Nach Steckdosenleiste einschalten -> Sicherung raus

Dieses Thema im Forum "Tech & FAQ Forum" wurde erstellt von SilvaSurf, 31 März 2019.

  1. SilvaSurf

    SilvaSurf I am McLovin!

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    ich habe unten im Keller eine 6er Steckdosenleiste mit einem An/Aus-Schalter. An dieser Steckdosenleiste hängt eine weitere 6er-Leiste dran. An beiden sind einige Festplatten-Netzteile, ein Handy-Ladegerät und ein Speaker dran. Ich schalte die Leiste immer bei Nichtgebrauch aus (also beide, weil die andere ja mit dranhängt). Wenn ich die (beiden) Leisten wieder einschalte, haut es relativ oft - aber nicht immer - die Sicherung raus. Warum? Für die paar Netzteile sollte das doch eigentlich kein Problem sein. Kann das am Schalter oder der Leiste liegen? Ist die Sicherung defekt oder zu niedrig bemasst?
  2. kraftian

    kraftian Bekanntes Mitglied

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    Ich hatte das Problem auch mal, der Schalter an einer Leiste hatte nen "Kurzen" verursacht bei der Kippbewegung (Einschalten). Leiste tauschen, und alles ist wieder gut ^^

    Kannst hier mal nachlesen: https://www.cc-community.net/threads/welche-steckdosenleiste.16684/#post-1053510

    Steck alle Geräte aus der Leiste mal aus, und teste nur mal den Schalter.
    Danach Gerät für Gerät wieder ran, und sehen, was passiert.
    SilvaSurf sagt Danke.
  3. SilvaSurf

    SilvaSurf I am McLovin!

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    Danke! Aber sollte das dann nicht IMMER die Sicherung raus hauen?
  4. Mr. Big

    Mr. Big old geezer

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    UUUUaaah, Steckdosenleiste an einer Steckdosenleiste. Das sollte man tunlichst unterlassen, sagen zumindest alle Elektriker usw.

    Im Übrigen tippe ich auch auf den Schalter.
    Außerdem, was kostet solch eine Steckdosenleiste?
  5. xanadu

    xanadu Oldie

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    ist Quatsch.
    es gibt Steckdosenleisten, wo man das darf.
    die kosten aber auch was. [so ab 30€]
  6. JoPa

    JoPa Allround-Nichtsnutz

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    Im gewerblichen Bereich ist Leiste in Leiste sogar verboten. Privat kannste machen, was du willst, da wird es erst interessant, wenn was passiert.
  7. hosit

    hosit Aktives Mitglied

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    Versuche das mal einfach zu erkären...
    Mit dem Schalter schaltest du Wechselspannung. Im Moment des Einschaltens kann je nachdem wie die Spannung gerade "steht" ein hoher Einschaltstrom entstehen, der den Leitungsschutzschalter (umgangssprachlich Automat/Sicherung) raushaut. Alterungseffekte im Schalter begünstigen sowas manchmal zusätzlich. Je mehr Lasten du mit den Leisten schaltest, umso größer die Wahrscheinlichkeit für den Effekt.
    Hier wird nur ein Monitornetzteil und ein PC-Netzteil mit einer Steckdosenleiste geschaltet. Ist völlig unkritisch. Sofern jedoch das Netzteil vom NAS mitgeschaltet wird, ist bei jedem zweiten/dritten Schalten der Automat raus. Nachvollziehbar. :)

    Kann sein, dass deine Steckdosenleiste bald hin ist. Kann auch sein, dass ein Netzteil das Fass zum überlaufen bringt. Usw.
  8. Mr. Big

    Mr. Big old geezer

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    Kein Quatsch, selbst Brennenstuhl sagt das!
    How not to: Steckdosenleisten hintereinander stecken

