Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Sine Culpa

Bekanntes Mitglied
Moin!

Ich habe waehrend der letzten Monate etliche Linux Distributionen getestet, darunter Ubuntu, Kubuntu, Debian, OpenSuse und Fedora. Ich habe dabei viele schoene und interessante Dinge gesehen, war oft tief beeindruckt, aber auch oft ziemlich genervt. Ich bin mir voll und ganz der Tatsache bewusst, dass es fuer manche Aufgaben kaum ein besseres OS geben mag, aber zumindest fuer meine Beduerfnisse, ueberwiegen die Probleme.

OpenSuse ist schick, startet aber langsamer als XP SPIII. Alles laeuft wie am Schnuerchen, bis man dann mal einen 08/15 Drucker oder eine Faxkarte installieren muss. Da hat man dann wieder zu tun, als saesse man vor Slackware mit der Kommandozeile.

Aehnlich sieht es mit Ubuntu aus, wobei ich den Schick von Kubuntu mag, aber die Schnelligkeit von Ubuntu vorziehe. Nur, will man dann mal ein 'richtiges Programm' installieren, zB SAS, dann ist Ubuntu nicht mehr 'kompatibel'. Alle von mir benoetigten grossen Anwendungen, laufen idR wirklich reibungslos nur unter RedHat, OpenSuse oder Debian. Abgesehen davon, dass ich mir nicht sicher bin, dass ich die Huerden der Installation selber nehmen koennte, habe ich auch keine Lust und kein Geld, eine Fachperson dafuer zu engagieren. Dazu kommt noch, dass nicht alle mir wichtigen Anwendungen unter der gleichen Distribution laufen. Soll ich jetzt also zwei oder drei Distributionen installieren?

Fedora hat was, hinterlaesst bei mir den Eindruck eines grundsoliden Systems. Unterm Stich aber ist die Konfiguration komplexer als bei Ubuntu zB, ohne dass ich wirklich einen Mehrwert davon habe.

Gefallen hat mir am ehesten noch Debian. Da hat man keine Illusionen, wird nicht enttaeuscht. Debian kann alles, aber der Weg dorthin ist steinig. Ich habe fast einen halben Arbeitstag verplempert, nur um einen Netzwerkdrucker zum Laufen zu bekommen. Drei Tage spaeter war das Geraet zur Wartung weg, und ich sass mit meinen unausgedruckten Texten da, weil ich den Ersatzdrucker natuerlich neu haette installieren muessen. Unter XP habe ich nur kurz die Meldung von PnP gesehen, und das wars. Der Scanner geht immer noch nicht, die Faxkarte macht Zicken beim Empfang und mein heissgeleibter USB-Radio Stick stottert. Aber wenigstens fuehle ich mich bei Debian nicht veraeppelt: Aussen Vista-Glass, innen Unix.

Ganz schlimm finde ich auch, dass es unter Linux noch keinen wirklich funktionierenden Client fuer den Quasi-Standard MS-Exchange gibt. Fuer OS-X gibt es Entourage, aber bei Linux + Exchange Server 2007 ist Schicht. Auch Open Office ist nicht wirklich eine Offenbarung, aber immerhin, man kann damit arbeiten.

Saesse ich in Redmond, wuerde ich mir jeden Tag ueber die Linux Leute ins Faeustchen lachen. Mit ihren Grabenkaempfen und den 100.000 Distributionen sind sie dermassen beschaeftigt, dass sie etlichen Sine Culpas keine wirkliche Alternative zu Windows bieten koennen.

Kurzum, fuer mich ist Linux bislang keine echte Alternative, und ich bedauere das durchaus.

Tschuess,
 

fatharry

Vier Fäuste gegen Rio
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Warum du nicht bei jeder Distribution deine Anwendungen zum Laufen gebracht hast, ist mir schleierhaft. Damit hatte ich noch nie Probleme.
Bei OpenOffice muss ich dir leider Recht geben. Dafür, dass es kostenlos ist, ist es ein super Programm, aber komplett auf MS Office zu verzichten (vor allem beim Dokumentenaustausch mit anderen Menschen) ist fast unmöglich. Es gibt immer wieder Dinge die OO anders darstellt wie MS Office.
Kürzlich habe ich gelesen, dass Sun sein Engagement bei OO deutlich reduzieren wird. :-(

Schöne Grüße,

fatharry
 

DiStefano

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Bei OpenOffice muss ich dir leider Recht geben. Dafür, dass es kostenlos ist, ist es ein super Programm, aber komplett auf MS Office zu verzichten (vor allem beim Dokumentenaustausch mit anderen Menschen) ist fast unmöglich.
MS-Office-Dokumente austauschen? Das kannst du nur intern in der Firma machen, wo auf jedem Rechner die gleiche Version ist.
Das stellt doch dann schon MS-Office in verschiedenen Versionen verschieden dar.

@Sine
Kauf dir mal ein Buch über Linux bzw. einer Distri deiner Wahl. Und bleib dann auch dabei. Dann gib der Distri mal so viel Zeit wie deinem Win, oder bist du mit dem Win-Gen geboren und hast da auch gleich von Anfang an alles gewusst, gefunden und deinen Bedürfnissen angepasst? Und wenn du dann nach einem Jahr oder so immer noch nen halben Tag für einen Netzwerkdrucker brauchst, dann ist es vielleicht doch nicht das richtige für dich.
 

Antitrack

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Ich will es mal pragmatisch ausdrücken: Linux basiert auf dem Konzept von Unix aus dem Jahr 1970 oder so. Jeder, der damals einen Rechner bediente, mußte selbst ein Sysadmin/sonstiger Experte sein. Die Philosophie des "der gescheite User muß wissen, was er tut, wenn er die XYZ-Konfigurations-Textdatei editiert" ist so tief drinnen verwoben, ich bezweifle, daß man das je wieder rauskriegt.
Andererseits ist Linux nun mal super für Leute wie mich, die die Zeit und Nerven hatten, sich tage- und wochenlang einzulernen, denn technisch ist es überlegen: Kein Bluescreen, keine "Treiberinstallation"! (Aber: Allein das harmlos klingende Programm "Sendmail" ist ein 600 Seiten Buch und die Konfigurationsdatei ein Sonderzeichen-Alptraum für Windows-Jünger).
Apple hat es gewiß versucht, das Unix vor dem User so gut wie möglich zu verstecken. IMHO relativ dünn, diese Versteckschicht. Kann bald passieren, daß man auf die Kommandozeile zurückgreifen will.
Allen Systemen gemeinsam ist: Kommandozeilen und Konfigurationsdateien (Registyeinträge unter Windows) existieren, und wer als Könner dastehen will, kann darauf nicht verzichten.
Keiner wird zum Lernen gezwungen, und heutzutage machen es einem virtuelle Maschinen wie VMWare/QEMU etc. das Lernen leichter. So kann man sich durchaus die Rosinen aus jedem BS rauspicken!
 

