Lüfter im PC einstellen...

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Das Mainboard hat sechs Ansclüsse für Lüfter, 2x CPU, 4x Gehäuse. Wie stelle ich die nun ein?

Das Mainboard ist ein ASRock X570 PG Velocita

Auf dem CPU-Kühler sitzen zwei NF-A15 HS-PWM von Noctua, die Gehäuselüfter sind be quiet! Silent Wings 3 PWM high-speed.
Ich denke, das sind alles Qualitätslüfter, bei denen ich davon ausgehen kann, daß sie untereinander nahezu identisch sind und die Angaben der Hersteller ziemlich genau zutreffen. Sowohl die Noctua- als auch die be-quiet-Lüfter laufen laut Hersteller ab etwa 20% Spannungsversorgung. Die Noctuas drehen dann etwa 300 U/min, die be quiet! etwas darunter.

Und weil ich es gerne perfekt haben wollte, habe ich auf dem Mainboard den Test laufen lassen. Das kam dabei heraus:
210320164243 [1].png


Und beim zweiten Test direkt anschließend das:
210320164633 [1].png


Ich hatte den Test davor schon drei Mal laufen lassen, ohne Screenshots. Die Ergebnisse sind jedes Mal anders...

1. Frage:

Wie gehe ich damit um? Ich habe keine Möglichkeit gesehen, die Meßergebnisse zu löschen und dem Board manuell zu sagen, daß die Untergrenze bei 20% liegt (oder sicherheitshalber 25%)

2. Frage:

Die Themperatur, nach der sich die Lüftersteuerung richtet, ist wahlweise die der CPU oder die des Mainboards. Was würdet Ihr nehmen?
Wenn Mainboard, welche Temperatur ist da die, ab der es kritisch wird? Das ist sicher niedriger als bei der CPU, und 80° oder 90° als Obergrenze einzustellen, ist sicher zu hoch, obwohl das Board dieses Einstellung erlaubt.
Die Frage ist natürlich auch, wo der Sensor die Temperatur mißt. Das weiß ich halt nicht.
 

eumel_1

Der Reisende
Ist Google dein Freund?
oder für eigene Einstellungen hier schauen
Ich habe beruflich mit ASUS Boards zu tun - und die haben nur den CPU-Lüfter, der geregelt wird, alle weiteren Lüfter laufen immer Fullspeed.
 
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Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Diese Artikel beschreiben allgemein, was ich schon wußte und beantworten keine meiner Fragen.

Hast Du Dir meine Screenshots angeschaut? Die Artikel beschreiben, wie man das BIOS dazu bringt, die Lüfter einzumessen. Genau das hatte ich bereits gemacht. Daher die Screenshots. Die Ergebnisse wiederholter Messungen sind so unterschiedlich, als ob ich für jeden Durchlauf andere, komplett andere Lüfter eingebaut hätte, und zwar teilweise blligste Billiglüfter (minimal Duty 53%!). Die Ergebnisse der Messungen passen absolut nicht zu den tatsächlichen Eigenschaften der Lüfter.

Und wenn das Board meint, der Lüfter würde bei 50% schon stehen bleiben, kann ich zwar 30% einstellen, aber das würde ignoriert, genau so, wie die Lüfter bei 0% nicht abgeschaltet werden.
 

Cosmo

Team (Founder)
Mitarbeiter
Deine Frage impliziert, dass hier Leute on board sind, die dein ASRock-Board kennen, und die wissenschaftliche Lüfter-Einmeßmethode schon mal gemacht haben, und sich auch mit den stark voneinander abweichenden Meßergebnissen auseinander gesetzt haben, die die Einmessmethode des Boards liefert. Da das vielleicht nicht der Fall ist, wirst du auf deine speziellen Fragen leider keine hochspezialisierte Antwort bekommen.

Ich rate dir, anders an die Sache heranzugehen:

1. Es ist immer hilfreich zu wissen, mit was für einem Lüfter man es zu tun hat, d.h. welche Drehzahl er bei 12V denn so macht, und wie laut das dann ist. Man weiß dann, ob man es mit einem auf silence getrimmten Gehäuselüfter zu tun hat, oder mit einem Prozessorlüfter, der brachial aufdrehen kann. Ich schließe Lüfter immer an ein Labornetzgerät an hierzu. Das Labornetzgerät hilft mir auch, herauszukriegen, bei welcher Spannung ein Lüfter anläuft.

2. Ich sorge dafür, dass ein longitudinaler Luftstrom durch das Gehäuse geht, der möglichst alle Wärme mitnimmt. Das geht dann, wenn die Luft vorne reingeblasen wird, und hinten in der Nähe des Kühlers rausgeblasen wird. Ganz viele andere Bohrungen, Gitter und Schlitze sind dann nicht hilfreich. Ich bringe fertig, die zuzukleben, z.B. mit schwarzem Karton.

3. Du hast einen dollen Kühler? Vielleicht einen von Noctua? Einen Y-förmigen vielleicht? Den NH-D15? Ich gehe mal davon aus, dass ja, denn du schreibst, da sitzen zwei Noctua 15cm-Lüfter drauf. Das ist gut. Die kenne ich, ich verbaue auch immer gern Noctua-Lüfter und Kühler, die versprechen 135.000 Betriebsstunden, das gefällt mir;). Ich sitze auch gerade an einem Rechner mit dem Noctua NH-D15. Also weiß ich, welche Drehzahlen ich dir empfehle.