    Das sichere Haus
    Steckdosenleisten nicht hintereinander stecken! Diese Risiken bestehen:
    • Brandgefahr durch erhöhte Wärmeentwicklung am Übergangswiderstand jeder Steckverbindung und bei hoher Leistung der angeschlossenen Geräte. Werden die Steckerleistenketten verdeckt verlegt, steigt die Brandgefahr zusätzlich, denn Abdeckung und sich ansammelnder Staub verhindern, dass die Wärme abgeleitet werden kann.
    • Der Spannungsabfall über die gesamte Leitung kann die Grenzen der Spannungstoleranz der angeschlossenen Geräte überschreiten. Damit ist das zuverlässige Funktionieren der Geräte gefährdet.
    Ute2091, Andre und JoPa sagen Danke.
  9. Spaceboy1963

    Spaceboy1963 Bekanntes Mitglied

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    Schaltnetzteile haben oft einen hohen Einschaltstrom. Schaltest Du mehrere Schaltnetzteile gleichzeitig ein addiert sich diese Stromspitze und kann schon mal die Sicherung auslösen. Schalte doch die zweite Steckdosenleiste erst ein wenn die erste ein paar Sekunden an ist. Dann verteilt sich der Einschaltstrom zeitlich und erreicht (vielleicht) nicht die Auslösegrenze. Wenn Du das einige Zeit so probiert hast und die Sicherung nicht rausgeflogen ist kannst Du recht siecher sein dass es daran gelegen hat. Dann könntest Du über einen Einschaltstrombegrenzer nachdenken. Billiger ist es auf jeden Fall die Steckdosenleisten einzeln nacheinander einzuschalten. Im Übrigen rate ich auch von Steckdosenleiste in Steckdosenleiste ab.
  10. the gun

    the gun Andere lassen sich gehen, ich lasse mich fahren.

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    Genau aus diesem Grund habe ich auch Einschaltstrombegrenzer eingesetzt, funktionierte ausgezeichnet.
    Jetzt habe ich erheblich sparsamere Geräte im Einsatz, die auch keinen so hohen Einschaltstrom mehr haben.
    Es gibt auch Steckdosenleisten mit 10 oder 12 Steckdosen, damit könnte man das Problem auch lösen, allerdings haben die auch ihren Preis.
  11. ahz77

    ahz77 Bekanntes Chaos Mitglied

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    ...niemals steckdosenleisten kaskadierend (Hintereinanderschaltung) benutzen.
    Andre und Mr. Big sagen Danke.
  12. RichyZuHause

    RichyZuHause Alter mit Ego

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    Es liegt doch wohl nicht an der Menge der hintereinander gesteckten Leisten.
    Sondern an der Anzahl der daran hängenden Verbraucher.
    Elektronische Netzteile haben große Eingangskondensatoren am Eingang.
    Wenn die sich alle zusammen und schnell aufladen, dann fließt auch ein großer Strom. Nur beim Anlauf.
    Da kann schon mal die Sicherung kommen.
    CForce, Wary und Pinocchio sagen Danke.
  13. SilvaSurf

    SilvaSurf I am McLovin!

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    Danke euch für die Hinweise. Werde ich mal ausprobieren.
  14. GiveThatLink

    GiveThatLink Aktives Mitglied

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    Wie alt ist deine Hütte? Könnt ja auch sein, dass dein Automat schwächelt.
    Wenn C-Charakteristik, wäre einer mit B sinnvoller, da sollte aber dann ein Berufselektriker ran.

    Steckdose hinter Steckdose sollte man generell vermeiden, gute Steckdosen haben einen Überlastschutz, und wenn die zweite auslöst, fliegt die erste mit raus, noch vorm Automat.

    Diese Batterie an Schaltnetzteilen ist immer wieder eine Ursache für Steckdosen mit Schalter, die keinen Überspannungschutz beinhalten, durch eben induktive Lasten, dann gibt es einen Lichtbogen (beim Abschalten) im Schalter und der brennt innen ab oder klebt, bis zum Zimmerbrand alles dabei.

