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#1 |
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Oldie
Registriert seit: 25.04.2001
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Hallo Boardies !
hier geht es um ein Literatur-Rätsel: Der Professor möchte wissen, welches der Name des Hundes (!) ist, der in der deutschen Literatur (aus dem deutschen Raum) als erster genannt wird. Nach einem ersten Tipp, kamm folgendes Statement des Profs zurück, welches weitere Ausschlüsse geben könnte: Ein interessanter Vorschlag, aber leider nicht die gesuchte > Lösung zu meiner Frage, die - zugegeben - nicht so ganz > einfach war, weil nicht ohne Hintersinn formuliert, was man > aber nicht so leicht sieht, weil daran natürlich nicht denkt. > > Aber bleiben Sie dran, manchmal findet man ja die Lösung erst > dann, wenn man Sie nicht sucht (das Wort dafür kennen Sie > sicher, etwas finden, von dem erst dann, wenn man es gefunden > hat, weiss, dass es das war, was man suchte?). => was meint er damit ?> Die Frage nach dem ersten Hund in der Literatur bezog sich > - was den Raum betrifft - > nur auf Literatur, die im deutschsprachigen Raum entstanden > ist und - nicht vergessen - der Hund hatte eine besondere > Fähigkeit: wenn Sie die nennen könnten, wüsste ich, dass Sie > ihn gefunden haben. Wer kann helfen ? William |
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#2 |
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♫ ♪ ♫ ♪ ♪
Registriert seit: 12.12.2001
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Beiträge: 5.524
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tja keine ahnung...??
brüder grimm : rotkäppchen und der böse wolf...? |
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#3 |
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Oldie
Registriert seit: 28.04.2001
Beiträge: 4.868
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Wie wäre es mit Krambambuli?
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#4 |
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Oldie
Registriert seit: 05.12.2001
Beiträge: 135
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Vielleicht der Pudel in Goethes Faust? Eigentlich hat der aber keinen eigenen Namen (ausser das er natürlich Mephistopheles ist). Seine besondere Fähigkeit ist das er sich verwandeln kann.
Gruss Naps |
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#5 |
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Oldie
Registriert seit: 22.04.2001
Beiträge: 598
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oder:
Edda 2. Grimnismal Das Lied von Grimnir 44 Die Esche Yggdrasil, ist der Bäume erster, Skidbladnir der Schiffe, Odin der Asen, aller Rosse Sleipnir, Bifröst der Brücken, Bragi der Skalden, Habrok der Habichte, der Hunde Garm. mykinoki |
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#6 |
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Oldie
Registriert seit: 23.04.2001
Beiträge: 1.301
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hmm, meint er vielleicht den schweinehund?
gruß cantor |
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#7 | |
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Beiträge: 19.206
Registriert seit: 22.04.2001
Ort: offline
Beiträge: 3.329
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Zitat:
Bin mal auf die Lösung gespannt! Gruß thoshu |
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#8 | |
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Oldie
Registriert seit: 22.04.2001
Ort: Sydney, NSW
Beiträge: 1.811
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Ehrlich gesagt bin ich sicher, daß es nicht "Goethes" Pudel sein kann, denn daran denkt eigentlich jeder im Zusammenhang mit Hund und Literatur als erstes. Die Lösung wäre entschieden zu einfach
Zitat:
mfg tset mfg tset[/quote] |
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#9 |
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Oldie
Registriert seit: 25.04.2001
Beiträge: 1.172
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Hi Boardies !
vielen Dank für die Einfälle. Gibt noch keine Lösung. Da der Auslöser der Frage ein Dozent meiner Freundin war, habe ich nun, da ich an einer anderen Uni bin, die Frage mal an einen Prof unserer Einrichtungen weitergegeben (Email) Mal sehen, was dabei herauskommt. Ihr könnt ja auch mal herumfragen, was des Rätsels Lösung ist. Wie gesagt, Eure Antworten werden weitergereicht und geprüft..... Bis denn, William von Baskerville |
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#10 |
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Oldie
Registriert seit: 02.06.2002
Ort: NRW
Beiträge: 395
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Aus welchem Bereich kommt denn der Prof? Mediävistik oder Neuere dt. Lit.wiss.??
Irgendwo muss der Hund doch begraben liegen! |
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#11 |
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Wayne?
Registriert seit: 26.04.2001
Ort: Q3CTF2
Beiträge: 3.237
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Moin,
Schweinehund ist 'ne gute Idee, kann's aber wohl nicht sein, da lt. Herkunftswörter-Duden erst aus dem 19. Jhd. In der Nibelungensage kommt 3x der Begriff Hund vor, allerdings kein bestimmter. Dürfte auch allgemein das Problem sein, dass Hunde zwar durchaus in der Literatur vorkommen, aber eben nicht namentlich. Hab mal bisserl gegoogelt und das älteste was ich gefunden hab, ist "Nachricht der Neuesten Schicksalen des Hundes Berganza (1815)" von E.T.A. Hoffmann. Wäre auch ein spezieller Hund, er kann nämlich sprechen. Ciao, zscan |
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#12 |
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Silent Reader
Registriert seit: 19.06.2002
Ort: Preussen
Beiträge: 346
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Wolfs im Schafspelz?
Der Hund stammt vom Wolf ab? Bin in Literatur nicht so bewandert... |
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#13 |
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Allround Deletant
Registriert seit: 03.06.2001
Ort: Bei mir zu Hause
Beiträge: 108
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Faust "Des Pudels Kern"????
