Erledigt Netzteil testen - unter Last!

Dieses Thema im Forum "Tech & FAQ Forum" wurde erstellt von SkAvEnGeR, 16 November 2019.

  1. SkAvEnGeR

    SkAvEnGeR Master of Tools

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    Hi Leutz,

    ich habe hier ein Thermaltake Berlin 630W Netzteil.

    Im normalen Betrieb läuft es einwandfrei.
    Der Netzteiltester (DeLock) zeigt keine Auffälligkeiten bei den Spannungen.

    Sobald ich jedoch eine kräftigere KraKa einsetze und irgendwas Grafiklastiges mache - startet der PC einfach neu. - Mit einem neuen Netzteil tritt dieses Phänomen nicht auf.
    Also immer dann, wenn mehr Leistung vom NT abgefordert wird, brechen die Spannungen offenbar zusammen.

    Daher die Frage: Wie kann ich ein Netzteil testen, wie es sich unter Last verhält?
    Geht das überhaupt? - Oder wird das nur unnötig teuer?

    Jegliche Hinweise willkommen!

    Danke im Voraus

    gruß
    skav
  2. Elektrospeedy

    Elektrospeedy Bekanntes Mitglied

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    Leistung ist nicht gleich Leistung, es kommt darauf an, wie jeder Strang belastet werden kann, schau mal auf die meist aufgedruckte Tabelle.
  3. Belzeboter

    Belzeboter Zombie

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    Besonders wichtig ist die aufgedruckte Belastbarkeit der 12V-Leitung.
    Bei einer Gamer-Graka sollten es mindestens 20 A sein und wenn noch eine
    Intel-CPU da ist, nochmal 10 A drauf.
    Grafikkarte und CPU zeihen den meisten Strom von 12V.

    So ein Netzteiltester mißt meist nur Spannung, das sagt nicht viel aus unter Last.

    Zum richtigen Lasttest mit bezahlbaren Mitteln gibt es nur eine Möglichkeit:
    KfZ-Glühlampen :) gut, mit 2 oder 3 ist es da dann auch nicht getan..... ;)
    Cosmo sagt Danke.
  4. SkAvEnGeR

    SkAvEnGeR Master of Tools

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    Erst mal Danke für eure Antworten

    Leistung hat das Ding eigentlich mehr als genug
    TT_W0393REN_04.png

    Aber wenn sich das nicht unter Last testen lässt...

    Wie wäre es hiermit?:

    PC mit Gamer-GraKa - Netzteil normal angeschlossen und Betriebsbereit
    das zu testende NT an den Tester anschließen und die 2 8poligen PCI-E Stecker des Test-NTs an die graKa im PC anschließen
    Dann erst den Tester und dann den PC in Betrieb nehmen

    Könnte das evtl. klappen?
  5. Elektrospeedy

    Elektrospeedy Bekanntes Mitglied

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    Rein rechnerisch komme ich in Summe auf 736W, zumal die Teilleistungen Maximalleistungen sind. Irgendwo kackt ein Strang ab, wenn ein anderer ans obere Ende kommt. Zumal die Effizienz des Netzteils nicht in der oberen Liga mitspielt (Bronze). Ansiedeln würde ich dieses Netzteil im Bereich 500-550W bei effektiver Auslastung. Also bei ca. 75% der aufgedruckten Leistung sollte das Teil auf den einzelnen Strängen stabil laufen.
    Cosmo und SkAvEnGeR sagen Danke.
  6. Belzeboter

    Belzeboter Zombie

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    Gut, Strom ist genug da :)

    Ja, so eine Methode mit 2 Netzteilen wird auch funktionieren.
    Wenn es dann immer noch Ärger gibt, ist die Wahrscheinlichkeit
    hoch, daß es irgendein Softwareproblem ist.
    SkAvEnGeR sagt Danke.
  7. SkAvEnGeR

    SkAvEnGeR Master of Tools

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    @Elektrospeedy: Also doch das Corsair RM650x? Das ist zwar super, fand ich persönlich aber irgendwie zu teuer. Silber und ohne Kabelmanagement würde mir ja auch reichen.