4. Moderne Prozessoren verbrauchen bei idle und im Office-Betrieb ganz wenig Strom, übertaktet und unter Volllast aber auch mal 200 Watt. Das System muss jetzt so eingestellt werden, dass es schön leise ist im Niedrig-Last-Betrieb, aber auch aufdrehen kann, damit die 200Watt Volllast im Hochsommer weggekühlt werden können.

5. Faustregeln: Bei diesen 12, 14, 15cm Lüftern gilt, dass man sie bei ca. 400 Touren nicht hört. Stelle also alle Lüfter so ein, dass sie bei idle ca. 400 Touren drehen. Das wäre dann der vordere Lufteinlass-Lüfter und der hintere Gehäuselüfter und die beiden CPU-Lüfter. (Mehr Lüfter braucht man eh nicht, man muss sie nicht unbedingt mitlaufen lassen, wenn da noch mehr sind. Wegen silence, du verstehst. Ein Lüfter mit 400 Touren ist leiser als zwei Lüfter mit 400 Touren. Du hast dann einen Rechner mit Netzteillüfter, und vier weiteren CPU- und Gehäuselüftern, die alle leise drehen. Man hört den Rechner nicht, denn er ist supersilent ist, so wie sich das gehört. Den kannst du neben das Bett stellen.

6. Benutze gerne das Programm "Stabilitätstest" von AIDA64 unter "Werkzeuge". Damit bringst du dein System mal unter Volllast. Du musst jetzt die Lüftersteuerung des Boards so einstellen, dass unter Volllast die Drehzahlen langsam 'raufgehen. Wenn du deinen Prozessor wirklich auf 200Watt hochgetaktet hast, müssen die Prozessorlüfter beispielsweise auf 1200 Touren hochgehen, oder vielleicht sogar 1500 Touren, und die beiden Gehäuselüfter sollten dann schon auch 1000 oder 1200 Touren machen. Das hört man dann, und ich finde, das ist auch in Ordnung so. Wenn du hörst, dass die Lüfter aufdrehen bei Volllast, weißt du, dass alles in Ordnung ist und Regelung statt findet.

7. Wenn du den Rechner nicht übertaktest, und der Prozessor verbraucht unter Volllast nicht mehr als 100W bspw., dann ist alles total easy. Dann reicht es, wenn du beobachtest dass unter Dauervolllast die Lüfter auf z.B. 650 Touren hochgehen. Das ist dann immer noch leise und gesund.

Wie "heiß" das alles werden darf in °-Celsius, ist schwer zu beantworten, weil das stark von den Sensoren abhängt, die verbaut sind, und auch vom Prozessormodell. Die Core-Temp beim einen Prozessor, ist nicht das Gleiche wie die Core-Temp beim anderen Prozessor. Beim einen Motherboard sind 35°C schon viel, beim anderen Motherboard hat man immer schnell 45°C auf der Uhr, obwohl bestens gekühlt wird. Du kannst aber viel rauskriegen, wenn du die Teile im Rechner anfasst und dir ein Bild machst, was wann wie bei welchen Lastzuständen des Rechners heiß wird.

Zur Frage 2.: Nimm als Referenztemperatur die CPU-Temperatur. Die wird im Prozessorkern gemessen. Dies erlaubt eine schnelle Reaktion des Regelsystems. Die Mainboard-Temperatur reagiert erfahrungsgemäß nur sehr träge. Mach also alle Drehzahlen von der CPU-Temperatur abhängig, auch die der Gehäuselüfter. Bei einem nicht übertakteten System stellst du die Obergrenze 80°C ein, bei einem übertakteten Prozessor 90°C.

Faustregel: Unter Dauervolllast darf der hintere obere Teil des Rechnergehäuses nur "angedeutet" lauwarm werden. Bei "deutlich warm" stimmt was mit der Gehäusebelüftung nicht.
Die genannten Drehzahlen gelten natürlich nur, wenn man einen Hochleistungskühler verwendet, bei einem beschissenen boxed-Kühler ist alles ganz anders. Aber ich glaube, du hast einen Noctua-Hochleistungskühler, wie du schreibst.


Hier mal ein Screenshot, wie das bei mir gerade aussieht:

1616287583499.png


Mein Prozessor ist derzeit nicht übertaktet. Alles sehr gesunde Werte. Man hört auch unter Volllast nicht viel bei den gezeigten Drehzahlen.

Wie du das jetzt bei deinem Mainboard in deinem BIOS hinkriegen sollst, kann ich dir natürlich nicht genau sagen, leider. Aber an die genannten Regeln solltest du dich halten, dann klappt das schon.

Hinweis: Im Hochsommer ist alles gaaaanz anders. Im Juli alles noch einmal checken, was du jetzt einstellst.

