Erledigt Linux für uralt PC

Dieses Thema im Forum "Linux" wurde erstellt von Twilight, 25 Juli 2014.

  1. Twilight

    Twilight `

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    Hi,
    Hier steht noch ein alter Ersatz-PC mit WinXP SP3 auf letztem Stand:

    Asus P4G8X Deluxe mit Pentium 4 und 1GB RAM.

    Den wollte ich eigentlich noch nicht entsorgen und ihm ein Gnadenbrot geben.
    Dachte dabei an eine Xubuntu-Version.
    Gibt es davon eine CD/DVD die man booten und als Test benutzen kann?
    (ähnlich der Knoppix-CD)
    Wollte nicht gleich alles platt machen sondern erst mal sehen was da kommt.

    Reichlich (vergessene) Unix-Kenntnisse seit Anfang der 70er sind noch vorhanden.
  2. dr_tommi

    dr_tommi alter Oldie

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    Cosmo sagt Danke.
  3. DrSnuggles

    DrSnuggles Xanatos

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  4. Cosmo

    Cosmo Team (Founder) Mitarbeiter

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    Twilight sitzt auf dem Trockenen mit:

    Das ist ja lustig, ich sitzte gerade exakt an dem gleichen Rechner, und stelle mir gerade ähnliche Fragen wie Twilight.

    Obwohl dies nicht Gegenstand dieses Threads ist, und obwohl Twilight danach nicht gefragt hat (sondern nach Linux) trage ich bei, dass dieser Rechner mit 2GB RAM eigentlich ganz prima mit Windows 8.1 32Bit läuft.

    Hier ist übrigens die Processor Support Tabelle von Asus:

    http://support.asus.com/cpusupport/list.aspx?SLanguage=en&p=1&s=15&m=P4G8X Deluxe&os=&hashedid=n/a

    Demnach wäre der höchste Prozessor, der auf dem Board läuft, der

    P4-3.06 GHz (533 FSB, L2 cache:512KB, HT, C1/D1)

    .. läßt sich bei eBay für ca. 10 EUR beschaffen, passenden RAM auch. Ob höhere Pentium Prozessoren auch laufen, müsste man mal ausprobieren. Das habe ich vor, ich habe noch zwei Prescotts 520 und 560 rumfliegen, die ich damit mal ausprobieren könnte.

    Wenn das ein Rechner sein soll, der ab und zu mal angeschaltet wird, um ein bisschen was zu machen, ist das mit dem Stromverbrauch nicht so schlimm, und der Spaß an dem Vintage-Bastelprojekt überwiegt positiv. Wenn der Rechner 24/7 HD-Videos transcodieren soll (oder ähnliches), gilt das was Snuggles oben über den Wirkungsgrad und den Stromverbrauch gesagt hat.

    Aber es geht Win 8.1 mit 2GB RAM.
  5. Antitrack

    Antitrack Bekanntes Mitglied

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    Also ein Porteus vom Stick rennt immer noch super, auch auf so "alten" Rechnern.
    www.porteus.org ; download auch gern von dl.porteus.org
    Mit 2GB Ram geht "copy2ram" auch tadellos - geht dann ab wie Rakete! - Zum so bissl Surfen reicht das LOCKER.
    schwaller und Cosmo sagen Danke.
  6. Cosmo

    Cosmo Team (Founder) Mitarbeiter

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    Twilight bastelte:

    Ich hab's auch getan, ich habe auch mal die von dr_tommi empfohlene Xubuntu draufgemacht auf den betagten Asus P4G8X Deluxe mit Pentium 4. Ja, läuft flott genug.

