Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

chaospir8

★★★★★-Oldie
Hallo liebe Mitboardies,

man kann hier alle paar Monate eine Nostalgiewelle beobachten (hier die Spieleveteranennostalgiker, da C64er- oder Sinclair-Fans, ...). In Threads zum Thema XYZ kommt plötzlich ein Beitrag zur 5 1/4"-Diskette, zum C64, usw. Der nächste Boardie erinnert sich dann an seinen Atari, Pacman und schon geht's los.

Ähnliches in RL ist auch bei unserem diesjährigen Boardtreffen passiert. Ja, nur für manche war's eine Prämiere, von seriellen Anschlüssen (RS232), Stacker, Qemm oder 10BASE2 zu hören. Der Rest der alten Säcke hier konnte wacker mitreden. :)

Und da ich heute auf einen netten, nüchternen Artikel in der Computerwoche gestoßen bin (und vor kurzem beim Kelleraufräumen auch ein paar "Schmankerl" gefunden habe) möchte ich diesen Thread hier starten, um unsere Computer-Nostalgieanfälle zu konzentrieren.

Als erstes: hier der besagte, nette Computerwoche-Artikel:

Aufstieg und Fall bekannter IT-Giganten: Von Atari bis Pac-Man
http://www.computerwoche.de/hardware/home-it/2558127/

C64, Escom, Comtech, Atari, 3dfx werden hier erwähnt.

Erzählt doch, womit Ihr so angefangen habt, an was Ihr ab und zu mit Wehmut zurückdenkt!

Ich habe mit einem Atari 800 XL Mitte der 80er Jahre angefangen und konnte Anfang der 90er mit einem ausrangierten IBM-Industriecomputer (mit 8"-Floppylauferk) den Sprung in die IBM-PC-Liga schaffen. :)

- EDIT -
Ich hab's oben berichtigt. Ein PC XT war's eher nicht. Leider weiss ich's nicht mehr.
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Mein Einstieg war der ATARI 1040 ST/FM. amfang der 90er , DEr Umstieg auf einen PC kam mitte der 90er mit einem Pentium. wo der Händler vergass mir eine Rechnung zu schicken *gg Aber ich kannte ihn gut, hab einiges an Atari Zeugs schon gekauft gehabt.

Tja uind seit vorgestern, bin ich in die obere Klasse eingestiegen *gg Intel I5 QuadCore Prozessor .. man oh man den hätte ich gerne vor 10 jahre haben wollen, als ich ins Internet ging.
 

HardwareHarry

MitGlied
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

C64, Amiga, Atari ST oder auch nur nen Atari 2400 hab ich damals nicht bekommen, konnten wir uns nicht leisten.

Mein erstes Computerspiel (neben zwei so 30,- DM LCD Pocketgames) war der VECTREX von MB, kann mich noch an die TV-Werbung erinnern "Mit eingebautem Bildschirm" ich war stolz wie Oskar als mir das meine Mutti zu Weihnachten beim Metro kaufte.
Technisch was besonderes, da Vektor- und nicht Pixelbasiert (was ich damals nicht wusste).Dazu gabs das Spiel Spike (mit Sprachausgabe!) (unbedingt angucken ist lustig), Mine Storm war eingebaut, bei dem Game hab ich auch meinen Dauerfeuer-Schnellschuß-Zitterer zur Perfektion gebracht (der Typ im Video ist ne Pfeife:D ) und zu guter letzt Spin Ball (Flipper)
Weiter Besonderheit: Es war ein Monochrom-Monitor, für den es bei jedem Spiel farbige Plastik-Scheiben gab, die man davorklemmen konnte, sogenannte Overlay-Scheiben. Ausserdem gabs als Zubehör für das Teil schon eine 3D-Brille und einen Lightpen.

Irgendwann war dann mein erster echter Computer dran, ein ATARI PC4 (286er mit 16MHz Turbo-Taste, 1MB Ram und VGA-Grafikkarte, 60Mb Festplatte, 5 1/4 Diskettenlaufwerk sowie DOS 3.3 und Windows 2.1 für 286er. Aus Kostengründen erstmal nur mit Amber-Monitor. Dazu ein 24 Nadeldrucker (Panasonic KX-P1123), der so langsam und laut war, dass man besser zum Mittagessen ging, wenn man 10 Seiten drucken wollt. Hat damals unverschämt viel gekostet, ich meine so 6000,-DM. Dazu gabs dann auch gleich das neu erschienene LARRY 1.
Dos 3.3 konnte nur 30MB Partitionen weshalb ich dann tatsächlich C: mit 30MB fürs System und Programme sowie D: mit dem Rest für die Daten machen musste, so mach ich das bis heute nur die größe der Partitionen ist jetzt anders. Irgendwann kam dann DOS 5.0 raus, Spiele wurden mehr und ich hab begonnen fleissig Leerdisketten zu kaufen zu und füllen. :icon_mrgreen:


Beide hab ich noch steht aber im Keller. Der Vextrex läuft wie eh und je. Der Atari PC hat irgendwann neues Leben durch den c't flasher eingebaut bekommen (ISA-EEPROM Flash-Karte).

Irgendwann gings dann zum Pentium 60 mit Fließkomma-bug und später zu einem schwarzem ESCOM Midi-Tower mit Pentium II 233Mhz Slot 1 Prozessor. Hab meine PCs immer bis zum letzen ausgelutscht weil ich, mangels Geld, nie der Hardcore-Gamer war. Hab dadurch aber gelernt das letzte quentchen Geschwindigkeit aus Windows zu holen und aus so manchem Schrott noch was akzeptables zusammenzubauen. Letztlich hat der Geldmangel mich zum Bastler gemacht. Erst seit ich berufstätig bin schmeiss ich guten Gewissens mal ältere Hardware weg.
 

psthedu

Ach was ?!
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Nun denn:

Angefangen hat alles mit einem Schneider CPC 464. Zunächst von Papa, dann von mir. Ach, was hat das Zeug alles viel Geld gekostet. 2 x 3,5-Zoll Laufwerk, dann ein 5,25-Laufwerk. Zunächst selbstbräunender Grünmonitor, dann Farbe. Zuerst ein 9-Nadel-Drucker, dann 24-Nadeldrucker. Ach, Listings abtippen mit Vorlesen & Kontrolle. Wie bescheuert eigentlich.