[Obwohl ich so ein superschlauer PC-Silencer bin, habe ich letzten Juli meinen Prozessor gegrillt. 180€ Schaden. Grund: Aufgrund eines Design-Fehlers hat mein Prozessor nicht die Fähigkeit 'runterzutakten, wenn er zu heiß wird. Bei 30% Übertaktung (bis 220 Watt bei Volllast!!), ist er in eine Situation 'reingelaufen, wo der Noctua-Kühler NH-D15 einfach nicht mehr gereicht hat. Und dann habe ich noch Handbrake benutzt beim Encodieren von Tatort-Klassikern mit Grain-Filter und Schärfen. Das bedeutet 4 Stunden lang Volllast auf 100%. Selber schuld. Ich habe jetzt vom Extrem-Übertakten erstmal die Nase voll]
 
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eumel_1

Der Reisende
Warum willst du denn unbedingt die Einstellungen händisch ändern?
Die Lüfter scheinen mir nicht besonders konstant zu laufen, wenn du bei jedem Test andere Ergebnisse bekommst?
Im ersten meiner Links steht drin: "Performance Mode", ich dachte das hättest du gelesen. Damit läuft es und du wirst keine Probleme bekommen. Ursprünglich war das auch in meinem Text, aber ich habe es wieder gelöscht, weil es sonst wieder heißt, ich komme überheblich daher.
Wenn du die links schon kennst, warum versuchst du nicht einfach diese Einstellung?

Meine Erfahrung ist die, neue 12V Lüfter laufen schon bei 5V, aber nach ein paar Jahren, wenn die Lager nicht mehr so geschmeidig laufen und die bewegte Masse aufgrund von abgelagerten Dreck größer wird, kann auch mal 7,5V zu wenig sein um den Anlaufwiderstand zu überwinden. Ich hatte früher viel Z-Dioden eingebaut um Lüfter leiser zu machen, aber meine verwendete Mindestspannung war nie unter 8,1V (also eine Z3.9-Diode).

Und nun etwas Hintergrundwissen:
je langsamer ein Lüfter dreht, umso weniger Luft wird bewegt, dies Verhältnis ist proportional.
Um Wärme abzuführen, muss Luft bewegt werden, außer du hast ein System welches auf Konvektion beruht - dies dürfte unwahrscheinlich sein.
Du musst also ein System so einstellen, dass es trotz aller Beruhigungsmaßnahmen in der Lage ist, bei Last die Wärme abzuführen. Ein komplett stilles System kann es also nicht geben. Außer, du belastest dein System nie, aber dann stellt sich die Frage, warum man ein neueres, schnelleres System einsetzt und nicht beim alten bleibt!

Solltest du also die Einstellung "Silence Mode" wählen, empfehle ich in regelmäßigen Abständen die Funktion der Lüfter zu überprüfen.
Immer daran denken: das ganze BIOS-Gedöhns ist für Leute gemacht, die zu viel Zeit haben. Wer ein System haben will, welches problemlos läuft, spielt da nicht herum.
Selbst in der Einstellung "Standard Mode" wird dein System sicher stabiler laufen, als beim Versuch mit den vorhandenen Lüftern mehr Ruhe reinzubekommen.

Ansonsten bin ich beim Cosmo, deine Frage impliziert, dass jemand dasselbe Board hat, aber selbst dann kann man nicht sinnvoll antworten, weil du wie so oft wesentliche Grundlagen ignoriert hast:
Je mehr Lüfter man verwendet, umso langsamer können diese laufen um dieselbe Menge mit weniger Lüfter zu bewegen.
Greif dir die technischen Daten deiner Gehäuselüfter und addiere, wieviel Kubikmeter Luft die pro Minute umherschaufeln.
Wenn auch dir dieses Ergebnis unglaublich hoch vorkommt, sollte deine nächste Frage lauten: Warum brauche ich High-Speed-Lüfter, wenn ich vier Stück davon habe, wo ein normaler PC genau keinen oder maximal einen im Netzteil hat?
 

Grainger

Team (Mod)
Mitarbeiter
Das Problem dürften die beiden Noctuas sein, ersetze die (falls möglich) mal durch x-beliebige andere PWM-Fans und lasse das BIOS die Lüfter erneut "anlernen".
Ich bin mir relativ sicher, dass das das Problem beheben wird.

Ich habe auch mehrere Noctua-Lüfter und zwei davon wollten partout nicht mit der BIOS-Lüftersteuerung meines Asus CHIV (X370) kooperieren.
Mit meinem Gigabyte Aorus Pro klappt es aber problemlos.
 

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Danke @Cosmo und @eumel_1

Deine Frage impliziert, dass hier Leute on board sind, die dein ASRock-Board kennen
Nun, nicht unbedingt. Ich bin einfach davon ausgegangen, daß ASRock die Lüftersteuerung auf allen aktuellen Mainboards ähnlich handhabt und daß es hier Leute geben könnte, die da mehr drüber wissen, als ich. Außerdem habe ich mit mit der Lüftersteuerung bisher noch gar nicht befaßt, weiß also auch nicht, was "normal" ist. Mir kamen meine Meßergebnisse nur sehr kraß vor.

Bisher habe ich mich wenig bis gar nicht um die Belüftung gekümmert. Ein Lüfter, der vorne rein bläst, ein zweiter, der hinten raus pustet, wird schon irgend wie passen, und der Boxedkühler wird den Prozessor schon nicht umbringen. Hat er bisher auch nicht, genau so wenig, wie ich versucht habe, irgendwas zu übertackten. Manchmal wurde es halt etwas laut, doch diesmal sollte alles besser werden! Und ja, es ist der NH-D15, der zwischen Prozeßor und Gehäusedeckel sitzt!