    Downloadquelle des Installationsmedium hier:

    http://xubuntu.org/getxubuntu/

    Ich bin übrigens ganz angetan von der "Xubuntu- Rettungstechnologie für alte Kisten". Nach dem Durchlauf des Installers kann der Vintage Rechner problemlos alles Nötigste und ist "wieder brauchbar". Das ist viel weniger Gedöns für den "Rechner-Rettungsoperator" als eine Windows- Installation. Man kann praktisch nach 20 Minuten den Rechner als "geheilt" an die "alleinerziehende Mutter aus der Nachbarschaft" oder den "Schwiegervater" herausgeben. Danke twilight für den Thread und danke dr_tommi für den Tipp. Danke dem Schicksal, dass ich mal ein bisschen Zeit hatte, so etwas auszuprobieren.
  7. galba

    galba Team (Moderator) Mitarbeiter

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    Habe ich doch auch, P4 mit 3GB Win7/32.
    Gut entrümpelt ist er richtig schnell vom Start bis zum Herunterfahren.
    Bildbearbeitung problemlos, aufwändige Bildbearbeitung ist natürlich Stand von Vorgestern, und Filme mache ich nicht.
    Der kann exakt alles was ich brauche.
    Und wer sich vor kurzem noch für eine 100W Glühbirne stark gemacht hat, den schrecken auch oben angesprochene 120W kaum.
    Ausbremsen tun mich eher USB 2.0 und die beiden lahmen FPs.
    Und der Prozessorlüfter ist zu laut. Muss ja auch reichlich Abwärme wegschaufeln.

    Das Linux packe ich in den nächsten Wochen auf den derzeit noch zerlegt in meiner Aservatenkammer stehenden Lappi Pavillon DV6700 mit AMD Turion 64 X2-Mobiltechnologie TL-60 /3GB, GeForce 8400M GS - 256 MB, 1,6 GB Grafikspeicher aus der Vista- Zeit

    Zunächst spaßeshalber.

    Da habe ich mir ein PCLinux ausgesucht.

    @ Netzwelt:
    Gute Anleitung und Downloads hier
    Weiteres hier
    noch weiteres zum Download hier: http://ftp.belnet.be/pclinuxonline.com/pclinuxos/live-cd/

    Ich habe dafür schon alles auf DVD bereitliegen.
    Wahrscheinlich für unsere Linux- Giganten eine Spur unter ihrer Würde:icon_mrgreen:

    aber wie gesagt, nur aus Spaß an der Freude.
    Cosmo sagt Danke.
  8. Mr. Big

    Mr. Big old geezer

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  9. schwaller

    schwaller Bekanntes Mitglied

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    nun ja - ich kann nur immer wieder auch linux mint empfehlen. da dann einfach die "mate" edition. ob es gut und schnell genug läuft lässt sich ja dank live-cd gut austesten. habe das auch in meinem umfeld schon diversen leuten empfohlen und installiert und bisher sind alle recht zufrieden damit - es gibt sogar einige die sagen, das es besser als ihr altes windows läuft

    @Cosmo
    ja, so ist das - linux hat aus der historie leider einen gewissen ruf, das es kompliziert und nur etwas für freaks ist.
    doch das hat sich schon seit geraumer zeit gründlich geändert!

    linux allgemein
    es gibt halt zig distros - einige die sich spezialisiert haben, einige, die mal nur wenig resourcen verwenden wollten und dann im laufe der zeit doch nicht weniger verwenden, als solche, die das nicht explizit erwähnen.
    generell würde ich immer erst mit einer live-cd die in frage kommende linuxvariante antesten. da sieht man halt direkt, wie gut oder schlecht das läuft und ob die eigene hardware auch unterstützt wird.

    am wichtigsten ist der ramausbau - hier sollten es nach möglichkeit schon 1-2GB sein. mit 512MB kommt man in der regel eben nicht nur unter windows (selbst bei xp mit virenscanner ist das mitlerweile recht knapp gewesen) nicht so weit und muss abstriche machen, die dann oft zu einem schlechten linux-erlebnis führen. hier besorgt man sich dann tatsächlich besser für kleines geld einen gebrauchten, der mehr power hat!
    (und wer das nicht will ist bastler und verbringt sehr viel zeit mit dingen, die er besser hätte anders nutzen können, oder aber wird sagen - siehste, linux ist doch auch nur schrott)

    alle die jedoch neutral bis offen für linux sind, die werden mitlerweile nicht mehr entäuscht sein, da bin ich sicher!
    Cosmo sagt Danke.
  10. eumel_1

    eumel_1 Der Reisende

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    Xubuntu läuft auch auf meinem alten Averatec-Lappi mit AMD Athlon XP 2400+ (echte 1,8GHz, Singlecore) und 1GB Ram - reicht zum Surfen und Mails checken locker aus.
    Cosmo sagt Danke.
  11. DrSnuggles

    DrSnuggles Xanatos

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    @eumel_1:

    Was stellst du dir unter "reicht" aus vor?