    Es gibt so Multischaltleisten, damit man die Geräte einzeln schalten kann, sind schweineteuer. Problem dabei, da sind 3-Euro Schalter drin, die gerne abbrennen, das billigste überhaupt, was eigentlich am teuersten sein soll. Das sind Siemens Knebelschalter im Industriebereich leistungsfähiger und langlebiger, dazu Leergehäuse:
    https://mall.industry.siemens.com/mall/de/WW/Catalog/Products/10221522
    Kostet wohl mehr, hält aber ewig.
  15. hosit

    hosit Aktives Mitglied

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    Darum schmeisse ich diese Leiste am PC alle 3-4 Jahre raus, wird dann verschrottet. Gibt dann immer ein ungläubiges Gesicht bei meiner Frau, aber was solls in die Schalter kann man nicht reingucken. :icon_prosit:
  16. the gun

    the gun Andere lassen sich gehen, ich lasse mich fahren.

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    Danke für die Blumen, ich reiche sie dann mal an @GiveThatLink weiter. :D
  17. gordon007

    gordon007 Mitglied

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    vielleicht wäre auch eine schaltbare Steckdosenleiste was für dich. Die Kann man dann auch ganz bequem vom Smartphone an und ausschalten.
    https://seite.anel.eu/SITE/produkte/adv/adv.htm

    Auch minimal Zeit verzögert um hohe Spannungsspitzen zu verteilen.
  18. CForce

    CForce latent subversives Element

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    RichyZuHause hat's richtig erklärt.
    Der Spruch mit den Steckdosen hintereinander ist nicht generell richtig. - und wenn er noch so oft im Deppen-TV wiederholt wird!
    Technisch gesehen ist es kein Problem mehrere Dosen hintereinander zu schalten - solange die max. Belastung nicht überschritten wird.
    Selbst wenn ich 10 Mehrfachdosen hintereinander klemme und den 3000W Heizlüfter in die letzte einstecke - die Belastung ist für alle Mehrfachdosen exakt gleich.
    Entweder verkraften die Dosen den Strom oder nicht. Steckdosen sind dumm, die erste weiß gar nicht wie viele noch hinter ihr kommen und es macht für sie absolut keinen Unterschied:p.

    Es entsteht definitiv kein Brand weil mehrere Steckdosenleisten hintereinander gesteckt werden! - sondern höchstens weil die Dose durch die Summe der angeschlossenen Geräte und deren Gesamtstrom überlastet wird.
    Oder die Dosen ausgelutscht sind und keinen richtigen Kontakt mehr geben... oder weil die Kabel auf einem Haufen liegen und deshalb überhitzen oder und das ist meist die Ursache - weil die Dosen einfach Schrott sind!
    (plappert doch hier nicht allen Blödsinn nach der so im Fernsehen und der Null-Ahnung Presse vorgekaut wird - es wird auch durch ständige Wiederholung nicht richtiger - Bild-Zitierer gibt's im Netz doch wahrlich schon genug)

    Etwas anders sieht es für die Last aus, an jeder Dose entsteht ein geringer Spannungsabfall - bei 10 Dosen hintereinander und einer so hohen Last kann es sein, dass die Spannung für die angeschlossenen Geräte nicht mehr reicht.
    Den Spannungsabfall sollte man aber auch nicht überschätzen - selbst bei Volllast (16A) dürfte sich der Spannungsabfall bei einem geeigneten kurzen Verlängerungskabel in der Größenordnung von max. 2 Volt bewegen.
    2V bei 16A entsprechen einer (Wärme)Leistung von 32W - das reicht aus um 2m Kabel samt Stecker und Verteilerdose nach einiger Zeit mollig warm werden zu lassen.
    Bei deutlich höheren Verlusten müsste es zwangsläufig irgendwo anfangen zu stinken.
    10 x 2V macht 20V - da bleiben dann von den nominal 230V noch 210V das juckt die heutigen Schaltnetzteile nicht die Bohne, und Heizgeräte heizen halt was weniger- das gleichen die Dosen fast wieder aus:icon_mrgreen:

    Nun aber zu der Sicherung.....
    Wie kann es sein, dass die Sicherung beim Einschalten 'rausfliegt obwohl die Last der angeschlossenen Geräte zusammengenommen doch nur ein Bruchteil der zulässigen Leistung beträgt?
    Richy hat's erfasst, es sind die Ladekondensatoren in den Netzteilen.
    Beim Einschalten werden diese über den vorgeschalteten Gleichrichter schlagartig aufgeladen.
    Wie hoch der Strom in diesem Moment werden kann hängt vom Zeitpunkt des Einschaltens ab - im Netz ist ja Wechselspannung, die 230V sind nur der Durchschnittswert, die Spannung pendelt zwischen Plus und Minus
    ~325V
    Wird gerade im Nulldurchgang der Spannung geschaltet laden sich die Kondensatoren so auf wie auch die Spannung ansteigt (bzw. in der neg. Halbwelle Abfällt - was nach dem Gleichrichter keinen Unterschied macht)
    Der Spannungsanstieg braucht 5 Millisec. - mit 16A bekommt man in dieser Zeit einen 250µF Kondensator auf 320V geladen...
    Die Kondensatoren in kleinen bis mittleren Schaltnetzteilen haben so zwischen 4,7 und 47µF - und kurzzeitig hält der Sicherungsautomat je nach Schaltcharakteristik ein vielfaches von 16A.
    Selbst 10 Netzteile sind dann kein Problem.
    Die großen PC-Netzteile lasse ich mal bewusst außen vor, denn die müssen alle eine PFC haben und sind bezüglich des Einschaltstromes schon deshalb unproblematischer.

    Problematisch wird's wenn man im Moment der max. Spannung schaltet.
    Denn dann legt man schlagartig über 300V an einen ungeladenen Elko.
    So ein Kondensator hat einen Innenwiderstand von weniger als 1 Ohm, dazu kommt noch der Innenwiderstand des Gleichrichters, der auch in dieser Größenordnung liegt.
    Es ist zu hoffen, dass vor dem Gleichrichter noch eine Entstördrossel hängt, mit nochmals 1-2 Ohm - wobei ich mir bei dem China Scheiß da nicht so sicher wäre, höre ich dann auf Kurzwelle :icon_argh:....
    Oft ist noch ein NTC als Einschaltstrombegrenzer (ICL) vorgeschaltet - der hat dann bei kleinen Netzteilen so 5 - 15 Ohm.
    Nimmt man alles zusammen, und auch noch die Widerstände der Zuleitungen incl. der Leitung vom Sicherungskasten dazu, dann kommt man vielleicht auf 15 Ohm und damit auf einen Spitzenstrom von ~20A
    Das hält ein träger Sicherungsautomat für den kurzen Moment immer noch locker.
    (schaltet man mehrere Verlängerungskabel davor, dann steigt der Innenwiderstand und der Strom sinkt! - hat also auch was Gutes:D)

    Tja, steckt man die Netzteile einzeln in die Dose ist das alles kein Problem - schaltet man jedoch mehrere Netzteile über den Schalter an der Dose gleichzeitig ein, dann addieren sich die Ströme und das hält dann selbst ein träger Automat nicht mehr. Abgesehen davon, dass die Schalter das auch nicht lange mitmachen.....

    Ich habe noch einen uralten "Conrad Power-Manager" bei mir am Schreibtisch, das ist so eine flache Blechkiste mit einem Hauptschalter und 7 einzeln schaltbaren Steckdosen. (für unter den (Röhren)Monitor)
    Da kann man die Geräte hübsch hintereinander einschalten. Sollte man zumindest so machen...
    Wobei ich teilweise (wieder mit hintereinander geschalteten Mehrfachdosen) Rechner Monitor und Aktivboxen schalte.
    Das ist dann oft schon grenzwertig, da flackert schon mal das Licht weil die Sicherung fast rausfliegt.
    Knipse ich über den Hauptschalter alles gleichzeitig an, dann fliegt sie fast mit Sicherheit.....