Sine Culpa

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Ich habe leider keine genaue Antwort auf Deine Frage, kann Dich daher nur auf die zahlreichen Forendiskussionen verweisen, wo Dritte von aehnlichen Problemen berichten. Bei SPSS ist es wohl etwas einfacher, zB unter Ubuntu, Stata aber zB funzt wohl wirklich nur unter RedHat/Fedora oder OpenSuse. Diese Programme sind halt nicht Open Source und moeglicherweise auf einen bestimmten Core zugeschnitten. Aber ich weiss das nicht wirklich.
Ich koennte mal OpenSuse mit Gnome probieren ... je nach Spieltrieb und Zeit. Aber die Huerde ist schon recht hoch, wenn ich das mit der Windowsinstallation vergleiche: DVD rein, Klick Klack und fertig.

Und wie ich bereits andeutete, es ist die Summe der Huerden, die zum Problem wird: Hier ein Statistikpaket, dort der Outlookersatz, hier ein Druckertreiber und dort was auch immer. Ich bin einfach mehr mit dem OS beschaeftigt, als mit dem Arbeiten.

Tschuess,
 

Sine Culpa

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

...
@Sine
Kauf dir mal ein Buch über Linux bzw. einer Distri deiner Wahl. Und bleib dann auch dabei. Dann gib der Distri mal so viel Zeit wie deinem Win, oder bist du mit dem Win-Gen geboren und hast da auch gleich von Anfang an alles gewusst, gefunden und deinen Bedürfnissen angepasst? Und wenn du dann nach einem Jahr oder so immer noch nen halben Tag für einen Netzwerkdrucker brauchst, dann ist es vielleicht doch nicht das richtige für dich.
Ich habe meine ersten Computergehversuche auf einem Sinclair ZX81 gemacht und fuerchte mich weder vor Kommandozeilen oder Sonderzeichen. Aber auch ich werde aelter und bequemer und stelle andere Ansprueche an das OS, als ich es vor 25 Jahren tat, wo ich es als voellig normal empfand, meinem NEC-Druckertreiber haendisch und per Hexeditor deutsche Umlaute beizubringen.

Ich sage ja auch nicht, dass Linux mies ist, nur dass es noch nicht wirklich zu einer Alternative fuer Anwender wie mich geworden ist.

Tschuess,
 

Wolf Larsen

Kapitän
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Ich bin auch ein Ketzer. Ketzen wir doch gemeinsam :-) *Ketzketz* Wie oft ich auch Linux probiert habe, vom käuflichen Suse früher bis zum Kubuntu, so schnell verschwindet es auch wieder von der Platte. Bei meinem alten Vater ist es ähnlich. Er probiert es auch, dann merkt er dass er noch mehr Systeme pflegen muss und dann lässt er es wieder. Für den Normal-User ist früher irgendwie zu viel versprochen worden. Alles sollte ganz einfach gehen, bis man dann eben nen Drucker brauchte oder ins Internet wollte und kryptische Sachen eingeben sollte. Heute braucht man bei Linux halt länger, bis die große Hürde kommt, die man nicht mehr schafft. Für mich haben die Distributionen eher so ein unseriöses Bastel-Feeling. Jeder macht irgendwas, keiner ist verantwortlich. Ein Standard ist keins. Bestimmt wäre ich gerne ein total kluger Informatiker, ein Genie an der Kommandozeile, aber ich möchte gleichzeitig auch Schnürsenkel binden können :-) Ich habe mich für die Schnürsenkel entschieden und brauche Betriebssysteme, die auch mal funktionieren und einfach erweiterbar sind. Windows XP hat mich da nie geärgert und heute auch OS X nicht, auch ein Unix/Linux, oder? Also es ist machbar. Solange da aber Freaks entwickeln kommen halt weniger menschliche Einflüsse rein. Linux als Serversystem ist hier natürlich außen vor. Es geht ja um Normalo-Betriebssysteme. Hach, der ganze Text voller Vorurteile und Halbwahrheiten :-)

Wolf
 

sterin

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Hi Sine,

ich finde an Deinen Anmerkungen zu Linux nichts "ketzerisch". Wer das meint, der ist falschen Heilsversprechen aufgesessen bzw. einer gewissen ideologischen Lagermentalität die meint Windows müßte per se schlecht sein, weil es nicht "frei" ist.

Andererseits sollte man IMHO Linux nicht 1:1 mit Windows vergleichen, sonst sitzt man schnell grundsätzlichen Irrtümern auf.

Erstmal ist die Anzahl der Entwickler und der Nutzer - zumal im Geschäftsumfeld und zumal beim Desktop - bei Linux im Vergleich zu Windows wesentlich geringer. Eine gleichwertig differenzierte "Linuxwelt" zu erwarten, in der jeder Anwenderkreis über 5 Personen seine bezugsfertige und maßgeschneiderte Lösung findet, wäre daher illusorisch.

Dinge wie bescheidene Hardwareunterstützung oder die in der Praxis nicht ausreichende Unterstützung von Exchange sind natürlich keine gute Voraussetzung, um in mittelgroßen Umgebungen auf den Dektop zu kommen. Das Problem ist halt, dass sowas für einen ökonomischen Akteur einen Verhältnismäßig großen Aufwand bedeutet, ohne dass es aus Entwicklersicht so viel Spaß machen würde, dass sich die Leute drum schlagen, dass in ihrer Freizeit zu machen.

Andererseits ist "frei" halt auch nicht immer umsonst, da kann ein Unternehmen dann ja vielliecht auch mal ein paar Stunden Support kaufen bzw. eignen Leuten die Zeit geben und das Ergebnis dann vielleicht sogar der Community zur Verfügung stellen. Prinzipiell bezahlt man die Ein-Klick-Lösungen auch, nur dass sich das durch die große Nutzerbasis besser vergesellschaften lässt. Dass das ein linuxspezifisches Problem des "Frickler- und Eigenbrödlertums" sei, bei Windows dagegen alles durch hyperrationale weißbekittelte Standadisierungskommissionen im Vorfeld ausgeschlossen wird, ist IMHO eine urbane Legende. Bei Windows schleift die schiere Masse der Anwender halt die Ecken ab und gibt dem Endergebnis den Charakter des Unvermeidlichen ;)

Sine Culpa schrieb:
Saesse ich in Redmond, wuerde ich mir jeden Tag ueber die Linux Leute ins Faeustchen lachen. Mit ihren Grabenkaempfen und den 100.000 Distributionen sind sie dermassen beschaeftigt, dass sie etlichen Sine Culpas keine wirkliche Alternative zu Windows bieten koennen.
Das trifft vielleicht auf Steve Ballmer zu, ansonsten arbeiten z. B. etlich Linuxentwickler "tagsüber" für Microsoft, einfach weil bei Linux kein Geld zu holen ist und die Projekte oft zu klein sind um Spezialisten langfristige Möglichkeiten zu bieten, trotzdem finden sie Linux unterstüzenswert und nützlich.
 

