Erledigt Gehäuseschraube von Notebook - Bodenklappe dreht durch

Mr. Big

old geezer
Hallo,
folgendes Problem.
Ich habe hier ein Notebook von 'nem Kumpel bei dem der RAM aufgerüstet und die HDD gegen eine SSD getauscht werden soll bevor Windows 10 installiert wird.
Leider kann ich die Bodenklappe des Notebooks nicht öffnen weil eine Schraube durchdreht (in beiden Richtungen). Die Schraube steckt, wie üblich bei Notebooks in einem versenkten Loch und lässt sich nicht entfernen! Weder mit einem magnetisierten Schraubendreher noch über Kopf mit schütteln oder klopfen.
Aufbohren kann man die Schraube auch nicht weil sie sich mitdreht. :(
Ich denke dass sich die Mutter bzw. das Gegenstück zur Schraube mitdreht.
Die Bodenklappe hinter der eine HDD und auch der RAM steckt hat einen Schiebemechanismus den man aber nur schieben kann wenn die Schraube komplett entfernt ist.
Also bekomme ich diese Bodenklappe nicht geöffnet.
Hat jemand einen Idee wie ich das Teil auf bekomme?

Hier ist ein vergleichbares Notebook mit dem gleichen Schiebemechanismus (ab Sek. 53):


In diesem Video werden die beiden Schrauben links und rechts entfernt damit man den Deckel aufschieben kann.
Das gleiche bei mir nur eine der beiden Schrauben hat das oben beschriebene Problem.

Ich bin für jede hilfreiche Antwort sehr dankbar
 

Freeldr77

La gaffe
Lässt sie sich denn etwas anheben, die Schraube? Dann könntest du mit einer Pinzette, einem Skalpell o. ä. die Schraube während des Drehens nach oben ziehen, um die Mutter von innen gegen das Gehäuse zu drücken.

Vielleicht ist da aber auch keine Mutter, sondern nur ein Plastikgewinde, das durchgenudelt ist. Dann müsste man nur ordentlich am Deckel ruckeln, bis das Gewinde ganz nachgibt.
 

Mr. Big

old geezer
Lässt sie sich denn etwas anheben, die Schraube? Dann könntest du mit einer Pinzette, einem Skalpell o. ä. die Schraube während des Drehens nach oben ziehen, um die Mutter von innen gegen das Gehäuse zu drücken.

Vielleicht ist da aber auch keine Mutter, sondern nur ein Plastikgewinde, dass durchgenudelt ist.
Das Loch ist so eng dass zwischen der Lochwand und dem Schraubenkopf gerade 'mal eine Stechnadelspitze passt. Ich habe das schon versucht aber mit einem selbst gebogenen Haken aus ner Büroklammer komme ich da nicht dran vorbei.
 

Freeldr77

La gaffe
Man könnte Metallkleber verwenden, um die Schraube mit einem entbehrlichen Schraubendreher o. ä. zu verbinden. Dann könnte man unter Zug schrauben.

Oder du fixierst mit Kleber die Schraube von oben und bohrst dann auf.
 

Mr. Big

old geezer
@Freeldr77

Juhuu!!!
Ich hab's geschafft!

Habe mit dem Akkuschrauber immer wieder kurze Stöße gegeben in der Hoffnung dass sich beim jeweiligen starten die Mutter etwas träger als die Schraube verhält.
Das hat anscheinend soweit geklappt dass die Schraube etwas mehr herauskam. Nun konnte ich mit einem kleinen Häckchen, das ich aus einer Stecknadel gebogen habe, hinter den Schraubenkopf greifen und einen leichten Zug ausüben da das Loch etwas konisch zu läuft und oben etwas größer wird. Dadurch wurde die Mutter im Innern durch die Reibung etwas abgebremst und die Schraube hat letztendlich aufgegeben.

