Frage zu Kabelnetzbetreiber und Kabelinternet-Verfügbarkeit

Hellfire

Themenstarter
Team (Mod)
Mitarbeiter
Hallo,

in einer für mich sehr attraktiven Wohngegend wird in absehbarer Zeit eine Wohnung frei, Bekannte von mir ziehen vermutlich um und ich habe Interesse an der Wohnung. Aus unterschiedlichen Gründen kann ich ihnen meine Frage zurzeit nicht direkt stellen, vermute aber, dass sie mir nicht viel dazu sagen könnten: Die Wohnung und das Gebäude wird von einer Wohngenossenschaft betreut bzw. vermietet und die Leute sehen das ziemlich ganzheitlich. Das heißt, sie bieten auch gleichzeitig Kabelinternet an. Ich weiß, dass diese Leute oft gefragt werden, ob man 'sein eigenes Internet' mitbringen kann, dann heißt es nebulös, ja, aber das müsse man selbst bezahlen. So jedenfalls die Beschreibungen von Leuten, die sich dazu im Internet geäußert haben. Jetzt habe ich bei einer Verfügbarkeitsprüfung auf der Vodafone-Seite herausgefunden, dass die Adresse tatsächlich nicht bei Vodafone als verfügbar gelistet wird. Ist das immer noch so, dass es so etwas wie 'Gebietsschutz' gibt und es sein kann, dass in einer Stadt einzelne Straßen oder gar einzelne Gebäude nicht von einem beliebigen Kabelnetzbetreiber versorgt werden darf?

Die nächste Frage, die sich mir stellt: Ich bin in der sehr glücklichen Situation, zurzeit störungsfreies Internet zu haben, ich vermute, dass ich an einem sehr guten Knotenpunkt liege. Wenn es flächendeckende Vodafonestörungen in meiner Stadt gibt, bin ich nicht davon betroffen und ich kann mich an keinen Internetausfall in den letzten fünf Jahren erinnern. Vom Internet dieser Wohngenossenschaft hört man nur Schlechtes. Im Lockdown konnten meine Bekannten keine zwei Videokonferenzen gleichzeitig abhalten, allerdings vermute ich, dass dies noch von weiteren Faktoren abhing, um die ich mich aber nicht gekümmert habe. Aber auch sonst sind die Erfahrungsberichte, die man so findet, eher bescheiden. Wenn ich nun dort doch wider Erwarten meinen Vodafonevertrag nutzen könnte, hinge ich dann an der selben miesen Leitung mit den selben infrastrukturellen Bedingungen? Oder könnte es sein, dass das Vodafone besser hinbekommt?
 

DrSnuggles

Bekanntes Mitglied
Prüf doch Mal ob an der Adresse vernünftiges DSL verfügbar ist.
Wenn ja kann dir dann die Qualität des Kabels egal sein.
Eine vernünftige Wohnung ist doch mehr Wert als 40 Euro mehr oder weniger die man ausgeben muss.

Ich bin mit DSL 100/40 glücklich auch wenn ich über die Vonovia Kabel haben könnte (Fiber to the Building)
 

dr_tommi

alter Oldie
Die Frage ist was du bzw. die dort unter "Kabelinternet" verstehen.
Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten Kabelgebundenes Internet in die Wohnung zu bekommen, mobiles Internet per LTE bzw. 5G schließe ich hier mal aus.

Die 2Draht-Kupferleitung der Telekom muss auf der "letzten Meile" auch anderen Providern geöffnet werden, da kann man den Anbieter wählen.
Glasfaser in Form von FTTx (Fiber to the Home, Building oder was auch immer) ist da schon etwas komplizierter, da kann man manchmal den Provider wählen, aber nicht immer.

Und dann gibt es noch den BK-Anschluß, das gute alte Kabelfernsehen, was ja auch seit längerem als Internetzugang genutzt werden kann. Da gibt es aber tatsächlich Gebiete, die fest in den Händen des jeweiligen Providers liegen.
Hier in Berlin gibt es insgesamt vier aktive Kabelanbieter. DTK Deutsche Telekabel GmbH, Vodafone Kabel Deutschland, primacom Berlin GmbH und PŸUR (der Nachfolger der Telecolumbus GmbH). Die Gebiete sind nach Strassen aufgeteilt.
Und dann haben einige Wohnungsgesellschaften spezielle Verträge um einzelnen Bereiche, Wohngebiete oder Häuser exklusiv versorgen zu lassen.
Da kommen noch weitere Anbieter ins Spiel.
Es kommt also darauf an, um was es konkret geht und welche alternativen Möglichkeiten es gibt.
Wenn BK in fester Hand, bleibt der Weg über xDSL.
Und aus Erfahrung kann ich sagen dass ein VDSL100 locker gleichzeitig für HD-Fernsehen, 2 VPN-Tunnel und zwei Videokonferenzen ausreicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mr. Big

old geezer
Ich bin mit meiner VDSL100/40 auch sehr zufrieden seitdem ich wieder zur Telekom zurück gewechselt bin.
Vorher gleicher Speed mit Vodafone war katastrophal!
Vor allem gibt es immer wieder Angebote wo man keine 40 € / Monat im Durchschnitt latzen muss.
Verivox und Check24 befragen hilft dabei!
 