Deluser957

janz wech. fresse halten,wenn man keine ahnung hat
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Ich sehe das wie Antitrack - Zeit braucht es. Vor Jahren mit dem neuen Rechner
dick auf die Fahne geschrieben - Linux muss hier rein (nach Windows). Extra Platz
gelassen. Was war - nix, fast nix - öfters ma ne LIVE benutzt, fertig. Ich bin tagtäglich
beschäftigt an der Kiste, Korrespondenz, Support etc - aber alles unter oder für Windows.
Und mein kleiner Recher schafft es nicht, der spielt eh fast nur Server (WinXP), weil
der vorher Arbeitsrechner war und so musste ich den nicht grossartig umstricken.
Der nächste Versuch wird erst wieder mit dem dritten Rechner kommen, egal was für
einer das werden wird (Tendenz Laptop, allerdings hat sich dann was mit neuen Spielen,
was mir auch nicht passt). Und dann kann ich auf dem hier hantieren, was dann eher
beim Versuch wieder bleiben wird. Ich hasse sowas...
Dafür ist Linux die schönste Nebensache am Rechner hier :p
 

Steve-Urkel

Team (Azubi ;-))
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

2ct in den Raum geworfen:
So lange es die Softwareentwickler nicht für nötig betrachten ihre Software auch für Linux bereit zu stellen, so lange wird das mit Linux nicht viel bringen.
Es ist für eine funktionelle Umgebung meist doch relativ egal womit man seine Anwendungen startet, nur das eine kostet halt nichts, das andere ein wenig, und das nächste etwas mehr.

Ich würde auf der Arbeit gerne auf Windows verzichten und ein kostenloses OS nutzen. Nur hindert mich daran das es nicht eine der Anwendungen, die dort benötigt werden (müssen), für Linux gibt.
Nicht ein "Bestellprogramm" läuft darunter, kein MotorradData, kein AutoData, dein Mike(Matthies) ja einfach alles was nötig ist gibt es nur für Windows. :(

Zu Hause hindert mich das ebenfalls an einer ständigen Nutzung.
Die Hardware bekomme ich gebacken, aber sobald es an Spiele, Office und Co. geht wird Linux ganz schnell zum Aussenseiter.

Aber genau so sieht es mit OS X aus.
Das habe ich ebenfalls installiert, nur darunter laufen weder die von mir benötigten Anwendungen, noch ausreichend Spiele(eigentlich so gut wie nichts was ich gut finde) die ich gerne zocke.


Die Systeme als solche laufen _ALLE_ für sich wirklich sauber wenn man sie ordentlich einrichtet/eingerichtet bekommt.
Ich habe unter OS X keine Kernel Panik, unter Windows keine BSOD's und unter Linux klemmt auch nichts(bis auf mein DVB-T).

Nur, wie geschrieben, nützen die ganzen Systeme selten wenig wenn die Anwendungen fehlen.
Und da sehe ich seitens der Softwareentwickler erheblichen Nachholbedarf.
 

fersengeld

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Ganz schlimm finde ich auch, dass es unter Linux noch keinen wirklich funktionierenden Client fuer den Quasi-Standard MS-Exchange gibt.
Es ist einigermaßen schwierig und arbeitsintensiv, ständig Microsoft hinterherzuhecheln. Sinnvoller ist es, Outlook oder alternative Windows-Clients an frei entwickelte Groupware-Server anzubinden.

Saesse ich in Redmond, wuerde ich mir jeden Tag ueber die Linux Leute ins Faeustchen lachen. Mit ihren Grabenkaempfen und den 100.000 Distributionen sind sie dermassen beschaeftigt, dass sie etlichen Sine Culpas keine wirkliche Alternative zu Windows bieten koennen.
Von den vielen Distributionen sind nur wenige relevant. Was Entwickler und Aficionados verwenden, kann dir doch egal sein. Statt "Grabenkämpfe" kenne ich eher "Sandkastengeplänkel" - oft unreif oder egoman wirkende Diskutanten, sicher nicht selten mit leicht autistischem Hintergrund.


Jeder macht irgendwas, keiner ist verantwortlich.
Es gibt kein Management, welches bestimmte, kundenorientierte Ziele durchdrückt und keine Angestellten, die zum Broterwerb darauf angewiesen sind, Anweisungen Folge zu leisten. Bei kommerziellen Distributoren stimmt dies nicht so ganz, aber die können den Stack freier Software nicht allein weiterentwickeln, sondern müssen sich vielfach den Gesetzmäigkeiten freier, kollaborativer Entwicklungstätigkeit beugen. Es wird in diesem Bereich schlicht nicht genug Geld verdient.. Auch bei proprietärer Software ist bezüglich Verantwortlichkeit nicht immer alles Gold was glänzt - man lese nur die EULAs.

Ein Standard ist keins.
Diese Aussage kann ich so nicht nachvollziehen. Es gibt eine ganze Reihe Standards und meiner Wahrnehmung nach steigen die Standardisierungsbemühungen.
 

fersengeld

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Ich würde auf der Arbeit gerne auf Windows verzichten und ein kostenloses OS nutzen. Nur hindert mich daran das es nicht eine der Anwendungen, die dort benötigt werden (müssen), für Linux gibt.
Nicht ein "Bestellprogramm" läuft darunter, kein MotorradData, kein AutoData, dein Mike(Matthies) ja einfach alles was nötig ist gibt es nur für Windows. :(
Bei nur einer, nicht geschäftskritischen Anwendung kann man einen Versuch mit Wine wagen, ansonsten bleibt sicher nur ein virtualisiertes Windows und langsame Migration. Es ist eine klassische Henne-Ei-Situation: Ohne fordernde Kunden gibt's keine Portierung. Und mehrere Plattformen zu bedienen, bedingt qualifizierteres Personal, bedeutet mithin höhere Kosten.


Zu Hause hindert mich das ebenfalls an einer ständigen Nutzung.
Die Hardware bekomme ich gebacken, aber sobald es an Spiele, Office und Co. geht wird Linux ganz schnell zum Aussenseiter.
Bei Spielen ist dies sicher so, was einfaches Office angeht sehe ich das anders. Die wenigen Funktionen, die MS Office bietet, OpenOffice aber nicht, dürften nur in den seltensten Fällen relevant sein. O.k. ein DB-Frontend, das MS Access das Wasser reichen kann, gibt es nicht.

Das habe ich ebenfalls installiert, nur darunter laufen weder die von mir benötigten Anwendungen, noch ausreichend Spiele(eigentlich so gut wie nichts was ich gut finde) die ich gerne zocke.
So ab +/- 30 Lebensjahren finde ich einen so starken Bezug zu Computerspielen ehrlich gesagt ein wenig befremdlich.
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Alle monate wieder kommt so ein Posting zustande, obwohl ich finde das gar nicht schlimm. Ich glaube sogar, das hier man einiges draus schliessen kann. Weil die meisten und das sage ich schon seit Jahren, haben keine Geduld. Wollen alles schnell und fertig haben.
Bei LInux ist es so, wenn man nicht willig ist zu lernen, nimmt man Windows halt. Ganz einfach. Ich liebe solche leute, die sagen, och Linux ist doch nur ein Freaky System.