Das ist der einzige Hund der mir als "erstes" bei Deutschsprachiger Literatur einfällt. Gruß Furby |
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#14 |
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Oldie
Registriert seit: 25.04.2001
Beiträge: 1.172
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Hallo Boardies !
nur so ein paar Infos: - Dozent arbeitet am Institut fuer deutsche Philologie - Die Frage wurde anfangs des Semesters gestellt. Kein Zusammenhang mit einem zu besprechendem Thema, einfach so..... - Goethe-Literatur erscheint mit zu "neu". - Gab ja schon im Mittelalter z.B. Fabeln, in denen Hunde vorkamen, oder ? - "Fähigkeit" des Hundes (=sein Tipp): sollte wohl ein "sprechender" Hund sein, oder ? > Aber bleiben Sie dran, manchmal findet man ja die Lösung erst > dann, wenn man Sie nicht sucht (das Wort dafür kennen Sie > sicher, etwas finden, von dem erst dann, wenn man es gefunden > hat, weiss, dass es das war, was man suchte Kennt jemand das Fremdwort, dass sich dahinter verbirgt. Vielleicht hilft es ja weiter..... Wir werden das Rätsel schon lösen, oder ? Gruß, William |
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#15 |
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Oldie
Registriert seit: 17.06.2001
Ort: Bayern
Beiträge: 427
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Auszug aus einer Kritik an Jostein Gaarders "Sophies Welt":
Der Name Sofie verweist auf die Weisheit Sophia, der Name Hilde auf die mittelalterliche Mystikerin Hildegard von Bingen.Ein sprechender Hund Hermes (nach dem altgriechischen Götterboten benannt) überbringt Sofie Briefe in feuchtem Maul. Märchen- und Comicfiguren treten auf, etwa Rotkäppchen, Aladin mit der Wunderlampe, die Gans, auf der Nils Holgerson flog, Mickey Mouse-Gestalten. Der Philosophielehrer Knox tritt selbst in einem Video im antiken Athen auf der Akropolis auf und erscheint in einer Mönchskutte nächtens in einer Kirche. Viele literarische Grüße ROndo |
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#16 |
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Oldie
Registriert seit: 10.01.2002
Ort: St.Pauli -(in der Ritze)-
Beiträge: 1.140
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also ich glaube das hat was mit Bayerischem zu tun.
Kennt das niemand? : Du Hundskriapi Soviel, wie Hundskrüppel... :lol :lol |
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#17 | |
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Oldie
Registriert seit: 08.06.2001
Beiträge: 11.153
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Zitat:
Ois easts hoasst des 'Hundskrippe' und zwoatens ibasetzt ma des eha mit 'Hundsfott' Nix fia unguad |
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#18 |
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Silent Reader
Registriert seit: 27.12.2001
Beiträge: 152
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wie wäre es damit:
der name des hundes ist casus belli casus belli = Fall, kriegsgrund, motiv man such nach einem grund oder motiv, ohne zu wissen was man findet, aber hat man den grund oder das motiv gefunden, dann weiss man das es das war was man gesucht hat. man sagt auch: da liegt der hund begraben "Fähigkeit" des Hundes = bellen ich glaube nietzsche hat mal gesagt: "Kein Fürst, der Krieg führen wollte, war je um einen casus belli verlegen. Aber alle Motive, welche wir öffentlich zu erkennen geben, zeigen, daß wir alle nie um einen casus belli verlegen sind. Jede Handlung wird aus Motiven getan und aus einem angeblichen Motiv." gruss |
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#19 |
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Oldie
Registriert seit: 27.04.2001
Beiträge: 370
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Das war Lazarus Lex da geschrieben hat hört sich doch sehr vielversprechend an. Hört sich auf jeden Fall recht schlüssig an. Jetzt müsste man nur noch hrausfinden um welchen casus belli es sich denn handelt.
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#20 |
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Oldie
Registriert seit: 25.04.2001
Beiträge: 1.172
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@Lazarus Les: Hmm, die Theorie ist das eine, aber ich glaube doch eher, daß es eine richtiges Tier ist, das in der Literatur erwähnt wird. Vielleicht ist sogar ein Stilbegriff / Fremdwort / Spruch danach benannt, aber wer weiß...
Guter Vorschlag ! Wer kann noch Theorien beisteuern ? Gruß, William |
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#21 | |
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Oldie
Registriert seit: 22.04.2001
Beiträge: 598
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Zitat:
wie z.B. in Belletristik! mykinoki |
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#22 |
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Silent Reader
Registriert seit: 19.06.2002
Ort: Preussen
Beiträge: 346
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Code:
Der Hund Phylax, der so manche Nacht Haus und Hof getreu bewacht, Und oft ganzen Diebesbanden Durch sein Bellen widerstanden; Phylax, dem Lips Tullian, Der doch gut zu stehlen wußte, Selber zweimal weichen mußte; Diesen fiel ein Fieber an. EDIT: Mal hier schauen: http://www.zelia.ch/beruehmte_hunde/...raturhunde.htm http://www.imareal.oeaw.ac.at/seiten/texte/katze.html Code:
nur sein Hund Argus, den er als Welpen zurückgelassen |
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#23 |
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Registriert seit: 26.04.2001
Beiträge: 19
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@Chronos:
Deine Hunde scheinen mir nicht aus dem germanischen Literaturraum zu stammen. Wenn man den Wolf zu den Hunden rechnen darf, dann tippe ich auf Beowulf "Beowulf war der germanische Held, dem es gelang, zwei Seeungeheuer zu töten. Er soll ein Neffe des Königs der Jüten gewesen sein; seine Geschichte spielt in Dänemark. Eines Nachts schlich eine fürchterliche Kreatur namens Grendel zum Hofe des Königs Hrothgar und verschlang einen schlafenden Krieger. Obwohl durch Waffen nicht zu verwunden, wurde Grendel von Beowulf gepackt und in einem mächtigen Griff gefangen gehalten, aus dem er sich nur unter Verlust eines Armes befreien konnte. Tödlich verwundet, schleppte sich das Monster zu einem nahe gelegenen See, in dem es lebte, und verblutete schließlich dort. Tief beeindruckt von Beowulfs Tapferkeit und Stärke überhäufte ihn Hrothgar mit Geschenken, da sein Königreich von einer gefährlichen Bedrohung befreit worden war. Aber weder der König noch der Krieger hatten mit Grendels Mutter gerechnet, einer noch schrecklicheren Kreatur. Sie ging zum Angriff über und fraß einen weiteren schlafenden Krieger. Als sie sich zurückzog, folgte ihr Beowulf bis zu einem See und tauchte hinab zu ihrem grottenähnlichen Zuhause. Daraufhin fand ein heftiger Kampf statt, in dessen Verlauf Beowulf sein getreues Schwert verlor. Wie Artus hatte auch er das Glück. eine andere Zauberwaffe im Wasser zu finden; mit dieser versetzte er Grendels Mutter den Todesstoß. Nachdem er somit zum zweiten Male König Hrothgars Königreich vor großer Gefahr bewahrt hatte, kehrte Beowulf in seine Heimat Südschweden zurück, wo sein Vater regierte, der bei allen Untertanen sehr beliebt war. Gegen Ende seiner Zeit als König griff ein Drache das Land an. Nachdem er mit anfangs zwölf Mann losgezogen war, um die Feuer speiende Bestie zu töten, sah sich Beowulf bald auf sich allein gestellt alle seine Begleiter bis auf einen rannten in blinder Angst davon. Obwohl er den Drachen schließlich töten konnte, musste auch er selbst dabei sterben. Im Gegensatz zu keltischen Mythen, die Kämpfe mit Wasserrie*sen beschreiben. begegnen die Helden germanischer Sagen zumeist richtigen Monstern und keinen magischen Gegnern. Dies ist ganz anders als bei den Schwertkämpfen zwischen dem großen Ulster-Helden Cuchulainn und Uath oder zwischen Sir Gawain und dem Grünen Ritter; in diesen Traditionen besaßen die fürchterlichen Gegner die Fähigkeit, sich nach ihrer Enthauptung wieder zu regenerieren. " Bin auf die Auflösung des Rätsels gespannt. Gruß vccccc |