xanadu

old man
Ich bin mit meiner VDSL100/40 auch sehr zufrieden seitdem ich wieder zur Telekom zurück gewechselt bin.
Vorher gleicher Speed mit Vodafone war katastrophal!
Vor allem gibt es immer wieder Angebote wo man keine 40 € / Monat im Durchschnitt latzen muss.
Verivox und Check24 befragen hilft dabei!

da gebe ich Dir vollkommen Recht.
habe auch seit Ewigkeiten VDSL 100 und bin voll zufrieden damit.

Kabelinternet von Vodafone liegt schon seit einigen jahren im Keller.
würden wir sogar billiger bekommen, weil wir schon seit ca. 30 jahren Kabel-TV haben.
Kabelinternet will hier keiner haben.

die machen große Versprechungen, und am Ende kommt dabei nicht's raus.
alle die ich kenne, haben ganz schnell das Kabelinternet wieder gekündigt, weil, je mehr in der Straße am Strang hängen, umso lahmer wird es.

Leute die Kabelinternet haben, werden garantiert das Gegenteil Behaupten, damit sie sich nicht Blamieren.
lachendersmiliezeigtmw3jq1.gif
 

Hellfire

Themenstarter
Team (Mod)
Mitarbeiter
Hallo,

DSL scheint lediglich 50/10 verfügbar zu sein. Mich wundert das alles ein wenig, die Lage ist relativ zentral und die Gebäude Neubauten.

Ich habe das klassische Kabelfernsehen-Internet. Das sieht hier so aus:

asdf3.PNG


Allerdings brauche ich diese krasse Bandbreite nicht (mehr). Ich muss mal in mich gehen, ob mir 50/10 reichen würden. Danke für die Anregung!
 

ibinsfei

Team (Technik) - BOFH
Mitarbeiter
Ich habe seit Jahren Kabelinternet, erst bei Kabel Deutschland, dann (wegen Übernahme) bei Vodafone. Ich habe einige Bekannte, die massive Performanceprobleme mit dem VFKD-Internet hatten, weil gerne mal Leitungen überbucht werden. Als ich damals (2011) hier her zog, gab es hier nur entweder Telekom mit 768k oder KabelDeutschland mit 30M. Da war die Entscheidung leicht und im Gegensatz zu meinen Bekannten konnte ich in den 11 Jahren über das Internet nie meckern und bin inzwischen bei 1GB angekommen. Wenn es allerdings Störungen gab, dann war man bei KD und auch bei KDVF verloren. Der Service ist unterirdisch und Kompetenz ist kaum vorhanden.
Da der komplette Ortsteil per Kableinternet versorgt werden könnte, hat schon KD ein ziemlich guten Backbone aufgebaut und es nutzen aber nicht wirklich viele hier das Kabelinternet. Deswegen habe ich fast immer vollen Durchsatz (bei extremen Stosszeiten liege ich immer noch bei knapp 900M, was ich auch als vollen Durchsatz ansehe).
Wie gesagt, ich kenne einige, die oft Performanceprobleme haben, bei mir ist das aber nicht der Fall. (Das sage ich nicht aus Angst mich zu blamieren, das macht man eher, wenn man blamieren oder behaupten gross schreibt ;) )
Meine Tochter z.B. hat VDSL bei der Telekom und jammert über regelmässige Ausfälle.

Man kann nicht pauschal sagen, Kabel-Internet ist schlecht und VSDL ist toll, das kommt immer auf den Backbone und die Leitungen dort hin an.
 

blackdeath

GROSS!ARTIG?
Wenn ich nun dort doch wider Erwarten meinen Vodafonevertrag nutzen könnte, hinge ich dann an der selben miesen Leitung mit den selben infrastrukturellen Bedingungen? Oder könnte es sein, dass das Vodafone besser hinbekommt?
Vodafone nutzt ja die Kabelinfrastruktur die im Haus vorhanden ist, alte Koax-Installationen nutzen den Busbetrieb, neuere haben häufiger einen Stern. Beim Stern sitzt der Konzentrator im Keller und jeder hat seine eigene Leitung dahin, wurde bei uns im Haus vor 4 Jahren gemacht. In Berlin bekommen zur Zeit Gebiete mit geringer Bandbreite eher Glasfaserausbau und Gebiete, auch in Innenstadtlage, mit VDSL-250 warten wohl noch etwas länger.