Ihr braucht es noch nicht benützen, es ZWINGT euch keiner dazu *gg

WAs ich aber lustig finde, das hier auf den Board mal ein LInuxbastion sich bilden würde *gg Als ich ein forum für LInux vorgeschlagen habe, bin ich fast gesteinigt worden .. lol
 

karlson

--deaktiviert--
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Wer weder Windows noch Linux kennt kommt mit einem Linux genauso gut aus wie mit XP.

@Sine: Für Exchange gibt es Evolution. Das funktioniert (wohl) so lange die Exchangeversion < 2008 ist.


Soere

Achja: Kann jemand mal einen Stein auf Bogus werfen ?
 

Sine Culpa

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

...
@Sine: Für Exchange gibt es Evolution. Das funktioniert (wohl) so lange die Exchangeversion < 2008 ist.
...
Leider < 2007
Schon alles gecheckt. Mit Exchange 2007 geht es nicht mehr.

...
Achja: Kann jemand mal einen Stein auf Bogus werfen ?
Ich hatte das erwogen, aber in Zeiten der Rezession wirft man ja nix weg.

Tschuess,
 

Steve-Urkel

Team (Azubi ;-))
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Die wenigen Funktionen, die MS Office bietet, OpenOffice aber nicht, dürften nur in den seltensten Fällen relevant sein.
Dazu hier ein praktisches Beispiel das MS-Office auch für ganz einfache Dokumente nötig sein kann:
Ich helfe einigen Personen bei der Werbung für ihren Laden.
Ab und an gehen hier MS-Office Dateien ein die bearbeitet und für den Druck vorbereitet werden sollen.
Diese gehen, bis zur fertigen Version, teilweise mehrfach hin und her bis alles so ist wie es gewünscht wird.

Mit OpenOffice ist die Darstellung nach dem ersten öffnen eines einfachen Flyer meist schon kaputt.
Geht das ganze dann noch mal hin und her kannst du das ganze gleich in die Tonne klopfen wenn dein gegenüber nicht ebenfalls OpenOffice nutzt.
Und daran scheitert es schon wieder, die meisten lassen sich nicht dazu überreden auf OpenOffice umzusteigen.



So ab +/- 30 Lebensjahren finde ich einen so starken Bezug zu Computerspielen ehrlich gesagt ein wenig befremdlich.
Starker Bezug?
Selbst wenn ...
 

DiStefano

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

fersengeld schrieb:
So ab +/- 30 Lebensjahren finde ich einen so starken Bezug zu Computerspielen ehrlich gesagt ein wenig befremdlich.
Starker Bezug?
Selbst wenn ...
So ab +/- 70 Lebensjahren finde ich so eine Aussage ehrlich gesagt verständlich :p

Computerspiele gehören zur Kultur und vor Allem für Leute +/- 30 , weil wir damit aufgewachsen sind. Darf man ab einem gewissen Alter nur bestimmte Hobbys haben? Darf man nur Golf, Segeln oder Tennis? Lesen, Schwimmen, Reiten?
 

Shakti7

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Als Kind hab ich auch immer gedacht, daß das Erwachsenendasein wohl so ziemlich das Trostloseste ist, was das Menschsein zu bieten hat. Nur Ernst, nur Sorgen, keinen Spaß.

Weit gefehlt. Die Leute, die als Erwachsene keinen Spaß haben (können), die tun mir leid. Und woran letztendlich jemand Gefallen findet, bleibt ganz allein ihm oder ihr überlassen. Das können auch (Computer-) Spiele sein.

Sorry fürs Schreddern.
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Beispiel:

Handy Motorola W375 unter Win XP prof anschliessen, windows sucht USB TReiber, nichts gefunden ..... Das ganze unter Ubuntu 9.04, angeschlossen, gefunden und Bild runtergeladen .. Fertig .. noch Fragen ??
 

Steve-Urkel

Team (Azubi ;-))
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Nein, das mit dem Handy ist natürlich ein absolutes Killergument für alles was bei anderen klemmt.

Ich werde gleich allen die unter Linux irgendwas nicht nutzen können, egal warum es einfach nicht funktioniert, mitteilen das dein Handy keine Probleme macht.

Bestimmt wird sich dann auch die Hardware geschlagen geben und sofort problemlos funktionieren.

Da bin ich mir ziemlich sicher, denn was gibt es schon bis auf dein Handy was nicht funktionieren könnte. :icon_tsts:

^^ Bitte nimm das nicht persönlich, aber ... ;)
 

Brian

Username
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Sowohl für meinen alten Scanner (ca. 4 Jahre alt) als auch für meine alte USB-ISDN-Anlage gibt es keine Treiber mehr für Windows Vista.

Gerade bei Linux werden Geräte noch viel länger unterstützt. Bei neuester und besonders exotischer Hardware hängt Linux mit den Treibern weit hinter Windows. Das ist aber kein Verdienst von Windows selber.

Der Hauptgrund, warum ich aber Linux und nicht Windows benutze ist einfach, dass Linux mir mehr Freiheiten lässt tief in das System einzugreifen und mir die Umgebung zu schaffen, die ich haben möchte.

Zum Zocken habe ich aber immer noch ganz klar einen Wintendo mit Vista, alleine schon wegen DirectX 10.
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

@Steve: Ich wollte nur zeigen, das es auch anders geht. Es gibt auch hardware die ohne murren geht. Klar habe ich auch Hardware gehabt, die nicht ging.

Ich benutze beides windows und LInux. Und eigentlich ist es doch egal, was mam benutzt, hauptsache man hat spass am PC oder ? Und die Arbeit damit fällt damit leicht.
 

karlson

--deaktiviert--
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Handy Motorola W375 unter Win XP prof anschliessen, windows sucht USB TReiber, nichts gefunden ..... Das ganze unter Ubuntu 9.04, angeschlossen, gefunden und Bild runtergeladen .. Fertig .. noch Fragen ??
Naja... Bild runterladen ist heutzutage auch nur ein kleiner Teil den man mit dem Handy und dem PC macht. Versuche mal mit Linux Deine Kontakte und Termine laufend synchron zu halten.
Activesync mit Outlook kann das nach weniger als 5 Minuten.

Unter Windows installiert man bei USB Geräten immer erst den Treiber und schließt danach das Gerät an. Dann gibt es (in der Regel) auch keine Probleme.

Übrigens: Ich setze nur Linux für mich ein und betreue Windows nur bei Kunden.
 