Wie gesagt, ich betrete hier Neuland. Ich habe einiges gelesen, Videos angeschaut und mir meine eigenen Gedanken dazu gemacht. Du bringst weitere Aspekte ein, die ich so noch nicht bedacht habe. Danke für Deine ausführlichen Erläuterungen! Jetzt muß ich erst einmal ausprobieren, wie weit ich die Lüfter aufdrehen darf, ohne daß ich sie höre. Sicher machen vier Lüfter mit 400 U/min mehr Lärm, als nur zwei bei dieser Drehzahl, aber vielleicht kann ich auch vier Lüfter auf 300 Touren noch nicht hören, hätte damit aber einen größeren Luftstrom. Es muß ja nicht nur der Prozeßor kühl gehalten werden. Auch Graphikkarte, Chipsatz und NVMe-SSD freuen sich über ausreichend Frischluft, und ich vermute, je intensiver die (leise) Anfangsbelüftung ist, desto seltener oder später muß es laut werden...

Bei nur 300 Touren muß ich natürlich schauen, daß die Lüfter dabei nicht stehen bleiben. Für die Noctua-Lüfter ist das nach Spezifikation die Untergrenze. Die be-quiet!-Lüfter können wohl etwas langsamer drehen. Weil ich aber nicht auf 300 Touren einstellen kann, sondern nur einen Prozentwert, und weil die Steuerung auf dem Board auch eine Rolle spielt, habe ich die Messung laufen lassen, bei der ich zu diesen merkwürdigen Ergebnissen kam. Ich bin aber auch noch nicht sicher, ob ich die Lüfter überhaupt an der Untergrenze drehen lassen will. Wenn etwas scheller immer nochleise genug ist, wäre das vielleicht die bessere Wahl. Aber erst wollte ich die Basis klären, und da kam mir das überraschende Meßergebnis quer...

Warum willst du denn unbedingt die Einstellungen händisch ändern?
Die Antwort hast Du selbst gegeben: Ich will es so leise wie möglich haben, bei gleichzeitig guter Kühlung, wenn die Kiste arbeitet. Dazu muß ich nicht wissen, wieviel Kubikmeter Luft die Lüfter umwälzen können, solange ich nicht weiß, wieviel Kubikmeter mein System braucht. Und Ihr müßt auch nicht wissen, daß ich einen DH-15 habe, oder all die anderen Dinge, die ich mal wieder verschwiegen habe. Cosmo konnte meine 2. Frage ohne all die fehlenden Informationen sehr gut beantworten, und Du hättest das auch gekonnt!

Auch für die erste Frage habe ich alles Relevante gesagt, soweit ich es wußte. Daß ich zwei CPU- und vier Gehäuselüfter angeschlossen habe, hatte ich erwähnt und das ging auch aus den Screenshots hervor. Darüber hinaus habe ich den genauen Typ des Mainboards und die genauen Typen der Lüfter angegeben. Sicher sind Dir die Lüfter bekannt, und Du weißt, daß es Qualitätslüfter sind. Aber was nutzt es, diese Information zu geben, wenn Du sie nicht richtig einschätzen kannst:
Die Lüfter scheinen mir nicht besonders konstant zu laufen
Eigentlich hätte Dich das stutzig machen müssen, und du hättest Dich genau so wie ich fragen müssen, was da nicht stimmt. Aber offenbar ist Dir das überhaupt erst aufgefallen, nachdem ich in #3 darauf hingewiesen habe. Dabei zeigen das auch meine Screenshots schon mehr als deutlich! Die Abweichungen zwischen den beiden Screenshots sind so groß, daß ich fest davon überzeugt bin, daß es das auch bei den billigsten Lüftern nicht gibt. Da frage ich mich natürlich, warum ich die Screenshots überhaupt mache. Vielleicht solltest Du Dich nicht nur über unzureichende Informationen beklagen, sondern die gegebenen auch richtig anschauen.

Also konkret: Mit Performace Mode würde es sicher laufen, ohne, daß etwas kaputt geht oder daß die Leistung gedrosselt wird, weil es zu heiß wird. Ich wollte es aber genauer, oder was glaubst Du, warum ich diese Diskussion hier begonnen habe, und warum ich zuvor die Messung gemacht habe. Die Frage, ob das sinnvoll ist, ob ich den Unterschied zwischen Silent und Performance überhaupt hören kann oder ob sich der Aufwand lohnt, stellt sich hier nicht. Du solltest mich inzwischen gut genug kennen, um zu wissen, daß mich das nicht interessiert, wenn ich einmal auf etwas gestoßen bin, daß ich nicht verstehe aber verstehen will.

Doch nun zurück zu den Lüftern und der Steuerung durch das Board: Heute habe ich mir die Zeit genommen, mir das alles noch einmal genauer anzusehen. Zwei Dinge sind dabei herausgekommen:

Zunächst habe ich das BIOS neu geflasht und alles zurück gesetzt. Es war zwar schon die neueste BIOS-Version drauf, und ich weiß nicht, ob sich etwas verändert hat, dadurch, daß ich es noch einmal geflasht habe, aber ich wollte einfach sicher sein, von einer sauberen Basis auszugehen. Ich weiß nicht, was vorher war, aber jetzt waren die Meßergebnisse ganz anders! Für die vier be-quiet!-Lüfter war das Ergebnis in fünf Meßreien jedesmal bei genau 20%, mit nur einer einzigen Aussnahme. Für einen einzelnen Lüfter wurde bei einer der fünf Messungen 38% gemessen. Das ist ein himmelweiter Unterschied zu dem, was ich vorher hatte und in den Screenshots oben gezeigt habe. Bei den Noctua Lüftern waren die Schwankungen größer, aber auch noch in einem Bereich, für den ich hier keine Diskussion eröffnet hätte.