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#24 |
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Oldie
Registriert seit: 29.05.2001
Beiträge: 3.393
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Wenn man den Wolf zu den Hunden rechnet gabs aber noch einen vorher
in den Erzählungen der Edda, den Fenriswolf. Greetz QM |
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#25 |
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Oldie
Registriert seit: 13.06.2001
Ort: rio claro costa rica
Beiträge: 1.533
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cascobina ist des pudels kern den hört man gern besonders aus der fern.
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#26 |
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Rover
Registriert seit: 07.10.2001
Beiträge: 5.815
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....es ging doch um die Deutsche Literatur..und nicht um die Germanische, oder.......
Ausserdem, ist die Edda "Literatur" oder was Anderes?? |
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#27 |
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Oldie
Registriert seit: 22.04.2001
Ort: Sydney, NSW
Beiträge: 1.811
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Hmm, ich denke immer noch, daß die Lösung etwas naheliegenderes, vielleicht sogar eine "Scherzfrage" ist. Ansonsten hätte er ja auch Fragen können, z.B. "was war der erste Satz mit drei vorkommenden "y" in der deutschen Literatur der Romantik", will meinen ich glaube nicht das man die Lösung durch Literatur Recherche findet.
Ansonsten hab ich auch keine Idee, aber die 400 wollte ich heute noch vollmachen :mrgreen: mfg tset |
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#28 |
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Oldie
Registriert seit: 23.05.2001
Beiträge: 452
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Ich würde auf Petitcriû tippen, aus Gottfrieds von Straßburg Tristan.
Der Hund schillert in allen möglichen Farben. Wer den Klang seiner ihm mit einer goldenen Kette um den Hals gebundenen Glocke vernimmt, dem wird aller Kummer genommen. S. Lewis, Gertrud J.: Das Tier und seine dichterische Funktion in Erec, Iwein, Parzival und Tristan. Frankfurt/M. 1974, S. 161ff. Ich weiß aber nicht, ob dies das erste Vorkommen des Wortes "Hund" in der dt. Literatur ist. Bei der Formulierung der Frage drängt sich mir eher der Verdacht auf, dass das gesuchte Lebewesen ein Mensch ist, der lediglich als Hund tituliert wird. Hilfreich vielleicht mittelhochdeutsche Wörterbücher unter http://gaer27.uni-trier.de/MWV-online/MWV-online.html dort nach "hunt" suchen (mit "t"!) Oder auch in der Mittelhochdeutschen Begriffsdatenbank suchen: http://www.bgsu.edu/departments/greal/MHDBDB.html Grüße, Joe Butterfly
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Ist zwîvel herzen nachgebûr, daz muoz der sêle werden sûr. |
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#29 |
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Oldie
Registriert seit: 23.05.2001
Beiträge: 452
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Addendum:
Zu Tristan: Glogau, Dirk R.: Untersuchungen zu einer konstruktivistischen Mediävistik. Essen 1993, S. 119ff. Der Hund kommt bereits im Gotischen vor. Ist halt eine Frage, wie man den Literaturbegriff definiert: Gehört auch die Gebrauchs/Fachliteratur dazu oder nur die Belletristik? Würde mich aber wirklich interessieren, was die richtige Antwort ist. Grüße, Joe Butterfly |
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#30 |
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Oldie
Registriert seit: 25.04.2001
Beiträge: 2.843
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@William:
Und? Hat der Prof inzwischen das Rätsel aufgelöst? Grüße, Juppes |
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#31 |
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Oldie
Registriert seit: 09.06.2001
Beiträge: 2.248
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Hi William,
> (das Wort dafür kennen Sie > sicher, etwas finden, von dem erst dann, wenn man es gefunden > hat, weiss, dass es das war, was man suchte?). er meint "serendipity" ... nach 3 prinzen aus serendip (jetzt sri lanka) benannt. weiss ich auch erst seit der lektuere der sueddeutschen vom wochenende. soweit ich mich erinnere kam in dem artikel auch ein hund mit dem namen serendipity bzw. serendip vor. ich schau morgen nochmal, ob ich die zeitung finde, dann kann ich dir evtl. noch mehr sagen. ansonsten google doch mal nach dem begriff. gruss, kawa ps: dein prof heisst nicht zufällig lepenies ? |
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#32 | |
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Oldie
Registriert seit: 15.07.2001
Beiträge: 1.455
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@ kawabonga
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/s...rtikel4111.php 'finden, was man nicht sucht' -> nämlich etwas gänzlich anderes finden wohl doch etwas anderes als der prof-spruch? 'manchmal findet man ja die Lösung erst dann, wenn man Sie nicht sucht ... etwas finden, von dem erst dann, wenn man es gefunden hat, weiss, dass es das war, was man suchte' -> tatsächlich die lösung finden der artikel ist aber in jedem fall die lektüre wert. @ baskerville zum aufbrechen der denkblokade zwei ideen, hoffentlich keine irrwege: Zitat:
a. es handelt sich nicht um einen hund im sinne von tier, sondern hat was mit dem bergmannsausdruck hund für förderkarren zu tun (würde auch mit dem lösungsfinden korrespondieren: eine lösung taucht urplötzlich aus dem unterbewusstsein auf <-> bergwerk förderung aus dem untergrund) oder b. der name des hundes wird nicht zuerst genannt im sinne von chronologisch in der literaturgeschichte sondern im rahmen von literatur, also bspw als erstes wort in einem roman. viel spass beim weiteren rätseln :lol cu, swift |
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#33 |
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Oldie
Registriert seit: 25.04.2001
Beiträge: 1.172
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Hallo Boardies !