Steve-Urkel

Team (Azubi ;-))
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

@Steve: Ich wollte nur zeigen, das es auch anders geht. Es gibt auch hardware die ohne murren geht. Klar habe ich auch Hardware gehabt, die nicht ging.
Ohhh, entschuldige bitte, dann habe ich das falsch verstanden. :o

Mein Fehler. :icon_prost:
 

dosenbrot

Leck mich en de Täsch
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Naja ich bin testweise vor ca. 10 Monaten auf Ubuntu bzw Kubuntu umgestiegen.
Habe natürlich noch Vista via Dualboot auf der Platte.
Also das gefällt mir so gut, das ich das letzte mal vor ca. 3 Wochen Windows startete, sonst aber jeden Tag Linux bei mir läuft.
Ich zocke sogar nun regelmäßig counter-strike mit Hilfe von Wine auf Linux, funktioniert fabelhaft.
Zugegeben anfangs war es schon ein wenig schwierig, aber das liegt nur daran weil man halt nur Windows gewohnt war.
Heute sehe ich Ubuntu sogar als angenehmer zu bedienen als Windows, zumindestens mir gefällt es besser.
 

fersengeld

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

...] Und daran scheitert es schon wieder, die meisten lassen sich nicht dazu überreden auf OpenOffice umzusteigen.
Das ist aber kein Problem des Funktionsumfangs, sondern der Kompatibilität. Aus neutraler Perspektive ist dies eher Microsofts mangelndem Interesse an Standardisierung anzulasten, als OpenOffice. In der Praxis hast du wohl recht. Ich hoffe ja immer noch, daß irgendwann EU-weit behördliche Stellen nur noch ODF und PDF akzeptieren werden, so daß dieses Problem mit der Zeit verschwindet.


So ab +/- 70 Lebensjahren finde ich so eine Aussage ehrlich gesagt verständlich :p

Computerspiele gehören zur Kultur und vor Allem für Leute +/- 30 , weil wir damit aufgewachsen sind. Darf man ab einem gewissen Alter nur bestimmte Hobbys haben? Darf man nur Golf, Segeln oder Tennis? Lesen, Schwimmen, Reiten?
Auch ich bin in damit aufgewachsen (C64, Amiga,...). Irgendwann wurd's fad und das geht meiner Erfahrung nach den meisten so. Computerspiele ordne ich eher unter Kinder-/Jugendspielen ein, als den Vergleich zu Segeln oder Golf zu ziehen. Man spielt sicher nochmal mit den Kindern - und hat Spaß dabei - aber dies entspringt anderen Interesses.
 

selassie

SCNR
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Ich frage mich, ob die Zeit, sich jetzt in Linux einzuarbeiten nicht verschwendet ist. Ich sehe die Zukunft ganz eindeutig in reinen Onlineapplikationen. Auf dem Rechner brauche ich in absehbarer Zeit nur noch einen Browser und es wird egal sein, unter welchem Betriebssystem der Browser denn nun läuft.

Ein Beispiel für eine Applikation, die ich schon heute nicht mehr auf einem Rechner installieren würde ist ein Mailprogramm. Ich bin von Google Mail total begeistert und würde niemals mehr mit Qutlook oder Thunderbird arbeiten. Auch Google Docs finde ich prinzipiell annähernd genauso gut wie Office oder OpenOffice, wenn es nur nicht so langsam wäre. Ich bin aber auch überzeugt, dass diese Probleme in absehbarer Zeit gelöst werden und ich kein Windows oder Linux mehr brauche. Auch für Musik oder Video sehe ich die Zukunft im Internet. In einigen Jahren, aber auch jetzt schon, wird niemand mehr tonnenweise Video- oder Musikdateien auf dem Rechner horten wollen, weil dann alles auch bequem übers Internet zu erreichen ist. Auch professionelle Anbeiter von Spezialsoftware werden sich anpassen müssen. Der Druck zu Onlineapplikationen wird mir der Zeit immer größer werden.

Insofern ist die Diskussion Linux oder Windows ohnehin antiquirt und nur noch das letzte Zucken der beiden Lager.
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

@selassie, nicht jeder hat einen 16.000er Bandbreite bzw. so eine Bandbreite, das man on demand sich Filme übers Internet anschaun kann.

Und ohne BS ? Wie kommste dann an deine Pladde ran oder willst das alles im Internet speichern ? Dann darfste aber keine persönliche Daten da hinlegen, da könnten sonst hacker dich hacken ...

also ganz geht es ohne BS nicht, sei es Linux, Windoof oder dieses Apple dings
 

Steve-Urkel

Team (Azubi ;-))
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

@selassie, nicht jeder hat einen 16.000er Bandbreite bzw. so eine Bandbreite, das man on demand sich Filme übers Internet anschaun kann.
Und auch mit dieser Geschwindigkeit möchte ich kein OS nutzen, selbst dann nicht wenn große Teile auf der Festplatte liegen.
Zudem, was macht man wenn kein Internet vorhanden ist?


Meine Vision:
Ich denke bevor wir alle akzeptable xxx Gigabit Anschlüsse für ein "Online-OS" haben erleben wir eine Generation von Virtuellen Systemem, ähnlich wie das XP was in Windows 7 läuft.

Ein System wird nicht mehr mit einem Installer geliefert, das kommt in Zukunft in einer VM die über einen Loader oder ein Bios direkt gestartet werden kann.
Hardware hat seine Treiber bereits in der VM/im Bios und darum muss man auch nichts mehr groß einrichten.
Neue Hardware die der Loader nicht kennt bekommt die Treiber über ein EEprom was auf der GraKa, dem Controller, oder ähnlichem aufgelötet ist was man zusätzlich in den PC gestöpselt hat.

VM kaufen, über den Loader starten und das System läuft fertig eingerichtet.


Läuft mal was nicht kann man die komplette VM bzw. nur die Änderungen der "Grund-VM" an einen "Supporter" schicken.
Der hat, da dort alles integriert wurde was nicht der "Grund-VM" entspricht, gleich vollen Zugriff auf alles und kann den Fehler nachvollziehen und beheben.
Die Aktualisierung für die VM verschickt er und das Problem wird beim Kunden, ohne das alles bis dahin geänderte verschwindet, gelöst.


Das ganze funktioniert meiner Vision nach sogar System übergreifend mit VMWin, VMX und LinVM.:icon_funny::icon_prost:
 

selassie

SCNR
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

@selassie, nicht jeder hat einen 16.000er Bandbreite bzw. so eine Bandbreite, das man on demand sich Filme übers Internet anschaun kann.
In ein paar Jahren wird die Bandbreite kein Thema mehr sein.