    Im Laufe der letzten 25 Jahre habe ich sowohl den Hauptschalter wie auch einige der kleinen Schalter gewechselt - sind gesteckt, wäre also auch für Laien zu bewerkstelligen.

    Ich spiele schon seit langem mit dem Gedanken dort 7 Solid-State-Relais nachzurüsten, vielleicht mit einer einfachen Ablaufsteuerung damit nach dem Umlegen des Hauptschalters die Ausgänge schön nacheinander angehen.
    Die SSR's bekommt man mit Nullduchgangsschalter, d. h. die Dinger schalten immer genau im Nulldurchgang der Spannung ein (siehe oben) und im Nulldurchgang des Stromes aus.
    Platz ist genug in der Kiste, nur sind leistungsstarke SSR nicht ganz billig. Vor allem war ich aber bisher einfach zu faul! :o

    Gruß
    CForce
    Zuletzt bearbeitet: 8 April 2019
    Muffy24, RidJoker, Pinocchio und 4 andere sagen Danke.
  19. galba

    galba Team (Moderator) Mitarbeiter

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    Bin ja schon lange da heraus, aber wenn ich was von Netzteilen/Transformatoren, möglicherweise billigchinesischer Produktion, dicht gepackt nebeneinander höre, kommt mir gleich die Frage nach einer Gegeninduktion.
    Mag bei Kleinnetzteilen vielleicht nicht von Belang sein, aber zumindest eine erhöhte Streuinduktivität könnte vielleicht in benachbarten Komponenten Wechselwirkungen und Spannungsspitzen auslösen, zusätzlich zu den sich gerade erst aufladenden Kondensatoren.
    ?:icon_confused:?


    Wie gesagt, schon lange her und da ging es auch um ganz dicke Eumel von Trafos in Schaltschränken für Großgeräte.
  20. xanadu

    xanadu Oldie

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    mir würde bereits mehrfach bestätigt das man Brennenstuhl Steckdosenleisten hintereinander schalten kann.
    die zweite Leiste wird an der ersten Dose angeschlossen[also dort wo der Anschlußkabel ist.]
  21. JoPa

    JoPa Allround-Nichtsnutz

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    Der Grund für das Verbot Steckerleisten zu kaskadieren liegt ja auch nicht in der Technik der Leisten an sich, sondern darin, dass die max. Last überschritten werden kann, ohne das man es merkt. Man sieht z.B. nur die eine Leiste, ohne zu wissen, dass noch weitere folgen oder davor geschaltet sind. Hinter Möbeln versteckt, z.B.. Hier noch 'ne Lampe, da noch ein Radio, kalt ist es auch, schnell noch den Heizlüfter dazu, zack ist man schnell an der Belastungsgrenze einer Leiste und des Kabels. Dann kommen die Übergangswiderstände der ausgelutschten Steckdosen dazu und man merkt nicht, dass die Käbelchen der ersten Leiste schon anfangen die Isolierung weich zu kochen.
    CForce sagt Danke.
  22. CForce

    CForce latent subversives Element

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    Mit Induktionsspitzen hat das heute nichts zu tun, moderne Netzteile haben keine Transformatoren mehr.
    Mag sein, dass der ein oder andere noch so ein altes (kleines) Trafonetzteil im Betrieb hat - merkt man ja am Gewicht.
    Mir sind Trafo-Netzteile 1000x sympathischer als Schaltnetzteile, schon wegen der Funkstörungen.....
    Außerdem, hier im Haus werkeln 3 Klingeltrafos - seit mehr als 50 Jahren, 24/7 ohne nennenswerte Unterbrechung.... - zeigt mir mal ein Schaltnetzteil welches auch nur 20 Jahre Dauerbetrieb überlebt.
    Die China-Scheiße unterm Tisch bestimmt nicht!