Das Zweite steht hiermit in Verbindung:
Und wenn das Board meint, der Lüfter würde bei 50% schon stehen bleiben, kann ich zwar 30% einstellen, aber das würde ignoriert, genau so, wie die Lüfter bei 0% nicht abgeschaltet werden.

Irgendwo meine ich gelesen zu haben, daß die Lüfter nicht abgeschaltet werden, wenn ich einen Wert einstelle, der unterhalb dessen liegt, was der Lüfter mindestend braucht, wenn er sich drehen soll. Wenn der Lüfter also z.B. im Bereich von 300 bis 1500 Touren drehen kann und für 300 Touren 20% von den 12V braucht, bekommt er diese 20% auch dann, wenn ich für de individuelle Steuerung nur 10% oder 0% einstelle. Und das habe ich ausprobiert. Auch bei 0% hat er sich noch gedreht, und die Temperatur lag weit unterhalb dessen, was den Lüfter hätte beschleunigen sollen.

Nun war ich bei dem Test entweder besoffen (was selten vorkommt) oder es war etwas anderes. Und vielleicht stimmt das, was ich meine, gelesen zu haben auch nicht für jedes Board, oder überhaupt nicht. Heute, nach dem BIOS-Reset, bleiben meine Lüfter jedenfalls tatsächlich stehen, wenn ich sie auf 0% stellte!!!

Damit ergibt sich für mich ein völlig neues Bild der Situation:

Die Messung durch das Mainboard beinflußt die in den fest eingestellten Profilen (Silent, Performance...) wo der untere Regelbereich beginnt. Silent ist dann halt etwas lauter, wenn das Board aufgrund der Messung meint, daß der Lüfter nicht langsamer kann, obwohl er es vielleicht doch könnte. Das ist dann natürlich doof.

Ich hatte aber außerdem, wie oben gesagt, angenommen, daß aufgrund der Meßergebnisseauch in dem individuellen Profil zu niedrige Einstellungen automatisch korrigiert würden, damit die Lüfter nicht versehentlich stehen bleiben In meinen ersten Versuchen sah es ja auch so aus, aber das ist nun offenbar doch nicht der Fall, so daß ich die Lüfter auch langsamer drehen lassen oder anhalten kann, wenn ich das will.

Zwar weiß ich noch nicht, warum die ersten Meßreihen diese starken Schwankungen zeigten, und werde das wohl auch nie erfahren, aber jetzt ist es ja in Ordnung. Gleichzeitig habe ich einen Irrtum aufgeklärt und noch mehr dazu gelernt, so daß ich mich jetzt ans Feintuning machen kann.


Solltest du also die Einstellung "Silence Mode" wählen, empfehle ich in regelmäßigen Abständen die Funktion der Lüfter zu überprüfen.
Genau dieses Mißtrauen gegenüber Silent war für mich der Haupt Grund, der Automatik nicht blind zu vertrauen...

Meine Erfahrung ist die, neue 12V Lüfter laufen schon bei 5V, aber nach ein paar Jahren, wenn die Lager nicht mehr so geschmeidig laufen und die bewegte Masse aufgrund von abgelagerten Dreck größer wird, kann auch mal 7,5V zu wenig sein um den Anlaufwiderstand zu überwinden. Ich hatte früher viel Z-Dioden eingebaut um Lüfter leiser zu machen, aber meine verwendete Mindestspannung war nie unter 8,1V (also eine Z3.9-Diode).
Das bezieht sich doch auf DC-Steuerung, oder? Ich meine wegen Anlaufwiderstand. Obwohl Dreck und so natürlich auch bei PWM-Steuerung zu größerem Widerstand und damit steigender Mindestdrehzahl führen könnte.


Das Problem dürften die beiden Noctuas sein
Mag sein, aber das werden wir nie erfahren...
 

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Ursprünglich war das auch in meinem Text, aber ich habe es wieder gelöscht, weil es sonst wieder heißt, ich komme überheblich daher.
Mein Eindruck ist, daß Du in der letzten Zeit zurückhaltender bist und Deine Beitrage anders formulierst, nicht nur mir gegenüber. Gleichzeitig bedenke ich auch oft Deine Einwände, bevor ich etwas schreibe. Und auch wenn das nicht immer zur völligen Übereinstimmung führt, lernen wir so gegenseitig. Das ist doch schön! Ich wünsche mir mehr solcher Begegnungen, auch im Real-Live!
 

Grainger

Team (Mod)
Mitarbeiter
Irgendwo meine ich gelesen zu haben, daß die Lüfter nicht abgeschaltet werden, wenn ich einen Wert einstelle, der unterhalb dessen liegt, was der Lüfter mindestend braucht, wenn er sich drehen soll. Wenn der Lüfter also z.B. im Bereich von 300 bis 1500 Touren drehen kann und für 300 Touren 20% von den 12V braucht, bekommt er diese 20% auch dann, wenn ich für de individuelle Steuerung nur 10% oder 0% einstelle. Und das habe ich ausprobiert. Auch bei 0% hat er sich noch gedreht, und die Temperatur lag weit unterhalb dessen, was den Lüfter hätte beschleunigen sollen.
Es gibt auch PWM-Lüfter, die unter einem bestimmten Schwellenwert komplett abschalten, also auch den Lüftermotor stromlos schalten.
Bei denen ist das aber auch so gewollt und wird entsprechend beworben, meist steht dann in der Beschreibung so etwas wie "bei <20% Zero-Fan-Mode".
Bei meinem Gigabyte Board kann ich so etwas auch in der Lüftersteuerung im BIOS einstellen, dann regelt das BIOS das.

