Hardware Frage Elektronik: Netzteil u. Treiber für LED Arbeitsleuchte

Kinzle

Bekanntes Mitglied
Hallo,



ein mir gut bekannter Handwerker hat diese Arbeitsleuchte:

LED Tower 72 W (storch.de)
20201216_210735_sm.jpg


Es sind zwei solcher Vorschaltgeräte vor dem Leuchtmittel verbaut.
20201230_003205_sm.jpg


20201230_002732_sm.jpg


Eins davon ist defekt und seitdem gibt es nur noch 180° Raumausleuchtung.
Er hatte die Leuchte irgendwo zur Reparatur abgegeben und sie als nicht zu reparieren zurückbekommen. Er hat im Nachhinein festgestellt, dass dabei das defekte Vorschaltgerät entnommen wurde und nun weg ist.

Irgendwie hat er den Glauben, dass ich da was ausrichten kann.

Ich vermute, ich brauche ein Netzteil und einen LED Treiber einfarbig (kein RGB, Anode u. Katode) auf einer Platine.
Maße: L=98mm, B=45mm, H=27mm
Input: 230V AC
Output: 36W (72W/2)
Geschaltet wird die Netzspannung. D.h. das Netzteil oder der LED Treiber soll ohne Schaltsignal klar kommen.

Alles Googeln hilft mir nicht weiter.
Ich nehme an, mir fehlen einfach nur die richtigen Suchbegriffe.
Wer kann weiterhelfen?


Vielen Dank.
 

Anhänge

  • 20201216_210735_sm.jpg
    20201216_210735_sm.jpg
    126,8 KB · Aufrufe: 9

mikado

ɯ ᴉ ʞ ɐ p o
Wenn die LED nicht irgendwie dimmbar sind, sollte es keinen “Treiber” geben. Ein neues Netzteil geeigneter Leistung sollte tun....
 

GiveThatLink

Bekanntes Mitglied
Was sagt Storch denn selbst? Das da ist ein Schaltnetzteil, aber ein spezielles. Wenn du nicht messen kannst, was raus kommt, das betrifft auch den Ausgang vom DC-Zwischenkreis, gibt es auch keinen Ersatz.

Anderes Beispiel - Philips LED-Lampe 37W, ist ein Röhrenersatz, hat zwei Panels, hintereinander geschaltet. Die laufen auf 96 Volt (oder geringfügig mehr), weil ein halbes Panel 24 Volt braucht. Da war das Schaltnetzteil auch defekt.

Storch sitzt in Wuppertal, da sollte ein Anruf genügen.
 

Kinzle

Bekanntes Mitglied
Hallo,

@mikado
War mir nicht bewusst. Habe mal Output mit Multimeter gemessen. Schwankt irgendwo zwischen 29.5 u. 30.5V. Hätte 24V erwartet.

@GiveThatLink
Storch einfach fragen ist zu einfach :p Die haben zwischen den Jahren zu. Werde ich aber noch tun.
Was möchtest du mir mit dem Beispiel sagen? Wie komplex es sein kann oder dass dieses Schaltnetzteil evtl. was sein könnte?
In dieser Leuchte hier ist nichts hintereinander geschaltet.

@Rubb
Die Energiekennzeichnung sagt mir, dass das Leuchtmittel nicht ersetzbar ist. Hilft mir das?
Unter den Zeichnungen etc kann ich keine Leuchten finden. Evtl. übersehe ich etwas. Hast du einen Link für mich.