Dann ging es schon mit einem 4,77-MhZ XT-Klon weiter. Ich glaube, dass das Gehäuse bis heute nicht zerstört werden konnte :-)

Dann folgte schon ein Olivetti-Laptop mit ner 386-33er CPU. Vom Rumtragen ist mein rechter Arm immer noch ca. 5 cm länger als der linke...

Ab dann ging es weiter mit diversen PC, hab da nicht mehr den Überblick.

Ja, ja, die guten alten Zeiten. :icon_prosit:
 

jr33

.......
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Bei mir begann es bereits in der Kindheit:



 

sPIfF c99

fearless spaceman
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Auch ein Amiga 500. Mit der Speichererweiterung auf 1 MB und 1 zusätzlichem Floppy. Joystick war meistens ein Competion Pro.
War eine wunderbare Zeit :icon_prost:
 

g202e

The Long Man
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Meine West-Omi hat mir damals (1983?) einen Sinclair ZX Spectrum+ "über die Mauer geworfen".
Die Teile wurden damals an der TU Dresden von ungarischen Mitstudierenden für 6000 Ostmark verhökert, das hätte ich mir NIE leisten können.
Die wurden an der Uni dann auch in der "offiziellen" Lehre eingesetzt; allerdings "versteckt" in einem selbstgefriemelten ALU-Gehäuse mit riesigen (DDR-) Plaste-Tastaturen...
Mann, ist das lange her...
 
U

User32931

Guest
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

das teil hatte ich auch..nach dem zx81...war eine wohltat statt folientastatur dann ne gummitastatur zu haben *g*
 

Wolf Larsen

Kapitän
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Den ersten Rechner, den ich in der DDR zu Gesicht bekam, war der ZX81 meines Vaters. Den hatte er für teuer Geld in einem Second-Hand erworben. Er hat sich eine Art Gamepad dazu gebastelt und man konnte damit ein Skifahr-Spiel spielen: Ein X fuhr den Bildschirm runter, der links und rechts von Os begrenzt wurde oder so. Speichern funktionierte mit einem Kassettendeck und wenn der Kühlschrank schaltete, war der Rechner aus :-)

Als wir dann 88 rüber kamen, hat er sich von der ersten Kohle einen C64 gekauft mit Datasette. Das war so übel, dass bald ein Floppy folgte, eine Cartridge und ein Seikosha 9 Nadler mit Near Letter Qualitiy. Mit Geos und diesem 9-Nadler habe ich meine ersten Bewerbungen geschrieben. Spiele wurden getauscht, man hatte die beste Kopier-Software usw. Wegen dem Spiel Paradroid schwänzte ich 14 Tage lang die Schule.

In der Schule selbst war ich wenig von Informatik begeistert. Diese Schneider-PCs hatten monochrome Schirme und irgendwie hat mich das nicht gerissen. Eigentlich war dann erstmal Schluss mit Rechnern.

Erst nach meinem Ausscheiden aus der Bundeswehr 1999 habe ich mir von meinem Ausscheidergeld den ersten eigenen Rechner gekauft und ein US Robotics Modem dazu mit Faxfunktion und so. Hier kam ich direkt mit diesem Faken, als dem kostenlosen Internetzugang mit AOL-CDs in Berührung. Zu dem Zeitpunkt ungefähr sah ich die Cosmo-Seite und wurde direkt kriminell. Im Rahmen des Anbietens von Raubkopien und andern Urheberrechtsverstößen folgten drei Hausdurchsuchungen.

Irgendann hatte ich mir mal QuarkXpress runtergeladen und versuchte das zu verstehen. Auch Photoshop usw. brachte ich mir bei. Ich bewarb mich bei einer Druckerei, machte nochmal eine Ausbildung und bin so von meiner kaufmännischen Ausbildung in den grafischen Bereich gewechselt. Das Thema Raubkopien verfolgt mich bis heute, ohne sie wäre das Internet und Rechner quasi nutzlos :-)

In der Druckerei sah ich dann die ersten Macs, iMacs usw. Irgendwann kaufte ich mir dann mein erstes Apple Powerbook G4 und bin seit dem auf der Apple-Schiene. Der Rest ist zu wenig Vergangenheit.

Wolf
 

Hell_Razor

Bekanntes Mitglied
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Angefangen mit C-64, erste Programme mit Basic geschrieben und wirklich Spaß mir der Kiste gehabt.

Irgendwann gab es dafür auch so was wie eine grafische Oberfläche, komme nur gerade nicht auf den Namen (GEOS?).

Irgendwann habe ich dann von einem Freund den PC übernommen, einer der ersten von IBM. Dann nahm das Schicksal auch seinen Lauf :-)

Am liebsten denke ich an die Mailbox - Zeiten zurück. Damit man auch mehr als eine Leitung bedienen konnte, war Multitasking das große Problem. Auch hier kann ich mich an die Software nicht erinnern (DesqviewX?). Wurde dann durch OS/2 abgelöst und später dann durch die ersten Windows95 Versionen (welche dann wieder durch OS2 Warp abgelöst wurden..).

Streamer Bandlaufwerk 250MB zum Daten tauschen, Single-Speed CD Laufwerk.. achja.. FiFO Chip für die Serielle..
 

juvine

Nächstes Bond-Girl !
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

19?? - C64 - Little Computer People; Summer & Winter- Games; Impossible Mission "Stay a while, stay forever..."

WATT eine Geile Zeit damals !

1989 - Amiga 500, Endausbau: 4 MB RAM, 120 MB HDD, 4 Floppydrives, ActionReplay MK-III, 24-Nadeldrucker, diverse Joysticks

....und genau mit dieser Zeit verbinde ich mein erstes Mal ....;)
 
U

User32931

Guest
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

und zu der zeit habe ich als schüler 70 ocken mit jedem speeddos verdient, weil die alle den kram wollten. eprombrenner kostet einen hunni, eprom ab 8 dm. einwenig lötzinn und sockel...

c64 war ne goldgrube für mich als schüler.
 