der Prof hat auf eine weitere Email geantwortet. Die bisherigen Lösungen sind alle interessant, aber nicht richtig Er hat aber andeuten lassen, daß der Artikel am Sammstag in der Sueddeutschen, den ihr hier nun auch erwähnt habt (@kawabonga: Du bist Spitze !) "etwas" damit zu tun hat. Wenn ich die Email geforwardet bekomme, dann werde ich sie hier veröffentlichen. Im Moment weiß ich nur noch, daß es sich nicht um einen "Hund" im wörtlichen Sinne in einem Roman od. Erzählung od. u.s.w. handelt. Es ist wohl in diesem Sinne eine "hinterhältige" Frage, aber keine "Scherzfrage" in dem Sinn. Eher philologisch gedacht.... Werde die Antwort mal wieder weitergeben und dann schaun.... Gruß, William |
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#34 |
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Rover
Registriert seit: 07.10.2001
Beiträge: 5.815
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Gab es da nicht im "Parzival" (Wolfram von Eschenbach) die Sache mit dem Brackenseil des Hundes Gardeviaz???
Näheres in diesem Link: http://www.google.de/search?q=cache:...hl=de&ie=UTF-8 |
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#35 | |
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Oldie
Registriert seit: 25.04.2001
Beiträge: 1.172
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Hallo Boardies,
hier die Mail des Profs. Zitat:
Gruß, William |
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#36 |
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Oldie
Registriert seit: 23.05.2001
Beiträge: 452
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Na, hoffentlich meint er nicht den Hundenamen "Bello" -> lat.: "Krieg führen". Das wäre ein wenig arg.
@ Rubb: Rhein-Main? Nicht etwa Haage, oder? Grüße, Joe Butterfly |
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#37 |
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Oldie
Registriert seit: 23.04.2001
Beiträge: 5.469
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mmh, der Ausspruch " Auf den Hund gekommen" auch nicht gell. Ist mir nur so eingefallen.
Ganz schön kniffelig. lessie |
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#38 | |
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Oldie
Registriert seit: 09.06.2001
Beiträge: 2.248
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hi william,
Zitat:
hmmm aber der lösung bin ich nicht wirklich weiter gekommen ... hmmm ... also 30 jähriger krieg zu spät -> vor 1618 deutscher literaturkreis, also fällt die erzaehlung von voltaire mit dem hund serendip auch raus kein nachname abgründig hintergründig ... hmmmm gibt es eigentlich einen unterschied zwischen philologie und sprachwissenschaft ? meines erachtens nicht ... so, brainstorming fertig mehr fällt mir nicht mehr ein, aber vielleicht kommt ja morgen die erleuchtung. kawa, der keine hunde kennt, die vor 1600 lebten |
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#39 |
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Oldie
Registriert seit: 23.05.2001
Beiträge: 452
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@ kawabonga
Philologie bzw. Literaturwissenschaft beschäftigt sich mit Literaturen, also mit geschriebenen Texten und interpretiert diese. Sprachwissenschaft beschäftigt sich mit Sprache, ob nun geschrieben oder nicht. Beispiel: Fachsprachenforschung, Phonologie (Lehre von der Lautschrift) und Phonetik (Lehre von der Bildung der Laute im Mund). In der Germanistik sind dies voneinander getrennte Abteilungen. Der gemeine Germanistik-Student durchläuft daher in der Regel die Seminare für Ältere Literaturwissenschaft, Neuere Literaturwissenschaft und Sprachwissenschaft. Wollte nur mal klugscheißen. (Schreibt man das jetzt auseinander?) ;p Grüße, Joe Butterfly |
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#40 |
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Oldie
Registriert seit: 09.06.2001
Beiträge: 2.248
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hi joe ...
danke fuer die aufklaerung. da ich nun so gar nicht vom fach bin hatte ich das immer als gleichbedeutend hingenommen. also ganz grob: philologie: alles was mit schriften zu tun hat sprachwissenschaften: alles was mit sprache zu tun hat .. darauf haette ich eigentlich auch selber kommen koennen ... wobei der griechische wortstamm philos (?) ja auch mehr auf das wort zielt (soweit ich in erinnerung habe) kawa ps: weiss jemand, warum die tags in meiner letzten antwort nicht funzen ? |
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#41 |
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Oldie
Registriert seit: 23.05.2001
Beiträge: 452
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@ kawabonga
Das Wort Philologe heißt übersetzt "Freund des Wortes", ähnlich wie der Philosoph "Freund der Weisheit" heißt. Die Sprachwissenschaft heißt im Fach "Linguistik"; es gibt die diachrone Sprachwissenschaft, die sich mit dem Wandel der Sprache in der Zeit beschäftigt (vom Indogermanischen bis zum Gegenwartsdeutsch) und die synchrone Sprachwissenschaft, deren Gegenstand die gegenwärtigen Sprache (beschäftigt sich z. B. mit Wortbildung, Soziolekten, Dialekten etc.) ist. Sorry für's schreddern... Grüße, Joe Butterfly |
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#42 |
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Oldie
Registriert seit: 17.06.2001
Ort: Bayern
Beiträge: 427
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kann jemand den Artikel aus der Süddeutschen posten?