    Wenn ich das mit nem 200 EUR Android-Tablet vergleiche ist, das Sörfen auf so einem Rechner das letzte.

    Klar, man kann sowas benutzen, aber doch nur verdammt laaaaaaaaaaaahm.
  12. vlintstoun

    vlintstoun mit Glied

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    Grundsätzlich zu Linux auf alten Kisten: bei weniger als 1 GB RAM besser 32bit-Versionen verwenden, da diese nicht so speicherhungrig wie 64-bit-Versionen sind!

    Have fun
    Vlintstoun
  13. Opik

    Opik Team (Technik) Mitarbeiter

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    Wegen den vielen hier genannten Linux Distributionen:
    Natürlich ist das Geschmackssache,
    aber aus meiner eigenen Erfahrung würde ich zu Debian oder Ubuntu o.Ä (xubuntu) greifen:

    - Linux ist nicht Windows. Damit muss man eben leben (oder nicht, ist ja ne Entscheidung die jedem selbst überlassen wird).
    - Demnach keine Linux Distribution einsetzen, die Windows sein will - ich halte sowas für falsch. Das hilft auf den optischen ersten Blick,
    sobald Probleme auftreten, hat man weder den Windows, noch den Linux Weg. Na toll, dann fängt das basteln erst richtig an.
    - Wenn man neu in Linux ist, muss man sehr viel, sehr oft, Googeln. Da hilft eben Debian, Ubuntu usw.
    die vorderen Google-Treffer und viele Communities konzentrieren sich eben da drauf.
    - RedHat/RPM basierte Distributionen sind nicht schlecht, aber zumindest hab ich damals einfach mehr Probleme
    mit Tutorials, Hilfen, Support usw. gehabt.
    - Dritt-Distributionen, z.B. Mint sind eben auch Mischwesen (auch wenn sie sich immer mehr was eigenes aufbauen).
    Aber auch hier hatte ich in der Vergangenheit das Problem, eine Lösung für Ubuntu oder Debian zu haben, die eben auf Mint nicht ging - weil mir als
    Anfänger das Wissen gefehlt hat, die Lösung auf Mint anzupassen (z.B. Pfade) :(

    Gruß Opik
    DrSnuggles sagt Danke.
  14. Mr. Big

    Mr. Big old geezer

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    Das kommt aber auch darauf an was mit so 'nem Rechner gemacht werden soll.
    Wenn ich jemanden der vorher eine Windowsrechner nur zum Surfen, für diverse einfache Office Anwendungen, E-Mail, Youtube Videos anschauen, usw. genutzt hat, einen Rechner mit z. B. Zorin-OS hinstelle ist das kein "Sakrileg" sondern ein imho durchaus akzeptables wenn nicht sogar angebrachtes Angebot für jemanden der sich nicht in die Linux Thematik reinknien will oder eben (z. B. aus Altersgründen) nicht mehr kann.
    Auch würde ich jemanden der noch nie einen Rechner hatte (gerade ältere Mitmenschen) und nichts außer dem vorher genannten Anwendungen vor hat, zu einem Windows-Klon raten.

    Natürlich ist ein Windows-Klon auf Linuxbasis nix für Einsteiger die sich in Sachen Linux weiter entwickeln wollen.
  15. DrSnuggles

    DrSnuggles Xanatos

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    @Mr. Big:

    So und wenn bei den einfachen Officeanwendungen Drucken und Scannen vorkommen dann hast du schon die Arschkarte gezogen.
    Opik sagt Danke.
  16. vlintstoun

    vlintstoun mit Glied

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    Wo ist das Problem? Natürlich richtet man vor Übergabe des Rechners den Drucker/Scanner ein. Muss man bei Windows ja auch machen :icon_tsts:

    Have fun
    Vlintstoun
  17. DrSnuggles

    DrSnuggles Xanatos

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    @vlintstoun:

    Es macht einfach garkeinen Spass. Ich darf mich gerade mit eLux und CUPS rummärgern, da ist Printing unter Windows einfach ein Traum gegen.