Grainger

Team (Mod)
Mitarbeiter
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

C64 -> Amiga 500 -> Amiga 2000 -> ESCOM P60 (auch den mit Fließkomma-Bug) … und dann über diverse System-Upgrades bis zu meinem derzeitigen System.

Am alten ESCOM-Werksgelände fahre ich heute zweimal täglich vorbei.
 

Juppes

Bekanntes Mitglied
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Ich hatte als erste Spielkonsole ein Interton VC4000, das war damals in meinem Heimatdorf die am meisten verbreitete Konsole und so konnte man am besten Kassetten tauschen.

Danach folgte ein C128 mit 1570 Floppy, der hatte auch einen Z80-Prozessor und man konnte ein "richtiges" Betriebssystem wie CP/M drauf laufen lassen. Dazu den 80-Zeichen-Farbmonitor. Auf dem Ding habe ich dann Wordstar als Listing abgetippt und damit meine Facharbeit geschrieben.

Darauf folgte dann ein Amiga 500 mit zusätzlicher Floppy und 1MB RAM. Der wurde dann gefolgt von einem 286er, der als nicht funktionierend aus einem Büro ausrangiert wurde, es stellte sich dann heraus, dass der einfach kein MS-DOS installiert hatte. Das war dann der Schritt ins PC-Lager.

Fürs Studium kaufte ich mir dann einen 486er DX2-66 mit 8MB RAM, der mußte dann das Studium und Diplomarbeit durchhalten und wurde dann von einem AMD Athlon mit 1GHz abgelöst. Nach diversen Auftune-Aktionen folgte ein Pentium 4 mit 2,4 GHz und sündhaft teurem Rambus-Speicher.

Irgendwann dann hatte ich die Nase voll von Aufrüst-Aktionen, seit 2006 läuft bei mir ein Mac Mini. Der wird nächstes oder übernächstes Jahr wahrscheinlich von einem iMac abgelöst, aber bis jetzt läuft er noch. Mobil arbeite ich jetzt fast nur noch mit einem gehackintosheten Dell Mini 10v.
 

exit

Bekanntes Mitglied
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Angefangen mit:

KC87



Und dann nach und nach in Berührung gekommen mit (nicht chronologisch):

Vobis Highscreen, ESCOM, Schneider (irgendwas mit dem erwähnten grün/schwarzen Bildschirm), Apple Macintosh (der erste), 286er, 386er, 486er, Unix-Terminals...

Und ganz wichtig: Sega Master System II und Sega GameGear (war seiner Zeit irgendwie voraus), Nintendo GameBoy.

CU

The Exit
 

milupamann

Aktives Mitglied
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Bin erst 1991 eingestiegen mit 486DX Windows 3.11,Dos 6.2, 500 MB SCSI Festplatte (Sollte ja Zukunftssicher sein:icon_lol: ) .Alles für 3000 DM Schnäppchenpreis.
Danach Cyrix Prozi mit Win 95;Modem um in den Mailboxen passende Treiber zu finden.Bei den damaligen Telefongebühren ein amüsantes Unterfangen.
Danach P 700 mit 3DFX; Internet mit der Erotikflat bis kein Byte mehr rauskam:icon_mrgreen:,
danach diverse andere Kombis bis i5 mit Win 7.
Also nur der normale Wahnsinn der Geldvernichtung.
 

eumel_1

Der Reisende
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Woher die C64-Raubkopien wirklich kamen
Code:
Schwarze Disketten, selbstgelocht und vollgestopft mit raubkopierten Spielen: 
für Millionen Jugendliche in den Achtzigern Schulhof-Tauschware Nummer eins. 
Aber wo kamen all die geknackten Spiele eigentlich her? Christian Stöcker erklärt 
es - in seinem Buch "Nerd Attack". Ein Auszug.

Ich bekam meinen Commodore 64, kurz C64, zu meinem elften Geburtstag, am 
1. Februar 1984. Er erhielt einen Ehrenplatz in der Ecke zwischen einem von oben 
bis unten mit Werbeaufklebern verzierten Buchenkleiderschrank und der Gasheizung 
auf unserem alten Kinderzimmertisch mit seiner zerkratzten und bemalten 
Kiefernholzplatte. Meine Computerecke sah aus wie eine knallbunte 
Kinderzimmerversion eines jener Cubicles, in denen moderne Großraumbüroarbeiter 
ihre Arbeitstage verbringen. Über dem Fernseher hing ein selbst gemaltes Bild vom 
Räuber Hotzenplotz mit sieben Messern und einer Pistole im Gürtel.

Rein rechnerisch stand im Jahr 1994, dem letzten, in dem der C64 noch hergestellt 
wurde, in mehr als jedem zehnten deutschen Haushalt einer, er verkaufte sich allein 
in Deutschland etwa drei Millionen Mal. Bis heute ist der Rechner der meistverkaufte 
Computer der Geschichte. De facto dürfte die Dichte in Westdeutschland ungleich 
höher, in den damals tatsächlich noch neuen Bundesländern im Osten dafür ungleich 
niedriger gewesen sein - obwohl Ramschverkäufe bei Aldi und anderen Discountern 
Anfang der Neunziger sicherstellten, dass auch die Kinder der ehemaligen DDR noch 
einen C64 bekommen konnten, wenn sie wollten. Karstadt verkaufte eine "Terminator 
2 Edition", samt Joystick, Laufwerk, Spiel zum Film und Bild von Arnold Schwarzen- 
egger auf dem Karton für 600 D-Mark. Und die "Action Box" von Quelle warb mehr 
oder minder explizit mit den Möglichkeiten, sich durch Raubkopien schnell eine 
Spielesammlung zuzulegen. Neben dem Laufwerk und ein paar Spielen lagen ihr zehn 
Leerdisketten bei - und ein abschließbarer Diskettenkasten mit Platz für hundert Stück.