Danke euch.
 

eumel_1

Der Reisende
Ohne Angabe der Ausgangsspannung kann man nicht viel machen, ein Foto des (noch vorhandenen) Vorschaltgeräts wäre eventuell hilfreich.
Die Angabe Output 36W reicht nicht aus, man braucht mindestens noch die Spannung oder den Strom. Aus 2 Angaben lässt sich die fehlende dritte berechnen, nur mit einer wird das zur Glaskugel Leserei. Üblicherweise wird sowas auch angegeben.
Die Angabe PQ2620-450-24V lässt sich googlen und ergibt einen Ferritkerntransformator (eher Übertrager) mit den Daten 220V Input, 24V Output und 450VA Scheinleistung (= Wirkleistung in Watt plus Blindleistung).
Da in diesem Netzteil aber die Wechselspannung sehr wahrscheinlich in eine HF umgewandelt wird (das macht man so, um die Trafos/Übertrager klein zu halten) hilft diese Angabe nicht weiter, denn es ist keine Garantie dafür, dass auch wirklich 24V zu den Leuchtmitteln gehen.
Kannst du mal ein Gesamtfoto machen? Ich habe Probleme, mir eine Leuchte vorzustellen, an der 2 Netzteile dranhängen. Und ein Foto vom Netzteil wo etwas zu lesen steht?

EDIT: Angabe des Ferritkerns korrigiert, auf dem Foto ist zu sehen PQ2620-450-24V
 
Zuletzt bearbeitet:

GiveThatLink

Bekanntes Mitglied
30 Volt sind ungewöhnlich, sollten aber stabil sein, Schaltnetzteil eben.

Detailbild zum Fuß, weil ich die Strippen (zu/ab) merkwürdig finde:
https://www.masterofcolors.de/images/bilder/Miete/ohne/Storch_LED_Tower_72W.JPG

Steckdose ist hier nicht sichtbar, ist aber auf der Seite, wo die 230V ankommen. Vermutlich verstecken sich die Netzteile hinter den anderen zwei Abdeckungen des Fuß-Dreiecks.

Für die Redundanz zwei, denn wenn wie hier eine Lichtleiste ausfällt, steht man nicht gänzlich im Dunklen.

Was die 450VA angeht, denke ich nicht (bin auch im Netz dazu nicht fündig geworden wie eumel). Bei 36 Watt Wirkleistung wäre es das 12,5-fache, etwas hoch. Ich denke, falls Übertrager, sind das eher 450 zu 24 Volt. Die (kleinere) gekühlte Mimik davor könnte schon einen Gleichrichter beinhalten. Am großen Kühlblech sind zwei Elemente verschraubt. Da ist auch ein weiterer Übertrager zu sehen.

Was ebenfalls nicht zu erkennen ist, was Ein- und Ausgang ist - die Strippen sind beide gleich und sw/rt.
 

FranzJosef

Bekanntes Mitglied
Habe mal Output mit Multimeter gemessen. Schwankt irgendwo zwischen 29.5 u. 30.5V. Hätte 24V erwartet.
Und das sicher lastfrei ohne dem LM daran? Mit was gemessen , DMM mit LCD im U- Bereich für Gleich-U, mal mit U~ versucht, und mit einer geringen Last dran?
Der Link dazu wäre vllt. mal interesssant, weil ich damit nichts finde , der kleine Ferrit-Trafo oben auf dem Bild bringt niemals die 450 VA Übertragungsleistung.

Ein BIld vom LM, also dem LED-Strahler ist wohl nicht möglich?
 

eumel_1

Der Reisende
Das mit dem 450VA hat mir wohl Google untergejubelt. Aber PQ2620 ist der Übertrager
Nur das allein reicht nicht.
Man könnte es versuchen mit solch einem Netzteil
allerdings auf die Gefahr hin, das Teil endgültig zu himmeln.
 

eumel_1

Der Reisende
...
Könnte man vergleichen.
Von Elektroniker an Elektroniker: nur der Übertrager reicht nicht, davor ist auf der Primärseite mindestens ein HF-Generator und auf der Sekundärseite mindestens ein Gleichrichter.
Ich würde abwarten, was die Herstellerfirma dazu sagt - wahrscheinlich kommt nix bei raus, es sei denn sie fertigen selber, was ich aber nicht glaube.
Wenn das nix bringt, kann man es mit einem 30V Netzteil versuchen, das von mir verlinkte ist etwas überdimensioniert, aber das schadet nicht.
Entscheidend ist die Frage, ob Spannungskonstanz oder Stromkonstanz gefragt ist, normalerweise werden LEDs mit einer Konstantstromquelle versorgt.

