Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Grainger

Team (Mod)
Mitarbeiter
Ich kann mich erinnern das bei den frühen PC's die Druckerkonfiguration eine Wissenschaft für sich war.
Und oft auch abhängig vom verwendeten Programm.

Da musste man manchmal zum Ausdrucken erst das Mäuseklavier (meist 2x8 DIP-Schalter) im Inneren des Druckers umkonfigurieren.

Ich glaube, dass ich das z.B. immer dann machen musste, wenn ich statt aus Wordstar eine Tabelle aus irgendeiner Tabellenkalkulation (deren Name ich vergessen habe) ausdrucken wollte.
 

dr_tommi

alter Oldie
Ich kann mich erinnern das bei den frühen PC's die Druckerkonfiguration eine Wissenschaft für sich war.
Und oft auch abhängig vom verwendeten Programm.
Wenn ich da an Word für DOS denke, da war ein ganzer Stapel der Installationsdisketten nur für die Druckeransteuerung war.

Ich glaube, dass ich das z.B. immer dann machen musste, wenn ich statt aus Wordstar eine Tabelle aus irgendeiner Tabellenkalkulation (deren Name ich vergessen habe) ausdrucken wollte.
Gab es damals in der Pre-Excel-Zeit außer Supercalc und Multiplan noch andere Tabellenkalkuklationen?
 

Grainger

Team (Mod)
Mitarbeiter
Gab es damals in der Pre-Excel-Zeit außer Supercalc und Multiplan noch andere Tabellenkalkuklationen?
Es gab eine unter DOS, die hieß imho Frameworks (war Bestandteil irgendeiner Officesuite).
Mit der "durfte" ich auch mal ein paar Monate arbeiten, das war selbst für damalige Verhältnisse die Pest.

Und ich erinnere mich an Lotus 1-2-3, da war auch eine Tabellenkalkulation dabei.

Überhaupt war Lotus nicht schlecht, haben sich aber viel zu lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht und letztendlich MS das Feld überlassen.
 

rabe

Team (Mod)
Mitarbeiter
....Und ich erinnere mich an Lotus 1-2-3, da war auch eine Tabellenkalkulation dabei.
Überhaupt war Lotus nicht schlecht, haben sich aber viel zu lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht und letztendlich MS das Feld überlassen.
Damit habe ich div. Bilanz-Tabellen bei meinem damaligen AG erstellt und war damit in meinem Teilbereich wesentlich schneller als die zuständigen Kollegen in anderen Teilbereichen, die noch Berührungsängste mit dem "Blechtrottel" hatten ;).

Gruß
rabe
 

dr_tommi

alter Oldie
Ja, das waren noch Zeiten. Die 80er und die frühen 90er.
DOS-Programme, die ersten Netzwerke mit Novell, der Einstieg in Windows, der Wechsel von Textmonitoren zur grafischen Darstellung, die ersten mehrfarbigen Monitore nach grün, Bernstein und s/w.
 

Elektrospeedy

Bekanntes Mitglied
...
Und ich erinnere mich an Lotus 1-2-3, da war auch eine Tabellenkalkulation dabei.
Überhaupt war Lotus nicht schlecht, haben sich aber viel zu lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht und letztendlich MS das Feld überlassen.
Ich nutze immer noch privat die letzte Smartsuite (alte Gewohnheiten ohne aber noch damit erstellte Datein auszutauschen) und Organizer6.
 

rabe

Team (Mod)
Mitarbeiter
Ja, das waren noch Zeiten. Die 80er und die frühen 90er.
DOS-Programme, die ersten Netzwerke mit Novell, der Einstieg in Windows, der Wechsel von Textmonitoren zur grafischen Darstellung, die ersten mehrfarbigen Monitore nach grün, Bernstein und s/w.
Und bis die Oberfläche von Windows erschienen ist, konnte man sich in Ruhe noch einen Kaffee holen und eine rauchen :D.

Gruß
rabe
 

Grainger

Team (Mod)
Mitarbeiter
Und bis die Oberfläche von Windows erschienen ist, konnte man sich in Ruhe noch einen Kaffee holen und eine rauchen :D.

Gruß
rabe
Ich habe damals einen Studenten der Berufsakademie, der bei uns im Krankenhaus seine Praktikumsblöcke absolvierte, betreut.
Der hat unter Windows 3.1 mit einer der ersten Versionen von WinWord seine Diplomarbeit geschrieben und wollte die Endfassung dann bei mir im Büro auf einem Deskjet 500 ausdrucken.

