Mainboardtausch ohne Windows Neuinstallation. Wie?

BigAvalanche

Bekanntes Mitglied
Servus,
ich plane bei meinem in die Jahre gekommenen Windows PC einen Motherboard Tausch zu machen. Der Intel i5 wird durch neues Board mit AMD und mehr RAM ersetzt.
Da ich meine Windows 10- und SoftwareInstallationen sehr gepflegt hatte, besteht keine Notwendigkeit aufgrund Software-Probleme was neu zu installieren oder auszumisten.
Es gab hier mal einen Thread, wie man am besten beim System Upgrade vorgeht, ohne Neuinstallation. Ein Forums-Mitglied hat das erfolgreich durch gezogen.
Leider finde ich die Postings trotz Forumsuche mit "Tausch", "Motherboard" oder "Wechsel" nicht.
Hat sich vielleicht jemand den damaligen Thread als Favorit gespeichert?
Würd mich über Link dazu freuen. Vielen Dank
 

SkAvEnGeR

Master of Tools
Ich kann mich an den Thread erinnern, kann ihn aber auch nicht finden.

Win10 ist da wesentlich unproblematischer als Windows 7!! In 98% der Fälle konfiguriert sich Windiows beim Start auf der neuen Hardware selbst

Falls das mal nicht klappt, gehe da immer wie folgt vor
auf dem alten Gerät:
Windows schnellstart deaktivieren - gaanz wichtig
alle Treiber, die als solche unter "Programme und Features" zu finden sind deinstallieren
alle Festplatten-Treiber deinstallieren - am besten im abgesicherten Modus (ggf. des Standard MS-Treiber wählen)

Platte umbauen, darauf achten dass auch im neuen BIOS AHCI aktiviert ist und booten
Der Rest geht dann meist von allein.

Falls diese einfache Variante nicht klappt, hilft dir Acronis Universalrestore, Paragon Adaptive Restore oder Aomei Universal Restore.


In einem alten Thread wurde das mit diversen Registry-Eingriffen erklärt und realisiert. Das habe ich noch nie gebraucht und kann daher leider nichts dazu sagen.
 

BigAvalanche

Bekanntes Mitglied
Macrium könnte dir helfen. Stellt mit Hilfe von einer Art Universal Restore das System wieder her.
Danke, ich würde aber gerne auf Macrium oder Acronis verzichten. Mein Plan geht eher dazu, in der aktuellen Windows Umgebung alle Chipsatz- und Systemtreiber zu deinstallieren. Dann Motherboard tauschen und dann drauf hoffen, das Windows beim ersten Bootvorgang alle Treiber für die neue Hardwareumhebung nachlädt und installiert.
 

hosit

Bekanntes Mitglied
Mit Win10 ist das i.d.R. ohne Probleme und viel Aufwand machbar. Zur Sicherheit ein Backup machen und dann umstecken. Beim ersten Start installiert er die geeigneten Treiber. Habe bislang selten "nacharbeiten" dürfen.

Habe hier eine 120GB SSD mit Win10-20H2 die schon bunt von einem Rechner zum nächsten Rechner (Auswahl: T7500, Ryzen5-3500u, i5-750, N4200, ...) gewandert ist. Dabei gab es kein Pardon ob AMD oder Intel. Das Windows läuft noch ohne Probleme. :D
 

feuerhunter

Unrechthaber
Habe ich erst letzte Woche gemacht. Von Intel nach AMD. Platte umgehängt, gebootet, läuft. Dann die AMD-Treiber installiert und Intel deinstalliert. Alles problemlos.
Nur Windows war nicht aktiviert, da es sich um eine PC-gebundene Windows7-Lizenz gehandelt hat, die ein kostenloses Upgrade auf W10 bekommen hatte. Da war auch keine telefonische Aktivierung möglich, MS lässt bei so einer Lizenz keinen Boardwechsel zu. Das musste eine neue Lizenz her. Das war aber auch schon das „schwierigste“.
 

adhome

Bekanntes Mitglied
Über Microsoft Konto kann man auch große Hardwareänderungen die Lizenz übertragen. Gibt genug Seiten darüber.
 

BigAvalanche

Bekanntes Mitglied
Herzlichen Dank für die vielen Antworten. Dann geh ich jetzt entspannt ans Upgraden. Ich hab die Windows Lizenz mit meinem Microsoftkonto verbunden. Wenn alles richtig läuft, sollte deshalb die Aktivierung bestehen bleiben, sobald ich mich mit der neuen Hardware das erste mal einlogge. Ich werd über Erfolg oder Misserfolg berichten.
 

BigAvalanche

Bekanntes Mitglied
Fang mit dem Backup an!

Danke mir ggf. später.
Erfahrungsgemäß braucht man ein Backup nur, wenn man keins gemacht hat.
Danke für den Hinweis, meine Rechner machen jede Nacht ein Backup auf Synology. um nicht einem Programm auageliefert zu sein, sogar von Montag - Freitag mit TrueImage und Samstag noch zusätzlich mit MacriumReflect. so dass im worstcase hoffentlich immer eine funktionierende Basis vorhanden ist.
 

eumel_1

Der Reisende
...
Danke für den Hinweis, meine Rechner machen jede Nacht ein Backup auf Synology. um nicht einem Programm auageliefert zu sein, sogar von Montag - Freitag mit TrueImage und Samstag noch zusätzlich mit MacriumReflect. so dass im worstcase hoffentlich immer eine funktionierende Basis vorhanden ist.
Wenn doch nur alle User so denken würden!
 

Rubb

Rover
Zu diesen ganzen Treiber-Updates aus dem Internet von MS.

Hatte mit einem Lenovo ThinPad Notebook zu tun (dessen Hersteller-Updates mittlerweile -nach wenigen Jahren- Storniert waren ... :icon_tsts: )

Nach dem Umbauen der Festplatte (von einem anderen Rechner) funktionierten die Treiber Aktualisierungen mit der Win-Update Funktion per Internet :yo
 

BigAvalanche

Bekanntes Mitglied
UPDATE: Da die Lieferung der M2-SSD von Mindfactory doch länger gedauert hat, bin ich erst heute dazu gekommen den Systemwechsel durchzuführen.
Hardwaretechnisch ging der Motherboardwechsel total problemlos.
Dann der spannende Augenblick: Wird Windows starten?
Ja, tat es. Nach dem ersten Hochfahren wurden bereits von Windows einige Geräte installiert. Hatte danach aber trotzdem noch 5 Geräte mit gelben Warnhinweis im Gerätemanager drin.
Deshalb erst mal mit dem Mainboard mitgelieferte Treiber CD ins Laufwerk und alle Treiber installiert. Nach mehrmaligem Reboot sind alle Warnhinweise verschwunden und der Gerätemanager zeigt keine Probleme mehr.
Hat sich rentiert, neuer AMD Ryzen 5600 ist eine Rakete im Vergleich zum Altsystem.
Danke für die vielen Tipps, wegen derer ich mich an den Hardwaretausch erst gewagt hatte.
 
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