Illegale Subkultur, gegründet von Teenagern
Kopiert wurde dann auch gleich bei Quelle und Karstadt. Weil die Kinder, die sich 
damals an den Geräten zu schaffen machten, längst viel versierter waren als jeder 
Fachverkäufer, war es für sie kein Problem, von einer mitgebrachten Diskette ein 
Kopierprogramm in den Speicher des Rechners zu laden und dann vom Kopierschutz 
befreite, "gecrackte" Spielversionen von einer Diskette auf die andere zu kopieren. 
Dazu mussten Vorlage und Leerdiskette immer wieder abwechselnd ins Laufwerk 
geschoben werden, außerdem ratterte und brummte das Diskettenlaufwerk Floppy 
1541 deutlich hörbar. Die Verkäufer begriffen aber entweder nicht, was da vor sich 
ging - oder es war ihnen egal.

Die illegale Subkultur der Cracker und Kopierer, die sich innerhalb kürzester Zeit im 
Umfeld des C64 entwickelte, fand fast vollständig unter Ausschluss einer erwachsenen 
Öffentlichkeit statt. Weder Eltern noch Verkäufer konnten sich wirklich vorstellen, 
was diese elf oder dreizehnjährigen Jungs da tatsächlich anstellten - und dass sie 
dabei manchmal an einem einzigen Nachmittag Spiele im Verkaufswert von mehreren 
100 D-Mark kopierten.

Der Begriff Cracker (von "to crack", knacken) entstand zu Beginn der Achtziger, um 
jemanden zu bezeichnen, der so gut mit Computern umgehen konnte, dass er auch 
Software kopieren konnte, die nicht zum Kopieren freigegeben war. Wir, die Nutznießer 
diese Szene, verbrachten lange Nachmittage damit, dem Tackern und Stöhnen der 
1541 zu lauschen.

Elite-Cracker mit weißen Socken und Flaum auf der Oberlippe
Wie viele Cracker und Swapper es in Deutschland tatsächlich gab, ist nicht mehr zu 
rekonstruieren. Vermutlich waren es nur einige hundert, vielleicht auch ein paar 
tausend. Von ihrer freiwilligen Arbeit aber profitierten Millionen. Auf nahezu jedem 
der Millionen von C64 in deutschen Haushalten wurde gespielt. Auf nahezu jedem 
zumindest gelegentlich eine Schwarzkopie, auf den meisten kaum etwas anderes.

Nach heute geltendem Recht waren die Cracker-Gruppen organisierte Kriminelle. Das 
Urheberrecht verbietet inzwischen ausdrücklich das bewusste Aushebeln von technischen Kopierschutzmaßnahmen. In den Achtzigern war die Rechtslage noch weniger eindeutig, 
und wirklich bedroht fühlte sich kaum einer der Cracker oder der Nutznießer von Cracker-
Aktivitäten.

Sieht man sich Fotos von Szenetreffen aus den Achtzigern an, kann man darauf keine 
knallharten Techno-Avantgardisten mit Elitestatus erkennen. Die 16-, 17-, 18-jährigen 
Jungs auf den Bildern, einige von ihnen damals schon internationale Legenden, sehen 
aus, wie Nerds in den Achtzigern eben aussahen: Sie tragen Karottenjeans, dazu weiße 
Socken und Slipper oder Turnschuhe, sie haben Fönfrisuren und Flaum auf der Oberlippe, 
sie lächeln nett in die Kamera. Bei der ersten der heute legendären Partys der Cracker-
Gruppe "Radwar " im Jahr 1988, die in einer Discothek stattfand, traten ein professioneller 
Michael-Jackson- und ein Amateur-Prince-Imitator auf, außerdem veranstaltete der lokale 
Jeansladen eine Modenschau. Der heute noch online abrufbare Partybericht vermerkt, der 
Amateur sei der Bessere der beiden gewesen und zu mehreren Zugaben aufgefordert 
worden.

"Dynamic Duo", "Eagle Soft" - und warum man Briefmarken lackierte
Zur gleichen Zeit fanden in London erste Acid-House-Partys statt, in den USA zerlegten 
Bands wie Sonic Youth und die Pixies den Rock 'n' Roll in seine Bestandteile und bereiteten 
den Weg für Grunge. Hip im popkulturellen Sinn waren die Cracker nie - und doch gehörten 
sie auf ihre Art zur Avantgarde ihrer Generation.

Die Masse der C64-Besitzer, die so weit von den scheinbar unerschöpflichen Quellen 
kostenloser Spiele-Software entfernt waren wie meine Freunde und ich, kannte nur die 
seltsamen Decknamen und Akronyme, mit denen sich die Gruppen und ihre Mitglieder 
schmückten. Das "Dynamic Duo" bestand aus dem "Executor" und "The Dark Angle", der 
"German Cracking Service" (GCS) aus "CAHO", "MAM", "Snoopy" und "UGS". Die Spitznamen 
sollten einerseits cool und geheimnisvoll klingen, andererseits einen gewissen Schutz vor 
Verfolgung bieten. Viele bestanden nur aus drei Buchstaben, denn so viele konnte man 
üblicherweise in die Highscore-Listen von Spielen eintragen.

Ein guter Crack war besser als das Original
Namen wie "Dynamic Duo" oder "ABC Crackings" wurden zu Miniaturmarken mit eigener 
Optik. Die extrem aktive Gruppe "Eagle Soft Incorporated" (ESI) aus den USA etwa versah 
gecrackte Spiele eine Weile mit einem bildfüllenden Logo, dem Kopf eines Weißkopfsee- 
adlers, der eine 5 ¼-Zoll-Diskette im Schnabel hält. Jeder C64-Besitzer kannte diesen 
Adlerkopf, er war ein Gütesiegel.