Der Drucker war damals das Neueste vom Neuen und schweineteuer, der Rechner war ein 286er Turbo mit 20 MHz und imho 1 MB RAM, die Diplomarbeit war durchaus etwas umfangreicher mit eingebetteten Bildern, Diagrammen, usw.

Nachdem wir den Ausdruck gestartet hatten erschien nach ca. 1 Stunde die erste Seite Zeile für Zeile im Drucker. :D
Glücklicherweise war das an einem Freitag und wir haben Rechner und Drucker über das Wochenende laufen lassen, am Montag morgen war dann auch alles ausgedruckt.

PS:
Jahre später hat mich der Kollege dann angerufen und mir gesagt, dass sein jetziger Arbeitgeber händeringend einen Personaler sucht und so haben wir kurze Zeit danach wieder zusammen gearbeitet (er im Controlling, ich in der Personalabteilung).

Running Gag unter uns war, dass wir neuen Kollegen immer wahrheitsgemäß erzählt haben, dass wir uns aus unserer gemeinsamen Zeit in der Psychiatrie kennen. :D
 

eumel_1

Der Reisende
Mein letztes tolles Erlebnis was erwähnenswert war, ist schon ein Jahr her:
Vintage Computer Festival in Berlin, ich natürlich hin, ist seit einigen Jahren auf dem Gelände vom Technikmuseum und nicht mehr in der Nähe vom Bodemuseum. Dort, wie erwartet auch Thiemo Eddiks, den Chef vom Computermuseum Oldenburg getroffen, welcher ganz begeistert erzählte, dass er hier in Berlin einen Freak getroffen hat, der Grafik auf einer PDP-8 möglich machte.
Und wirklich, auf dem Röhrenmonitor prankte ein Portraitbild einer schönen Frau (natürlich nicht in Farbe sondern grün auf Schwarz).
Ich war genauso überrascht, dass Grafik auf der Kiste ging, war auch mir neu.

Und gleich mal Werbung machen
Dieses Jahr nur Online am 10. und 11. Oktober, ihr müsst also nicht nach Berlin anreisen.
 

Quampo

Chaotisches Masseteilchen
Tabellenkalkulation: Soweit ich mich erinnere, fing alles mit VisiCalc an, dicht gefolgt von Lotus 1-2-3.
 

Rubb

Rover
Ich kann die Geheimnisse vom Viren-Scan an einer Uni offenbaren ... :icon_xmas:

OS, hier





Anti-Virus hier (drauf) .... :p




Die ganze Etage hatte Bedarf an der Diskette 😇
 

HaenschenPiepmal

Bekanntes Mitglied
Akustikoppler wo man den graugrünen Telefonhörer reinstecken musste. 23 Pfennig 8 Minuten, nach 18.00 Uhr 12 Minuten. Zum Besuchen von "Mailboxen".
Der Sampler für den C64. Mit aufsteckbarer Klaviatur.
Das erste mal "Kantenglättung" auf dem PC mit einer zugerüsteten 3dfx Voodoo Graphics Karte.
 

King TuT

Mumie
.. habe demletzt irgendwann mal eine alte Telefonrechnung gefunden :icon_knock: Zum "Glück" konnte ich mich damals noch zum Ortstarif ins Internet einwählen, das hat den Spaß wenigsten ein wenig bezahlbarer gemacht.. aber da waren auch Rechnung jenseits der 100 DM für einen Monat keine Seltenheit .... :(
 

dr_tommi

alter Oldie
In den Fahrstühlen des BER ist noch Win XP im Einsatz. :D
Ist das jetzt hier richtig oder bei der Realsatiere. :D
 

chaospir8

★★★★★-Oldie
@King TuT
Oh ja, die hatte ich auch. Natürlich nicht von einem der namhaften GraKa-Hersteller dieser Zeit, sondern irgendeinen billigen "Nachbau" bei Pearl oder so gekauft. :D
 

chaospir8

★★★★★-Oldie
OK, Ihr Lieben, es geht weiter.

Leider konnte ich für das nächste Thema kein eigenes Bild liefern, beim letzten Umzug habe ich nahezu alle alten Disketten entsorgt, daher mal ein Bild aus dem Internet, aber mit Erklärung/Text+Frage:

Das ist eine 3,5" Zoll-DD-Diskette, nicht das Speicher-Icon aus Word. (Erklärung für die Jüngeren hier ;))
Früher haben manche an der markierten Stelle ein Loch mit einem Bohrer gebohrt. Warum?

