Provider gegen Kunden: Wiederbelebung des Routerzwangs droht

Krocket

Winterbader
Mit ANGA, BUGLAS, VATM und dem VKU stellen sich gleich mehrere Provider-Verbände zusammen mit der Deutschen Telekom gegen das Telekommunikationsgesetz (TKG), das für Internet-Nutzer die freie Wahl des Internet-Routers festschreibt. Das TKG legt seit 2016 unter anderem fest, dass das Netz eines Providers an der Anschlussdose endet und der Kunde an dieser Anschlussdose ein Gerät (Router) seiner Wahl anschließen kann.
https://www.heise.de/newsticker/mel...rbelebung-des-Routerzwangs-droht-4583031.html

Da braut sich doch wieder was zusammen - natürlich zugunsten des Kunden....
 

Nostradamus

Zensur besteht aus Frechheit und Angst. Tucholsky
.....
So schnell wird es eine Rolle Rückwärts sicher nicht geben.
Da wäre ich mir nicht so sicher, würde es dem Überwachungsstaat geradezu entgegenkommen.
Möglicherweise gleich ein integriertes Alexa für alle die bisher nicht willfährig dafür waren (welches natürlich als fortschrittliche Erweiterung für Konsum und Kommunikation präsentiert wird) wäre der feuchte Traum eines jeden Regimes.

Bundesregierung: Polizei darf auf Daten von Alexa und Co. zugreifen
 

silverrider

The One and Only
Wer diese Wanzen mit Cloudanbindung freiwillig in die Bude stellt, brauch sich nicht wundern :icon_easter1:
Ist aber bei den Neuwagen nicht anders.....wer jetzt Fragezeichen im Kopf hat, sollte einfach mal die Tante mit dem G fragen, wenn es geht nicht über den Sprachassistent :D:D:D
 

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Bekanntes Mitglied
Doch die Bundesregierung hat den Providern bereits 2015 in der Begründung des Gesetzentwurfs klar ins Stammbuch geschrieben, warum sie den Routerzwang abschaffen wollte. Dort heißt es auf Seite 7 unmissverständlich, dass der Routerzwang unvereinbar ist "mit dem vollständig liberalisierten Endgerätemarkt", da er den Endkunden "die Wahlfreiheit in Bezug auf die verwendeten Telekommunikationsendeinrichtungen entzieht". Es wird spannend zu sehen sein, ob die Bundesregierung und die ihr unterstellte Bundesnetzagentur "mangelhafte Interoperabilität", "veraltete Firmware-Stände" und "Sicherheitslücken" höher gewichten als einen liberalisierten Endgerätemarkt.
Clash of Titans würde ich mal sagen. Einige Routerhersteller würden sich freuen, da man exklusiver Lieferant werden könnte, andere werden wegen Marktverzerrung klagen. Auf lange Sicht könnte es dazu kommen, dass die ISPs einem nur noch eine RJ45-Dose ins Haus schalten an der man seinen Router anschließen kann. Was dann hinter der RJ45-Dose ist hat man keinen Einfluss mehr drauf, ähnlich wie bei den alten TAE-Dosen. Da hat man auch keinen Einfluss mehr drauf ob dahinter eine Analogleitung oder ein "neuer" VoIP-Anschluss liegt.
 

adhome

Bekanntes Mitglied
Ich hatte Routerzwang dank DSL Hybrid.
IPv6 wurde nicht richtig durchgeschleift und die Firmware ist 5 Jahre alt und Zu bis zum Kragen.
Veraltet kann Telekom gut.
 

InCogNito

Mitglied
Da ja außer der Telekom kein Provider überhaupt Hybrid anbietet, ist es wohl für die Router-Hersteller ein sehr überschaubarer "Markt" gewesen, in den Keiner so einsteigen wollte.
Und die Update-Versorgung ist ja bei sehr vielen "Elektronikteilen" eher schlecht als recht.
 

mikado

ɯ ᴉ ʞ ɐ p o
Wer diese Wanzen mit Cloudanbindung freiwillig in die Bude stellt, brauch sich nicht wundern :icon_easter1:
Ich komme an dieser Stelle nicht umhin: Es ist natürlich möglich , Alexa und co mit einer Firmware zu versehen, die dauerhaft mithört. Sicher ist es auch möglich, an die Spraschschnipsel nach "Alexa" ranzukommen. (genau die wollte die Polizei ja auch)

VIEL einfacher ist jedoch ain Angriff über Mobiltelefone. Sie sind dann auch noch "immer am Mann".