In vielen Gruppen gab es schon bald eine klare Arbeitsteilung: Die Kopierschutzknacker hier, 
die Demomacher dort. Letztere entwickelten die oft programmiertechnisch sehr aufwendigen 
Vorspänne, die vor die vom Kopierschutz befreiten Spiele gesetzt wurden. Ein "qualitativ 
hochwertiger Crack" hatte neben einem hübschen Demo und einer fehlerfreien Kopie auch 
noch andere Vorzüge zu bieten, "Trainer" zum Beispiel: Sie boten dem Spieler die Möglichkeit, 
seine Spielfigur unverwundbar zu machen oder sich unbegrenzt Munition zu verschaffen. Heute 
werden solche "Cheats" manchmal von den Spieleherstellern selbst eingebaut. Erfunden wurden 
sie von den Crackern, die damit dafür sorgten, dass ihre Kopien tatsächlich mehr boten als das 
Original.

"Der Empfänger schickt die Briefmarken zurück an den Absender"
Im Lauf der Zeit kamen weitere Rollen hinzu: "Supplier" waren für das Heranschaffen neuer 
Originale zuständig, "Swapper" für das Tauschen von geknackter Software per Post und später 
per Modem. "Fixer" passten Programme an die TV-Standards dies- und jenseits des Atlantiks, 
PAL und NTSC, an, verrichteten also echte Profi -Arbeit. Unentgeltlich, versteht sich. Manche 
Spitzenteams hielten sich auch "Kopiersklaven", die das ermüdende Diskettentauschen zur 
Vervielfältigung geknackter Spiele übernahmen.

Weil das Verschicken all der vielen Umschläge voller Disketten schnell ins Geld ging, ersannen 
die Swapper Wege, sich das Porto zu sparen. Eine typische Methode beschreibt der Australier 
mit dem Szenenamen "Jazzcat": "Man bedeckt die Briefmarken mit einer dünnen Schicht Kleber. 
Man wartet, bis der trocken ist, klebt sie auf den Umschlag und wirft ihn ein. Der Empfänger 
schickt die Briefmarken zurück zum Absender." Der Leim und damit auch der aufgedruckte 
Poststempel ließen sich leicht entfernen, die Briefmarken anschließend wiederverwenden.

Es gab auch noch eine Reihe anderer Tricks: Statt Kleber nutzten manche Swapper bestimmte 
Sorten Haarspray, andere bastelten sich selbst Briefmarken mit hohem Porto, indem sie die 
Nullen aus niederwertigen Automatenmarken ausschnitten und auf andere aufklebten. Swapper 
gingen ein gewisses Risiko ein, denn Briefmarkenbetrug ist selbstverständlich strafbar, und in 
vielen Postämtern begann man schnell auf die "lackierten" oder gefälschten Marken aufmerksam 
zu werden. Mancher deutsche Swapper landete vor dem Staatsanwalt, weil sich in seinem lokalen 
Postamt säckeweise an ihn adressierte Sendungen mit allzu glatten Briefmarken angesammelt 
hatten.

Die Cracker-Szene rund um den meistverkauften Computer aller Zeiten war die erste internationale 
Techno-Subkultur, ein komplexes, dezentrales, hocheffizientes System, geformt und unterhalten 
von weitgehend mittellosen Teenagern. Diese nahmen erstaunlich viel von dem vorweg, was das 
Internet später in den Mainstream brachte. Sie schufen Begriffe, Kategorien und Zeichensysteme, 
die noch heute in Gebrauch sind - auch wenn kaum jemand ihren Ursprung kennt.
Dieser Text ist ein stark gekürzter Auszug aus Christian Stöckers Nerd Attack! Eine Geschichte der digitalen Welt vom C64 bis zu Twitter und Facebook - Ein SPIEGEL-Buch. DVA; 320 Seiten;
14,99 Euro.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,784420,00.html

Mehr im Internet

Radwar-Partybericht
http://radwar.bransch.de/party-history/radwar-party-1.html

"Eagle Soft Incorporated" (ESI): "Recollection"
http://www.atlantis-prophecy.org/recollection/?load=online&issue=1&sub=article&id=2

CSDb: "Dynamic Duo"
http://noname.c64.org/csdb/group/?id=1267

CSDb: "German Cracking Service"
http://noname.c64.org/csdb/group/?id=845

CSDb: "ABC Crackings"
http://noname.c64.org/csdb/group/?id=2667

Bei mir ging es 1983 mit einem Sinclair ZX Spectrum los, dann (teilweise parallel) Commodore VC 20 und Commodore C64. Letzterer hatte dann bis 1989 zusätzlich ein angepasstes OS namens EXOS V3, einen russischen Kofferfernseher als Monitor, eine Floppy 1541 die über parallelanschluss richtig schnell war, sowie ca. 200 5 1/4" Disketten bekommen.
Ich hatte den ganzen Kram dann zu meiner Ausreise für 6000 Kosakendollar (Ostmark) verscherbelt.
Im Westen war dann erst mal ca. 5 Jahre Ruhe, bis ein Escom 486 DX2-80 ins Haus kam, damals mit OS/2 von IBM. Dann war die Rechnerlose Zeit wieder vorbei.

@Schnuggy: dafür kann ich bis heute noch mit einem Rechenschieber umgehen, habe sogar noch einen zu Hause.


Und noch ein Link:
http://www.ddr-rechentechnik.de/html/pc.html
 

rabe

Team (Mod)
Mitarbeiter
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Anfang der 80iger ein IBM AT ???? mit 2 (!!!) gigantischen 20 MB-Festplatten - beim Entsorgen der Dinger hab ich mit fast einen Bruch gehoben :icon_mrgreen:. Für die Kohle, die wir trotzt "Verbilligung" wegen der Beziehungen über meinen damaligen Arbeitgeber, dafür abgedrückt haben, könnten wir uns heute gleich mehrere Highend-Systeme samt Peripheriegeräten leisten und vom Leistungsvermögen der Dose will ich gar nicht erst reden :icon_mrgreen:.