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#43 | |
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Rover
Registriert seit: 07.10.2001
Beiträge: 5.815
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Zitat:
edit/ axo, der Link funzt nicht mehr! Na, dann guck einfach hier drunter! |
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#44 |
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Oldie
Registriert seit: 05.12.2001
Beiträge: 126
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Auch auf die Gefahr hin, dass ich wg. der Länger jetzt umgebracht werde - hier ist der Artikel aus der SZ (unformatiert):
Wer nicht sucht, wird doch finden Serendipity – Über die Lehre, mal insgesamt ein wenig Ruhe zu geben und dann plötzlich Maßgeblichkeiten wie Tesa-Film, Amerika oder Eric Cantona zu entdecken. von Wolf Lepenies 1992 suchte Alex Ferguson, der Manager von Manchester United, dringend einen neuen Stürmer. Sein Versuch, David Hirst aus Sheffield abzuwerben, scheiterte. Daraufhin nahm er den bei Leeds spielenden Franzosen Eric Cantona unter Vertrag. Mit Cantona schaffte ManU zwei Mal das „Double“: Die Mannschaft holte die englische Meisterschaft und den Pokal. Ferguson hatte Hirst gesucht und Cantona gefunden. Die englische Presse jubelte: „A moment of supreme serendipity“. 1492 suchte Christoph Kolumbus den Seeweg nach Indien – und irrte sich bei der Berechnung des Erdumfangs. Ferdinand und Isabella von Spanien schrieben ihm nach der Rückkehr von seiner Reise: „Uns scheint, dass sich alles, was zu erreichen Ihr uns anfangs versichert habt, zum größten Teil als wahr erwiesen hat, so als hättet Ihr es gesehen, bevor Ihr uns davon berichtet habt.“ Doch was die katholischen Majestäten nicht wissen konnten, Kolumbus wollte es nicht wissen: Der Entdecker hatte gefunden, was er nicht gesucht hatte. Amerika. Ein Fall von Serendipity. 1896 misslang der Firma Beiersdorf die Entwicklung eines neuen Wundpflasters. Zog man das zu stark haftende Pflaster ab, riss die Wunde auf. Jahrzehnte später wurde das fatale Produkt zum Verkaufsschlager: als Tesa-Film. Umgekehrt ging es dem US-Unternehmen 3M, das einen stark haftenden Klebstoff suchte und stattdessen eine Substanz fand, die sich leicht und ohne Rückstand wieder ablösen ließ. Damit waren die „Post-it Notes“ erfunden, die kleinen farbigen Erinnerungszettel, die heute in jedem Haushalt und in jedem Büro kleben. Was sich schmerzlos lösen sollte, blieb schmerzhaft haften, und was auf immer haften sollte, löste sich besonders leicht. Wie das Leben? Wie das Leben. Man findet das Gegenteil dessen, wonach man sucht: Serendipity. In den USA gibt es Hunderte von Serendipity Shops, Dutzende von Serendipity Golfplätzen – jeder Spieler, der seinen Ball dort suchen muss, wo er ihn nicht finden wollte, weiß warum – und ein Nudistencamp mit dem vielversprechenden Namen Serendipity Park. Die Schauspielerin Janet Leigh, nach ihrem Hobby gefragt, nannte kurz und bündig: „Serendipity“, und so hieß auch ein Film mit John Cusack und Kate Beckinsale. Die Serendipity Bibel schließlich will durch raffiniert geplante Zufallslektüre die Ungläubigen bekehren wie einst den Hl.Augustinus: „Nimm und lies!“ Die Geschichte des Wortes „Serendipity“ wird man bald lesen können. Erforscht hat sie, zusammen mit Elinor Barber, Robert K. Merton. „The Travels and Adventures of Serendipity“ ist ein opus postumum: Merton, ein Klassiker der modernen Soziologie, starb, 92 Jahre alt, am 23. Februar in New York. Der junge Merton hatte in Philadelphia als Zauberer seinen Lebensunterhalt verdient, bevor er die Soziologie zu seinem Brotberuf machte. Zeitlebens blieb er ein Magier, unter dessen soziologischem Scharfblick die Wirklichkeit zu einem einzigen Überraschungsfeld wurde. Mertons großes Vorbild war Laurence Sterne, der Schöpfer von Tristram Shandy. „A Shandean Postscript“ nannte der Soziologe sein Lieblingsbuch, das er stets mit dem Kürzel OTSOG zitierte: on the Shoulders of Giants. In einem wohlkomponierten Chaos von gelehrten Abschweifungen und absichtsvoll in die Irre führenden Zitaten zeichnete Merton darin die Geschichte eines Satzes von Isaac Newton nach, der bekannt hatte, seine Entdeckungen als Zwerg auf den Schultern von Riesen gemacht zu haben. Robert K. Merton, ein Riese auf den Schultern von Riesen, war der Entdecker der Soziologie als einer fröhlichen Wissenschaft. Umso trauriger waren seine Freunde, als Merton starb. Nun würden sie zwei Bücher nicht mehr lesen können, die es in Manuskriptform längst gab und auf deren Unvollendung Merton, ein großer Appetitanreger, so oft hingewiesen hatte. Es handelte sich um eine Studie zum „OL-Aphorismus“ – dem ebenso bestimmten wie rätselhaften Ausspruch einer „Old Lady“: „Wie kann ich sagen, was ich denke, bevor ich sehe, was ich sage?