Und es gibt auch (meist ältere) PWM-Lüfter, die unter einem bestimmten Schwellenwert zwar ebenfalls stehen bleiben, aber den Motor nicht abschalten.
Oft überhitzt der Motor dann und überhitzte Elektrik/Elektronik kann zu sehr unschönen Nebeneffekten führen.
 

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Danke @Grainger für diesen Hinweis! Das heißt also, daß ich meinen Lüftern schaden könnte, wenn die Steuerung nicht intelligent genug ist. Doch wie kann ich das herausfinden?

Bei den Lüftern finde ich keine Angaben, die auf eine derartige Steuerung hinweisen:
be quiet! Silent Wings 3 140mm PWM high-speed
Noctua NF-A15

Und ASRock beschränkt sich bei den Angaben zur Lüftersteuerung auf allgemeine Werbeaussagen, denen ich nichts derartiges entnehmen kann. Die Angaben Semi-Passiv-Modus des Chipsatzlüfters lassen allerdings vermuten, daß es eine derartige Steuerung gibt:

Semi-Passive Mode on Chipset Fan​

The chipset fan on this motherboard supports semi-passive mode. Semi-passive mode is designed to suppress noise and to prolong the chipset fan’s lifecycle. The fan will run only when the chipset reaches a specific temperature.
Dazu gibt es eine Graphik: https://www.asrock.com/mb/features/SemiPassiveFANfrom.jpg

Und es gibt auch (meist ältere) PWM-Lüfter, die unter einem bestimmten Schwellenwert zwar ebenfalls stehen bleiben, aber den Motor nicht abschalten.
Naja, gang neu sind meine Lüftermodelle ja nicht...
 

eumel_1

Der Reisende
Sehr gute Zusammenfassung! Danke dafür.

Es war mal üblich, nach einem BIOS-Update als erstes nach dem Neustart die Default-Werte zu laden, einfach um sicherzustellen, dass nicht irgendwo ein Bit nicht neu geschrieben wurde und Unfug macht. Vielleicht hat dein neu flashen derselben Version nun die Speicher "ausgerichtet"? Wer weiß.

Meine Berichte mit der Zener-Diode sind aus Zeiten, wo es keine Steuerung gab, nur reine Gleichspannung. Ein damals sehr oft gewählter Weg, der aber durch moderne PWM-Steuerung obsolet geworden ist.

Wenn es nun klappt, steht einem leisen System nichts mehr im Wege, als bekannter Nörgler weise ich aber darauf hin, dass PCs (noch dringender als Autos) einmal im Jahr eine Durchsicht bekommen sollten, also einmal jährlich aufschrauben und den Dreck raussaugen, optische Kontrolle der großen Kapazitäten, besonders rings um die CPU.

Und für die Silent Reader: ein großer Lüfter schafft in selber Drehzahl mehr Luft als ein kleiner Lüfter, also kann der große Lüfter langsamer laufen und macht trotzdem dieselbe Menge Luft. Die gewisse Menge Luft ist nötig um die Wärmeabfuhr zu gewährleisten. Die andere Möglichkeit wäre, die zu kühlende Oberfläche zu vergrößern, aber das geht nicht bei allen Komponenten. Ein CPU-Kühler wie der Alpenföhn verdeutlicht das Prinzip bestens. Aber spätestens bei der Grafikkarte bekommt man ein Platzproblem.
Bei der Reinigung die Lüfterschaufeln nicht berühren, sondern nur mit dem Pinsel abbürsten falls der Staubsauger nicht reicht (Raucherhaushalte sind der Albtraum eines Lüfters in Heimelektronik). Keine Druckluft verwenden, dennn diese bläst zwar gut, aber auch den Dreck in die Lager.
 
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Cosmo

Team (Founder)
Mitarbeiter
Und? Wie sind jetzt deine Drehzahlen? Regelt er schön, so wie in #4 erläutert?
 

Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
@Cosmo
Ich habe ihn noch nicht ausgereizt und noch nicht geschaut, ab welcher Last ich vielleicht nachjustieren müßte. Mir geht es ja darum, Lärm zu vermeiden. Ich werde mir Deine Vorschläge aber noch genauer ansehen, mit dem Streßtest.

Deine Anregung mit dem Abdichten habe ich aufgegriffen, und unten zu gemacht, ebenso hinten teilweise. Ich möchte vorne (unten) mehr rein blasen, als die oberen Lüfter raus schaffen, so daß durch die Ritzen und Lecks kein Staub rein kommt. Die Filter lassen schon genug durch. Damit die "überschüssige" Luft dann aber auch den Weg nach oben findet, habe ich etwas nachgeholfen.

Angeregt durch @eumel_1 habe ich geschaut, was der Silent-Modus macht, wenn es etwas warm wird. Der geht ab 80° auf 100%. Da sehe ich also zunächst keine Gefahr und kann das als Basis für Optimierungen nutzen, falls ich da noch viel optimieren will. Jetzt wird es ja auch in der Wohnung langsam wärmer. Das ist für die Einstellungsarbeiten auch hilfreich. Ich war ja hautsächlich wegen der Meßergebnisse verunsichert. Doch das ist ja geklärt.

