Software Frage mittels Laser Gravieren?

edvfuzzi

RumPichler
Hallo zusammen -

meine Stichwortsuche, hier im Board zu diesem Thema, endete mit überraschend magerem Resultat. Daher meine Frage an die Gemeinde: Gibt es hier schon verstecktes KnowHow zum Laser-Gravieren?

Bei mir werkelt seit Kurzem ein Lasergravierer EleksMaker 2500mW A3. Nach langem Stöbern im Netz und, nachdem ich das Ding im Freundeskreis kennengelernt hatte, habe ich mich für dieses Modell entschieden.

Der Preis kam inzwischen in erträgliche Bereiche und als er dann auch noch von Deutschland aus angeboten wurde (keine Zollprobleme), hab' ich ihn mir bestellt. Zwei Tage später kam das Pakt und weitere drei Stunden später lief das Ding bereits mit überraschend gutem Ergebnis - wenn die vom Hersteller angebotene Software nicht so grottig langsam wäre! Auch die Doku zum Zusammenbau des Geräts lässt sehr zu wünschen übrig, wenn man nicht vorher genug zu diesem Modell zusammengegoogelt hat.

Falls also jemand mit dieser Kiste liebäugelt, geb' ich die bisher zusammengetragenen Tips, Links, aber auch Gefahrenhinweise(!) gerne weiter.

Aber jetzt suche ich selber nach Gleichgesinnten zum Erfahrungsaustausch: beim Googeln stösst man schnell auf Alternativsoftware wie LaserWeb, das als bedeutend besser beschrieben wird. An anderer Stelle lese ich, dass Laserweb ganz klar von Lightburn getoppt würde. In dem Zusammenhang werden auch Gimp und InkScape öfters erwähnt. Dann gibt es da auch noch den offenbar sehr fähigen Marco Reps, der ganz tolle Tuning-Tips für den EleksMaker bei YouTube veröffentlicht hat. Er sitzt zwar hier in Deutschland, veröffentlicht aber all sein Wissen in (allerdings sehr gutem) Englisch. Schade für diejenigen, die dadurch "hinten runterfallen", aber international kommt dadurch natürlich ein viel grösserer Zuschauerkreis und entsprechendes KnowHow zusammen.

Der EleksMaker ist alles Andere, als ein Spielzeug und man sollte schon genau wissen, wie man mit ihm umgeht. Aber dann halte ich ihn für einen erschwinglichen und schon sehr leistungsfähigen Einstieg in diese Technik. Bestimmt auch eine gute Ergänzung zum 3D-Drucker.

Jetzt bin ich mal gespannt, auf wieviel Interesse das Thema in dieser Runde trifft.
 

Kipish

Bekanntes Mitglied
Coole Sache. Kannst du vielleicht mal ein paar Bilder vom Gerät und von deinen Arbeiten/Versuchen posten?
Danke.
 

jr33

.......
Irgend ein Hersteller (sorry habe den Namen vergessen) bietet
optionale 15W-Lasereinheiten an, damit dürften die Anwendungen
dann etwas anspruchsvoller sein.
Ich selbst brauche einen Laser-Gravierer wohl kaum.
Allerdings kreisen meine Gedanken seit längerm um die EWS*.
D.h. austauschbare "Arbeits"einheiten, wie z.b. Frässpindel,
Druckkopf, Laser....
Erfahrungsberichte lese ich immer gern, es macht schon einen Riesenunterschied,
ob man Herstellerbeschreibungen oder Berichte aus der (Hobby)Praxis liest.

*Eierlegendende Wollmilch Sau
 

edvfuzzi

RumPichler
@Kipish:
In der Antwort #3 von Caribe sind Links zu zwei schon mal recht guten Vorstellungen des "EleksMaker" enthalten. Und seit meinem ursprünglichen Posting bin ich noch auf einen weiteren, sehr interessanten Beitrag gestossen. Der YouTuber "TheMiquelBi" benutzt zwar eine etwas "anstrengend" klingende synthetische Computerstimme, aber damit erreicht er als Italiener auch ein sehr viel grösseres Publikum und seine englischen Ausführungen zählen zum Besten, was ich bisher über den EleksMaker gefunden habe. Bin im Moment zeitlich sehr angespannt, aber ich werde unabhängig von der bereits funktionierenden, aber so nervig unflexiblen PC-Software des Herstellers dieses Video mal Schritt für Schritt auf meinem MacBook nachvollziehen.

Wirklich sehenswert von "The MiquelBi":
Videotutorial - Laser Engraver 2.5W A3 (400x300mm)
(43:11)

Darin beschreibt er sehr detailliert die Installation und Konfiguration des offenbar wirklich deutlich besseren "LaserWeb". Werde berichten, sobald ich dazu komme.

Alleine schon die unter "mehr ansehen" zu findende Linksammlung unter seinem Video ist eine wahr Fundgrube zu diesem interessanten Thema :yo
 

edvfuzzi

RumPichler
Ich versuche es einfach nochmal - Inzwischen ist sehr viel Zeit ungenutzt vergangen, weil ich damals einfach nicht weiterkam, als mit der grottig schlecht gemachten, mitgelieferten Software. Meine eigenen Recherchen führten mich immer mehr zu dem Programm Lightburn. Deshalb nochmal die Frage hier in die erlauchte Runde: Kennt, bzw. benutzt das hier schon irgendwer? Oder gibt es hier inzwischen weitere an der Lasergraviererei Interessierte, die sich einen EleksMaker zugelegt haben? Würde mich sehr über Kontakte freuen, falls das Gerät hier inzwischen weitere Anwender gefunden hat.
 