Gruß
rabe
 

Eddy

Bekanntes Mitglied
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

ca. 1980:
erstmals sowas beäugt im Gymnasium; als Monitor ein alter Schwarzweissfernseher... Ich dachte, das ist nur was für Mathefreaks, was ich nie war.

ca. 1986:
Textverarbeitungskurs im Militärdienst auf WANG-Computer (Riesenkiste mit 4 Terminals und eigener Software). Wir hatten darauf "Befehle" zu tippen, die dann auf Lochstreifen gestanzt wurden, um sie durch altertümliche Fernschreiber zu lassen :icon_lol:
Mein persönliches Fazit: So kompliziert wie das ist bleibe ich lieber bei der Schreibmaschine...
Im selben Jahr konnte ich einen Blick auf den IBM-Klon meines Schwagers werfen, der als Textverarbeitung ein amerikanisches Shareware-Programm nutzte, dessen Namen ich vergessen habe. Da habe ich kapiert, dass es auch einfacher geht.

1987:
Bei der Arbeit bekam ich für eine umfangreiche Redaktionsaufgabe einen XT mit 20MB-Festplatte und Word 3.
Dann habe ich mit meiner Freundin zusammen (die schon Erfahrungen mit dem IBM-Composer hatte) den ersten eigenen XT-Klon mit imposanter 30MB-Festplatte und kleinem Amber-Bildschirm erstanden und mit Word 3 gleich die erste Raubkopie installiert :p
Jetzt ging das Studium von DOS-Handbüchern, Batches basteln und an Autoexec.bat und config.sys rumfriemeln los.
Meine letzte Seminararbeit habe ich darauf geschrieben und fühlte mich ERLÖST: Das Tippen, Wiederabtippen, Schnippeln, Kleben usw. gehörte der Vergangenheit an!
 

rabe

Team (Mod)
Mitarbeiter
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

@rabe:
Anfang der 80er hatten die keine Festplatten drin! Und ATs gab's erst später, die waren schon mit der 286-CPU drin:

http://de.wikipedia.org/wiki/IBM_Personal_Computer

Das muss was älteres gewesen sein ... oder eben Ende des Jahrzehnts, nicht am Anfang, denke ich mir. :)

Du hast Recht, der AT war erst Mitte der 80iger; mein Mann hat mich erinnert, dass wir zuerst einen Rank Xerox hier hatten und erst dann den AT, aber ich kann mich ums Verrecken nicht mehr daran erinnern - Sch.....-Altersdemenz :icon_argh:, aber was solls, ich weine keiner der Krücken eine Träne nach ;).

Gruß
rabe
 

MaxMaster

unter Beobachtung,weil Nazi
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Blöder C64, der musste BASIC erst nachladen. :icon_lol:
Ich hatte mir für 700 Forum einen plus4 geleistet mit 1541 und selbstgebautem Interface für den Kassettenrekorder (für die Datasette reichte das Geld nicht)
und in BASIC programmiert.
Kopierschutz von Spielen nebenher noch geknackt. :o
Danach gab es einen Olivetti 286er und später ein 486SX33, aufgerüstet mit einem DX66 Overdrive.
Schöne Zeiten waren das (Monkey Island).
 

rabe

Team (Mod)
Mitarbeiter
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

:icon_lol:

Diese "Krücken" waren damals das Non Plus Ultra der Computertechnik.
Was wurde man doch darum beneidet...
"Im Lotto gewonnen, oder was?"
:icon_prosit:

Eben - damals waren sie erste Sahne, aber aus heutiger Sicht und in Beantwortung der Frage vom TS:

....
Erzählt doch, womit Ihr so angefangen habt, an was Ihr ab und zu mit Wehmut zurückdenkt!
......

weine ich ihnen kein Tränchen nach und es kommt auch keine Wehmut auf ;).

Gruß
rabe
 

eumel_1

Der Reisende
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Wir hatten früher in meiner Arbeit genug Platz in den Schränken und hatten das "Zeitungs-sharing" eingeführt, jeder, der seine Computerzeitung ausgelesen hatte, brachte sie mit in die Arbeit damit die anderen sie lesen konnten, danach wanderten die Zeitschriften in den Schrank ins Archiv. das waren dann 2004 ca. 15 laufende Meter Zeitschriften ab 1988. ich kann mich erinnern, dass ein System mit 386-33 im Jahre 1990 so etwa 30.000 DM kostete.

Und zum Haarspary: Ich als gelernter DDR-Bürger hatte damit nix mit Briefmarken zu tun, nur zum Monitor entspiegeln wurde das benutzt. Aber in der DDR gab es zwei Elektronikzeitschriften, die rfe (Radio-Fernseh-Elektronik) und den Bastelbummi (Funkamateur). In letzteren waren immer Inserate, dass Leute Software für C64 verkaufen. Da es in der DDR damals kein Urheberrechtsschutz gab, war das quasi sogar legal, mich hat es aber genervt, also habe ich selber ein Inserat geschaltet, Text:
Schlechte Zeiten für Softwarepiraten, gebe jederzeit kostenlos Software für C64 ab, auch an Tausch interessiert.

Die Leute sind mir die Bude eingerannt, kurioserweise hatten die meisten Software zum tauschen mit, die reinen Leecher waren extrem wenige - der DDR-Bürger war halt gewohnt, eine Gegenleistung zu geben.
Das größere Problem waren die Datenträger, die gab es nicht für DDR-Mark, sondern nur im Intershop für DM.
 
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

....ein IBM AT ???? mit 2 (!!!) gigantischen 20 MB-Festplatten

So eine Kiste war mein erster eigener PC, den ich mir damals als Nautralie verdient hatte für das Programmieren eines Lernprogramms. Wenn ich noch daran denke, was damals unter "interaktiv" und "Multimedia" verstanden wurde.... :icon_funny:
 

dr_tommi

alter Oldie
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Anfang der 80er ging es bei mir mit dem KC 85/3 los, zuerst mit Basic und dann Assembler


C64, Amiga und die anderen "Westrechner" habe ich nur bei Freunden gesehen und benutzt.
Es war für mich einfacher, die "Ost-Rechner" als Dauerleihgabe zu bekommen. :D

Beim Studium wandelte sich das dann in den KC 85/4 im Vollausbau (allerdings hatte ich privat nur ein Diskettenmodul)

BASIC integriert, Pascal als Modul, C von Diskette

Die Datenträger (5,25" Floppy DD) gab es damals in An- und Verkauf für 10 Ostmark. Der Preis war aber für eine Floppy, also die Packung für 100 Mark. :D


Ebenfalls beim Studium ab 1986 kam ich dann mit den anderen Schöpfungen der DDR-"Mikro"-Elektronik in Berührung.

