Hacker verstecken Mining-Malware in illegalen Spielekopien

sol

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Der Hersteller von Antivirus-Software Avast berichtet von der rasanten Ausbreitung einer illegalen Mining-Software namens Crackonosh. Kriminelle verstecken den sogenannten Krypto-Miner demzufolge im Schlepptau illegal kopierter Spiele. Über Foren und Tauschbörsen landet er auf den Rechnern Tausender Nutzer und schürft ohne deren Wissen virtuelles Geld.

Avast registriert eigenen Angaben zufolge täglich rund 800 neue Fälle von Crackonosh-Infektionen auf den Computern seiner Kunden. Die Gesamtzahl aller betroffenen Systeme benennt das Unternehmen mit 222.000, wobei die Dunkelziffer abseits der Avast-Nutzer durchaus größer sein dürfte.

Die Malware verbreitet sich laut der Experten weltweit. Die meisten Fälle hat das Unternehmen in Indien, Brasilien, den Philippinen, Polen und den USA ausgemacht, doch auch in Deutschland gab es bereits rund 1.800 Fälle. Den Ursprung der Schadsoftware vermuten die Forscher in Tschechien.

Viele beliebte PC-Games sind infiziert​

Um den Krypto-Miner in Umlauf zu bringen, nutzen die Urheber vor allem illegale Kopien besonders beliebter PC-Spiele. Dazu gehören etwa GTA 5, NBA 2K19, Far Cry 5, Fallout 4, Die Sims 4 und Jurassic World Evolution. Sobald die Titel auf einem Rechner installiert sind, startet Crackonosh im Hintergrund zahlreiche Vorgänge.


Laut Avast deinstalliert die Malware eigenständig vorhandene Sicherheitsprogramme. Zudem deaktiviert sie Windows-Updates, um möglichst lange unbemerkt ihre Arbeit zu verrichten. Die besteht darin, die Rechenleistung der befallenen PCs abzuzweigen, um die Kryptowährung Monero zu produzieren und die daraus resultierenden Erträge auf das Konto ihrer Urheber zu schleusen.

Avast hat die mit der Software verknüpfte Wallet zurückverfolgt und festgestellt, dass die Kriminellen mit ihrer Masche bislang rund zwei Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben. Während die Verbrecher profitieren, kämpfen Nutzer nach einem Befall mit Crackonosh unter anderem mit schwacher Systemleistung, überlasteten PC-Komponenten und erhöhtem Stromverbrauch.

 
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