Backupstrategie: Was ist für euch alltagstauglich?

Hellfire

Themenstarter
Team (Mod)
Mitarbeiter
Hallo,

ich glaube, es gibt nicht 'die eine' Backupstrategie, sondern jede*r muss da selbst etwas für sich finden, abgestimmt auf die eigenen Bedürfnisse und Umstände. Ich denke, zentraler Knackpunkt ist einfach, dass man eine Strategie fährt, die man auch langfristig angwendet und gleichzeitig ausfallsicher ist. Gibt nichts schlimmeres als ein ausgeklügeltes System, von dem man denkt, es funktioniert, um dann festzustellen, dass nix gebackupt wurde. Das hatte ich mal jahrelang mit einem WHS-System gehabt. Wir hatten in den einzelnen Threads hier und da auch immer wieder das Thema, ich würde gerne die Erfahrungen, die sich natürlich auch mit der Zeit ändern, zusammenführen. Was ist eure Ausgangslage, wie ist euer Vorgehen? Bei mir sieht es folgendermaßen aus:

Ausgangslage:
  • Ausschließlich Windows. Ein Rechner.
  • Nur Daten werden gebackupt, kein Systemlaufwerk. C:\ ist ein separater Datenträger, auf dem keine Daten liegen und Windows wird bei Bedarf einfach neu installiert.
  • Nur eine Partition je Festplatte.
  • Alle Datenplatten sind mit VeraCrypt verschlüsselt. Alle Backupplatten sind verschlüsselt.

Vorgehen:

Eine Main-Datenplatte hält alle Daten vor, unter anderem auch Backups von anderen Rechnern oder spezielle Ordner (USB-Stick XY, Email-Downloads, Backups von anderen Rechnern/Leuten, etc.). Mit Syncovery Echtzeitüberwachung wird auf eine zweite interne Platte gespiegelt. Es gibt zwei externe Festplatten, die einmal in der Woche im Wechsel betankt werden, eine der Platten lagere ich im Büro. Eine dritte externe Festplatte liegt bei einem Kumpel und wird ca. jedes halbe Jahr auf den aktuellsten Stand gebracht. Alle Platten sind mit VeraCrypt verschlüsselt. Wenn ich den PC hochfahre, mounte ich als erstes die beiden internen Platten.

Ich habe ein NAS, das einige Daten unverschlüsselt ins Netzwerk gibt. Aber diese Daten werden nicht verändert und nur zum Teil gebackupt; das NAS wird vom Haupt-PC betankt und die Daten dort aktuell gehalten und gesichert. Ich könnte jederzeit die Platte im NAS wechseln und die Daten sofort wieder aufspielen. Außerdem habe ich Dateien, mit denen ich täglich arbeite, in der Cloud, damit ich von allen Standorten darauf zugreifen kann. Dieser Cloud-Ordner wird ebenfalls von Syncovery auf die Main-Datenplatte gebackupt und dann dort wiederum in die Backuproutine eingebunden.

Ich weiß, das ist nicht optimal, aber für mich ein guter Kompromiss zwischen Sicherheit, Aufwand/Alltagstauglichkeit und Ausfallsicherheit. Wie siehts bei euch aus? Welche Backup-Strategie habt ihr?
 
Zuletzt bearbeitet:

Dorwyn

Bekanntes Mitglied
Ohje, ich werde sicherlich gleich gesteinigt :D
Ich nutze Veeam für die Sicherung des OS + einzelner Ordner auf meinen diversen Platten. Das sind dann hauptsächlich Musik und Bildersammlungen. Das mache ich nicht regelmäßig sondern nur alle paar Wochen mal manuell. Gesichert wird das auf eine externe USB Platte. Die ist Bitlocker verschlüsselt. Das OS nicht. Überlege ich aber schon länger. Ich fahre eine AMD Plattform mit Windows 11 und fTPM. Kein eigener Chip verbaut.
Wichtige Daten wie bspw. Kaufverträge, Kopie Personalausweis, etc. liegen in einem verschlüsselten VeraCrypt Container in der Cloud. Das ist vielleicht nicht der sicherste Ort, ich komme aber drauf.