PC 1715, bei mir nicht mit dem Orginal-OS von Robotron sondern mit CP/A der Akademie der Wissenschaften mit vielen zusätzlichen nützlichen Funktionen (800KB Floppy, Stauszeile auf den Schirm usw.)


EC1834 und A5120


Gegen Ende meines Studiums kam dann der erste UNIX-Klone auf meinen Schreibtisch.
P8000 vom EAW Berlin Treptow mit WEGA und 4 seriellen Terminals, 16Bit und Harddisk.




Nach der Wende dann über diverse 286, 386 zum 486 und erste Begegnungen mit Netzwerken (Novell).
Dann kam dann auch schon Windows in den ersten Versionen.

Bis heute hat sich mein "Rechenzentrum" etwas aufgebläht:
6 PCs und 4 Laptops verschiedener Leistungsklassen, 2 Server ( 1x HP und 1x Fujitsu) und 2x Cisco-Router im Gigabitnetz mit VDSL50.
 

dr_tommi

alter Oldie
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

O/T
ich lese öfter das Wort Robotron,
ist das ein Nachfolgebetrieb vom ehemaligen VEB Rafena-Werke in Radeberg bei Dresden?
Bauten damals Fernseher und Richtfunkgeräte.

Ja, Dieses Werk war eines von vielen im Kombinat Robotron.
1956 erfolgt die Umbenennung in VEB Rafena Werke Radeberg mit hauptsächlicher Produktion von Fernsehgeräten, aber auch Entwicklung von Rechnern (R300) ab 1963. (RAFENA = Radio-Fernsehen-Nachrichtentechnik aber auch Radeberger Fernseh- und Nachrichtentechnik)
1969 erfolgt die Einstellung der TV-Produktion, der Betrieb wird in das neu gegründete VEB Kombinat Robotron eingegliedert und ist vorübergehend Stammbetrieb. VEB Robotron Elektronik Radeberg ist nun Hersteller von Großrechnern und Richtfunkanlagen, um 1973 auch einiger kleiner Rundfunkempfänger.
 

eumel_1

Der Reisende
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

O/T... Fast jeder Lehrling hatte seinen eigenen Fernseher zu Hause, aus geklauten Teilen zusammengebaut, einschl. Bildröhre aber ohne Gehäuse.
Daran war kein rankommen ;) ...
... und fast alle Studenten der Humboldt Uni (Sektion Elektronik) hatten nach dem Praktikum (hieß damals Studentensommer) beim VEB Sternradio Berlin eine neue Stereoanlage - das Gehäuse war auch da ein Problem, aber machbar - mit Schönheitsfehlern.

Bis vor wenigen Jahren hatte ich noch die Programmieranleitung für die U880 CPU (der DDR Z80 Klon). Die hatte dieselben Designfehler wie das Original, böse Zungen behaupteten schon damals, wenn man den aufsägt und unters Mikroskop legt, kann man das Motorola Logo sehen.
 

dr_tommi

alter Oldie
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

In der DDR wurde aufgrund eines Handelsembargos ein nichtlizenzierter Nachbau des Z80 unter dem Namen U880 entwickelt

Zitat aus der Wiki:

Der U880 ist eine nahezu identische Kopie des 8-Bit-Prozessors Z80 von Zilog. Er wurde als nicht lizenziertes Plagiat vom VEB Mikroelektronik „Karl Marx“ Erfurt mittels Reverse Engineering entwickelt und hergestellt.
 

juvine

Nächstes Bond-Girl !
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Gehört irgendSwie hierzu:

"Indizierte C64-Spiele-
Die frühen Schlachten der Pixel-Pazifisten"

http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,784721,00.html

Zitat:

"Bis heute spannend sind die Begründungen. So wurde dem Brutalo-Rennspiel "Speed Racer" 1984 angelastet, Tötungsvorgänge zu verherrlichen und zu verharmlosen. Der Spieler hatte darin die Möglichkeit, Personen zu überfahren, die die Straße überquerten - das Anti-"Frogger"-Prinzip gewissermaßen. "Der Vorgang ist immer derselbe", schrieb die BPS. "Das Fahrzeug steuern, präzise zielen, überfahren." Zudem werde das Töten der Passanten als "romantisches Abenteuer" dargestellt, "männliche Tugenden können bewiesen und spielerisch eingeübt werden".

Die 80er wahr halt die Zeit der harten Kerle ! - Rambo! Terminator! Güni von Gravenreuth!

...und heute ? :icon_tsts:
 

Eddy

Bekanntes Mitglied
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

à propos Nostalgie:

Mitte 80er hätten mein Bruder und ich die Möglichkeit gehabt, eine voll funktionierende Rechneranlage zu "entsorgen" (wobei ich glaube, das Wort wurde später erfunden...), die während vieler Jahre der Einwohnerkontrolle einer grösseren Stadt gedient hat. Die Gerätschaften haben einen grösseren Raum gefüllt; Lesegeräte für "Disketten" von ca. 50 cm Durchmesser, Drucker in Kleiderschrankgrösse, Bandspeichergeräte ebenso ... Ich glaube die Anlage stammte von NEC (?)