Und ohne BS ? Wie kommste dann an deine Pladde ran oder willst das alles im Internet speichern ? Dann darfste aber keine persönliche Daten da hinlegen, da könnten sonst hacker dich hacken ...
Hatte doch gar nicht geschrieben, dass das ohne OS funktionieren soll. Es ist dann aber nicht mehr notwendig, entweder Windows für 100 EUR zu kaufen oder sich stundenlang mit irgendwelchen wenig hilfreichen Linux-Manuals oder Forenbeiträgen zu befassen, die ohnehin zu 99% auf andere Forenbeiträge verlinken die wiederum weiter verlinken usw., weil die Leute der Linuxgemeinde offenbar der Meinung sind, ihr Wissen über Linux möglichst für sich selbst zu behalten um den elitären Kreis der Wissenden nicht allzu groß werden zu lassen :icon_tsts:
 

Sine Culpa

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Naja, alles Zukunftsvisionen soweit.
Gegenwaertig stellt sich fuer mich halt nur die Frage, ob Linux eine echte Alternative zu Windows darstellt, und zwar fuer User wie mich, die mit dem Rechner diverse Aufgaben bewerkstelligen muessen. Fuer mich jedenfalls, ist das OS kein Tamagotchi, den man mit Streicheleinheiten am Leben erhalten muss, sondern die Plattform fuer meine Anwendungen. Das Teil muss einfach funktionieren.
Gedacht hatte ich zB an Linux fuer den Laptop, mit ausschliesslich legaler Software, damit ich guten Gewissens alle Grenzkontrollen ueber mich ergehen lassen kann. (Ich habe da schon einige unangenehme Dinge gesehen.) Aber auch hier braeuchte ich volle Exchange Kompatibilitaet, ein Officepaket, das MS-Office Dokumente einwandfrei bearbeiten kann, meine Statistikpakete, sowie das klag- und muehelose Funktionieren mit wechselnder Hardware diverser Konferenzzentren.

Keine Glaubensfrage, sondern reiner Pragmatismus.

Tschuess,
 

sterin

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Aber auch hier braeuchte ich volle Exchange Kompatibilitaet
Wenn Du damit einen nicht-M$ Linux-Client meinst, der in einem fest vorgegebenen Excange- Umfeld neben Outlook genauso funktioniert und die gleichen Features bietet - AFAIK keine Chance. Ich hatte beim privaten Rumprobieren keine und habe auch aus dem Linux-engagierten professionellen Umfeld bei solchen Voraussetzungen nur sehr wenige success storys mit der bisher vorhandenen FOSS-Software mitbekommen, insbesondere nicht OOTB.
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

@selassie: Entweder willste dein System beherschen, dann nimmste Linux. Wenn du aber nur klinkybunti system willst, dann halt dieses komische Windoof.
Für 100€ ? kaum, da geht der Balmer eher in die Hölle *gg

Was wäre wenn Windoof nicht auf jeden komischen PC, Laptop etc. gewesen wäre ? Dann sehe es wohl anders aus um M$ ... lol

Und das mit den tausend Forenbeträgen, welche Windoof Community Webseite bringt vernüftige Infos ? Ich kenn da keine einzige, da kocht jeder für sich sein eigenes Süppchen. Da ist die Linux Community anders, da wird aneinder geholfen, siehe Ubuntuusers.de. Deren Wikiseite ist Top, bessere kann man kein Wiki umsetzen.
 

Steve-Urkel

Team (Azubi ;-))
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

@selassie: Entweder willste dein System beherschen, dann nimmste Linux.
Keine Ahnung wo du die Prioritäten setzt, aber für mich war es immer wichtig das meine Hardware und die Anwendungen unter einem OS laufen. Danach kommen dann das Design und ähnliches, nur wozu sollte man das zugleich beherrschen?
Und wer beherrscht schon Linux?
Wenn es egal bei welchem OS einen Bug gibt oder eine neue Hardware nicht läuft, dann ist so gut wieder jeder darauf angewiesen das ein Programmierer dieses Problem löst und das ganze allen bereitstellt.


Wenn du aber nur klinkybunti system willst, dann halt dieses komische Windoof.
Für 100€ ? kaum, da geht der Balmer eher in die Hölle *gg
Die von mir genutzten Linux Distributionen wurden bis jetzt auch nach und nach bunter, und ich denke das steht Linux gar nicht so schlecht wenn man es nicht übertreibt.

Btw. gibt es Vista Home OEM ab 50€ neu, XP kostet noch mal weniger so das selbst OS X teuer erscheint.


Was wäre wenn Windoof nicht auf jeden komischen PC, Laptop etc. gewesen wäre ? Dann sehe es wohl anders aus um M$ ... lol
Ein provozierender Einwand dessen Antwort zu kennst -> Dann wäre es sicher nicht so weit verbreitet.

Was da das lol soll ...?
Es erweckt den Anschein als wenn du auf biegen und brechen für Linux kämpfen möchtest und auf Windows nur allergisch reagierst und nicht objektiv bist.
^^ Nicht übel nehmen, ist nicht persönlich gemeint.


Und das mit den tausend Forenbeträgen, welche Windoof Community Webseite bringt vernüftige Infos ? Ich kenn da keine einzige, da kocht jeder für sich sein eigenes Süppchen. Da ist die Linux Community anders, da wird aneinder geholfen, siehe Ubuntuusers.de. Deren Wikiseite ist Top, bessere kann man kein Wiki umsetzen.
Auch Windows Usern wird geholfen, dafür sind z.B. wir hier ein recht akzeptables Beispiel.
Alternativ schau nur mal in das MSDN bzw. die MSDN Foren, da gibt es sogar sehr kompetente Hilfe rund um alle MS Produkte selbst dann wenn es um das Programmieren geht.




Edit:
Aber auch hier braeuchte ich volle Exchange Kompatibilitaet, ein Officepaket, das MS-Office Dokumente einwandfrei bearbeiten kann, meine Statistikpakete, sowie das klag- und muehelose Funktionieren mit wechselnder Hardware diverser Konferenzzentren.
Dann ist Linux keine Alternative wenn du nicht mit Emulatoren für Windows Anwendungen arbeiten möchtest.
Eine Windows XP Lizenz bekommst du ab rund 30€ bei Ebay, dazu noch ein MS Office Home und du hast mit übersehbaren Kosten das was du suchst.
OpenOffice ist leider aus o.g. Gründen(Kompatibilität), selbst wenn sie von MS hausgemacht sind(das ist offensichtlich so, nur ändert das an der Problematik nichts), keine Alternative.
Denn was kommt von Firmen?
Hier sind es PDF oder MS-Office Dateien, und wenn es eine MS-Office Datei ist dann muss die - geschäftlich genutzt - auch perfekt passen.

Bei den Kosten würde ich gar nicht versuchen Kompromisse einzugehen, denn ich meine aus deinem Posting raus zu lesen das du das ganze geschäftlich einsetzen möchtest.
Da muss natürlich alles funktionieren, und das ist unter Windows gegeben auch wenn das einige nicht wahr haben möchten.
 

sterin

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Ich denke jeder Linuxfan, der ein OS-Battle akzeptiert, dessen Frage lautet "Wer ist das bessere Windows, Windows oder Linux?" hat schon verloren und da es außer der überschaubaren Kosten per definitionem nichts zu kritisieren gibt.
(Abgesehen davon fand ich Sines Selbsttest übrigens fair.)

Auch finde ich lustig, wie oft noch die Klischees vertreten werden Windows hätte alle zwei Stunden einen Bluescreen, sei ein Klickibunti-System, resourcenfressend und extren unsicher programmiert. Da macht man es den "Gegnern" schon seeeehr leicht, zumal wenn die schonmal KDE 4.x gesehen haben.