Warum unregelmäßig und nicht alles?
Am OS ändert sich nun auch nicht täglich was... Updates mal außen vor. Und genau die bekomme ich online auch wieder wenn ich die brauche. Genauso verhält es sich bei mir mit Musik und Bilder. Da kommt nicht so oft was dazu. Auf den restlichen Platten liegen hauptsächlich irgendwelche Spiele die über irgendwelche Downloader wie Steam, GOG, etc kommen. Die kann ich also auch jederzeit wieder herstellen. Und das ist eher unnötig ins Backup zu übernehmen.
 

spacemok

Aktives Mitglied
Als Backup nutze ich tatsaechlich einen NAS von Synology im RAID 5 [Nein, ein RAID ist kein Backup und auch keine Loesung dafuer] und einmal im Jahr wirds auf Band gespeichert

ich muss ganz ehrlich gestehen ich habe die letzten 30 Jahre so einiges an Datenverlust hin genommen, riesege Legale MP3 Sammlung von Mp3Radio [ Mp3 statt Videotext auf NBC] und ueber die Dbox2 die Radio Sender. Mitschnitte diverser Fernsehsendungen etc. Das wichtigste blieb komischer immer erhalten Bilder Alben, Archive etc :icon_mrgreen:

Manchmal kann es auch helfen wenn man die Kaputte HDD, einfach mal in ruhe laesst fuer ein halbes Jahr, und dann mal schaut und alles kopiert
 

sPIfF c99

fearless spaceman
Ohje, ich werde sicherlich gleich gesteinigt :D
ich wohl auch

Ich sichere nur das was ich gesichert haben will. Das OS ist mir dabei egal.
Dafür verwende ich mein eigenes CMD, Robocopy erledigt die einzelnen Jobs. Und 2-3 Registry Exporte. Warum so einfach? Ich hatte lange ein Verzeichnis mit mehr als 200000 Kleinstdateien. Damals versagen bei diesem Verzeichnis diverse Backup Tools, Robocopy hatte keine Probleme. Inzwischen wurde das Verzeichnis etwas reduziert.

Wenn die Kiste abraucht, installiere ich ein frisches Windows, dann werden die Daten zurückgespielt. Gespeichert wird 1x pro Monat auf 2 portable HD’s. Bitlocker verschlüsselt. Falls wichtige Daten dazukommen, Backup auch mal nach Bedarf. Eine HD zuhause, Nr. 2 bewahre ich im Geschäft auf.
 

adhome

Bekanntes Mitglied
@Hellfire: Wenn du solche Angst hast solltest noch wissen, dass auf der Windows Partition Daten liegen die sagen welche Dateien du in den letzten Wochen so offen hattest.
Beispiel: https://www.nirsoft.net/utils/recent_files_view.html
oder die weiter reichenden ShellBags:
 

mikado

ɯ ᴉ ʞ ɐ p o
Meine Backup Strategy:
  • Eigener Homeserver mit NextCloud, Paperless und einem anderen.
  • Alles wichtige (Dokumente etc., Bilder, ...) liegt in der Nextcloud. Programme bekommen kein Backup.
  • An einem Pi hängt eine große Festplatte. Einmal pro Tag wird per rsync ein delta backup der Nextcloud/Paperless Daten da hingeschoben.
  • An einer fremden (momentan noch an meiner eigenen, soll aber bald zu einem Freund) Fritzbox hängt eine SSD, da kommt via FTP einmal pro Woche ein verschlüsseltes Notfall Backup drauf. Usecase "Haus brennt ab".
Damit fühle ich mich (erstmals überhaupt) relativ sicher.

Vorher hatte ich auf einer Synology DS213 2 Platten. Kein Raid. Von Platte 1 gab es regelmäßig Backups auf Platte 2. (Das dann auch mal nach einem Update für 3 Jahre nicht lief, grrrr) . Auf die Nass habe ich regelmäßig alles "Zeug" drauf kopiert.
 

Hellfire

Themenstarter
Team (Mod)
Mitarbeiter
Hallo,

@adhome: Ich habe Angst vor Datenverlust (wobei 'Angst' etwas relativ hier ist, gibt sicherlich Schlimmeres im Leben, vor dem man Angst haben muss) und ich habe etwas gegen unbefugten Datenzugriff, etwa bei einem Diebstahl, wenn mir jemand die Bude leerräumt. Diese Metadaten-Logs kenne ich (also habe mal davon gehört), aber die spielen für meine Szenarien eher eine untergeordnete Rolle.
 
Oben Unten