“ – und um die Geschichte von „Serendipity“, der Kunst zu finden, was man nicht suchte. Jetzt aber stellt sich – Glück im Unglück – heraus, dass Robert K. Merton kurz vor seinem Tod das „Serendipity“-Manuskript zum Druck freigegeben hatte. „Serendipity“ kam am 28. Januar 1754 auf die Welt. Der Erzeuger war Horace Walpole, der zehn Jahre später mit „The Castle of Otranto“ den ersten Schauerroman schreiben sollte. Geburtsort von „Serendipity“ war ein Brief Walpoles an Horace Mann, den britischen Geschäftsträger in Florenz. In diesem Brief spricht Walpole von seiner Fähigkeit, im gegebenen Moment genau das zu finden, wonach er gerade suchte. Um dem Briefpartner zu verdeutlichen, was er meint, erzählt er aus dem Märchen der „Drei Prinzen von Serendip“, das 1557 in Venedig erschienen war: „Wenn die Hoheiten reisten, fanden sie, durch Zufall und Scharfsinn, stets Dinge, die sie nicht gesucht hatten. So entdeckte einer von ihnen, dass auf der gleichen Straße, auf der sie reisten, vor kurzem ein Maultier vorbeigekommen war, das auf dem rechten Auge blind war, denn nur auf der linken Seite war das Gras abgefressen, und dort war es viel schlechter als auf der rechten Seite.“ Walpole fährt fort: „Verstehen Sie jetzt, was Serendipity ist?“ Mit dieser Frage wird Walpole den Freund und Briefpartner in Florenz genau so ratlos zurückgelassen haben wie später die Leser seiner Korrespondenz. Denn was Horace Walpole seinen „Talisman“ nannte – die Fähigkeit, im gegebenen Moment das Gesuchte zu finden –, war ziemlich genau das Gegenteil von Serendipity, wie er sie im gleichen Brief kurz danach beschrieb. Von „serendipity“, „a very expressive word“, wie Walpole sein Wortkind charakterisierte, konnte nur die Rede sein, wenn man etwas fand, was man nicht gesucht hatte. Auch hatten die drei Prinzen aus Serendip, dem alten Namen für Sri Lanka (Ceylon), gar nichts gesucht, sie waren lediglich sorgfältige Beobachter und lieferten ein Beispiel der „Scharfsinnsproben“, an denen im Umkreis der Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht die orientalische Literatur besonders reich ist. Nur ein einziges Mal – in dem erwähnten Brief an Horace Mann – sprach Walpole von „serendipity“. Dort blieb das Wort fast 80 Jahre lang verborgen. Als aber die Briefe Walpoles im Laufe des 19. Jahrhunderts veröffentlicht wurden, waren damit die Voraussetzungen für den späteren „Serendipity Boom“ geschaffen. Dieser Boom profitierte lange Zeit von der Zweideutigkeit, die Walpole seiner eigenen Erfindung gegeben hatte. Konnte von Serendipity auch die Rede sein, wenn man fand, wonach man gesucht hatte – nur an einem anderen Ort oder zu einer anderen Zeit als geplant? Erst allmählich setzt sich die Kernbedeutung durch: zu finden, was man nicht gesucht hatte. In diesem strengen Wortsinne konnte zwar bei Kolumbus, nicht aber bei Alex Ferguson, dem Manager von Manchester United, von Serendipity die Rede sein. Im Laufe der von Umleitungen und Irrwegen bestimmten Wortgeschichte von Serendipity wird Horace Walpole vom Leser zum Autor der Geschichte von den drei Prinzen, aus den Prinzen wird eine Prinzessin, in London öffnet der erste Serendipity Shop und eine zentrale Rolle im Serendipity Boom spielt das Magazin „Notes and Queries“, das 1849 von einem Bücherliebhaber begründet wurde, der – wie könnte es anders sein – als Pseudonym den Namen Merton gewählt hatte. In einer Psychologie des Erfinders aus dem Jahre 1931 wird Serendip zum „Persischen Gott des Zufalls“, ein Roman erscheint, in dem ein Koch, den Appetit eher hemmend, Serendip heißt, und Ernest Jones sieht in Serendipity die Schlüsselkategorie der Traumdeutung Sigmund Freuds. Eine glänzende Karriere machte Serendipity in den Naturwissenschaften, wo es bald zur Kernmetapher im Reich der Erfindungen und der Entdeckungen wird. Es ist freilich ein für die exakten Fächer gefährlich unscharfer Begriff. Daher versuchen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts Philosophen und Praktiker der Naturwissenschaften, Serendipity vom bloßen Zufall zu unterscheiden. Zufallsfunde kommen unverdient und sind selten – Serendipity dagegen hat immer etwas mit der Fähigkeit zur systematischen Bildung von Hypothesen zu tun. Der Zufall, so Pasteur, hilft nur den vorbereiteten Köpfen. Dies gilt für Wöhler und die Harnstoffsynthese und für die Vulkanisierung des Kautschuks durch Charles Goodyear, es trifft auf Röntgen ebenso zu wie auf Flemings Entdeckung des Penicillins. Zum modernen Paradebeispiel von Serendipity wird 1953 die Entschlüsselung der DNS-Struktur durch Watson und Crick. In der Literatur ist Serendipity eher die Regel als die Ausnahme. Man kann sie provozieren – und davon profitieren. Bezeichnend ist die Kritik Sainte-Beuves, der Alexis de Tocqueville vorwarf, zu wenige Bücher gelesen zu haben, nach denen er nicht gesucht hatte. Nimm und lies! Jeder Leser hat seine Erfahrungen mit Serendipity gemacht. Wie oft hat man nicht das Buch entliehen oder gekauft, das genau neben dem Buch stand, nach dem man gesucht hatte! Heute ist das Internet zu einer Suchmaschine geworden, in der man durch ein raffiniertes System von Links dorthin verführt wird, wo man gar nicht hin wollte. Ein ganzes Entdeckerleben könnte man damit verbringen, den 358 000 hits für „Serendipity“ nachzuspüren, die „Google“ in 0,06 Sekunden aufruft. Serendipity herrscht auch in der Politik – nicht zuletzt in England mit seiner Tradition des systematischen Durchwurstelns („muddle through“), die unweigerlich zu Überraschungen führen muss. Im 19. Jahrhundert nannte Disraeli die Überzeugung, „that something will turn up“ die Kernmaxime der englischen Politik – und ahmte damit die Figur des Mr. Micawber aus Charles Dickens’ Roman „Oliver Twist“ nach. Die Hoffnung, dass