CANON-Printer-Firmware: Unanständige Methoden

edvfuzzi

RumPichler
Hat das von Euch auch schon jemand erlebt? Ein Canon-Printer streikt plötzlich mit der Meldung, der Tintenauffankbehälter sei voll und das Gerät müsse zum Service! Schade - die Garantiezeit ist gerade abgelaufen!

Wenn man dann nachforscht und feststellt, was die beim Service alleine für eine Überprüfung verlangen, schmeisst mal lieber den Drucker auf den Müll und kauft sich einen Neuen.

Und damit bin ich beim Thema: offenbar ist genau das beabsichtigt und man hat sich das Trojanische Pferd vom Hersteller schon mit ins Haus geholt. Denn wenn die (sehr glaubhaften) Berichte stimmen, steckt trotz gegenteiliger Beteuerungen von CANON bereits in der Firmware eine Routine, die ansonsten noch völlig intakte Drucker nach einer bestimmten Zeit künstlich lahmlegen und damit durch die Hintertür für den Absatz neuer Geräte sorgen soll.

Eingeweihte werden jetzt vielleicht sagen: "Aber das machen doch Alle?" Stimmt vermutlich sogar, aber da mir genau das gerade (wieder) mit CANON passiert ist, möchte ich genau diese Bande derzeit am liebsten mit Katzenscheisse bewerfen!

Der Printer meldet plötzlich einen "Service-Fehler 6C10" und man behauptet scheinheilig, man solle den Drucker aus- und wieder einschalten. Falls der Fehler dadurch nicht behoben wird, solle man das Handbuch zu Rate ziehen, was natürlich den Weg zum CANON-Service empfiehlt. Möchte nicht wissen, wieviele CANON-Kunden schon genau an diesem Nasenring durch die Manege gezogen wurden.

Pech nur für CANON, wenn ein paar Eingeweihte unter den Canon-Technikern Interna ausplaudern und dann auch gleich die in der Firmware eingebaute Reset-Methode ausplaudern.

So landete ich zunächst auf dieser (englischsprachigen) Seite:
, die genau die nötige Tastenfolge verrät,

Und dann stiess ich auf die sehr informative Seite von www.thulteim.de, die unter der Rubrik "CANON-Drucker" detailliert beschreibt, wie CANON uns das Geld aus der Tasche zu ziehen versucht.

--> https://tuhlteim.de/canon-pixma-zae...r-resttintentank-voll-reset-service-tool-3400

MEINE Frage in diesem Zusammenhang:
Ist jemand in dieser Runde schon mit dem Thema vertraut und kennt eine seriöse Downloadquelle für die im Internet anscheinend kursierende Software "Service Tool v3400"? Die scheint ein sehr hilfreiches Tool zu sein, wenn nicht weitere Trittbrettfahrer unter den Ganoven genau die zu erwartende Suche von Betroffenen ausnutzen würden, um die gesuchte Rettungssoftware mit ihren Gemeinheiten zu impfen und in den Umlauf zu bringen.
 

eumel_1

Der Reisende
Kauf dir einen neuen Drucker aus der Epson EcoPrint Reihe mit "Wartungsbox" und schmeiß den alten, der sich die Tinte vergolden lässt auf den Müll. Traurig, aber vom System so gewollt.

Epson verwendet eine Unterdruck-Methode, dadurch trocknet der Kopf nicht so schnell ein, wie bei herkömmlichen Modellen.
Auch lässt sich die Tinte aus der Flasche nachfüllen.
Ich habe ein Modell (den ET-7700) seit 2 Jahren zu Hause und bin zufrieden, der versprochene Jahresvorrat in Form von 2 Komplettsätzen Tinte ist inzwischen verdruckt, eine Wartungsbox wurde bisher ausgewechselt (Wartungsbox = der Resttintenauffangbehälter ist).

EDIT: Canon hat inzwischen nachgezogen mit der Pixma G Serie. Dazu kann ich aber nichts weiter sagen. Vielleicht haben andere dazu Erfahrungswerte.

