn ein Mailserver meine Mail aus mir unerfindlichen Gründen immer wieder als Spam erkennt und ablehnt?

Müßten nicht alle Spammails mit einem "unzustellbar" versehen und zurückgeschickt werden - schließlich könnte jede als Spam erkannte Mail eine "false positive" sein?

Außerdem: Serverbasierten Spamfiltern fehlt eine natürliche und auf den Anwender angepaßte Heuristik. Sie reichen bei weitem nicht an die Qualität Bayescher Filter heran.

Fragen über Fragen, auf die du hoffentlich Antworten weißt.
 

mshiva

Selbstversorger
@phant

was wäre denn somit Dein vorschlag, so es denn einen gibt? was ist denn von den aussagen derer zu halten, die z.b. SpamAssassin im einsatz haben und damit recht zufrieden sind? oder sollte man es tatsächlich weiter so halten wie bisher und den usern ca. 30-50% spam zumuten? sollen sie doch selber sortieren ... :)
 

p h a n t

Bekanntes Mitglied
Mein Vorschlag ist nach wie vor, endlich Spamfilter in Mailprogramme zu integrieren.

An meiner Uni läuft ebenfalls Spamassassin. Das Resultat ist eine recht saubere Inbox. Allerdings verfangen sich doch hin und wieder gute Mails im Spamfilter, so daß der Anwender gezwungen ist, innerhalb der Vorhaltezeit des Spams von 7 Tagen über ein Webinterface den Spam auf "false positives" zu durchforsten - sofern er von dieser Möglichkeit weiß. Viele meiner Kollegen haben sich inzwischen vom "automatischen Spamfilterdienst" abgemeldet und filtern wieder selbst. Das kann's doch nicht sein, oder?
Ich jedenfalls habe nach einer lokalen Lösung gesucht und sie (ich wiederhole mich) in Bayeschen Filtern gefunden. Das Prinzip ist für den Anwender leicht zu verstehen, die Trefferquote - nach einer Trainingsphase - hoch: Man gibt zwei Ordner an, von denen der eine nur gute, der andere nur Spammails enthält und drückt den "Spamfilter trainieren"-Button. Erkannte Spammails landen von nun an im Spamordner. Keine einzige Mail geht verloren. Läßt die Erkennungsrate nach, kann man den Filter ganz einfach neu trainieren.

Die Verantwortung liegt dabei, und das halte ich für Betreiber von Mailservern sehr wichtig, einzig und allein beim Anwender.

Für das Mailprogramm Becky! (Windows) habe ich in einer Fallstudie ein Plugin für den Bayeschen Filter Bsfilter implementiert. Das hat zwar ne Weile gedauert, liegt aber an meinen miserablen Programmierfähigkeiten. Für bessere Programmierer ist das lediglich eine Fingerübung.
Für Mailprogramme unter Linux wie z.B. KMail, Evolution oder Sylpheed-Claws ist eine schnelle Einbindung von z.B. bogofilter auch ohne Programmierkenntnisse möglich.
 

Xanatos

Bekanntes Mitglied
p h a n t schrieb:
Was willst du denn in die Mails reinschreiben?
Mail rejected. SPAM

Was, wenn ein Mailserver gekapert wurde, der Absender gefälscht ist, SPAM mit meiner Adresse verschickt wird?
Wird auch nichts viel schlimmer, weil du eh haufenweise von Bounces zugeschüttet wird.
Und ne eigene Mail zu erkennen ist ja kein Problem. Außerdem verhindert SPF auf kurz oder lang, daß man den Absender fälschen kann.

Darf man sich statt SPAM nun Nachrichten der mailer-daemons durchlesen und prüfen, ob sich eine Hinweis auf ein "false positive" tatsächlich auf eine von mir versendete Mail bezieht? Wo ist da der Mehrwert?
Das kann vollautomatisch erfolgen. Mach einfach eine Headerzeile zusätzlich rein auf die du filtern kannst, wenn sie fehlt schmeiß den Bounce weg.