    Bei Kleintransformatoren hat man die Probleme mit dem Einschaltstrom nicht - schon wegen dem weitaus höheren Gleichstromwiderstand der Primärwicklung.
    Induktionsspitzen gibt es bei einem Transformator beim Ausschalten - einfach erklärt:
    Der Strom in der Wicklung erzeugt ein Magnetfeld welches im Kern gespeichert wird - beim Aufbau des Feldes wandert die Energie in das Feld und beim Abbau wieder zurück ins Netz.
    Dieser Teil der Energie ist die Blindleistung - sie erzeugt einen Strom (den Blindstrom), bei dem jedoch keine Energie verbraucht wird (denn die Energie wird ja wieder ins Netz zurück gegeben.
    Pendelt also nur hin und her, wird nicht "verbraucht".
    Wird der Trafo nun ausgeschaltet, zudem noch gerade in einem Moment wo max. magnetische Energie im Kern gespeichert ist, dann baut sich das Magnetfeld ab und die Energie "will raus"
    Da der Weg zurück ins Netz nun aber versperrt ist schießt die Spannung in die Höhe. Die kann dann, je nach Aufbau des Trafos leicht auf das 10fache der Netzspannung ansteigen!
    Das führt dazu, dass an Schaltkontakt ein Überschlag mit einem Lichtbogen entsteht - und dieser wird mehrere tausend Grad heiß....das macht kein Kontaktmaterial lange mit.

    So weit zumindest die Theorie.....
    In der Praxis passiert das bei einem normalen (Transformator) Steckernetzteil nicht.
    So ein Gleichspannungsnetzteil hat ja an der Ausgangswicklung wiederum einen Gleichrichter und zumindest einen kleinen Siebelko - und meist hängt ja auch noch eine Last dran.
    Beim plötzlichen abschalten wandert die im Magnetfeld gespeicherte Energie also über die Sekundärwicklung und den Gleichrichter in den Elko - der schluckt das, reicht nicht für einen nennenswerten Spannungsanstieg.
    Drum Steigt auch die Spannung an der Primärwicklung nicht nennenswert über den Maximalwert der Netzspannung.

    Aber schaltet mal so einen dicken Niedervolt- Halogen- Ringkerntrafo ab, wenn keine Birne mehr angeschlossen ist - da hört man es dann ordentlich brutzeln im Schalter :icon_mrgreen:

    Gruß
    CForce

    Edit: (Transformator) hinzugefügt
    Zuletzt bearbeitet: 9 April 2019
  23. GiveThatLink

    GiveThatLink Aktives Mitglied

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    @CForce - wenn alle Steckdosen den gleichen Querschnitt aufweisen, kein Thema, am Enden auf 3000 Watt dranzuhängen. Das Billiggelumpe kommt aber meistens nur mit 1qmm daher und entsprechend begrenzt, da gilt dann der kleinste Wert alle Steckdosen, aber wer schaut da schon nach geschweige weiss das!? Übergangswiderstände und somit korrodierte Buchsen wurden ja schon genannt.
    Du sprichst aber schon von den klassischen Teilen, keine Schaltnetzteile? Es gibt wohl für beide eine Verordnung für den Ausgang, aber nicht für den Eingang. "China-Böller" gibt es nicht nur an Silvester ;)

    An meiner dicken Leiste (hinter USV) hängt auch eine 3-fach, aber ohne Schalter und nur Router, Telefon und kleine Aktivboxen. Keine 50 Watt zusammen.

    https://seite.anel.eu/SITE/produkte/adv/adv.htm

    Angeschaut, aber 250 Ocken sind echt happig für die 6er. 6*Siemens + 6er Gehäuse + Kleinteile ~150 Euronen. Ok, keine Fernbedienung wie bei Anel, dafür extrem robust :D