Bei Smartphones gibt es dafür fertige Software; selbst bei Featurephones (die alten Nokia) gab es Möglichkeiten.

Was ich damit sagen will: Es gibt 1000 gute Gründe gegen Alexa und co. Wer aber Angst vor Abhören hat, sollte erstmal das Telefon aus schalten.

Das ist ja sonst wie die Raucher, die Angst vor Dieselfeinstaub haben :-)
 

punger

Bekanntes Mitglied
Die neueren "Smart Staubsauger", die die ganze Wohnung abfahren u. kartographieren u. nach u.a. Asien melden...Das ist ein schönes Feld..Da gibt es viele Versionen auch mit Kamera....zur Navigation natürlich....wer soll sich da zurechtfinden?
Aber so weit sind unsere Wohnungseinsteiger aus dem Osten Europas noch nicht...
 

speck76

Bekanntes Mitglied
Glaube auch nicht, dass diese allgemeine Rückwärtsrolle so in der Form kommen wird. Im Kabelbereich ist ja jetzt schon so, dass die Provider nur ganz wenige Router zulassen, die man fast an einer Hand abzählen kann: FB6490, FB6590, FB6591, FB6660. In einigen Gebieten fängt Vodafone sogar schon an, nur noch FB6591 und FB6660 freizuschalten. Kann mich noch erinnern, dass die Freischaltung durch Unitymedia in der Anfangszeit oft zeitlich verzögert wurde - teilweise standen die Kunden über eine Woche ohne funktionierendes Internet da. Dann funktionierte es, aber die SIP-Daten für die Telefonie waren falsch und das Wartespiel ging wieder von vorne los..

Wahrscheinlich wird es im Glasfaserbereich auch so kommen, dass nur eine eingeschränkte Auswahl an Routern zugelassen wird... Man kann also die allgemeine Routerfreiheit durch die Hintertür mit dem vorgeschobenen Argument der fehlenden Netzkompatibilität umgehen.... Am Ende sind dann nur noch erwünschte Router frei.
 

ibinsfei

Team (Technik) - BOFH
Mitarbeiter
Das stimmt nicht ganz. Gigabit nutzt sowohl DOCSIS 3.0, als auch DOCSIS 3.1
Ich konnte meine 6490 mit Gigabit-Vertrag nutzen (was ich musste, da die 6591 erst nach der Umschaltung kam), lediglich der Downstream war "nur" bei ca. 800 MBit/s
 

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Bekanntes Mitglied
Wahrscheinlich wird es im Glasfaserbereich auch so kommen, dass nur eine eingeschränkte Auswahl an Routern zugelassen wird... Man kann also die allgemeine Routerfreiheit durch die Hintertür mit dem vorgeschobenen Argument der fehlenden Netzkompatibilität umgehen.... Am Ende sind dann nur noch erwünschte Router frei.
Denke auf lange Sicht könnte es sogar soweit kommen dass die Netzbetreiber einem nur noch eine RJ45-Dose mit eingebautem Router an die Wand schrauben. Dann kannste zwar immer noch deinen eigenen Router hinter deren Router setzen, letzten Endes bestimmt dennoch der Netzbetreiber welchen Router unf Funktionen man bekommt.
 

adhome

Bekanntes Mitglied
Ja, DSL Light wo man nicht mal ein Multiplayerspiel mit betreiben kann.

Bei den Endprodukten ist IPV6 noch lange nicht angekommen. Und ein Zwangsrouter wird nie wissen können was man braucht.
Wenn mein Netzwerk nicht geht liegt es entweder daran, dass Toredo verlangt wird (Epic store lässt grüßen) und somit IPV6 AUS sein muss.
ODER es muss an sein für andere Tools.
 
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