sich schon irgendetwas finden werde, ist das Vertrauen in Serendipity. In den USA schwankt dabei die Wertschätzung des „expressiven Wortes“. Auf der einen Seite gelten Diktatoren als fanatisch genaue Planer, die Serendipity, ein Element der Freiheit, hassen; auf der anderen Seite sehen Kritiker in Serendipity eine Gefahr für die Demokratie, wenn politische Prozesse beliebig und unberechenbar für den Bürger werden. Merton spricht davon, dass in den USA der „New Deal“ Franklin D. Roosevelts eine Blütezeit der Serendipity gewesen sei. Der Hinweis bleibt eher vage – mit Ausnahme eines überzeugenden Beispiels. Es betrifft Robert Merton selbst. In der Zeit der großen Depression führte Roosevelt „Bank Holidays“ ein, um die Geldentnahme von individuellen Sparkonten zu erschweren. Besorgt, nicht rechtzeitig an seine Ersparnisse zu kommen, hob daraufhin Merton, ein ausgesprochen armer Student, bei erster sich bietender Gelegenheit sein gesamtes Guthaben ab und investierte es in die zwölf Bände des Oxford English Dictionary. Im OED blätternd, fand er dort den Eintrag „Serendipity“, der 1912 zum ersten Mal aufgenommen worden war. Ohne Franklin D. Roosevelt und den New Deal hätte Robert Merton nie gefunden, wonach er nicht gesucht hatte. Robert K. Mertons und Elinor Barbers Buch „The Travels and Adventures of Serendipity. A Study in Historical Semantics and the Sociology of Science“ wird zuerst auf Italienisch bei Il Mulino in Bologna und dann auf Englisch bei Princeton University Press erscheinen. Gruß, muck |
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#45 |
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Oldie
Registriert seit: 15.07.2001
Beiträge: 1.455
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mmmh. immer noch keine lösung?
rubbs hinweis ist immerhin handfest (eschenbach - titularfragment), der hund hat einen namen: gardevîaz. aber eine besondere eigenschaft besitzt er nicht, wenn man mal davon absieht, dass er ein halsband trägt, die eine inschrift besitzt: »Gardeviaz hieß der Hund. Das heißt auf deutsch: Achte auf den Weg!« (143, 4) »Obwohl dies ein Hundename ist, paßt er auch auf edle Menschen, Männer und Frauen: die sollen gut auf den Weg achten, dann erlangen sie die Anerkennung der Welt und im Himmel wird ihnen ewige Seligkeit zum Lohn« (144, 2-4). In der Inschrift des Seils wird diese didaktische Maxime konkretisiert. [Bumke, Joachim: Geschichte der deutschen Literatur im hohen Mittelalter, 4., aktualisierte Auflage, München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 2000. S. 179] volltext titular http://www.fh-augsburg.de/~harsch/ge.../wol_ti02.html immerhin kann man eine inhaltliche übereinstimmung finden: "das Wort dafür kennen Sie sicher, etwas finden, von dem erst dann, wenn man es gefunden hat, weiss, dass es das war, was man suchte" = die brechtsche maxime "der weg ist das ziel" = gardeviaz "achte auf den weg" aber sollte darin schon der ganze hintersinn liegen? kann man sich eigentlich nicht vorstellen. cu, swift |
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#46 |
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Oldie
Registriert seit: 09.06.2001
Beiträge: 2.248
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@joe: danke fuer die aufklaerung ... das hab ich ja ordentlich verwechselt ... philos = freund ... wie in philatelie ...
naja is bischen heiss zum denken so fertig geshreddert ... weiter zum raetsel ... hatte leider heute immer noch nicht die erleuchtung, was allerdings auch daran liegen koennte, dass ich von deutscher literatur vor 1600 nun wirklich null ahnung habe ... hmmm naja, vielleicht kommt morgen die erleuchtung kawa ps: eine idee hab ich noch, weiss allerdings nicht, ob sie weiterhilft. aufgrund des eindeutigen hinweises auf serendipity muesste es wohl eine loesung sein, die wir alle kennen, aber an die wir momentan nicht denken, da wir probieren moeglichst "wissenschaftlich" zu sein. wie gesagt, ob das was hilft weiss ich auch nicht |
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#47 |
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Oldie
Registriert seit: 25.04.2001
Ort: zuhause
Beiträge: 1.253
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Hi Alle,
ein faszinierendes Rätzel, es ist klar ,dass wenn wir auf die Lösung kommen,wir wissen ,dass sie richtig ist. Habe leider keine Ahnung von Literatur vor dem 30-jährigem Krieg. Vielleicht musss man mehr auf den deutschsprachigen Raum eingehen bzw mal versuchen,diesen einzugrenzen,was war Alles deutschsprachig? Ab wann wurde eigentlich deutsch geschrieben und war das Deutsch? Was ist die besondere Fähigkeit des Hundes? Wir suchen den Hund und finden.......(wat denn nu?) Kann es mit Göttersagen oder Märchen zu tun haben(rotkäppchen |
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#48 |
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Oldie
Registriert seit: 23.05.2001
Beiträge: 452
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@ JoeyHH