1602058300563.png


Das ist eine 3,5 Zoll-DD-Diskette (Double Density) mit einem Speichervolumen von 720 kByte. Wenn man an dieser Stelle ein Loch gebohrt hat, weil man Geld sparen wollte, konnte man diese Diskette als HD (High Density) mit 1,44 MByte formatieren. Man musste natürlich achten, dass manche Bereiche fehlerhaft waren (Diskette war also nicht für 1:1-Diskettenkopien geeignet) und musste mit dem Risiko leben, dass die Daten nach einiger Zeit nicht lesbar sind, weil ggf. ein paar Bytes "gekippt" waren.

@Mods
Was denkt Ihr, wäre der Thread für das Tech-Forum geeignet? Vielleicht als Interessantes/"Lockangebot" via Google?
 

eumel_1

Der Reisende
Bei IBM (erstmals gesehen 1990 oder '91 beim Modell PS2/55) gab es sogar Diskettenlaufwerke die EHD Disketten mit 2880 kB lesen und schreiben konnten.
 

chaospir8

★★★★★-Oldie
@eumel_1
Ja, die gab's tatsächlich, waren aber wenig verbreitet, weil schon andere, optomagnetische Datenträger mit größeren Volumina (100 MB z.B. bei den iomega Zip-Drives, dann mit 250 MB, .... ja, ich hatte auch eines) schon auf dem Markt waren....

- edit -
Und da war noch LS-120 mit 120 MB, fällt mir im Nachgang noch ein (hatte ich nicht).
 
Zuletzt bearbeitet:

Grainger

Team (Mod)
Mitarbeiter
OK, Ihr Lieben, es geht weiter.

Leider konnte ich für das nächste Thema kein eigenes Bild liefern, beim letzten Umzug habe ich nahezu alle alten Disketten entsorgt, daher mal ein Bild aus dem Internet, aber mit Erklärung/Text+Frage:

Das ist eine 3,5" Zoll-DD-Diskette, nicht das Speicher-Icon aus Word. (Erklärung für die Jüngeren hier ;))
Früher haben manche an der markierten Stelle ein Loch mit einem Bohrer gebohrt. Warum?

Anhang anzeigen 15027

Das ist eine 3,5 Zoll-DD-Diskette (Double Density) mit einem Speichervolumen von 720 kByte. Wenn man an dieser Stelle ein Loch gebohrt hat, weil man Geld sparen wollte, konnte man diese Diskette als HD (High Density) mit 1,44 MByte formatieren. Man musste natürlich achten, dass manche Bereiche fehlerhaft waren (Diskette war also nicht für 1:1-Diskettenkopien geeignet) und musste mit dem Risiko leben, dass die Daten nach einiger Zeit nicht lesbar sind, weil ggf. ein paar Bytes "gekippt" waren.

@Mods
Was denkt Ihr, wäre der Thread für das Tech-Forum geeignet? Vielleicht als Interessantes/"Lockangebot" via Google?

Ich kenne aus C64-Zeiten noch die Locher, mit denen man die 5,25"-Floppydisks auch auf der gegenüberliegenden Seite lochen konnte, dann könnte man sie umdrehen und beidseitig beschreiben.

PS:
Aus meiner Sicht spricht eigentlich nichts dagegen den Thread in Tech-Forum zu verschieben.
 

Elektrospeedy

Bekanntes Mitglied
Ich hatte ein Sharewareproggi in Gebrauch, welches die Diskette mit 1,77MB mit einigen Laufwerken formatieren konnte. Markendisketten waren ratsam, weil der Bereich für die Reserve bei eventuell fehlerhaften Sektoren mitgenutzt wurde. Später, als CD-R noch zu teuer war, kam die LS-120 zum Einsatz.
 

rabe

Team (Mod)
Mitarbeiter
@Mods
Was denkt Ihr, wäre der Thread für das Tech-Forum geeignet? Vielleicht als Interessantes/"Lockangebot" via Google?
Grundsätzlich habe ich auch nichts gegen eine Verschiebung, die schnell erledigt wäre, aber einerseits wird auf diesen bisher 5 Seiten doch einiges Persönliches beschrieben, das vielleicht nicht jeder im öffentlichen Bereich sehen möchte und andererseits bezweifle ich, dass junge Leute in nostalgischen Reminiszenzen schwelgende Computer-Fossile verlockend finden :icon_mrgreen:.