Puuuuuh, war echt jetzt 'ne OP von 1 1/2 Stunden. (inkulsive der Hilfepostings :p)
 
Zuletzt bearbeitet:

jr33

.......
Glückwunsch zum gefundenen Korn!:icon_mrgreen::yo
Befand sich denn nun eine Mutter auf der Gegenseite oder nur schnödes Plastik?
 

Mr. Big

old geezer
Glückwunsch zum gefundenen Korn!:icon_mrgreen::yo
Befand sich denn nun eine Mutter auf der Gegenseite oder nur schnödes Plastik?
War eine Mutter, diese fiel allerdings in einen sehr schwer zugänglichen Hohlraum des Gehäuserahmens.
Ich hätte die Mutter wirklich gerne heraus geholt und wieder festgeklebt damit die beim eventuellen umher fliegen, was man ja nicht 100% ausschließen kann, keinen Schaden anrichtet. Dazu müsste ich das Notebook aber komplett auseinander nehmen und dazu habe ich keinen Bock.
 

eumel_1

Der Reisende
War eine Mutter, diese fiel allerdings in einen sehr schwer zugänglichen Hohlraum des Gehäuserahmens.
Ich hätte die Mutter wirklich gerne heraus geholt und wieder festgeklebt damit die beim eventuellen umher fliegen, was man ja nicht 100% ausschließen kann, keinen Schaden anrichtet. Dazu müsste ich das Notebook aber komplett auseinander nehmen und dazu habe ich keinen Bock.
Richtige Beobachtung (Mutter fliegt im Gehäuse herum), richtige Idee (Mutter festkleben), aber falsche Reaktion (kein Bock es richtig zu machen)!
Was denkst du denn, wer Schuld ist, wenn der Metallgegenstand einen elektrischen Kurzschluss auslöst und das Notebook schrottet?
Solch laienhafte Vorgehensweise hätte ich von jemand, der hier schon so lange mitliest nicht erwartet.
Da wäre es besser gewesen, die Kiste gar nicht erst geöffnet zu haben!
 

Grainger

Team (Mod)
Mitarbeiter
Mir ist (allerdings bei einem Desktop-PC mit Tower-Gehäuse) auch schon mal eine winzige Schraube ins Gehäuse gefallen.
Ich hatte sie auf Anhieb nicht wieder gefunden und die Vermutung, dass sie unter das Mobo gerutscht war und sich da verklemmt hatte.

Habe dann alle Schrauben vom Mobo etwas gelöst und sie ist dann tatsächlich unten heraus gefallen. Andernfalls hätte ich wohl das Mobo ausgebaut.
 

Mr. Big

old geezer
Ihr habt ja Recht!
Ich habe das Öffnung im Kunststoffgehäuse, wo die Mutter eventuell durch schlüpfen könnte, jetzt mit Silikon geschlossen.
 

Mr. Big

old geezer
Also den einen Pfusch durch anderen Pfusch ersetzt, hmmm.

Ich bin raus, es ist scheinbar zwecklos sinnvolle Hinweise zu geben.
Danke für deine Hartnäckigkeit!
Habe deine Kritik letztendlich ernst genommen und mich doch noch aufgerafft das Notebook auseinander zu nehmen um diese dämliche Mutter zu finden.
Festkleben konnte ich sie allerdings nicht mehr da sie in einem Kunststoffkranz befestigt war der zerbröckelt war.
Naja, es geht auch ohne diese Mutter. Handelt sich ja nur um eine Schraube die den Deckel zusätzlich (der Deckel rastet ein wenn man ihn schließt) sichert.
Die Schraube auf der anderen Seite habe auch weggelassen weil der Deckel stabil hält.
 

eumel_1

Der Reisende
Sehr gut!
Danke für die Rückmeldung, es ist in der Praxis wirklich so, wenn danach irgendwas mit dem Teil passiert, bist du derjenige, welcher zuletzt dranwar, ungeachtet dessen, ob es an der Mutter lag oder nicht.
So kannst du aber sagen, du hast ordentlich gearbeitet und es kann nicht an deinem Eingriff liegen.
 
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