Ab wann deutsch geschrieben bzw. gesprochen wurde, ist so eine Frage... Das "Gemeingermanische", bei dem die einzelnen germanischen Dialekte noch nicht allzu sehr getrennt waren, findet sich meist bei römischen Autoren wie Caesar (100-44 v. Chr.), Tacitus (55-117 n. Chr.), Plinius d. Ä. (23-79 n. Chr.) in einzelnen Worten wiedergegeben. Es hat ungefähr so gelautet: "Ek HlewagastiR HoltijaR hornatawido" (Goldenes Horn von Gallehust: Ich, Lebgast, Sohn des Holt, machte das Horn). Das Gemeingermanische, das aus dem Indoeuropäischen und Keltischen zusammen entstand, differenzierte sich dann in der ersten Lautverschiebung, in der so ziemlich alle Laute durch andere ersetzt wurden. Dann folgte die zweite Lautverschiebung, die wieder alles durcheinander warf. Hier verschwand das "th", wie es im Englischen noch gebraucht wird. Ab hier spricht man auch vom "Deutschen" und nicht mehr vom "Germanischen". Zeitlich lässt sich ungefähr folgende Einteilung festlegen: 600-1050: Althochdeutsch 1050-1350: Mittelhochdeutsch 1350-1650: Frühneuhochdeutsch 1650-1950: Neuhochdeutsch 1950-jetzt: Gegenwartsdeutsch Man muss natürlich beachten, dass neben den Hochsprachen hauptsächlich Dialekte gesprochen wurden (und ja immer noch werden!). Das Frühneuhochdeutsche hört sich für unsere Ohren schon relativ seltsam an, das Mittelhochdeutsche kann man ohne Wörterbuch nicht mehr verstehen (siehe meine Signatur: die ersten beiden Zeilen des Parzival von ca. 1203-1208). Das Althochdeutsche versteht man selbst mit Wörterbuch nicht mehr. Es gilt also, die Literatur ab ca. 600 n. Chr. zu durchforschen. Das erste bedeutendere althochdeutsche Werk, das uns erhalten blieb, war sinnvollerweise ein Wörterbuch, der sogenannte Abrogans (ca. 770). Ansonsten findet man meist nur sogenannte Glossen, althochdeutsche Randnotizen in lateinischen Handschriften. Dann gibt es da vor allem religiöse Texte, meist Übersetzungen aus dem Lateinischen. Auch Zaubersprüche sind überliefert, z. B. der Wiener Spruch (Hundesegen): Christ uuart gaboren êr uuolf ode diob. do uuas sancte Marti Christas hirti. der heiligo Christ unta sancte Marti, der gauuerdo uualten hiuta dero hunto, dero zohono, daz in uuolf noh uuulpa za scedin uuerdan ne megi, suuara se geloufan uualdes ode uueges ode heido. der heiligo Christ unta sancti Marti de frúma mir sa hiuto alla hera heim gasunta. (Christus wurde geboren, bevor es Wolf oder Dieb gab. Da war der heilige Martin Hirte. Der heilige Christus und der heilige Martin mögen sich heute der Hunde und Hündinnen annehmen, damit ihnen weder Wolf noch Wölfin schaden können, wohin sie auch laufen, sei es Wald, Weg oder Heide. Der heilige Christus und der heulige Martin mögen dafür sorgen, dass sie mir heute alle gesund nach Hause zurückkehren.) Das Doppel-"u" wurde später zum "w". Im Englischen heißt es ja noch Dabbeljuh. Das Althochdeutsche hat noch Helden- und Fürstenpreisungen anzubieten, etwa das Hildebrandslied, das Ludwigslied, De Henrico und von Otfried von Weißenburg: "Ludwig, dem König der östlichen Reiche, sei ewiges Heil!". Der Rest ist juristische und andere Sach- und Gebrauchsliteratur. Die Literatur im Mittelhochdeutschen ist schon kaum mehr zu überblicken. Herauszuheben an Belletristik wären die großen Dichter Hartmann von Aue, Wolfram von Eschenbach, Gottfried von Straßburg und so weiter und so fort. Aber nun Schluss, sonst höre ich gar nicht mehr auf... Grüße, Joe Butterfly P. S. Grimms Märchen sind auch viel zu spät... etwa 1812-1815. Die Märchen darin entstammen oft dem französischen Raum, da die Grimms sie bei der Oberschicht und nicht, wie oft dargestellt, von irgendwelchen Bauernsvetteln sammelten. |
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#49 |
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Oldie
Registriert seit: 25.04.2001
Ort: zuhause
Beiträge: 1.253
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Danke Joe für den ausführlichen Abriss,
bei Caesar fällt mir doch glatt "Bellum Gallicum" ein*fg*. kann etwas aus der "EDDA" in Frage kommen? Wofür waren Hunde zu der Zeit gut? Jagen,wachen ,Kurier? |
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#50 |
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Oldie
Registriert seit: 23.05.2001
Beiträge: 452
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@ JoeyHH
Die Edda ist aus dem skandinavischen Raum, nicht aus dem deutschen. Artikel Hund aus dem Sachwörterbuch der Mediävistik (hrsg. v. Peter Dinzelbacher, 1992): Hund. Neben dem antiken Bild des Höllenhundes und Wächters, wie es v. a. die moralisierende Literatur in Anschluss an Boethius (De consolatione Philosophiae) bewahrt, besteht im Mittelalter ein positives Bild des Hundes als Begleiter und Jagdgefährte [Anm. JB: englisch "to hunt", "jagen" -> Hund?] des Menschen sowie als Schoß- und Zierhund (vgl. z. B. irische Finnsage, Tristantexte, Roudlieb) und Symbol der Treue. Im Tierkatalog des Pierre le Picard und im waldensischen Physiologus erscheinen zwiespältige Einschätzungen des Hundes, ähnlich in den Minne-Jagdallegorien (z. B. Hadamars v. Laber Jagd), wo die Jagdhunde Tugenden und Laster verkörpern. in christlichen Legenden tritt der Hund einerseits als Teufel (z. B. Andreaslegende), andererseits als hilfreiches Tier (seit den Petrusakten) auf. Der Physiologus wäre eine Idee gewesen, da hier verschiedenste Tiere mit wunderlichen Eigenschaften bedacht werden. Jedoch habe ich in meiner althochdeutschen Ausgabe keinen Hund finden können. Tja... Grüße, Joe Butterfly |
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