Doch bei allem guten Willen ist uns auf die Schnelle keine Lösung dafür eingefallen, die Masse von Ware einzulagern, sodass schliesslich alles auf dem Schrott gelandet ist.
 

vinyl

♫ ♪ ♫ ♪ ♪
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

à propos platz:

ich kenn da jemanden, der hat ein kloster in frankreich :icon_mrgreen:
 

chaospir8

★★★★★-Oldie
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Ja, bei der Abwärme, die so ein Teil produziert(e), könnte man es als Backofen nutzen und dann wäre so ein Schinken in unter einer Stunde fertig! ;)

Nun aber back to topic! :)
 

juvine

Nächstes Bond-Girl !
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

à propos Nostalgie - Part 2:

In 80 Jahren wird dieser Thread wieder ausgegraben und die (Ur).-Enkel diverser Boardies werden nur mit den Kopp schütteln...."Mein Opa und die Technik" tzz...tzzz ...tzzz :icon_mrgreen:
 

Eddy

Bekanntes Mitglied
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

@vinyl & chaospir8:
sowas musste ja kommen... :o

hätten sich gewisse Möglichkeiten nicht unglücklicherweise ein Jahrzehnt zu spät eröffnet, dann hättet Ihr damit spielen können........ :p
 

mikado

ɯ ᴉ ʞ ɐ p o
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Hei, ja doch enige Ossies hierarchy :-)

Ich koennte als Historie notch beisteuern

LC80 (der liegt sogar noch irgendwo)
KC85/3, am Wochenende von Papa in VEB ausgeliehen,
C64 mit Datasette vom Jugendweihewestgeld
SchneiderPC mit Herkules
AT 286
386/DX mit seriellem VT100
486 in irgensoner Abartversion
Pentiums (da verlor sich dann die Übersicht)
Und nun Powermac und iPad..

Gott was waren die alten Zeiten toll. Halt von heut aus gesehen :-)
 

chaospir8

★★★★★-Oldie
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Hier ein paar alte 3 1/2"-Disketten, die ich letztens im Keller gefunden habe :):



ältere 5 1/4"-Disketten habe ich schon vor sieben Jahren beim vorletzten Umzug entsorgt. Daher keine Erinnerungsfotos. :(

Und noch mein letztes, gekauftes Modem:



Das Modem wird behalten, Disketten kommen in die Recycling-Tonne oder so.
 

dodo

Anonymer Universaldilettant
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Nun gut:

Ich begann Weihnachten 1981 mit einem Video Genie I (EG3003) mit eingebautem Kassettenrekorder als 'Massenspeicher' und satten 16KB (sic!) Hauptspeicher für schlappe 1200.- DM:

http://wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Video_Genie


Die Speichererweiterung um zusätzliche 48KB gönnte ich mir ein Jahr später: 160.- DM.
Als 'Monitor' diente mir ein portabler SW-Fernseher.
Gedruckt wurde alsbald mit einem Star SR-10 9-Nadel-Drucker auf Endlospapier. (990.- DM)
Der Umgang mit diesem unsäglichen Kassettenrekorder ging mir bald auf den Keks.

Deshalb folgte ca. 1984 ein gebrauchter Osborne I:

http://wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Osborne_1

Der hatte zwei(!) eingebaute 360KB-Floppies, einen eingebauten (5 Zoll) Monitor, 64KB RAM, lief unter CP/M, sah im Transportzustand aus wie ein Nähmaschinenkoffer und war auch ebenso schwer.
Damit stand die große weite Welt der CP/M-Software zur Verfügung, wie u.a. Wordstar als Textverarbeitung, Supercalc als Tabellenkalkulation, DbaseII als Datenbank und entsprechend fühlte ich mich.
Dazu gesellte sich bald ein externer monochromer 12-Zoll-Grünmonitor.

Mit einem 386 begann ca. 1990 meine PC-Ära und damit auch das Kapitel DFÜ per Modem, zunächst als Point im FIDONET, ziemlich bald (~1993) aber schon zusätzlich im Internet mit rhein-main.de als Provider über die Telefonleitung. Das zuletzt vor dem Umstieg auf ISDN benutzte Zyxel U1496E

war schweineteuer, ich glaube fast 1000.- DM.

Den Überblick über die ganzen Kisten, die dann noch folgten, habe ich schon seit langem verloren.
 

DetLife

Bekanntes Mitglied
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Das zuletzt vor dem Umstieg auf ISDN benutzte Zyxel U1496E
war schweineteuer, ich glaube fast 1000.- DM.
ISDN hab ich privat übersprungen. Mein Noname-14400er (100 DM) lief, bis T-DSL gelegt wurde. So einen Bandbreitenzuwachs erlebt man wohl nur einmal im Leben. :D
 

Duchemin

Balls Of Steel
AW: Semioffizieller Computer-Nostalgiethread

Elite... Das einzige Spiel in meinem Leben, welches ich 16h am Stück gezockt hatte... Danach hatte ich viereckige Augen...

Brauchte damals die Datasette-Version... Gab's bei mir in der Nähe nicht (Kumpels hatten schon Disketten-Laufwerk)... Musste über 60km mit meinem Mofa (!) fahren, um endlich über 1000 Ecken an die Datasette-Version ranzukommen... Beschaffungskriminalität vom Feinsten...

Hatte einen ZX81 mit der sündhaft teuren 16KB-Erweiterung... Träumte von der sagenhaften Farbgrafik und dem genialen Sound des C64...

Arbeitete fast die ganzen Sommerferien durch, um mir endlich (!!!) einen C64 leisten zu können... (Die Datasette gab's als Geschenk von meinen Eltern dazu)...

Mann, ging mir die Datasette auf den Sack... Andauerndes Nachjustieren über die Schraube und ein Spezialprogramm, um die Kassetten von Kumpels lesen zu können... Viele Spiele hatten als Datasette-Version eingeschränkten Funktionsumfang... Es ist mir wie in's Hirn eingebrannt, die psychedelischen Farbspiele der Turbolader über den TV...

Die nächsten Sommerferien... Wieder durchgearbeitet, um mir endlich ein VC1541 leisten zu können... Diskettenlocher hatte ich keinen... Mein "Diskettenlocher" war eine simple Schere...


HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH C64!! :icon_prosit:


Ruhe in Frieden C64 ... Danach kam die "Freundin"...

Aus:

http://www.cc-community.net/brotkasten-wird-25-t67576.html




D.
 
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