    Scannen unter Linux kann man praktisch ganz abhaken: http://www.sane-project.org/sane-mfgs.html
    Wenn man ein Multifunktionsgerät hat gibt's fasst nie Treiber, außer man hat das große Glück und der Hersteller selbst bietet Treiber an.
    Opik sagt Danke.
  18. vlintstoun

    vlintstoun mit Glied

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    Also, ich finde die Liste ziemlich übersichtlich. Natürlich ist die Druckereinrichtung mit Windows unproblematischer, aber daran ist ja nicht Linux schuld, sondern sind da die Druckerhersteller gefordert. Das gleiche gilt ja auch für ältere Hardware mit Win 8.1.

    Have fun
    Vlintstoun
  19. Opik

    Opik Team (Technik) Mitarbeiter

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    Ich bin inzwichen 100% (auch überzeugter) Linux Nutzer.
    Privat und Geschäftllich. Trotzdem kann ich dem Doc aber auch 100% zustimmen.
    So arg, dass mir das "Danke" hier gar nicht reicht.
  20. DrSnuggles

    DrSnuggles Xanatos

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    Wenn du mit übersichtlich meinst, die Anzahl der unterstützten Geräte ist übersichtlich, dann hast du Recht :-)

    Es ändert aber nix daran, dass du Linux auf dem Desktop vergessen kannst, wenn deine Hardware nicht passt, selbst bei 0815 Betrieb wie Internet + Office.

    Die Unterstützung von alter Hardware unter Windows 8.1 dürfte um einige 10er-Potenzen besser sein als die Unterstützung unter Linux.
    Unter Windows 8.1 32 Bit bekommt man sehr sehr viel alten Mist zum Laufen, wenn irgendwo mal ein Vista x64 Treiber existiert hat, dann sind die Chancen auch sehr hoch, dass du den Kram unter 8.1 x64 zum Laufen bekommst.

    Nochmal, ich finde Linux prima, aber es gibt halt Sachen die man damit nicht machen will und Desktop gehört dazu.
    Linux in ner VM als Server ist für viele Sachen die perfekt Lösung
    Zuletzt bearbeitet: 30 Juli 2014
  21. schwaller

    schwaller Bekanntes Mitglied

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    linux auf desktop/notebook - hab ich hier bei mir am laufen. drucker einrichtung (alter kyocera laser im netz) ist gar mindestens so einfach wie unter win.
    scanner - hab ich nicht :(
    altes multifunktions-drucker teil von lexmark bei einem kumpel stellte sich als etwas zickig heraus - läuft aber mitlerweile auch ohne probleme

    die ganzen listen kann man - so meine erfahrung - meist vergessen, denn die sind so oft nicht aktuell genug, das ich die nicht mehr beachte!

    nein - so pauschal zu sagen - linux auf desktop ist net gut und will man nicht - das kann ich nicht bestätigen!!!
  22. Antitrack

    Antitrack Bekanntes Mitglied

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    Also alles, was Postscript ist, rennt bei mir unter CUPS. Kann das Drucker-Gejammer sooo nicht nachvollziehen.... :|
    Das Scanner-Gejammer vielleicht.
  23. Opik

    Opik Team (Technik) Mitarbeiter

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    Ich habe - abseits von Scanner - sowohl mit Druckern (HP LaserJet Serie), als auch alten Geräten (DVB-T Stick) mit Linux viel besser Erfahrungen gemacht.
    Die werden bei mir ab Win 7 / 8 nicht (null Chance!) mehr unterstützt und mit Linux lief es Out-Of-The-Box.

    Pauschal kann man sowas nie sagen.
    Aber gerade bei 0815 Nutzern rechne ich mit aktuellerer Hardware und da ist es im Drucker, ne eigentlich eher Scanner Bereich,
    ziemlich fies mit Linux.
    Antitrack sagt Danke.