IIRC arbeitet Sine im Bereich Forschung/Lehre? Da finde ich es immer gut, wenn den Studenten die Arbeit mit FOSS-Software nahe gelegt wird. Der übliche Weg: Im Grundstudium in die freie Edu-Version einarbeiten, im Haupstudium die gecrackte Vollversion, nach dem Studium noch 2 Jahre den Crack mit schlechtem Gewissen weiterbenutzen und dann erleichtert die Lizenz erwerben, die man den Hersteller schuldig ist. Der Effekt: Der Hersteller X. wird bezüglich der in der scientific community zukünftig benötigten Features auf dem Laufenden gehalten und sichert sich seine Nutzerbasis, die im Beruf nicht mehr die Luft hat umzulernen. Wo wenn nicht hier ist die Stärke von durch hochkompetente Nutzer individuell anpassbaren Werkzeugen. Dass es nicht soweit kommt liegt IMHO allerdings kaum an der komerziellen Weltverschwörung, und viel an der Umsonst-Mentalität, mit der FOSS-Software oft gesehen wird.
 

Bogus

Ostfriesenpinguin
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

@Steve: wielange bin ich schon im Board gemeldet ? Seit gestern ? Und wielange bist du hier ?
Also dann wüsstest du, das ich jedem sein BS lasse. Meine Aussage sollte ein wenig provozieren, da haste recht und es war absicht. Irgendwie habe ich diese Grabenkämpfe satt, aber ich kann mich auch irgendwie nicht raushalten.

Wer aber Linux einsetzen will, der MUSS damit rechnen, das Hardware nicht immer problemlos funktionieren. Aber das ist bei jedem anderen BS doch genauso. Und das man hier WindowsUsern hilft und das sehr gut sogar. Das ist ein einzelfall, leider. Weil soviele gute Webseiten für Windows gibt es nicht. Die meisten sind mit Werbung übersäät und laden eher zum weglaufen ein, als zum da bleiben.
 

Steve-Urkel

Team (Azubi ;-))
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

wielange bin ich schon im Board gemeldet ? Seit gestern ? Und wielange bist du hier ?
Also dann wüsstest du, das ich jedem sein BS lasse.
Ich beurteile bei meinen Antworten kein Alter(Anmeldedatum) der User genau wie den User als solchen und auch keine Anzahlt der Postings. Ich versuche auf die jeweilige Frage/Antwort bzw. auf das Posting als solches zu antworten. Was vorher war ist für mich diesbezüglich so uninteressant wie das was kommen wird.

Und da denke ich was ich geschrieben habe, denn ein klein wenig passt das hier nicht so ganz:
Meine Aussage sollte ein wenig provozieren ...
...
Irgendwie habe ich diese Grabenkämpfe satt ...
Provozieren und es gleichzeitig satt haben? :icon_confused:

Na komm, da steckt doch ein wenig mehr hinter. ;)


Weil soviele gute Webseiten für Windows gibt es nicht. Die meisten sind mit Werbung übersäät und laden eher zum weglaufen ein, als zum da bleiben.
Was eine gute und was eine schlechte Webseite ist möchte und kann ich hier gar nicht diskutieren. Geschmack variiert von User zu User, darum mag ich mir diesbezüglich keine verbindliche Aussage erlauben.
Allerdings bin ich so frei zu behaupten das es ausreichend Informationen zu allen Betriebssystemen gibt, und von Werbung auf diesen Seiten würde ich den Informationsgehalt derselben nicht abhängig machen.

Btw fühle ich mich auf Support Seiten grundsätzlich nicht wohl, die sollten die Ausnahme darstellen(braucht man halt nicht wenn alles läuft). :D



Trotz allem -> :icon_prost: <- Auf eine schöne Diskussion. ;)
 

sterin

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Kannte ich schon. Aber soviel dazu:
Bogus schrieb:
Entweder willste dein System beherschen, dann nimmste Linux. Wenn du aber nur klinkybunti system willst, dann halt dieses komische Windoof.
Neben Hackern, Webserverbetreibern und Netztwerkadministratoren gibt es noch eine vierte Gruppe, die komplett glücklich mit Linux ist: Die Desktopverschönerer. Siehe Ubuntu: Die "Christian Edition" begrüßt Dich mit einem Bibelzitat, die "Muslim Edition" erinnert Dich an die Gebetstzeiten und wenn Dir das "Inhuman" Theme der "Satanic Edition" nicht inhuman genug ist, dann gibt es immernoch die Hello Kitty Edition... :D
 

dosenbrot

Leck mich en de Täsch
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Boah nur mal so nebenbei.
Hab gestern und heute versucht WinXp oder auch Vista auf meine neue externe 2.5 Zoll Usb Platte zu installieren.
Omg ich glaub ich hab echt alles versucht, irgendwie muss es sogar mit Trick 17 gehen, aber ich geb es auf bzw kein Bock mehr.
Neues Ubuntu9.04 installiert, in 45 Minuten hatte ich alles wie ich wollte, also ich bleib bei Linux.
 

Antitrack

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Auch finde ich lustig, wie oft noch die Klischees vertreten werden Windows hätte alle zwei Stunden einen Bluescreen, sei ein Klickibunti-System, resourcenfressend und extren unsicher programmiert. Da macht man es den "Gegnern" schon seeeehr leicht, zumal wenn die schonmal KDE 4.x gesehen haben.
Formatiere mal unter Windows XP+SP2+alle Patches eine absichtlich kaputte Diskette oder greife auf eine zu zerkratzte CD/DVD zu.
Du wirst dich wundern, wie das System in die Knie geht.
Noch mehr staunen wirst du, wenn du den selben Versuch unter Linux machst - da geht GAR NIX in die Knie. NIX!
Schlußfolgerung? Ein sauber programmiertes Errorhandling des BS ist eher in Linux zu finden.
 

Wary

✠ T(r)oll ✠
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Ich vermisse unter Windows einen Paketmanager.

Wenn man was umfangreicheres mit mehreren Abhängigkeiten installiert hat man entweder scheiß viel gefrickel oder den selben schmarrn 10x installiert, was natürlich Horror ist, falls mal Sicherheitslücken auftreten.

z.B. braucht man für eine Ordentliche Perl-Installation einen C/C++ Compiler für die Module.
Für GNU Octave braucht man einen Fortran Interpreter/Compiler.
usw.

Natürlich braucht nicht jeder sowas, aber ich z.B. täglich.
 

