Link Online-Archiv über NS-Verfolgte (auch für Ahnenforschung)

Joshua

Gott sei Dank Atheist
Hallo,

die Einrichtung Arolsen Archives hat vor ein paar Tagen mehr als 13 Millionen Dokumente mit Informationen zu über 2,2 Millionen Menschen von Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung in einem neuen Online-Archiv veröffentlicht. Die Datenbank enthält eine umfassende Sammlung von Dokumenten aus Konzentrationslagern, darunter Häftlingskarten und Todesmeldungen. Über das neue Portal kann man nach Namen von NS-Opfern oder aber auch nach Dokumenten zu Themen und Ortsnamen recherchieren.
Der jetzige Stand der Datenbank ist nicht vollständig, denn das Archiv verfügt über 30 Millionen Originaldokumente. Es werden also nach und nach weitere Bestände hinzukommen und auch die Zahl der suchbaren Namen und Stichworte wird ständig verbessert.

Für viele Jahre war es die Aufgabe des Archives Schicksale zu klären und Vermisste zu suchen. Heute will das Archiv mehr zur Erinnerung und Aufarbeitung der NS-Zeit, politischer Verfolgung und Rassismus beitragen. Wer, wie ich, ab und zu Ahnenforschung betreibt, findet in dem Online-Archiv aber auch ein weiteres Hilfsmittel zur Recherche.
 

Joshua

Gott sei Dank Atheist
Hallo,

das Arolsen Archives hat 85 bis 90 Prozent der Bestände gescannt und diese sollen nach und nach im Online Archive für alle zugänglich gemacht werden. Eine Bereitstellung macht aber nur Sinn, wenn die Scans mit Metadaten der Personen verknüpft sind. Arolsen Archives hat jetzt das Projekt Jeder Name zählt initiiert, bei dem jeder mitmachen kann.
Die Herausforderung: Ein Zeugnis aller Namen und Informationen schaffen

Viele Millionen von Namen sind bereits suchbar in unserem Online Archive. Die Namensuche ist jedoch nur erfolgreich, wenn die Dokumente digitalisiert sind und verknüpft wurden mit den Namen, die sie enthalten (entsprechende Metadaten erstellt wurden). Diese Daten fehlen zur Zeit für viele Listen. Das heißt, dass tausende von Namen, die auf Listen eingetragen sind, im Online-Archiv nicht gefunden werden können. Die Erfassung dieser Informationen nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch. Angesichts der Millionen von Dokumenten, um die es hier geht, ist dies wirklich eine gewaltige Aufgabe.

Darum brauchen wir Ihre Hilfe!

Für dieses Projekt haben wir Listen und Karten aus Konzentrationslagern ausgewählt. Die Lager wurden vor 75 Jahren befreit. Leider können die geplanten Gedenkveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant stattfinden. Mit diesem Projekt möchten wir eine alternative Möglichkeit des aktiven Gedenkens schaffen und sicher stellen, dass kein Name vergessen wird...
Die Mitarbeit ist wirklich sehr einfach und man braucht auch keine Registrierung. Im Arbeitspaket zum Konzentrationslager Dachau bekommt man z. B. eine einzelne Häftlingskarte angezeigt und soll die Angaben zu Häftlingsnummer, Nachname, Vorname und Geburtsdatum eingeben:

upload_2020-5-1_9-46-59.png


Jede Datensatzeingabe hilft bereits und man kann jederzeit unterbrechen und zu einem anderen Zeitpunkt weitermachen. Eine Qualitätssicherung erfolgt durch den Mechanismus, dass jedes Dokument mindestens dreimal eingegeben wird. Wenn sich danach die Ergebnisse unterscheiden, werden die Eingaben durch das Team von Arolsen Archives überprüft und ggf. korrigiert.

Ich finde das ein gute und wichtige Initiative. Ich habe bereits einige Dokumente erfasst und werde bei Zeit und Muße dran bleiben.
 
Oben Unten