Gruß
rabe
 

chaospir8

★★★★★-Oldie
Ich hatte ein Sharewareproggi in Gebrauch, welches die Diskette mit 1,77MB mit einigen Laufwerken formatieren konnte. Markendisketten waren ratsam, weil der Bereich für die Reserve bei eventuell fehlerhaften Sektoren mitgenutzt wurde. Später, als CD-R noch zu teuer war, kam die LS-120 zum Einsatz.
Ja, das war z.B. VGA-Copy/386 oder auch HD-Copy, die es ermöglichten. 1,72 MB war maximum bei den billigen/meisten, nur die wenigsten ließen 1,77 MB zu.

Erinnerung:


-- edit --
Schöne Seite eben entdeckt (mit alten Diskettenkopierprogrammen): http://www.z80.eu/blog/index.php?m=05&y=18&entry=entry180520-181000
Einige dieser Programme (auch die exotischeren) kenne ich von damals/habe ich genutzt oder angetestet.
Mit Oliver Fromme (HD-Copy) war ich sogar in Austausch, fällt's mir jetzt sogar ein.

@Grainger
Bei 5,25"-Disketten war das Lochen "normal", mit dem Bohren in 3,5", das haben nur arme Schlucker (wie ich damals) gemacht.
 
Zuletzt bearbeitet:

chaospir8

★★★★★-Oldie
@rabe
Dann locken wir damit eben fremde alte Säcke! Junge Leute werden mit solchen Themen/Schlagworten sowieso kein Google füttern.
 

eumel_1

Der Reisende
Ich hatte damals meine 5,25" Disketten für den C64 einfach mit einem Cuttermesser die Position an/ausgeschnitten, später hatte ich mir eine Einlage für den normalen Bürolocher gebastelt, es funktionierte auch mit runden Löchern.
 

Shiwa

Bekanntes Mitglied
Wer hat damals noch seinen c64 mit Speed-Dos EProm und parallel Kabel umgelötet, um die unsäglichen Ladezeiten zu umgehen?
Man war das danach eine Rakete! :icon_easter:
 

chaospir8

★★★★★-Oldie
Nö, nö. Hier, meinereiner, ist die Minderheit aus der Atari-Fraktion .... wir hatten andere Mittel (Turbo-Cardridges).
 

eumel_1

Der Reisende
Wer hat damals noch seinen c64 mit Speed-Dos EProm und parallel Kabel umgelötet, um die unsäglichen Ladezeiten zu umgehen?
Man war das danach eine Rakete! :icon_easter:
Mein C64 bekam die ROM-Umschaltplatine eingebaut und das EXOS V3 wurde vor dem Eprom schießen noch modifiziert, so dass mich der Brotkasten mit Vornamen in Grün auf schwarzem Hintergrund begrüßte. Hinten ein kleiner Umschalter dran und man konnte auch die hellblau-dunkelblau Originalversion bei Bedarf starten. Dann war die 1541 Floppy aber wieder extrem langsam.
Das Parallelkabel war echt ein Turbo, leider bei mir aber auch extrem anfällig, das konnte ich nicht als flexible Leitung organisieren, also: "Nicht anfassen!".
 

Belzeboter

Zombie
Ja, die ATARI-Fraktion.... wir hatten andere Mittel :)
Besonders beim ST --> ED-Disketten, normal 2,88 MB, mittels Formatierung
82/10 oder 83/11 bis auf 3,3 MB aufblasbar.... Platz ohne Ende (damals :D )
 

King TuT

Mumie
Bei meiner ersten Festplatte (auch im Amiga 2000) stand in der Anleitung noch dabei .. sie werden sich nach 10 Minuten fragen, wie sie jemals ohne arbeiten konnten ...
Das war eine "Filecard" (also Festplatte auf einer EInsteckkarte) .. und ich hätte gedacht, die hatte damals 20MB gehabt .. kann aber auch mehr gewesen sein ...
 

Rubb

Rover
Soderle, Langeweile für die nächsten Monate beseitigt ..... :p :yo

Gibt eine neue c't "Retro 2020" vom 20.10.2020

Dort gibt es einen netten Artikel zum Thema Windows-Zeitreise, dort auf Seite 80 den Hinweis:

PC- und Windows-Museum im Browser: PCjs
Mit dem Hinweis Link zum Ausprobieren "Uralter Betriebssysteme" :icon_prosit:

www.pcjs.org
 
Oben Unten