Bei uns im Kiez und drum herum hat das Vodafone-Netz einen sehr schlechten Ruf, wer sich etwas damit auskennt der nimmt das hier nicht.
 

Bestatter

Schwarzfahrer
Im pandemischen Homeoffice hatten einige Kollegen phasenweise massive Probleme remote im Büro zu arbeiten.
Betroffen waren ausschließlich Kabelanschlüsse!
 

ibinsfei

Team (Technik) - BOFH
Mitarbeiter
Ich arbeite seit 2014 fast ausschliesslich in HomeOffice mit Konferenzen in Teams, slack, BigBlueButton und fastviewer (mit daily Standups) und habe bis auf einmal keinerlei Probleme gehabt. Ein Kollege in Hamburg bei VodaFone hatte regelmässig Probleme.
Meine Frau (Lehrerin) hat in der Pandemie per Teams unterrichtet und auch per BigBlueButton Nachhilfe gegeben. Bei ihr lief es ohne Probleme, bei einigen Schülern gab es immer wieder Probleme, hauptsächlich bei der Telekom.

@Bestatter Dein "ausschliesslich" stelle ich in Frage, es sei denn alle deine Kollegen haben Kabelinternet.
 

dr_tommi

alter Oldie
Ein Kollege in Hamburg bei VodaFone hatte regelmässig Probleme.

bei einigen Schülern gab es immer wieder Probleme, hauptsächlich bei der Telekom.
Weder das eine noch das andere ist repräsentativ.
Es kann bei jedem Anbieter zu Problemen kommen, muss aber nicht.
Und dann gibt es noch regionale Unterschiede.
Was in Bayern vielleicht funktioniert muss noch lange nicht in Hamburg, Berlin oder Frankfurt funktionieren und umgekehrt.
@Bestatter Dein "ausschliesslich" stelle ich in Frage, es sei denn alle deine Kollegen haben Kabelinternet.
Nicht alle, aber die mit den Problemen. ;)
 

Bestatter

Schwarzfahrer
@Bestatter Dein "ausschliesslich" stelle ich in Frage, es sei denn alle deine Kollegen haben Kabelinternet.
Verbindungsprobleme und Abbrüche traten hier in Berlin ausschließlich bei Kollegen mit Kabelanschluss auf.
Der Schwerpunkt lag dabei auf Zeiten der vermutlich intensivsten Nutzung der Kabelabschnitte ab Straßenverteiler am früheren Vormittag und nach Feierabend.
Eine Kollegin konnte zu diesen Zeiten nicht mal störungsfrei über ihren Kabelanschluss telefonieren.
Es gab aber auch Kollegen, die mit ihrem Kabelanschluss kein Probleme hatten.

Selbst bandbreitenschwache DSL-Anschlüsse konnten dagegen stets problemlos für die Remote-Arbeit genutzt werden.
 

ibinsfei

Team (Technik) - BOFH
Mitarbeiter
Weder das eine noch das andere ist repräsentativ.
Es kann bei jedem Anbieter zu Problemen kommen, muss aber nicht.
Und dann gibt es noch regionale Unterschiede.
Das habe ich auch so in #8 sinngemäss geschrieben. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter, es kommt auch auf die verwendete Software und das verwendete OS an.
 

Utopie

Mitglied
Sollte ich mal umziehen werde ich auch sehr stark auf die technischen Gegebenheiten achten. Zur Zeit habe ich hier nur sehr schwaches DSL :/
Schlimm, dabei wohne ich ja nichtmal auf einem Dort. Kabel mit Vodafone ginge, kommt aber auf Grund der hohen Auslastung bei mir nur noch 12 mbit an. So zumindest die Dame am Telefon.
 

octopussy

Aufsichtsratsvorsitzender
Ich habe Vodafone West (ex Unitymedia) und es läuft gut.
Bei einem Anbieterwechsel zur Deutsche Glasfaser etc. hätte ich Bedenken, wenn ich keine echt IP V4 mehr bekäme, was ja dann leider die Regel ist.
 

Utopie

Mitglied
Standard bei Vodafone (ehemal Unity Media) ist DSLite. Ein Anruf bei der Technik und man bekommt eine "echte" V4 IP Adresse.
Als Begründung, falls überhaupt gefragt wird, reicht einfach eingehendes VPN oder Webkamera Zugriff.
 
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