Es gibt auch PWM-Lüfter, die unter einem bestimmten Schwellenwert komplett abschalten, also auch den Lüftermotor stromlos schalten.
Bei denen ist das aber auch so gewollt und wird entsprechend beworben, meist steht dann in der Beschreibung so etwas wie "bei <20% Zero-Fan-Mode".
Bei meinem Gigabyte Board kann ich so etwas auch in der Lüftersteuerung im BIOS einstellen, dann regelt das BIOS das.

Und es gibt auch (meist ältere) PWM-Lüfter, die unter einem bestimmten Schwellenwert zwar ebenfalls stehen bleiben, aber den Motor nicht abschalten.
Oft überhitzt der Motor dann und überhitzte Elektrik/Elektronik kann zu sehr unschönen Nebeneffekten führen.
Ich habe in den Dokumentationen nichts darüber gefunden, weil es aber für den Chipsatzlüfter einen Semi-Passiv-Modus gibt, nehme ich an, daß das Board die Lüfter wirklich stromlos schaltet, wenn ich sie auf 0% einstelle, so daß ich auch mit Deinem Vorschlag experimentieren kann, die Lüfter teilweise ganz auszuschalten, und weil ich aus den Datenblättens weiß, daß die Untergrenze für die Lüfter 20% ist, stelle ich halt nichts darunter ein, oder eben 0%, wenn das möglich ist. Um sicher zu gehen will ich aber noch prüfen, ob 0% wirklich stromlos ist, das heißt, ich werde es messen. Nur da ich selbst die Geräte und die Erfahrung dazu nicht habe, werde ich das in den nächsten Tagen mit einem Freund gemeinsam machen....
 

Cosmo

Team (Founder)
Mitarbeiter
Ah, jetzt verstehe ich das so langsam. Du strebst einen Rechner an, bei dem die Lüfter nach dem Einschalten erstmal gar nicht laufen, und dann, wenn die Sensoren eine bestimmte Temperatur messen, langsam loslaufen. Also sone Art passiv gekühltes System, welches dann unter Last langsam aufwacht. Mach das nicht! Das funktioniert nicht, bzw. nicht gut! Im PC gibt es Komponenten, die auch unabhängig von der Last heiß werden. Bestimmte Kondensatoren rund um die CPU beispielsweise, und natürlich die Northbridge und die Southbridge. Diese Komponenten sind darauf angewiesen, das immer mindestens ein kleiner Wind weht im Gehäuse. Außerdem musst du FanFail-Alarme abschalten, wenn du das machst mit der Nulldrehzahl, was auch nicht gut ist für die Langzeit-Betriebsfestigkeit. [Ich hoffe doch mal stark, du hast einen Speaker eingebaut, das solltest du unbedingt tun, wenn nicht]. Der PC soll auch noch dann betriebssicher sein, wenn du längst andere Interessen hast, als PC-Silencing. Mit abgeschalteten FanFail-Alarmen weißt du nie, was da los ist im Propellerwerk. Außerdem: Schon der Betriebssystemaufstart bringt einiges an Hitze für den Prozessor, weil er dann mindestens 20 Sekunden unter Volllast läuft. Nach dem Aufstart macht der Defender einen Virenscan des Systembereiches im Hintergrund, wodurch der Prozessor eine Zeitlang weiterackert. Spätestens dann MUSS alles anspringen im Lüfterpark. Auch wenn du dann nur das Notepad öffnest, um damit zu arbeiten, muss der Rechner dann schon Wärme loswerden. Das klappt einfach nicht gut mit nicht laufenden Lüftern. Vergiss das mit der Nulldrehzahl am Anfang. Wie schon in #4 ausführlich erklärt, sind 350-400 U/min eine gute Startdrehzahl. Was mit den Drehzahlen unter Volllast geschehen soll, habe ich auch erklärt.

[Für Chipsatzlüfter habe ich auch Verständnis. Du stellst wenig Fotos ein, mein Freund! Das ist nicht gut, dann können sich deine Ratgeber nichts vorstellen und auch keinen zielgenauen Rat geben. Chipsatzlüfter sind klein, und damit wie immer problembehaftet, was die Dauerhaltbarkeit anbetrifft. So mal ins Blaue hinein gebe ich den Rat, die Lüfter von Sunon mit VAPO-Lager zu verwenden. Wie alle kleinen Lüfter besteht die Tendenz, dass diese schnell drehen und Krach machen. Um Ärger mit Motherboard-Steuerungen aus dem Weg zu gehen, hänge ich solche Lüfter gern an 12V oder 5V Molex und beruhige sie mit dem Einbau von 60 Ohm oder 80Ohm 2W Widerständen oder einer Diodenkaskade, bis sie die richtige Drehzahl haben, die man von außen nicht mehr hört. Wie steht's mit Löten?]
 
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Richard Wagner

Bekanntes Mitglied
Ah, jetzt verstehe ich das so langsam. Du strebst einen Rechner an, bei dem die Lüfter nach dem Einschalten erstmal gar nicht laufen, und dann, wenn die Sensoren eine bestimmte Temperatur messen, langsam loslaufen.
NEIN!
Mehr Lüfter braucht man eh nicht, man muss sie nicht unbedingt mitlaufen lassen, wenn da noch mehr sind. Wegen silence, du verstehst. Ein Lüfter mit 400 Touren ist leiser als zwei Lüfter mit 400 Touren.
Nur darum geht es bei meiner Idee, daß nicht alle ständig laufen müssen. Während vielfach gesagt wird, daß man nur einen oder zwei Gehäuselüfter brauche, habe ich vier davon, und das sind nicht die kleinsten. Auf die Idee, ggf. einen Teil davon teilweise abzuschalten, hast Du mich gebracht. Ob ich das mache, weiß ich noch nicht. Ich will aber die Basics klären.

