Probleme mit Syncovery

Hellfire

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Hallo,

mir ist gerade zufällig aufgefallen, dass Syncovery bei einem manuell angestoßenen Synchronisierungsjob einzelne Dateien nicht kopierte. Dabei soll der Festplatteninhalt komplett auf eine externe Festplatte kopiert werden, was ich in unregelmäßigen Zeitabständen mache. Ich konnte das Problem reproduzieren, auch als ich das zweite Mal den Job anstieß, wurden die Dateien nicht kopiert. Getestet habe ich mit zwei unterschiedlichen externen Festplatten.

Der Auftrag lautet einfach linker Pfad komplett nach rechts kopieren, d.h. die gesamte Festplatte scannen und keinen Ordner ausschließen und dann alle neu hinzugekommenen Dateien links zum rechten Pfad kopieren und ggfs. Dateien verschieben. Stichprobenartig habe ich einmal andere Ordner kontrolliert, dort scheint überall alles ordnungsgemäß kopiert worden zu sein. Das betrifft sowohl neuere Dateien als auch Dateien mit längeren Pfaden. In dem Ordner, in dem die fraglichen Dateien liegen, befinden sich andere Dateien, die vorher erfolgreich erfasst und kopiert wurden. Zudem betrifft es Dateien, die mit einem anderen, automatisierten Job bereits einmal erfolgreich kopiert worden sind.

Hat jemand eine Idee, was ich noch übersehen haben könnte und weshalb diese Dateien nicht kopiert werden? Ich habe sie händisch kopieren können, das war überhaupt kein Problem. Meine Sorge ist nun, dass es vielleicht noch mehr Dateien betrifft, denn das hier ist mir nur zufällig aufgefallen.
 

Hellfire

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Hallo,

in den Protokollen ist nichts zu finden, auch werden keine Dateien protokolliert ausgeschlossen.

Die fraglichen Dateien lassen sich normal öffnen und haben keine extravaganten Sonderzeichen im Dateinamen.

Ich habe txt-Testdateien ohne Inhalt in den Quellordner gelegt, eine mit mehr Zeichen im Dateinamen, eine mit weniger. Außerdem zwei Testdateien in einen anderen Ordner. Diese Dateien werden gefunden und kopiert, die fraglichen pdf-Dateien weiterhin nicht.

Nächster Test: Es sind vier pdf-Dateien betroffen, ich habe bei zwei Dateien den Dateinamen geringfügig verändert, diese beiden Dateien wurden danach gefunden, die beiden anderen nicht.

Daraufhin habe ich bei der dritten lediglich einen Unterstrich gelöscht und sie wird erkannt. Die vierte weiterhin nicht. :icon_knock:
 

Rubb

Rover
.... Falls Windows, es gab wohl bei den letzten Updates Einige Fehler, die die Kopierfunktionen beeinflussen ..... für weitere Details evtl. noch einmal im Internet suchen ...
 

Hellfire

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Hallo,

Windows 10. Ich habe mir die Protokolle von Syncovery nochmal angesehen, es scheint sonst alles unauffällig zu sein und normal abzulaufen.
 

Hellfire

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Hallo,

ich habe weiter getestet, es ist nur noch eine Datei betroffen, die nicht gefunden wird, die anderen drei werden im selben Ordner problemlos erkannt und kopiert:

- Ich kopiere die fragliche Datei in einen anderen Ordner --> hier wird sie gefunden und kopiert

- ich kopiere die fragliche Datei aus dem anderen Ordner zurück dorthin, wo sie eigentlich hingehört und ersetze die vorhandene Datei --> Datei wird nicht gefunden

- ich kopiere die fragliche Datei in einen anderen Ordner und lösche sie im Ordner, wo sie eigentlich hingehört ---> Datei wird in dem anderen Ordner gefunden und kopiert

- ich kopiere die Datei wieder zurück in den Ordner, wo sie hingehört --> Datei wird nicht gefunden.
 

Hellfire

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Hallo,

mit einem anderen, automatisiert ablaufenden Profil, das zu einer bestimmten Zeit ausgeführt wird und die fraglichen Dateien bislang noch nicht erfasst hatte, wurden diese ohne jegliche Probleme kopiert, auch die eine Datei, die in dem anderen Profil Schwierigkeiten bereitet.

Ich habe dieses Profil in Syncovery nun gelöscht und ein neues mit identischen Einstellungen erstellt. Es wurden daraufhin insgesamt 376 Dateien gefunden, die das alte Profil nicht kopiert, noch nicht einmal erfasst hatte. Insgesamt waren dies 3,9 GB, unter anderem auch die vier Dateien, bei denen es mir aufgefallen ist. Es ist kein erkennbares Muster zu sehen, es betrifft ganz unterschiedliche Dateitypen in ganz verschiedenen Ordnern.

Das Profil war schon einige Jahre alt und ich habe es auch zwischenzeitlich geringfügig bearbeitet. Ich vermute, dass es damit zu tun hat, denn erstellt habe ich es mit einer anderen Programmversion als ich es später bearbeitet habe.
 
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Cosmo

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Das Problem, dass alte Profile von Vorgängerversionen auf neueren Versionen nicht richtig laufen, kenne ich auch bei Syncovery. Bei mir war es ein Profil, welches einen FTP- Upload machen sollte. Das Problem war, dass sich dieses Profil gar nicht in Bewegung setzte.
 