eumel_1

Der Reisende
Dein Suchwort sollte sein: Laser Marking

Das Rammsteinlogo ist mit einem Lasermarker von Aliexpress gefertigt worden - Bild 1, es handelt sich um einen Flaschenöffner - Bild 2.
Ich habe keine Ahnung um welches Gerät es sich handelt, das Ergebnis war ein Geschenk, ich habe aber noch in Erinnerung, dass die 1 W Laserdiode durch ein 3 W Modul ersetzt wurde.
Ebenso gibt es beim Chinamann auch ein Fräsgerät, siehe Bild 3 - und bevor Fragen kommen was EUBIFLÖ bedeutet:
EUmels BIer FLaschen Öffner
Um sowas nachzubauen braucht man eine Dachlatte, eine Säge (am besten eine gute Kapp-/Gehrungssäge, einen Topfbohrer in genau der Größe der übergroßen Unterlegscheibe (auch Karosseriescheibe genannt) und eine Senkkopfschraube dessen Kopfdurchmesser größer als das Loch in der Scheibe ist (das Loch in der U-Scheibe wird dann angesenkt). Der Rest (Laser Marking und Fräsung) ist dann nur schönes zusätzliches Add-On.

Zum Fräsgerät vom Chinamann habe ich noch die Problematik in Erinnerung, dass die Ansteuerung per Druckerport nicht funktionierte. Irgendwie lieferte der PC nur TTL Pegel, das Gerät benötigte aber Ansteuerung für Open Collector (oder so ähnlich, zu lange her). Es wurde dann einfach eine Platine mit Treibern dazwischengesetzt um es zum Laufen zu bringen. Der Freund, der das bei sich im Einsatz hat, ist Entwicklungsingenieur in der Elektronik und kann sich da selber helfen, Otto-Normal-Dau ist damit meist überfordert.

Merke: man muss nicht alles haben, es reicht wenn man Leute kennt, die es haben! :D
 

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Solidify

Noch so'n Komiker...
@edvfuzzi

Bin immer wieder am zögern ob so ein 'Laser-Engraver' das richtige Ergänzungsspielgerät für mich ist, da ich auch für Modellbauzwecke etwas mehr Leistung brauchen könnte. Deshalb tendiere ich eher zu einem CO2-Laser (Einstiegsklasse K40 40W) der nicht so viel teurer ist, so ca. 280,- bei den bekannten Verdächtigen), der dann auch schon Holz, Leder etc. in üblichen Modellbaudicken (2-6mm) schneiden kann (neben den erwähnten Gravuraufgaben in viele Materialien ausser Metallen; dafür wird dann ein Faserlaser benötigt).

Im cncecke.de Forum gibt es einige die Lasergravuren machen und teilweise die Maschinen selbst gebaut haben (es ist auch mindestens ein Entwickler kommerzieller Maschinen dort unterwegs). Vielleicht hörst Du dich dort mal um. Sind i.d.R. alle sehr behilflich dort.
 

eumel_1

Der Reisende
Habe mir mal eines der Videos zum K40 angesehen. Ich arbeite beruflich mit 60W CO² Lasern und möchte anmerken, dass eine brauchbare Absaugung das A und O für gute Ergebnisse ist. In meinem beruflichen Umfeld sind Vakuumprobleme für 99% aller Probleme der Druckqualität verantwortlich. Hintergrund: immer wenn der Laserstrahl auf ein Teilchen des weggebrannten Materials trifft, wird der reflektiert und brennt unkontrolliert woanders was rein. Speziell in der näheren Umgebung fällt das dann auf, da speziell dort der Laserstrahl noch fast im Fokus ist.
Dieses Video:
bei 2:48 wird gedruckt und im Abspann bei Minute 7: da ist zu wenig Saugluft!
zeigt sehr deutlich, dass sein Unterdruck nicht ausreicht, Rauch sollte man so nicht sehen, der sollte unverzüglich abgesagt werden.

Möglicherweise bin ich auch zu kritisch, aber beruflich müssen sich meine Ergebnisse (2D-Codes) einer Gradingkontrolle unterziehen und alles schlechter als C gilt als Ausschuss.
 

Solidify

Noch so'n Komiker...
möchte anmerken, dass eine brauchbare Absaugung das A und O für gute Ergebnisse ist
Oh, das unterstütze ich voll und ganz! :yo

Mit dem K40 wollte ich nur auf den Einstieg in die Laser-Schneiderei hinweisen...

Ich hatte einen guten Freund der beruflich einen 80W CO2 Laser zur Herstellung seiner Modellbaukästen einsetzte. Seine Absaugung war sehr gut (mehrstufige Aktivkohlefilter-Absauganlage) sodass er sie in seinem Büro/Werkstatt einsetzten konnte ohne darin zu ersticken oder vergiftet zu werden. Preislich war damals die Anschaffung seiner Absauganlage ziemlich in der gleichen Größenordnung wie seine Laseranlage selbst (zusammen ~13k€).

Seine Schneidresultate waren aber auch immer 1A!

Man sollte beim Einsatz des Lasers nicht nur die Augen schützen, sondern auch seine Lunge. Das was der Laser meist in Gasform in den Materialien auflöst (speziell die Kleber bei den Sperrhölzern) sind nämlich nicht "Ohne"....

Aber für einen ersten zarten Einstieg und einer halbwegs guten Absaugung des Miefs ins Freie, kann man aber einer K40 schon seine Erfahrungen sammeln bevor man sich in die weite und kostspielige Welt der LaserCutter begibt. Wie so oft bei vielen dieser "Hobbies" ist die Preisskala nach oben sehr weitläufig und offen. ;-)
 
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