Bei meinem Gigabyte Board kann ich so etwas auch in der Lüftersteuerung im BIOS einstellen, dann regelt das BIOS das.
Vermutlich kann mein ASRock das auch (wegen Semi-Passiv beim Chipsatzlüfter), aber ich weiß es noch nicht sicher, will es aber wissen, ersteinmal egal, was ich dann daraus mache.


Du hast dann einen Rechner mit Netzteillüfter, und vier weiteren CPU- und Gehäuselüftern
Ich habe eines dieser modernen Gehäuse, bei denen das Netzteil unten sitzt...
Zwei der vier Gehäuselüfter habe ich hinten oben montiert. Der eine bläst nach oben raus, der andere nach hinten. Die beiden anderen Lüfter blasen vorne rein, einer unten, der andere darüber.



Im PC gibt es Komponenten, die auch unabhängig von der Last heiß werden. Bestimmte Kondensatoren rund um die CPU beispielsweise, und natürlich die Northbridge und die Southbridge. Diese Komponenten sind darauf angewiesen, das immer mindestens ein kleiner Wind weht im Gehäuse.
Das ist mir bewußt:
Es muß ja nicht nur der Prozeßor kühl gehalten werden. Auch Graphikkarte, Chipsatz und NVMe-SSD freuen sich über ausreichend Frischluft, und ich vermute, je intensiver die (leise) Anfangsbelüftung ist, desto seltener oder später muß es laut werden..



Für Chipsatzlüfter habe ich auch Verständnis. Du stellst wenig Fotos ein, mein Freund!

Und dabei habe ich doch in #1 ganz bewußt die Ermahnungen von @eumel_1 beherzigt und habe den genauen Typ meines Mainboard genannt, sogar mit einem Link zum Hersteller. Das Mainboard ist ein ASRock X570 PG Velocita. Es hat, wie fast alle X570-Boards einen fest einfgebundenen Lüfter für den Chipsatzkühler, und ASRock zeigt Dir das auch deutlich auf einem Foto:
https://www.asrock.com/mb/features/X570%20PG%20Velocita-2.jpg

Im BIOS gibt es für die Lüfter verschiedene, vorgefertigte Profile, die man auswählen kann, z.B. Silent oder Performanze. Für den Chipsatzlüfter, und nur für diesen, gibt es einen Semi-passive Mode, der als Standard ausgewählt ist. Hier noch ein Foto von mir:
Semi.jpg





Wie schon in #4 ausführlich erklärt, sind 350-400 U/min eine gute Startdrehzahl. Was mit den Drehzahlen unter Volllast geschehen soll, habe ich auch erklärt.
Darauf wird es wohl auch hinauslaufen, ob mit "nur" zwei oder doch mit vier Gehäuselüftern, aber auf jeden Fall mit mindestend zwei Gehäuselüftern und beiden CPU-Lüftern.

Ah, jetzt verstehe ich das so langsam. Du strebst einen Rechner an, bei dem die Lüfter nach dem Einschalten erstmal gar nicht laufen, und dann, wenn die Sensoren eine bestimmte Temperatur messen, langsam loslaufen.
Ich will einen Rechner, der zwar leise ist, aber dennoch ausreichend gut gekühlt wird, ohne dabei an kritische Grenzen zu kommen. Wie schon erwähnt, habe ich mir darüber bisher nie viele Gedanken gemacht und beschäftige mich zum ersten Mal damit. Dabei bin ich über die in #1 geschilderten merkwürdigen Meßergebnisse gestolpert. Das Ziel eines möglichst leisen und dennoch gut gekühlten Rechners bleibt. Deshalb habe ich vier Gehäuselüfter und den großen CPU-Kühler. Ohne die merkwürdigen Meßergebnisse hätte ich hier nicht gefragt und hätte nicht die ergänzenden Hinweise bekommen. Und jetzt, Ihr kennt mich doch, will ich der Sache auf den Grund gehen, auch wenn ich dabei so manches genauer untersuche und hinterfrage, als eigentlich notwendig.

und die Southbridge
Jetzt mal ganz dumm gefragt: Das ist doch der Chipsatz (X570), oder?


Ich hoffe doch mal stark, du hast einen Speaker eingebaut
Ja, ich habe einen Speeker. Ich habe mir direkt bei eBay welche gekauft (gab es nur im 10er-Pack), mit langer Leitung, damit ich das Ding da plazieren kann, wo ich es auch höre. Darüber, ob das Board überhaupt einen Speaker-Anschluß hat, habe ich gar nicht nachgedacht. Das war für mich selbstverständlich. Daß ich dann tatsächlich eines mit Speakeranschluß ausgesucht habe, ist aber Zufall, zumindest, wenn man Geizhals glauben will. Von 45 Boards mit X570-Chipsatz haben nur 20 einen Header für einen Piepser. Bei ASRock sind es 11 von 12, bei ASUS 5 von 14, dann bleibt noch ein Board von MSI und 3x ASRock Rack.
 
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