EDIT:
Ob die Frage nach dem Tool hier in diesem Forum OK ist, kann ich nicht beurteilen.
Wie es aussieht (nach einer schnellen Suche) haben sich einige inzwischen darauf spezialisiert mit dem Tool Kohle machen zu wollen.
Ungeachtet dessen wäre der Druckerchannel.de wohl meine erste Anlaufstelle für dieses Problem.

Solltest du das Tool ohne Viren finden und es sogar erfolgreich anwenden, unbedingt den Drucker so stellen, dass auslaufende Tinte nicht deine Möbel beschädigt, denn der eigentliche Sinn des eigebauten Zählers ist es, zu verhindern, dass Tinte ausläuft, was natürlich nach Anwendung dieses Toole nicht mehr gewährleistet ist.
 
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Elektrospeedy

Bekanntes Mitglied
Ich habe mir jetzt den Beitrag aus dem DC-Forum nicht komplett durchgelesen, aber eventuell ist das mit dem Service-Mode auch bei Dir möglich. Ansonsten auch von mir der Tip mit Druckern mit wechselbarer Wartungsbox. Bei meinem Drucker ist noch 1/3 Luft und die neue Box liegt schon bereit.
 

edvfuzzi

RumPichler
>> unbedingt den Drucker so stellen, dass auslaufende Tinte nicht deine Möbel beschädigt

Sicher eine Überlegung wert, aber ich sollte vielleicht noch nachtragen, dass ich nach der Fehlermeldung, dass der Auffangbehälter "voll" sei, genau diesen ausgebaut und geprüft hatte. Er hatte etwa den Feuchtigkeitsstand eines schon betagten Stempelkissens. Der Behälter selbst würde ein Mehrfaches einer frischen, vollen Tonerpatrone aufnehmen können. Damals war mir schon klar, dass die Fehlermeldung völliger Stuss war. Die inzwischen gefundene Webseite von Thul Teim hat das nun überdeutlich bestätigt.

Danke, @buick, für den Tip. Werde den Link gleich mal ausprobieren und später berichten :yo
 

edvfuzzi

RumPichler
Kumpel hat es hier geladen.
Laut ihm ist es sauber und hat funktioniert.
Sieht tatsächlich gut aus. Zumindest hat der Defender schon mal nicht gemeckert! Kommt bei mir auf jeden Fall in die Kiste mit den brauchbaren Tools.
Schade nur, dass mein Canon PIXMA IP4600 anscheinend nicht mit abgedeckt wird.
Falls jemand auch mal mit dem Service Tool arbeiten will, hier noch ein kleiner Nachtrag:

http://technicalsupportforallprinte...2/service-tool-v3400-for-resetting-canon.html
 

deathrow

Bekanntes Mitglied
Wegen ähnlicher Erfahrungen mit einem PIXMA
habe ich auf Laser umgesattelt.
Da trocknet selbst nach langer Nicht-Nutzung nichts ein,
notfalls die Tonnerkartusche schütteln und ab gehts.
Das erwähnte Tool geistert schon ewig durchs Netz,
für halbwegs aktuelle Modelle völlig nutzlos.
 
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eumel_1

Der Reisende
Wegen ähnlicher Erfahrungen mit einem PIXMA
habe ich auf Laser umgesattelt.
...
Wegen dem Stromverbrauch der Laserdrucker bin ich auf Epson Ecotank gewechselt. Und bin zufrieden, aber meine Frau druckt häufig und viel.

Aber du hast natürlich Recht, gerade für Wenigdrucker bietet sich Laser an, die kann man nur durch Feuchtigkeit (Toner ist hygrostatisch = zieht Feuchtigkeit an) außer Gefecht setzen. Die kann man wörlich in den (trockenen) Keller stellen und ein Jahr nicht benutzen, danach stinkt zwar das erste Blatt beim Drucken (wegen dem verbrannten Staub in der Fixiereinheit), aber ein Laser macht seinen Job.
 
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renaldo

Bekanntes Mitglied
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