Jens

¯¯¯¯¯
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Ich vermisse unter Windows die Benutzbarkeit des Betriebssystems Out of The Box. Ich brauche mindestens drei Stunden, bis ich Windows so konfiguriert habe, das es benutzbar und einigermaßen sicher ist. Außerdem geht mir die lange Installationszeit ziemlich auf den Keks. Und wo bitte bekomme ich meine ganzen Programme her? Gibts da irgendwie ne Liste oder sowas?
Sorry, ist nichts gegen Windows generell, aber diese Eigenschaften machen Windows doch sehr Benutzerunfreundlich, gerade für Umsteiger.
Bis Windows Endbenutzer-Ready ist, dauert es wohl noch einige Zeit. Mal schauen.. Windows 7 soll ja ganz nett werden... aber dafür müsste ich mir ja extra neue Hardware kaufen, damit ich es überhaupt benutzen kann. Warum eigentlich? :icon_confused:
 

Belzeboter

Zombie
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Ich vermisse unter Windows einen Paketmanager.
Der war gut :icon_lol:
Na ja, die MickroSofties begründen das wohl so: unendliche Weiten an
Hardware und "jedem Manne recht getan, ist eine Kunst, die keine kann" (der so :icon_mrgreen: )

Man sieht ja schon an den Updateorgien, wie planlos das ganze System ist :(


Ich vermisse unter Windows die Benutzbarkeit des Betriebssystems Out of The Box. Ich brauche mindestens drei Stunden, bis ich Windows so konfiguriert habe, das es benutzbar und einigermaßen sicher ist.

Der war noch besser :icon_lol: :icon_lol:
Das stimmt natürlich, ständig ist ein Fenster der nächsten Aktion im Wege,
nur ganz wichtige Sachen liegen seltsamerweise unter allen anderen geöffneten
Fenstern und blockieren das Weiterarbeiten....

3 Stunden :icon_confused: Da kriegst Du ein dickes Lob von mir, ich brauche dazu
ne Woche....


Aber mal andersrum. Es wird ja immer viel auf Linux rumgehackt - sehen wir
uns doch mal den Lieferumfang an:
Linux: ich kriege eine CD, die installiert relativ schnell, erkennt so ziemlich
alle Hardware und nach 20 min kann ich loslegen, womit auh immer :yo


Windows XP: Ich kriege eine CD, die braucht unabhängig von der Hardware
immer 39 min zum Installieen (ist fest eingecodet, oder ??) und wenn das fertig
ist, habe ich .... nichts :icon_knock: keinerlei Hardwareunterstützung,
einen Screen in 800x600 und 60 Hz (Augenkrebs auf Röhre) - also sammle ich meine
Hardware-CD´s, die ich zu meiner Hardware gekriegt habe und los gehts.
Nach 2 Stunden... was habe ich da ? einen Texteditor, der nicht mehr als 58kB
kann, OE express und IE. Aber ins Internet kann ich nicht, sonst habe ich nach
15 min( auch heute noch!) meinen Kumpel Nimda, oder wie der heißt

Also schaue ich aif mein Bankkonto oder fange an, die bösen Server abzuklappern....
Und wenn dann am Ende des Tages alles so halbwegs geht.....

Über Linux zu beschweren, sollte wohl keiner Grund haben :)
Mitmachen ist angesagt... gut, ich habe von C-Programmierung keine Ahnung
und halte da mal die Klappe :D


-Belzeboter-

P.S: Wieso gehen nur 10 Smilies ?? an die Admins, ich will eine
Smilie-Freischaltung - LOL (noch einer geht ja nicht)
 

Timor

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Mich bewegt auch seit Jahren der Gedanke, eine Alternative zu Microsoft Betriebssystemen zu finden.

Das Ergebnis all meiner Bemühungen und Recherchen ist das Fazit, dass freie Software in der Komplexität eine Utopie ist.
 

holzapfel

Doppeldanker
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

Für einen Standard-Bürobetrieb ist Linux auch meiner Meinung nach momentan nicht geeignet.

Grundsätzlich braucht man da zuverlässig:
- Fakturierung
- Banking
- Schriftverkehr
- Terminverwaltung
- Buchhaltung
- Steuermeldungen

Weiters evtl.:
- CRM und/oder ERP, Projektierung
- Telefonsteuerung
- spezielle Berechnungssoftware je nach Arbeitsgebiet

Und das im Idealfall alles netzwerkfähig.

Also ich hab da mit/für Linux noch keine runde Lösung gefunden. Und das, obwohl den potentiellen Anwendern völlig egal ist welche Farbe das OS hat und welcher Name draufsteht.
 

Timor

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

@crsLE

osx kann es nicht sein, alleine die (Zwangs)registrierung ist für mich ein K.o Kriterium.

Und falls osx einmal einen Markanteil von 20% - 30% Prozent hätte, würden bestehende Sicherheitslücken bestimmt häufiger ausgenutzt.

Was die Hausbank dazu meinen würde, wenn Geld vom Konto verschwindet und man ohne Antivirenschutz im Netz unterwegs ist, könnte eine spannende Frage sein.
 

llutz

Bekanntes Mitglied
AW: Ein paar (ketzerische) Anmerkungen zu Linux

@crsLE

osx kann es nicht sein, alleine die (Zwangs)registrierung ist für mich ein K.o Kriterium.
OS/X läuft ohne Registrierung, was in interessierten Kreisen bekannt sein sollte. Das größere Problem ist wohl, dass Apple nicht am gemeinen 'Office'-Kunden interessiert ist. Und ob die Linux-Gemeinde irgendwann akzeptiert, dass jemand Programme erstellt, um davon zu leben, das zweifle ich langsam an.
Ich habe eh mittlerweile ein gebrochenes Vehältnis zu Linux. Statt die vorhandenen Distributionen zu konsolidieren und zu pflegen, wird meist planlos sich hin gefrickelt, Hauptsache, mal eine neue Versionsnummer. Nur als Beispiel: Wir haben am Wochenende versucht,auf einem eeePC (Linux) eine ISO-Datei als Laufwerk einzubinden. No way, gescheitert an fehlenden Paketauflösungen selbst nach endlosen Download-Orgien. Unter Windows nehme ich etwa Alcohol 52 (auch kostenlos), und die Sache ist nach 10 min & einem Neustart gegessen.
Ich habe nichts gegen Linux, aber ich will/muss mit meinem Rechner produktiv arbeiten, und da interessiert mich nicht im Geringsten, dass das Betriebssystem für lau zu haben ist, wenn ich - im Unterschied zu Windows- bei jedem neuen Programm erst aufwendige Installations- und/oder Kompilierorgien betreiben muss, weil das Programm zwar out of the box -als Beispiel- unter Suse Ver. X.Y, nicht aber unter Ubuntu Y.X läuft. Das kostet nämlich Zeit und damit Geld, das ich in der Zeit nicht verdiene. Und wen das ganze noch eine Firma betrifft, wo besagtes Programm auf mehr als einem Rechner benötigt wird... Ganz nebenbei verunstaltet das vorgebliche Paradeprogramm Openoffice selbst einfache Excel-Diagramme regelmäßig, was dann einen Fallback auf Excel mit entsprechendem Mehraufwand bedeutet - wenn man es noch rechtzeitig gemerkt hat, bevor die Datei beim Kunden landet. Von daher sehe ich die Linux-Commmunity derzeit eher auf dem Weg in die Anarchie und Bedeutungslosigkeit, soweit es die Desktop-Ebene betrifft.

llutz
 
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