Was mache ich, wenn ein Mailserver meine Mail aus mir unerfindlichen Gründen immer wieder als Spam erkennt und ablehnt?
Dann hast du genauso pech, als hätte sie der Spamfilter gelöscht, aber du weißt wenigstens, daß sie nicht angekommen ist.

Müßten nicht alle Spammails mit einem "unzustellbar" versehen und zurückgeschickt werden - schließlich könnte jede als Spam erkannte Mail eine "false positive" sein?
hääh?

Außerdem: Serverbasierten Spamfiltern fehlt eine natürliche und auf den Anwender angepaßte Heuristik. Sie reichen bei weitem nicht an die Qualität Bayescher Filter heran.
Was für ein Quark. Der Filter bleibt der gleiche.

Gruß Xanatos
 

Xanatos

Bekanntes Mitglied
p h a n t schrieb:
im Spamfilter, so daß der Anwender gezwungen ist, innerhalb der Vorhaltezeit des Spams von 7 Tagen über ein Webinterface den Spam auf "false positives" zu durchforsten
schon mal was von Imap gehört

- sofern er von dieser Möglichkeit weiß. Viele meiner Kollegen haben sich inzwischen vom "automatischen Spamfilterdienst" abgemeldet und filtern wieder selbst. Das kann's doch nicht sein, oder?
Doch. Sehr vernünftig und bestätigt genau das was ich sage.
Entweder so, daß der Anwender nichts davon merkt oder garnicht.

Gruß Xanatos
 

p h a n t

Bekanntes Mitglied
Xanatos schrieb:
p h a n t schrieb:
im Spamfilter, so daß der Anwender gezwungen ist, innerhalb der Vorhaltezeit des Spams von 7 Tagen über ein Webinterface den Spam auf "false positives" zu durchforsten
schon mal was von Imap gehört
Ich schon. Der Durchschnittsnutzer allerdings wohl kaum. Und um den geht es, falls du das noch nicht bemerkt hast.

- sofern er von dieser Möglichkeit weiß. Viele meiner Kollegen haben sich inzwischen vom "automatischen Spamfilterdienst" abgemeldet und filtern wieder selbst. Das kann's doch nicht sein, oder?
Doch. Sehr vernünftig und bestätigt genau das was ich sage.
Entweder so, daß der Anwender nichts davon merkt oder garnicht.
Bounces, Einfügen von Extra-Headers, Unwissenheit, warum Mail als Spam erkannt wird, wiederholtes Versenden - von all dem kriegt der Anwender etwa nichts mit??? Es setzt doch ein hohes Maß an Interaktion voraus! Spamfiltern sollte einfach sein und Computer vom Standpunkt des Anwenders nicht noch unbenutzbarer machen.
 

Xanatos

Bekanntes Mitglied
Staumelder schrieb:
Wieviele Unternehmen können es sich leisten zu riskieren, dass unter diesen rejected mails false positives z.B. in Form von Kundenanfragen sind?
Die entsprechenden Accounts sollte man selbstverständlich nicht filtern.

Anders gefragt: Wieviele solcher false positives kann sich ein Unternehmen leisten?
Sinnvollerweise 0.

Gruß Xanatos
 

Xanatos

Bekanntes Mitglied
p h a n t schrieb:
Ich schon. Der Durchschnittsnutzer allerdings wohl kaum. Und um den geht es, falls du das noch nicht bemerkt hast.
Du schriebst was von deinen Kollegen an der Uni.

Spamfiltern sollte einfach sein und Computer vom Standpunkt des Anwenders nicht noch unbenutzbarer machen.
Deshalb sollte man ja eigentlich auch generell keine Spamfilter einsetzen.
Aber wenn man das unbedingt will, so daß NIEMALS eine Mail gelöscht wird, sondern wenn der Absender informiert wird, daß die Mail nicht angekommen ist (Bounce). Dann kann der immernoch zum Telefon greifen oder sonst irgendwas anderes tun.
Wenn sie bei Spam einsortiert wird und man nicht gründlich schaut, dann ist sie weg und keiner merkt was.
Und nochmal:
Xanatos schrieb:
Ein Spamfilter ist herumdoktoren an den Symptomen.
Gruß Xanatos
 
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