Hellfire

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Hallo,

offenbar ist das Problem damit nicht erledigt, wie ich eben feststelle: Mir ist gerade wieder aufgefallen, dass Syncovery einzelne Ordner überhaupt nicht erfasste und somit Dateien nicht kopierte. Das Profil, das ich im Juni erstellt habe, hat sich nicht geändert, ebenso ist die Programmversion gleich geblieben. Lösche ich das Profil und erstelle es wieder neu mit den exakt gleichen Parametern (die nicht furchtbar kompliziert sind, da einfach die gesamte Platte gespiegelt werden soll), werden auf einmal über 350 GB gefunden, die bislang nicht kopiert wurden. Das ist doch wirklich alamierend für ein Backup-Programm!?
 

renaldo

Bekanntes Mitglied
Das ist doch wirklich alamierend für ein Backup-Programm!?
Absolut alarmierend und ehrlichgesagt fällt es mir schwer das zu glauben,wenn exakte Spiegelung definiert ist und! nicht im "fortgeschrittenen Modus" doch vergessene Ausschlüsse gesetzt wurden oder irgendwann Infos weggeklickt wurden (ich hatte das mal mit "grössere Dateien ersetzen" und "nicht mehr fragen"
Diese 350 GB konnten echt längere Zeit verborgen bleiben ? ... ich ertappe mich regelmässig bei nem kontrollierenden Ordner Rechtsklick Eigenschaften Grösse (bin aber eh immer misstrauisch :) )
Ich nutze hier noch 9.29f Build 152 ohne Auffälligkeiten
 
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Hellfire

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Hallo,

folgender Versuchsaufbau war es dieses Mal:

Auf die Festplatte A in meinem Hauptrechner kommen ca. 400 GB aus unterschiedlichen Quellen hinzu, hauptsächlich in den Backup-Ordner der Platte A, in dem Backups von anderen Platten oder Rechnern zentral gespeichert werden und von dort dann in die normale Backuproutine eingebunden werden.

Festplatte B, externe Festplatte nur fürs Backup gebraucht, speichert und spiegelt (offenbar) alle Aktualisierungen. Es gab beim letzten Mal zu Beginn ein paar Probleme, die Platte konnte mit VeraCrypt erst beim dritten Versuch sauber gemountet werden, die Verbindung flog wohl immer wieder raus. Letztlich klappte es aber.

Festplatte C, ebenfalls externe Backup-Festplatte, aufbewahrt an einem anderen Ort, sollte zeitlich versetzt ebenfalls alle Daten übernehmen. Und hier fiel mir der Fehler auf, denn ich wusste ja, wie viele Daten ungefähr zu aktualisieren sind. Gefunden wurden aber nur ca. 50 GB, dazu noch ca. 600 MB Verschiebungen von bereits vorhandenen Daten. Ich habe das durchlaufen lassen und daraufhin sofort das Profil gelöscht und neu laufen lassen und siehe da, ca. 350 GB Daten aus dem Backupordner von Festplatte A wurden jetzt erkannt.

Danach habe ich wieder Platte B angehängt und durchs neue Profil durchgejagt und es sieht soweit alles okay aus, es wurden keine weiteren Dateien gefunden und offenbar bereits beim vorherigen Durchlauf alle erkannt. Stichprobenartige Überprüfungen scheinen auch darauf hinzudeuten, dass alle Daten ordnungsgemäß übernommen wurden; ich habe ca. zehn Ordner kontrolliert, die in unterschiedlichen Zeitstufen hinzugekommen sind.

Verarbeitet wurden beim letzten Durchgang 1.086.496 Einträge.

Was noch relevant sein könnte: Festplatte B und C haben unterschiedliche Größen und sind von unterschiedlichen Herstellern, werden aber mit dem selben Profil betankt.
 

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Ich hänge mich hier mal rein, auch wenn ich das bisher Geschriebene nur teilweise gelesen habe. Ich benutze Syncovery schon seit vielen Jahren. Zuerst sichere ich die internen Ordner auf eine externe Festplatte.

Im zweiten Schritt kopiere ich den Inhalt der ersten externen Festplatte auf eine zweite. Dazu genügt ein Profil, mit dem einfach alles kopiert, bzw. synchronisiert werden soll: Exakte Spiegelung! Das Datenvolumen auf der externen Festplatte ist etwa 4 TB. Nun ist mir aufgefallen, daß auf der einen Festplatte 800 MB mehr ist, verteilt auf viele Dateinen in unterschiedlichen Ordnern.

Ich kann somit das Problem von @Hellfire bestätigen!

Es interessiert mich also durchaus, was bei einer Diskussion im Syncovery-Forum herauskäme. Doch unabhängig davon verliere ich allmählich das Vertrauen in dieses Programm. Ich mag mir kaum vorstellen, wie fehlerhaft die Kopie von Intern auf Extern sein mag, denn da brauche ich mehrere Profile mit teilweise komplizierteren Konfigurationen.
 

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Ach noch was: Ich benutze Syncovery, weil man es so detailliert konfigurieren kann, was ich teilweise brauche. Jetzt frage ich aber doch mal nach einer Alternative. Kennt jemand etwas Gutes?


Das sollte Möglich sein:
- ganze Ordner oder Dateien ausschließen
- Ausschlußmasken
- Symlinks und anderen Reparsepoints folgen oder nicht folgen
- Reparspoints als solche kopieren, statt ihnen zu folgen
- Anlegen von Versionen alter, also zu löschender Dateien
-...
 

Hellfire

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Hallo,

ich werde mich aufgrund meiner etwas exponierten Stellung im Forum dort nicht anmelden und keinen Thread aufmachen. Ich habe aber die Threads dort einmal überflogen, es sieht nicht so aus, als sei das bereits aufgefallen.

Allerdings ist es interessant zu hören, dass @Richard Wagner offenbar ganz ähnliche Beobachtungen gemacht hat. Vielleicht wäre es wirklich an der Zeit, nach einer Alternative Ausschau zu halten, wie @vinyl es vorgeschlagen hat...
 
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