Ansonsten gibt es beim Chinamann eine große Auswahl an 29V 1,5A Netzteilen
wem das zu lange dauert, auch Amazon hat was
 
Zuletzt bearbeitet:

Kinzle

Bekanntes Mitglied
@eumel_1
Ohne Angabe der Ausgangsspannung kann man nicht viel machen, ein Foto des (noch vorhandenen) Vorschaltgeräts wäre eventuell hilfreich.
Da ist nicht mehr vom Netzteil zu fotografieren. Der Molex Stecker wird gesteckt u. durch das Gehäuse and das Leuchtmittel geführt. Zweites Kabel mit Molex Stecker für das zweite Leuchtmittel liegt im Gehäuse. Die anderen beiden Leitungen gehen über die Steckdose im Gehäuse und von dort mit PE-Leiter zur Lüsterklemme an 230V AC.
20201231_172905.jpg

Man könnte es versuchen mit solch einem Netzteil
Das schaut nach einfacher 29V Gleichspannung aus. Wenn dem so ist, könnte ich auch mal ein Labor Netzteil dranhängen, oder? 30V / 5A habe ich da.
@GiveThatLink
Was ebenfalls nicht zu erkennen ist, was Ein- und Ausgang ist - die Strippen sind beide gleich und sw/rt.
Auch für dich das Bild zum besseren Verständnis was Input u. Output Anschluss ist.
@FranzJosef
Und das sicher lastfrei ohne dem LM daran? Mit was gemessen , DMM mit LCD im U- Bereich für Gleich-U, mal mit U~ versucht, und mit einer geringen Last dran?
Lastfrei u. ohne LM mit Gleich-U gemessen. Fluke 87 DMM mit LCD. Mit U~ habe ich nix brauchbares bekommen. Welche Art von Last sollte ich anlegen?
Ein BIld vom LM, also dem LED-Strahler ist wohl nicht möglich?
Nein, hat der Kollege mir leider nicht dagelassen. Ich frage mich gerade warum. Spätestens wenn es den ersten Versuch gibt, wird es gebraucht. Werde mir es mal bringen lassen.
 

eumel_1

Der Reisende
Das eigentliche Netzteil ist auf einer schwarzen Plastikplatte.
Ich ging davon aus, dass das das Unterteil eines Gehäuses sei und auf dem (schwarzen) Gehäuse etwas steht.

Du solltest die Messung mal mit Last wiederholen! Dann weiß man mehr. Leerlaufspanungen sind nicht wirklich hilfreich.
 

Kinzle

Bekanntes Mitglied
Achso. Das ist nur eine neutrale schwarze Kunststoffträgerplatte für die eigentliche Platine, die so breit ist, dass sie entlang einer Seite der Dreiecksform im Gehäuse gesteckt ist. Da steht nix drauf.
Dann muss ich mal gucken, was für eine Last ich daran anschließe und messe noch einmal Ausgangsspannung.
 

GiveThatLink

Bekanntes Mitglied
Alter Falter, das mit den Krimpverbindungen ist aber spack gemacht - weil die in die Steckdose müssen. Ist das überhaupt noch zulässig? Wenn sich die Ministrippen durch Bewegung, und das ist ja ne Handwerkerlampe, abbröseln, die Litzen brechen, dann fliegen da ungeschützt 230 Volt durchs Gehäuse.

Eingang/Ausgang, das bestätigt meine Annahme aufgrund des Ali-Bildes.

Testen, alles, wo 230 dran sind, isolieren mit ISO-Band. Vor allem die gekrimpten da - oder ne Lüsterklemme drauf wahlweise ne Klappwago. Dann kann man den Aufbau in Betrieb nehmen (ohne Steckdose) und am Verbindungsstecker nach Ausgang die Spannung in Betrieb messen. Ersichtlich ist ja der zweite Leuchtmittelanschlusse, der frei ist.
 
Oben Unten