Software Frage Keine Blocklist bei E-Mail-Provider ?

caribe

Bekanntes Mitglied
Hallo Boadies !
Mit Entsetzen musste ich eben feststellen, das mein E-Mail-Provider
keine Blocklist mehr kennt, sondern in jedem Fall die Mail zustellt.

Früher gab es doch mal die Möglichkeit die Annahme von Mails einer
bestimmten Domain komplett abzulehnen - ala Empfänger existiert nicht !

Bei Hosteuope kann ich die Mail aus der Blacklist lediglich in den Spamordner umleiten
- es gibt also keine richtige BLOCKLIST mehr ?
- Ist das so richtig ???


Danke für Aufklärung
 
Zuletzt bearbeitet:

Bestatter

Schwarzfahrer
Ich leide auch darunter, dass mein Hoster aus "rechtlichen Gründen" die SIEVE-Befehle redirect sowie discard ausgeschlossen hat.
Statt discard, als gelesen in den Trash ist dann (leider) meine Lösung.

Leider wird bei Hostervergleichen nie detailliert auf SIEVE eingegangen ... :(
 

caribe

Bekanntes Mitglied
thx @ Bestatter,
bislang kannte ich den Begriff "SIEVE-Befehle" gar nicht !

wie schätzt Ihr das ein:

per Auroresponder:
Vielen Dank für Ihre E-mail
Ihre Absender-Adresse wurde erfolgreich zu den Spam-Adressaten hinzugefügt,
Bitte nehmen Sie von weiteren Belästigungen Abstand !

Einer Benachrichtigung auf dem Postweg steht allerdings nichts entgegen.
oder was kann man sonst noch tun ?
 

JoPa

Allround-Nichtsnutz
Damit bestätigst du die Existenz der Adresse bei den Spammern und abonnierst nur noch mehr.
 

Bestatter

Schwarzfahrer
@JoPa
Das sinngemäß gleiche wollte ich auch gerade schreiben.

@caribe
Du musst schon auf dem Mailserver filtern, wenn Du wiederkehrende Elemente in Deinen unerwünschten E-Mails kennst.
Wie schon oben geschrieben: Ab in den Papierkorb und als gelesen markieren.
Das + z.B. Spamassassin + einen guten Spamfilter im Mailclient und schon ist nahezu ruhe.
 

caribe

Bekanntes Mitglied
@all die sich auskennen:

was gibt denn die DSGVO her,
wenn sich jemand meine E-Mail-Adresse erschleicht ?
Z.B. wenn jemand unvorsichtiger Weise meine E-Mail-Addy
nur per CC und nicht per BCC verschickt hat ?

Wenn mich jemand unaufgefordert anschreibt und er sich meine
Adresse erschlichen hat (s.o.) braucht er nicht meine Zustimmung
für weitere Kontakte ?

Datenschutzverstöße werden ab dem 25. Mai 2018 stärker bestraft.
Die Höchststrafe für Unternehmen und Organisationen bei
Nichteinhaltung der Datenschutz-Grundverordnung kann nach Art. 83
(5) DSGVO bis zu 20 Mio. € oder 4% des jährlichen weltweiten
Umsatzes betragen, je nachdem welcher Wert größer ist
 

Bestatter

Schwarzfahrer
Du verwechselst Theorie und Praxis oder bist ein extrem gelangweilter Anwalt auf der Suche nach neuen Betätigungsfeldern! :icon_mrgreen:


Alle versuchen ihre digitale Gülle in Deinem Postfach abzukippen, die meisten aus Ländern weit entfernt von der deutschen DSGVO!
DU musst dafür sorgen, dass Dein privates Postfach so sauber wie möglich bleibt, siehe #5!

Deine private E-Mail gibst Du nur sehr sehr wenigen, für Einkäufe, Foren, Vereine, usw. besorgst Du Dir einen eigene Domain mit sehr vielen Aliasen:
Ich schreibe Dich das erste Mal im Juni 2020 an und verwende dafür caribe_2006@bestattermail.coffin.
Bekomme ich später unerwünschte E-Mails an caribe_2006@bestattermail.coffin, weiß ich dass Du dafür verantwortlich bist, packe caribe_2006@bestattermail.coffin auf meine Shitlist und meide Dich zukünftig.
Kontakte, mit denen ich weiter kommunizieren muss, bekommen eine neue E-Mail-Adresse und getestet wird diese mit einer Mail an deren Datenschutzbeauftragten, wenn das Land passt.

OK, ich muss eine Liste mit der Mailadressen pflegen, bin aber spammäßig schon lange in einer sehr entspannten Situation. :D


[OT]Deine ZappelGIFs in der Signatur nerven extrem wenn man direkt darunter schreibt! Less is more![/OT]
 

caribe

Bekanntes Mitglied

caribe

Bekanntes Mitglied
sinngemäß:

Fazit

„Das Interesse des Unterlassungsgläubigers ist zunächst an Artikel 13 der
Datenschutzrichtlinie 2002/58/EG Abs. 1 und 5 zu messen, der das Zusenden mit
elektronischer Post als unzumutbare Belästigung festlegt, soweit eine Einwilligung des
Adressaten nicht vorliegt oder vermutet werden kann. Daraus ergibt sich, dass der Empfänger
grundsätzlich ein Interesse von einigem Gewicht daran hat, keine unerwünschten E-Mails zu
erhalten
. Eine Streitwertfestsetzung auf EUR 3.000,- ist daher auch für verhältnismäßig
geringfügige Beeinträchtigungen angesichts des durch die Richtlinie bezweckten Schutzes
angemessen. Der Empfänger soll vor einer Ausuferung der kostengünstigen Werbung durch E-Mails
geschützt werden.
Quelle:
https://www.it-recht-kanzlei.de/abmahnung-unverlangt-zugesandter-email-newsletter.html



Die Verbraucherzentrale schreibt:


Spamming ist rechtswidrig. Werden Privatpersonen mit unverlangten Werbemails belästigt, liegt eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts vor. Werden Unternehmen mit unverlangten Werbe-Mails belästigt, handelt es sich um einen Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb.
Bei einem Verstoß kann ein Unterlassungsanspruch geltend gemacht werden. Verbraucher haben darüber hinaus einen Anspruch auf Löschung der personenbezogenen Daten. Hier finden Sie ein Musterschreiben für den Unterlassungsanspruch gegenüber dem Versender einer Werbe-E-Mail.
Da der Versand unverlangter E-Mails, insbesondere so genannter Phishing-Mails, einen Straftatbestand indizieren kann, sollte in geeigneten Fällen eine Strafanzeige in Erwägung gezogen werden.
https://www.it-recht-kanzlei.de/abmahnung-unverlangt-zugesandter-email-newsletter.html
https://www.verbraucherzentrale.nrw

 
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