    @Belzeboter : Es ist definitiv KEIN Software-Problem. Mit dem Ersatznetzteil taucht der Fehler gar nicht mehr auf.
  8. CForce

    CForce latent subversives Element

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    Sowas testet man nicht mit einem angeschlossenen Board.
    Ich hab dazu früher eine 2-Faden (H4) Glühlampe benutzt, 12V auf den Abblendfaden und 5V aufs Aufblendlicht.
    Gestartet wird das Netzteil dann mit der PS-On Leitung gegen Masse.
    Für moderne leistungsstarke Netzteile wird eine Birne nicht mehr reichen. und die 3,3V sollte man zumindest ebenfalls etwas belasten.
    Auch reicht es nicht nur die einzelnen Ausgangsspannungen mit einem Schätzeisen zu messen, im Zweifelsfall sollte man schon mal ein Oszilloskop dranhalten.
    Wenn ein Netzteil schon unter geringer Last zusammenbricht sinds meist die Kondensatoren an den Ausgängen.
    Leider sind das oft Sonderbauformen, sehr schlank und hoch - nicht immer einfach etwas mechanisch passendes zu finden.

    Letztlich bleibt die einzig realistische Prüfmethode für den Laien - aufschrauben und schauen ob ev. ein paar Kondensatoren dick oder aufgeplatzt sind.
    Fehler die man nicht mit den Augen gucken kann findet der Laie eh nicht......

    Gruß
    CForce


    Ich schreibe grau weil dieses Board die Tinte nicht mehr wert ist.
    Zuletzt bearbeitet: 18 November 2019
    Cosmo sagt Danke.
  9. SkAvEnGeR

    SkAvEnGeR Master of Tools

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    Danke für eure Hinweise.

    Ich habe mir den Aufwand jetzt mal erspart und das Teil einfach entsorgt.
    kawabonga und ahz77 sagen Danke.
  10. ahz77

    ahz77 Bekanntes Chaos Mitglied

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    5.252
    latent subversives Element ?????
    Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Subversion als politischer Tätigkeit und als Stilmittel. Zum gleichnamigen Programm zur Versionsverwaltung siehe Apache Subversion.
    Der Begriff der Subversion (lat. subversio „Umsturz“, „Zerstörung“) hat mehrere Bedeutungen. Allgemein bezieht sich der Begriff auf Vorgänge, Bestrebungen oder Darstellungen, die eine bestehende soziale Ordnung (Autoritäten, gesellschaftliche Zugehörigkeiten und Hierarchien, Ausbeutung von Gruppen, Machtkonzentrationen usw.) in Frage stellen bzw. verändern wollen.
  11. FranzJosef

    FranzJosef Aktives Mitglied

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    Also nicht mal reingeschaut und den Staub rausgeblasen .. und entsorgt heißt damit in den E-Schrott? Na vllt. findet das Ding ja ein findiger Bastler ...
    Es gab ja auch so SW-Tools um im Betriebszustand die Spannungen auf den "Schienen" zu messen und anzuzeigen , da hätte man ja schon einiges sehen können .... aber gut nun ist es vorbei.
  12. SkAvEnGeR

    SkAvEnGeR Master of Tools

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    Aaaalso:

    geöffnet, Kondensatoren auf Pilzbildung überprüft, gereinig, Spannungen mit NT-Tester geprüft - alle Spannungen OK
    auch mit deinen SW-Tools sind die Spannungen offensichtlich OK
    erst wenn du fett Leistung ziehst, bricht das NT zusammen und dann kann man eben auch nichts mehr messen.

    Ich hätte jetzt noch alle Kondensatoren einzeln prüfen können - wir haben dafür extra ein Messgerät, mit dem man nur die Kapazität testen kann - sogar im eingebauten Zustand - aber das wären dann so viele Kondesies gewesen. Außerdem teilweise spezille Bauformen, sodaß die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Ersatz-Kondi zu finden, der auch in das kompakte Gehäuse und auf die verbastelte Platine passt, schon sehr gering war.
    Daher habe ich mir den leisen Lüfter und den Kabestrang gerettet - der Rest ist in unserem E-Müll gelandet.
    Zuletzt bearbeitet: 26 November 2019